Sam Pivnik Der letzte Überlebende

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Inhaltsangabe zu „Der letzte Überlebende“ von Sam Pivnik

Sam war gerade mal 13 Jahre alt, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Mit der Familie lebte er in einem oberschlesischen Städtchen, der Vater war Schneider und stopfte den Leuten die Hosen. Da wurde aus dem Städtchen ein Ghetto, und Sam, der damals noch »Szlamek« hieß, war mittendrin. Er überlebte - auch das Grauen von Auschwitz, die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch, den Schiffbruch der Cap Arcona. Unzählige Male entging er dem Tod. All das erlebte Sam in den kurzen Jahren seiner Kindheit und Jugend.
Der Krieg ließ keine Möglichkeit, an ein Morgen zu denken. Und wen interessierte nach dem Krieg das Gestern? Am Ende seines unglaublichen Lebens gelingt es Sam Pivnik, einem der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber zu sprechen.

Ein erschütternder, aber absolut lesbarer Roman, den man angesichts der Dramatik der Zeit nicht mehr aus der Hand legt.

— michaelpaul

Ein großartig geschriebender, schrecklicher Erfahrungsbericht der Nazizeit.

— Buchling82

Ergreifendes Zeitzeugnis

— AK87

Für alle, die nicht in dieser Zeit geboren wurden, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre werden. Die Geschichte ist ergreifend und lässt ein

— barbwire1de

Die Geschichte eines Überlebenden ... gegen das Vergessen! Lesenswert!

— misery3103

Die schockierende Lebensgeschichte eines Überlebenden des Holocausts.

— Smberge

Alles in allem ist dies ein beeindruckendes Zeugnis eines der letzten lebenden Zeitzeugen des Holocaust...

— LitteraeArtesque

Der Holocaust beschrieben aus der Sicht eines der letzten Zeitzeugen - trotz der eher distanzierten Schreibweise erschreckend und berührend.

— parden

Sollte jeder gelesen haben. Erschütternd, schrecklich, aber auch interessant geschrieben.

— Lisbeth76

Sollte Jeder gelesen haben!

— foxydevil

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  • Rezension zu Der letzte Überlebende

    Der letzte Überlebende

    KruemelGizmo

    11. October 2017 um 15:31

    Sam, 13 Jahre, lebte mit seiner Familie in einem oberschlesischen Städtchen, als die Wehrmacht in Polen einmarschierte. Aus dem Städtchen wird ein Ghetto, und Sam befindet sich mittendrin, aber dies ist erst der Anfang seines Leidensweges, der ihn während seiner weiteren Kindheit bzw. Jugend begleiten wird. Er überlebt Ausschwitz und die Selektion durch Mengele, die Zwangsarbeit, den Todesmarsch und den Schiffbruch der Cap Arcona. Am Ende seines unglaublichen Lebens kann Sam Pivnik, einer der letzten Überlebenden von Auschwitz, darüber erzählen.   Der letzte Überlebende: Wie ich dem Holocaust entkam ist der Lebens- und Leidensgeschichte von Sam Pivnik.   Ein wirklich berührendes Buch, das mich einem während des Lesens nicht mehr losließ, sondern mich in eine bedrückende, grausame Welt hineinzog aus der es nicht leicht war wieder hervorzutauchen.   Sam Pivniks erzählt seine Geschichte in der Ich-Perspektive, dadurch wirkten seine Schilderungen manchmal noch eindringlicher auf mich. Er erzählt schonungslos und auch detailreich von den Grausamkeiten, die ihm, seiner Familie und all den anderen Juden durch die Nazis angetan wurden. Das zu lesen war nicht einfach und oftmals musste ich schlucken und auch innehalten um die Schilderungen zu verarbeiten. Der ständige Kampf ums Überleben und das Miterleben des Sterbens der Menschen um ihn herum haben tiefe Spuren hinterlassen.   Mein Fazit: Ein berührendes und bedrückendes Buch, ein Dokument über eine Zeit die niemals vergessen werden darf. 

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    • 8
  • Grausam & doch ein super Buch.

