Sam Savage Firmin - Ein Rattenleben

(464)

Lovelybooks Bewertung

  • 476 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 13 Leser
  • 140 Rezensionen
(68)
(147)
(161)
(65)
(23)

Inhaltsangabe zu „Firmin - Ein Rattenleben“ von Sam Savage

Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel!

Süße Geschichte, die mich an ein paar Stellen irgendwie an Ratatoullie erinnert.

— CherryLestrange
CherryLestrange

war mal was anderes

— KatrinXY
KatrinXY

4,5 Sterne für den zynischen Ratten-Literaten mit Herz ;) Für Bücherfans ein Spaß!

— Isaopera
Isaopera

eine interssante Geschichte über das Leben einer Ratte in unseren Häusern

— Valabe
Valabe

Anders als erwartet, wortgewaltig und irgendwie tragisch.

— Anmara
Anmara

Eloquenz hat einen Namen und es ist der einer Ratte. Welch Niederlage für einen Menschen, und das auch noch in einem Buch.

— Ulenflucht
Ulenflucht

Eine niedliche kleine Ratte und ein durchwegs einfacher und flüssiger Schreibstil.

— RueSar
RueSar

Ein dünnes Büchlein voller tragischer Komik und Charme

— Cleo15
Cleo15

Leider Abgebrochen. Ich wollte das Buch lieben, aber mir blieb der Protagonist unsympatisch. Das wirkte auf mich inhaltsarm.

— schokoloko29
schokoloko29

Vollkommen abgedreht und abgedreht gut!

— Wortteufel
Wortteufel

Stöbern in Fantasy

Ein Käfig aus Rache und Blut

Wahnsinn! Absolut großartiger und mehr als empfehlenswerter Auftakt!

Schnapsprinzessin

FederLeicht - Wie Nebel im Wind

So schön und die perfekte Fortsetzung! Ich will endlich wissen wie es weitergeht... bis Dezember scheint mir wie eine Ewigkeit!

Schnapsprinzessin

Grünes Gold

Die Söldner des Klingenrausches erledigen ihren dritten und letzten Kontrakt, nichts für schwache Nerven.

Shellan16

Corvin

Spannend, mysteriös, außergewöhnlich, gefühlvoll

clauditweety

Rebellion

Toller Start!

daniel_bauerfeld

Der Wandel

Lohnt nicht , was Rachel Morgan Fans aber wohl nicht abhalten kann/wird. Ging mir ja auch so.

thursdaynext

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Literarisches Rat(t)atouille

    Firmin - Ein Rattenleben
    Isaopera

    Isaopera

    29. October 2016 um 19:43

    4,5 Sterne für Firmin, den zynischen Ratten-Literaten mit Herz ;) "Firmin" ist ein Buch über Bücher und die Liebe zu ihnen. Der ungewöhnliche Protagonist hat eine Menge Charakter und ich hatte viel Spaß mit ihm. Natürlich kommen in dieser Geschichte auch Menschen nicht zu kurz, die Firmin über einen gewissen Zeitraum mehr oder weniger freiwillig begleiten. Nachdem ich am Anfang ein wenig Zeit brauchte, um in die Geschichte reinzukommen, hatte ich wirklich viel Freude daran und fand es auch irgendwie richtig spannend! Ich denke, es ist von Vorteil, wenn man sich literarisch ganz gut auskennt, denn Firmin zitiert gerne oder verweist zumindest auf Protagonisten aus den großen Klassikern.Ich mag es, wie Firmin in seinem Kopf eine eigene Geschichte spinnt und immer wieder mögliche Buchtitel (kursiv gedruckt) einstreut. Eine schöne Geschichte, die auch durchaus Tiefgang hat, und das Lesen wertschätzt. Lesenswert!!

    Mehr
  • Eine wahre Leseratte!

    Firmin - Ein Rattenleben
    KerstinTh

    KerstinTh

    21. June 2016 um 17:54

    „Firmin – ein Rattenleben“ ist ein Roman über eine belesene Ratte. Firmin lebt in den USA, genauer im Boston der 60er Jahre in einer Buchhandlung. Vor lauter Hunger knabbert er ein Buch nach dem anderen an. Bis Firmin eines Tages bemerkt, dass auf dem Papier etwas steht. Von da an verschlingt er Bücher auf eine andere Art und Weise – er liest sie. Und beginnt die Welt der Menschen zu lieben, denn die haben alles, was ein Rattenleben nicht zu bieten hat. Um tiefer in die spannende Welt der Menschen eintauchen zu können sucht Firmin den näheren Kontakt zu Buchhändler Norman. Ob das gut geht?!   Es handelt sich um eine lustige Geschichte. Das Cover des Buches (List Verlag) finde ich genial. Es hat die Farbe und Schattierung von altem Papier und am Rand ist es angebissen, wie von einer Ratte. Darunter scheint, dann das rot der ersten Seite durch.

    Mehr
  • Eine Ratte gefällig?

