Sam Parangi

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Mr. Majestic verbessert sein Karma

Mr. Majestic verbessert sein Karma

 (6)
Erschienen am 01.02.2014

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Rezension zu "Mr. Majestic verbessert sein Karma" von Sam Parangi

Ein finnischer Inder...
Haversvor 5 Jahren

Die Anzahl der unkonventionellen Autoren ist bei den Finnen besonders hoch, und in diese Kategorie würde ich nach der Lektüre von „Mr. Majestic verbessert sein Karma“ auch Sam Parangi einordnen.

Sam Parangi hat viele Namen und eine interessante Vita: als Sakari Nuottimäki 1967 in Finnland geboren, wächst er in Göteborg/Schweden auf und arbeitet dort an einem Theater, bis er mit fünfundzwanzig Jahren beschließt, sich zur Ruhe zu setzen und nach Indien auszuwandern, wo er seither in Bangalore lebt und unter dem Pseudonym Zac O’Yeah zahlreiche Bücher veröffentlicht.

Eine ähnlich schillernde Persönlichkeit ist die Hauptfigur Hari Majestic, der Mann mit den verschiedenen Identitäten, in seinem Roman „Mr. Majestic verbessert sein Karma“. Abhängig davon, wo er nach einfältigen Menschen sucht, die er um ihre Dollar erleichtern kann, nennt er sich Direktor Bongjee oder Harry Scalper, Mr Coomer oder Mr Kumar. Und seine Methoden reichen von 08/15-Betrügereien bis hin zu den bekannten Gaunereien im Internet. Und genau diese bringen ihn in Teufels Küche, als eines Tages eines seiner Opfer spurlos verschwindet und ihm dann zusätzlich noch die indische Unterwelt auf den Fersen ist…

Dieser indische Kriminalroman kommt reichlich exotisch daher, das reicht von den Beschreibungen des Gewusels auf den Straßen der Metropole und den fremden Gerüchen bis hin zu den chaotischen Alltagssituationen, in denen sich der Protagonist wiederfindet.

Der Autor bedient durchaus die diversen Klischees, die europäische Leser mit diesem Land verbinden, verpackt diese aber in eine kurzweilige und humorvoll erzählte Geschichte, die trotz ihrer gnadenlosen Überzeichnung dank des liebenswerten Filous Hari bestens funktioniert und unterhält.

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Rezension zu "Mr. Majestic verbessert sein Karma" von Sam Parangi

Die Sache mit dem Karma
BettinaR87vor 5 Jahren

Er hat viele Namen und genauso viele Jobs – Touristenschlepper, Online-Betrüger, Handlanger bei den krummen Geschäften seines Onkels. Ein Antiheld. Eigentlich aber gar kein so übler Typ. Opportunist? Schon eher. Als er eines schönen Tages die Amerikanerin Jane Griffin in seiner Funktion als lokaler Schlepper anspricht, startet das Abenteuer seines Lebens.

Lieb‘ Schwesterlein …

Es geht um ihre vermisste Schwester Madhuri, die auf die Betrügerei eines sogenannten Mr. Bongjee reingefallen ist und eine Schauspielkarriere in Bangalore starten wollte. Natürlich steckt hinter dem Alias niemand anderes als Mr. Majestic selbst – doch das Mädchen hat er nie gesehen. Bevor er für etwas in den Bau wandert, für das er nicht verantwortlich ist, nimmt er die Dinge selbst in die Hand. Seine „Ermittlungen“ führen ihn in viele dreckige und dunkle Ecken Bangalores. Seine Bekanntschaften? Mehr als zweifelhaft. Sein Karma? Bessert sich am laufenden Band. Außer wenn er gerade jemanden getötet hat. Das Ende? Ganz anders als gedacht.

Die Kritik

Sam Parangi verbindet in „Mr. Majestic verbessert sein Karma“ Komik mit Brutalität und das auf ziemlich irritierende Weise. Eigentlich sollte das moralische Empfinden zu Entsetzen neigen, wenn ein Mensch stirbt und sei es nur ein fiktiver. Hier kichert man darüber. Majestic ist ein einfacher Typ, der definitiv kein Held ist und auch keiner sein möchte. Höchstens vielleicht Filmstar. Hoffnungsloser Romantiker auch noch. Aber in den essenziellen Momenten auch bereit, einen Menschen zu töten – mit dem gewissen ups-jetzt-ist-er-tot Effekt.

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben, leicht eingängig und bringt einem nebenher noch den einen oder anderen Fakt über Indien bei. Ohne, dass dabei ganz klischeehaft über die koloniale Vergangenheit des Landes zu sprechen. Die grundlegende Tonalität ist ein bisschen wie das Motto „Hier ist alles verbockt, aber das ist schon okay so“. Das ist nicht zuletzt einer der Gründe, warum das Buch so herrlich anders ist, als viele andere aktuelle Erzählungen.

Schwarzer Humor, Zynik, Spannung, Witz, starke Charaktere – kaum etwas, das man in diesem Buch nicht findet. Sehr gute Unterhaltung!

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