    Der letzte Überlebende

    Becky_Schnecky

    17. June 2017 um 20:50

    Ich möchte dieses Buch nicht großartig bewerten. Ich möchte das Leben von niemandem in Sterne bewerten müssen. Trotzdessen bekommt das Buch fünf Sterne. Wieso? Ich möchte, dass jeder einzelne von euch sich dieses Buch kauft & es liest. Ich hatte beim Lesen zum Teil Tränen in den Augen. Mehr als einpaar Seiten konnte ich nicht am Stück lesen. Ich musste das Buch zur Seite legen, über die gesagten Worte nachdenken & sie verdauen. Ich musste mich ablenken bevor ich ins Bett ging, denn sonst konnte ich nicht schlafen. Das Schlimmste an der Sache ist, dass dieses Buch keine Fantasy eines Autors ist. Es ist genau so passiert & es ist schrecklich. Es ist schrecklich zu wissen, dass Menschen so viel Leid ertragen mussten & das nur, weil andere Menschen anscheinend zu dumm waren/sind, um ihr eigenes Gehirn auf Arbeitsmodus zu setzen.Ich möchte hier nicht mehr dazu sagen.Ich muss es nun verdauen & eventuell wird in den nächsten Tagen etwas dazu auf meinem Blog kommen.. schrecklich.grausam.herzlos.

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  • Zeitgeschehen

    Der letzte Überlebende

    Lesemama

    15. June 2017 um 15:04

              Zum Inhalt:Szlamek ist einer von ganz wenigen, die das Grauen überlebt haben. Als junger Mann kam er mir einer Familie nach Auschwitz, seine Familie musste sterben, er schaffte es zu Überleben. Sogar eine Lungenentzündung, die normalerweise ein Todesurteil war.Sam Pivnik erzählt von seiner Begegnung mit dem Tod.Meine Meinung:     Ein Buch über das Zeitgeschehen, über das noch heute ungern gesprochen wird und welches doch jeder gelesen haben sollte.Ich fand es sehr interessant, was Szlamek, der sich heute Sam nennt, so alles erlebt hat in den Wirren der Judenverfolgung im zweiten Weltkrieg. Mich hat die Erzählung gleichermaßen geschockt und berührt und ich hatte nicht nur einmal Tränen in den Augen.Für mich erschien diese wahre Geschichte zu einem sehr denkwürdigen Zeitpunkt und lässt mich in der Hoffnung zurück, so etwas nie tatsächlich erleben zu müssen. So viel Leid für Menschen, die lediglich einen anderen Glauben und eine andere Mentalität haben...        

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  • Packendes Zeitzeugnis

    Der letzte Überlebende

    Isaopera

    14. June 2017 um 23:29

    Die Verarbeitung des zweiten Weltkrieges und speziell des Holocausts teilt ich in der Literatur in fiktionale Geschichten und Zeitzeugnisse. Aus beiden Genres habe ich schon sehr viele Bücher gelesen, da mich das Thema immer wieder packt und bewegt und ich sehr wichtig finde, dass diese Geschichten erzählt werden können. Im Theiss-Verlag ist mit "Der letzte Überlebende" ein Zeitzeugnis erschienen, das von einem ganz außergewöhnlichen Schicksal erzählt. Man muss sich klar machen, dass die Erzählungen von Holocaust-Überlebenden stets Ausnahmen darstellen, denn leider erlitten viele Menschen den "typischen" Weg von Verfolgung und Tod. Sam Pivnik findet sehr persönliche und authentische Worte in seiner Erzählung und ich fand es sehr packend, seine Geschichte von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter zu verfolgen. Gut finde ich hierbei, dass eben "weitererzählt" wird, das heißt, wir fahren auch, wie es nach dem Krieg weiterging. Sam Pivnik hat Jahre des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau überlebt, dann jedoch noch viele andere Schicksalswege gemacht, die ihn letztlich sogar in den israelischen Unabhängigkeitskrieg geführt haben. Diese Entscheidung, als Holocaust-Überlebender wenige Jahre später in einem Krieg zu kämpfen, war für mich sehr interessant, aber auch wenig nachvollziehbar. Hier offenbart sich eine Schwäche des Buches: Ich finde die gesamte Geschichte während des Krieges sehr nachvollziehbar, authentisch und detailreich erzählt. Gegen Ende verliert das Buch für mich an Detailreichtum und die Ereignisse werden daher schwieriger nachvollziehbar, vielleicht auch, weil ich als Leserin mit den Ereignissen weniger vertraut war als mit denen des zweiten Weltkrieges. Abschließend muss ich anmerken, dass sich in meiner Ausgabe leider einige gut sichtbare Rechtschreibfehler fanden und die Angabe hinten auf dem Cover, Sam Pivnik wäre der Einzige aus seiner Familie, der die Verfolgung der Nazis überlebt habe, offensichtlich nicht korrekt ist, wenn man das Buch liest. Dies hat mich irritiert und ich würde mir wünschen, dass solche Dinge überarbeitet werden.Ein packendes und wichtiges Zeitzeugnis aus dem 2. Weltkrieg, das mit seiner Schonungslosigkeit besticht und für jeden eine wichtige Erfahrung ist!

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  • sehr interessant

    Der letzte Überlebende

    Tara01092012

    09. June 2017 um 23:19

    Erst war ich wirklich skeptisch ob es sich bei diesem Buch um geeigneten Lesestoff für mich handelt, doch kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, war ich gar nicht mehr zu bremsen.Stellenweise musste ich echt schlucken, da dieses Buch wirklich nichts verschönigt oder umschreibt, es wird einfach dargestellt wie es war. Eigentlich für Unbeteiligte unvorstellbar. Eine wahre Geschichte, eine Aufzeichnung über Sam, der als einziger Überlebender seiner Familie die Nazizeit überstanden hatte und heute noch in einem Seniorenheim in London lebt.Selten habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich so mitgelitten hatte und das mich auch noch nach Beendigung tagelang beschäftigt hatte. Dieses Buch hat dies eindeutig geschafft.

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  • Sehr bewegend und unfassbar

    Der letzte Überlebende

    echidna

    04. June 2017 um 11:12

              Mir fällt es schwer, dieses Buch zu rezensieren, weil ich keine Worte finde. Sam Pivnik schreibt hier über sein Leben und doch liest es sich wie eine unvorstellbare Horrorgeschichte.  Eine Horrorgeschichte, die er über Jahre durchleben musste. Die Lektüre des Buches ist mir teilweise sehr schwer gefallen, weil er sehr detailreich beschreibt, was ihm widerfahren ist. Aber auch wenn es schwer gefallen ist, fand ich es wichtig, dieses Buch zu lesen. Das Grauen des Dritten Reiches wird einem so noch einmal sehr viel näher gebracht. Und es ist so wichtig, dass nicht vergessen wird, was damals passiert ist.Ich möchte dieses Buch jedem weiterempfehlen. Sam Pivnik hat so eine unfassbare Lebensgeschichte hinter sich, die sich kein Autor ausdenken könnte. Und das Schlimme daran: es ist alles wahr. Es darf nicht vergessen werden und darf sich niemals wiederholen.        

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  • sehr ergreifend und nachdenklich

    Der letzte Überlebende

    Zimperliese

    31. May 2017 um 12:19

    Klappentext: Als Sam 13 Jahre alt war kamen die Deutschen nach Oberschlesien. Mit den Deutschen begann für ihn die Hölle. Er kam nach Ausschwitz, erlebte die Todesmärsche und die Bombardierung der Cap Arcona – und entkam immer wieder dem Tod. Meine Meinung: Eigentlich weiß ich gar nicht wie ich das alles in Worte fassen soll was ich beim lesen gefühlt habe. Trauer, Wut, Hass.. ach und noch vieles mehr.. Ich saß oft kopfschüttelnd da, weil ich so schockiert teilweise über das war, was er erlebt hat. Wir alle haben schon viel über den Krieg damals gehört und auch gelesen. Und Dieses Buch spiegelt sicher nur einen Bruchteil von dem wieder was Sam und die Millionen Menschen damals erlebt haben. Sam erzählt über das leben vor dem krieg, als er ein normaler junge sein konnte, über das was er im Krieg erlebt hat und was danach geschah. Fazit: Ein sehr bewegendes Buch was zum nachdenken anregt. Ich kann es jedem ans Herz legen das Buch mal zu lesen. In unserer teilweise sehr schnelllebigen Welt finde ich es wichtig solche Ereignisse und die Geschichten die dahinter stecken nicht zu vergessen.

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  • Ergreifendes Zeitzeugnis

    Der letzte Überlebende

    AK87

    13. May 2017 um 22:46

    „Die Leute fragen mich oft, warum ich so lange gewartet habe meine Geschichte zu erzählen. Das ist eine einfache Frage, aber die Antwort ist es nicht.“ Dieses Zitat vom Cover, sagt schon einiges aus. Die Frage, warum er seine Geschichte nicht schon viel eher niedergeschrieben hat, wird nicht direkt beantwortet. Allerdings kann man es nachvollziehen, nachdem man das Buch gelesen hat.  Sam Pivnik (ursprünglich Szlamek Pivnik) lässt uns in „Der letzte Überlebende“ autobiographisch an seinem Höllenritt teilhaben, den er aufgrund seiner jüdischen Herkunft durch die Verfolgung der Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg durchleben musste. Er hat mit Hilfe eines Ghostwriters (Mei Trow) seinen Lebensweg nachgezeichnet und lässt uns daran teilhaben. Aufgewachsen in einem kleinen obeschlesischen Städtchen, war bis zu seinem 13Lebensjahr noch alles normal. Eine glückliche Kindheit, in der unabhängig von religiöser Zuordnung alle Kinder zusammenspielen. Dann kommt die NSDAP an die Macht und die Familie muss mitansehen, wie wenig Menschen ihnen helfen. Nachbarn und Freunde wenden sich ab, die wenigstens versuchen zu helfen. Ein Martyrium beginnt, einzig und allein aufgrund der religiösen Herkunft.  Mich hat dieses Buch sehr gerührt und ich finde es immer wieder erschreckend, wie brutal die Menschheit sein kann. Der Leidensweg von Sam Pivnik ist eigentlich unvorstellbar, aber gerade deshalb sind Berichte von Zeitzeugen so wichtig. Vor allem da diese bald nicht mehr da sein werden um uns zu berichten. Es ist ein wichtiges Buch, das meiner Meinung nach jeder lesen sollte (gerade auch die Nachkriegsgeneration – zu der ich selber zähle). Ein Mahnmal gegen Schubladendenken und vereinfachter Einteilung in Gruppen (nach Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung), heutzutage extrem wichtig – wie eh und je. Was mich besonders erschreckt hat, war die Tatsache, dass er immer noch das Gefühl hat rechtfertigen zu müssen, warum die Juden selbst sich nicht mehr gewehrt haben.  

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  • "Der letzte Überlebende" ist eine wahre Geschichte

    Der letzte Überlebende

    WinfriedStanzick

    08. May 2017 um 10:47

    "Der letzte Überlebende" ist eine wahre Geschichte. Es sind die Aufzeichnungen des Sam Pivnik, der Ausschwitz als einziger aus seiner Familie überlebt hat und heute in einem Seniorenheim in London lebt. Mehrfach ist er nach seiner Deportation nach Auschwitz und nach seiner Befreiung dort dem Tod entkommen, zuletzt bei der Bombardierung der "Cap Arkona". Was bewegt einen Menschen, der am Ende seines Lebens steht, all das Grauen, das er durch die Judenverfolgung, dem Lager in Ausschwitz und auch nach der Befreiung des Lagers erlebt hat, weiterzugeben? Über eine Zeit zu sprechen, die er sein Leben lang nicht vergessen kann.  Er hat mit diesem bewegenden Buch, das im Rezensenten die Erinnerung an die Bücher von Primo Levi wachrief, die er vor Jahrzehnten las, seiner Nachwelt ein Dokument hinterlassen, das helfen soll, dass das Grauen und die Hölle des Holocaust niemals in Vergessenheit geraten.Die Lektüre ist ähnlich wie bei Primo Levi ein hartes Stück emotionaler Arbeit, aber auch intellektuell sieht man sich mit der immensen Herausforderung konfrontiert, dass all das Geschehene nicht wirklich verstanden werden kann. Es ist so weit außerhalb dessen, was wir für unser Menschsein für konstitutiv halten, dass man schier den Verstand verlieren kann.Nie wieder – das ist der Ruf aller Antifaschisten seit dem Zweiten Weltkrieg – und dennoch ist der Schoß, aus dem all dieses Grauen einst kroch, heute so fruchtbar wie nie zuvor seit dieser Zeit.Möge dieses Buch für die Leser der Generation, die mit Primo Levis Bücher nichts mehr anfangen können, sie auch gar nicht kennen, eine Geschichtsstunde sein, die sie nie vergessen werden.

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  • Niemals vergessen

    Der letzte Überlebende

    Steffi_the_bookworm

    07. May 2017 um 15:52

    In "Der letzte Überlebende" erzählt Sam Pivnik auf eindrückliche Art und Weise seine Geschichte. Wie er in Bedzin aufgewachsen ist, seine Kindheit und Jugend, bis sich sein Leben veränderte und er schließlich in Auschwitz landete.In meinem Leben habe ich viel über den Holocaust gelesen, gehört und gesehen. In der Schule ist ein wichtiges Thema im Geschichtsunterricht (und das sollte es auch bleiben), in Büchern und in Filmen sowie der Besuch eines Konzentrationslager in Neuengamme. Auch nach 20 Jahre habe ich diesen Besuch nicht vergessen und vieles immer noch genau vor Augen. Ich weiß immer noch wie ich mich fühlte zwischen endlos langen Planen, auf denen die Namen der Toten standen.Trotz all dieser Eindrücke ist man doch immer wieder aufs Neue entsetzt und erschüttert, was diese Menschen ertragen mussten, aber auch was für unglaubliche Kräfte ein Mensch in solch einer Situation entwickeln kann. So auch Sam Pivnik...es ist unfassbar was er in seiner Jugend erleben und durchstehen musste. Dass er seinen Lebenswillen nicht aufgegeben hat, erhält meinen vollen Respekt. Genauso ist man immer wieder entsetzt zu was Menschen anderen gegenüber fähig sind und diesen antun können.Das Wichtigste am Ganzen ist, dass wir die Menschen, die durch diese Monster gestorben sind, NIEMALS vergessen dürfen. Dabei leisten Zeitzeugenberichte wie diese eine wichtige Arbeit.So beeindruckend und erschütternd dieser Bericht auch ist, muss ich auch sagen, dass es an mancher Stelle sehr langatmig geschrieben war und manches für diesen Bericht nicht unbedingt notwendig war, dies betrifft vor allem das letzte Drittel des Buches.

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  • Berührender Bericht eines KZ-Überlebenden

    Der letzte Überlebende

    BubuBubu

    05. May 2017 um 12:21

    Es gibt viele Berichte von KZ-Überlebenden und dazu zählt auch dieses Werk. Anders als manch andere Berichte gehört dieser meiner Meinung nach zu den besten und berührt den Leser sehr – da es sehr schonungslos geschrieben ist. Sam Pivinik erzählt wie er als Junge den zweiten Weltkrieg erlebt und überlebt hat und das KZ Auschwitz. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen, jedoch musste ich immer wieder Pausen einlegen da die Thematik nicht so einfach zu verdauen ist und ich Pausen gebraucht habe um das gelesene auf mich wirken lassen zu können. Es sind Bilder enthalten, die dem Leser zusätzlich helfen, sich das geschriebene vor Augen zu führen. Der Inhalt ist grausam und schonungslos und dennoch denke ich, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte. Es ist wichtig sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, besonders weil es mittlerweile nicht mehr so viele Überlebende gibt, die von ihrer Zeit im KZ berichten können. Lange Zeit hat Sam Pivnik über seine Jugendjahre geschwiegen, weil er es nicht geschafft hat darüber zu berichten. Für unsere Generation ist es unvorstellbar wie Menschen so grausam sein können. Dr. Mengele, ein Name dem hoffentlich jedem etwas sagt, ist Sam in Auschwitz begegnet und diese Passagen haben mich wirklich schaudern lassen. Grausamkeit kann viele Namen haben und einer davon ist definitiv Dr. Josef Mengele, der unverständlicherweise ins Exil fliehen konnte und erst 1979 verstorben ist. Neben dem KZ-Aufenthalt schildert Pivnik von der Zeit danach und wie es für ihn war, frei zu kommen. Auch die Gründung Israels spielt in seinem Leben eine Rolle und es ist bewundernswert, wie dieser Mann es geschafft hat, solch grausamen Erlebnisse niederzuschreiben oder niederschreiben zulassen und seine Vergangenheit erneut durchlebt. Keine leichte Kost und dennoch so lesenswert und berührend.

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  • Furchtbar wichtig

    Der letzte Überlebende

    Nela77

    26. April 2017 um 10:08

    Wie kann man die Geschichte eines Mannes bewerten, der so schreckliche Dinge erlebt hat? Aus meiner Sicht gar nicht. Und trotzdem möchte ich meine Eindrücke zu diesem Buch schildern.Den Hauptteil des Buches bildet die Zeit, als Sam im Alter zwischen dreizehn und zweiundzwanzig war. Vom Einmarsch der Nazis in Polen bis zur Befreiung. Am eindrücklichsten war für mich die Beschreibung der Zeit und Erlebnisse in Auschwitz. An vielen Stellen ist diese einfach nur furchtbar und kaum erträglich. Wie kann ein Mensch das alles aushalten? Vieles hatte ich direkt vor meinem inneren Auge und an manch eine beschriebene Situation erinnere ich mich immer wieder. Manchmal blitzt dann auch in dieser Hölle etwas Menschlichkeit durch. Auch das Kapitel „Gerechtigkeit und Frieden?“ ist für mich sehr wichtig. Es ist erschreckend, wie das Geschehene vertuscht wurde und manche Täter ihrer Strafe entkamen.Bewundernswert finde ich den Ton, den Sam Pivnik bei all seinen Erzählungen trifft. Er könnte verbittert oder hasserfüllt sein, stattdessen schildert er die Ereignisse möglichst objektiv, wobei seine Gefühle und das Entsetzen trotzdem spürbar bleiben.Ich habe durch dieses Buch sehr viel Neues erfahren, konnte mich in den Autor hineinversetzen, habe einiges besser verstanden und bleibe auch betroffen zurück. Ich bin unheimlich froh, dass Sam Pivnik dieses Buch geschrieben hat. Die Überlebenden des Holocaust werden immer weniger und es ist aus meiner Sicht extrem wichtig, ihre Geschichten festzuhalten. Ich wünsche diesem Buch so viele Leser wie möglich. Gerade in Anbetracht der heutigen politischen Situation und Strömungen ist es umso wichtiger, die damaligen Ereignisse nicht zu vergessen, damit so etwas nie wieder passiert. Dieses Buch kann einen Teil dazu beitragen.

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  • Das Grauen bekommt ein Gesicht...

    Der letzte Überlebende

    parden

    DAS GRAUEN BEKOMMT EIN GESICHT...Als mein Sohn 13 Jahre alt war, ging er in die 7. Klasse des Gymnasiums, traf sich mit seinen Freunden, spielte Fußball und Gitarre und erkundete allmählich die Welt der Computer. Mädchen waren noch recht uninteressant für ihn, und von Politik wusste er gerade einmal, wie das Wort geschrieben wird. Sam Pivnik hatte auch eine ganz normale Kindheit, doch als er 13 Jahre alt wurde, bekam er die Folgen der Politik zu spüren. Die Wehrmacht marschierte in Polen ein, und das kleine oberschlesische Städtchen, in dem Sam mit seiner Familie wohnte, begann mit den Repressalien gegen die Juden. Zunächst schien der Alltag trotz allem weiterzugehen, doch schießlich wurden die Pivniks gemeinsam mit den anderen Juden in ein Ghetto gepfercht. Doch dabei blieb es nicht. Auschwitz, Mengele, Todesmarsch - nichts blieb dem Jungen erspart. Doch er lebte. Und überlebte. 14 Mal entging er dem sicheren Tod. Und entschloss sich mit seinen nunmehr 90 Jahren, das lange Schweigen über den Holocaust zu brechen. "Manchmal werde ich gefragt: 'Warum haben Sie so lange gebraucht, um Ihre Geschichte zu erzählen, Sam?' Das ist eine einfache Frage mit einer komplizierten Antwort."Chronologisch erzählt Sam Pivnik hier die Geschichte seines Lebens, angefangen bei seiner armen, aber glücklichen Kindheit im Kreise seiner kinderreichen Familie. Erstaunlich, an wie viele Details sich der alte Mann noch erinnern kann - aber letztlich sind Erinnerungen das einzige, was ihm aus seinem früheren Leben geblieben ist. Mit Beginn der Repressalien wird der Schreibstil zunehmend distanzierter, so dass es zeitweise kaum noch wie eine persönliche Erzählung wirkt - aber wer will es Sam Pivnik verdenken? Es reicht, das Geschehen einmal erlebt zu haben und in seinen Albträumen notgedrungen wiederkehren zu lassen, in seinen Schilderungen ist es daher mehr als legitim, die Gefühle, die Verzweiflung, die Todesangst weitestgehend außen vor zu lassen."Was war das hier für ein Ort, an dem Männer mit dem Knüppel bewusstlos geschlagen wurden, nur weil sie eine höfliche Frage gestellt hatten? An dem Verrückte im Schlafanzug einem heimlich zuflüsterten, man solle ein falsches Alter angeben?" (S. 85)Trotz der distanzierten Schreibweise schildert Sam Pivnik schonungslos die Geschehnisse, und wenn ich mein Kopfkino nicht im Griff hatte, konnte es passieren, dass mir beim Lesen schlecht wurde. Deshalb war es mir auch nicht möglich, das Buch hintereinander weg zu lesen, so dass ich die Zäsur am Ende eines der 15 Kapitel jeweils für eine Pause nutzte. Eingebettet ist die persönliche Erzähung Sam Pivniks in die größeren politischen Ereignisse, die zu der jeweils geschilderten Zeit auftraten. So fällt es dem Leser leichter, das Schicksal des Autors in einen größeren Ereigniszusammenhang einzubetten. Zunächst fand ich das etwas irritierend, weil die Lektüre an diesen Stellen fast schon den Charakter eines Geschichtsbuchs erhielt, schließlich aber gefiel mir diese Vorgehensweise zunehmend gut. "Wir gingen alle durch dieselbe Hölle, und man hätte denken können, dass uns das verband, uns eine Art Wagenburgmentalität, ein Gefühl von 'wir und die' gab, aber so war das nicht. Die Angst spaltete uns, jeder kämpfte für sich allein." (S. 115)Sams Erzählung beschränkt sich nicht allein auf den Holocaust, auf die perfiden Foltermethoden der Nazis, die Willkür, die Unberechenbarkeit, die Entmenschlichung. Er berichtet auch von dem 'danach', denn obgleich der Albtraum ein Ende hatte, blieben die Narben, das Trauma, der Verlust. Die Orte von früher hatten ihre Seele verloren, und Sam hatte keine Idee, was er überhaupt tun, wohin er sich wenden sollte. Ohne Heimat, ohne Ziel war es für Sam schwer, überhaupt wieder Fuß zu fassen. Und dann die Sache mit der Gerechtigkeit. Im Nachkriegseuropa wollten weder die Verlierer noch die Gewinner etwas von diesen Erfahrungen wissen. Vieles wurde unter den Teppich gekehrt oder geleugnet, ein großes Interesse an der Aufklärung der Gräueltaten gab es nicht. Holocaustopfer mussten einfach weiterleben, wo und wie auch immer. Doch obwohl Sam Pivnik hier eher einen deprimierenden Abgesang präsentiert, verblüfft er zwischendurch mit dem Versuch eines Verständnisses."... dass​ viele SS-Leute tranken, vor allem an den Nachmittagen und Abenden. Kein Wunder. Nach allem, was ich erlebt habe, empfinde ich kein Mitleid mit ihnen, aber heute ist mir klar, dass sie in demselben Albtraum gefangen waren wie ich." (S. 153)Alles in allem ist dies ein beeindruckendes Zeugnis eines der letzten lebenden Zeitzeugen des Holocaust - und es ist trotz der eher distanzierten Schreibweise erschreckend und berührend. Allemal lesenswert!© Parden

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  • Leserunde zu "Der letzte Überlebende" von Sam Pivnik

    Der letzte Überlebende

    TheissVerlag

    Hallo liebe Bücherfreunde, Sam Pivnik ist einer der letzten Auschwitz-Überlebenden. Die schrecklichen Dinge, die er bereits als Jugendlicher erleben musste, kann sich heute niemand mehr auch nur ansatzweise vorstellen. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis Sam endlich über das Erlebte sprechen konnte. Doch genau das hat er in seinem Buch »Der letzte Überlebende« getan, welches nun endlich auch in Deutschland erscheint. In seiner Autobiographie erzählt Sam von seiner Kindheit in Polen, dem Einmarsch der Deutschen, der Deportation nach Auschwitz, dem unvorstellbaren Lageralltag. Sein unglaublicher Überlebenswille half ihm, all das zu überstehen. Er erlebte die Befreiung des Vernichtungslagers, wanderte nach Israel aus und begann schlussendlich ein neues Leben in London. Dieses wichtige Buch ist ein weiteres Beispiel dafür, dass jedes Einzelschicksal von Holocaust-Überlebenden einzigartig ist und jede verbleibende Stimme unbedingt gehört werden sollte.   Wenn Ihr gerne an der Leserunde zu dem Buch teilnehmen wollt, dann bewerbt Euch bis zum 19. März und erzählt uns, was Ihr Sam gerne sagen oder fragen würdet, wenn Ihr die Chance dazu hättet. Verratet uns doch auch, auf welchen Plattformen Ihr eure Rezension veröffentlichen wollt. Zu gewinnen gibt es eines von 10 nagelneuen Leseexemplaren – wir sind gespannt auf Eure Antworten! Erste Eindrücke zum Buch könnt Ihr bereits auf dem Blog unter www.schreib-sam.de sammeln.   Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit eigenem Exemplar herzlich eingeladen! Liebe Grüße, euer Team vom Theiss Verlag

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    • 275
  • Erschütterndes Tagebuch

    Der letzte Überlebende

    barbwire1de

    23. April 2017 um 15:15

    Inhalt: Sam ist ein dreizehnjähriger Junge, der in einer der dunkelsten Zeiten der Geschichte aufwächst. Bis die Wehrmacht in Polen einmarschiert , war die Welt für Sam noch in Ordnung, aber dann wird alles anders. Die jüdische Familie muss ihr Heim verlassen und wird nach Ausschwitz deportiert. Fortan muss Sam täglich um sein Überleben kämpfen. Meine Meinung: Ich habe schon einige Bücher mit diesem Thema gelesen und jedes hat mich auf seine Art berührt. Auch bei diesem Buch stockte mir der Atem und ich konnte es nicht aus den Händen legen. Beten wir dafür, dass so etwas Grauenhaftes niemals wieder passiert. Lassen wir es nicht zu, dass der Fremdenhass einzelner Gruppen die Oberhand gewinnt. Fazit: Für alle, die nicht in dieser Zeit geboren wurden, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre werden. Die Geschichte ist ergreifend und lässt einen nicht so leicht wieder zur Ruhe kommen. Autorenportrait: (Quelle: Amazon.de) 1926 geboren, wächst Sam im schönen oberschlesischen Städtchen Bedzin auf. Am 1. September 1939, Sams 13. Geburtstag, überfallen die Deutschen Polen. Über das, was dann geschah, hat Sam Pivnik lange geschwiegen. Er lebt heute in einem Seniorenheim in London.

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