    Firmin - Ein Rattenleben
    kassandra1010

    kassandra1010

    16. May 2016 um 15:34

    Firmin, eine Ratte die in einem Bücherladen lebt, erzhält etwas langatmig über sein Leben in Boston. Besser gesagt in einem etwas schäbigen heruntergekommenen Stadtteil von Boston. Dieses wird abgerissen und soll hübsch und neu saniert werden, was den dortigen Bewohnen, Mensch wie Tier nicht gefällt. Aber es lebe der Fortschritt und nie herrsche Stillstand. Firmin, eine sehr belesene Ratte, berichtet von seinem Leben und dem Kontakt mit Menschen. Der Autor selbst taucht auch auf, inkognito selbstverständlich, jedoch braucht man für das Erkennen keine hohe Intelligenz. Schleppend ziehen die Kapitel davon, gelernt habe ich nichts. Spannung ist Savage ein Fremdwort und die scheinbar besseren oder wichtigen Stellen hat er durch Zitate von Proust oder Shakespear erstetz. Was einem weder Firmin, die Ratte, noch Savage sympatischer macht. So ist das Leben halt, manchmal langweilig...

    Mehr
  • Nicht schlecht für eine Ratte...

    Firmin - Ein Rattenleben
    badwoman

    badwoman

    28. February 2016 um 13:26

    Der Titelheld dieser Geschichte, eine Ratte, “verschlingt” Bücher - und das in jedem Sinne dieses Wortes. Zuerst schmeckt ihm das Buch als solches, später findet er Geschmack am geistigen Inhalt - er stellt fest, dass er lesen kann. Das bringt ihm die Menschenwelt nahe, zu der er fortan gern gehören möchte, leider von den Menschen verkannt. Das erzeugt eine leicht melancholische Grundstimmung - Firmin ist einsam. Das Buch liest sich leicht und flüssig, es fehlen allerdings für meinen Geschmack Höhepunkte und Zuspitzungen - mehr Spannung. Die Sprache ist humorvoll und auf den Punkt gebracht, das große Plus dieses Buches. Das Buch hat mich insgesamt positiv überrascht, denn normalerweise mag ich keine Tiere als Titelhelden. Mein Fazit: Dieses Buch kann, muss man aber nicht lesen.

    Mehr
  • Blieb leider weit hinter meinen Erwartungen zurück...

    Firmin - Ein Rattenleben
    CabotCove

    CabotCove

    22. February 2016 um 12:36

    Inhalt 60er-Jahre/Boston, Scollay Square Eine kleine Ratte namens Firmin ist der Protagonist dieses Romans. Er lebt in einer Buchhandlung in Boston und entdeckt seine Liebe für Bücher. Diese ist aus der Not geboren, denn er beginnt, Bücher kennenzulernen, in dem er sie aus lauter Hunger anknabbert. Als er dabei die Buchstaben auf seinem Essen entdeckt, beginnt er, sich für Bücher zu interessieren – verheißen die ihm doch alles, was sein Leben nicht zu bieten hat: Aufregung, Spannung, Abenteuer. So beginnt er, sich durch die große Weltliteratur zu lesen und sucht zudem die Freundschaft des Buchhändlers Norman. Dieser hingegen kann der kleinen Ratte so gar nichts abgewinnen und versucht sogar, ihn zu vergiften.   Autor Sam Savage, geboren in South Carolina, heute wohnhaft in Madison, Wisconsin. „Firmin“ ist sein erster Roman. Bevor er sich als Schriftsteller betätigte, war er sehr vielfältig tätig, u.a. als Tischler, Fischer, Drucker und Fahrradreparateur. Er hat seinerzeit in Philosophie promoviert.   Cover „Firmin“ ist ein gutes Beispiel für ein gelungenes Cover, das sehr gut zum Buch passt und das einem auch in der Buchhandlung durchaus auffiel. Auch die Gestaltung der „ausgefransten“ Seiten hat mir gefallen; wie angeknabbert, ebenfalls treffend und ein guter Gag.   Mein Eindruck Die Idee ist an sich wirklich gut und das Thema war für mich auch neu: eine Ratte als Buchliebhaber - „Nicht schlecht“, dachte ich anfangs. Doch leider hielt der gute, erste Eindruck nicht lange an. Zwar lässt Savage einen hin und wieder schmunzeln über den kecken, kleinen Rattenjungen, schreibt aber leider oft langatmig, was dem Buch für mich den Reiz genommen hat. Auch sollte man sich bei der Lektüre von „Firmin“ in der Weltliteratur schon relativ gut auskennen, denn sonst versteht man viele Andeutungen und Zitate nicht.   Mein Fazit Dass es "eine schöne Geschichte über Außenseiter und Ausgeschlossene ist", die zum Nachdenken anregt, kann ich so nicht ganz beipflichten. Zum Nachdenken angeregt ja, aber der Rest ist für mich einfach zu hoch gegriffen. So kunstvoll war das Buch leider nicht und blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück. Auch wenn es hart klingt, Mr. Savage hat in seinem Leben schon soviel ausprobiert beruflich, dass man ihm den Schritt zur Schriftstellerei nicht übelnimmt, aber er sollte sich doch besser auf andere Dingen konzentrieren, die ihm wahrscheinlich weit besser liegen. Einen Stern für die Anregung, über gewisse Dinge einmal nachzudenken, aber mehr ist leider nicht drin...

    Mehr
  • Firmin - Ein Rattenleben von Sam Savage

    Firmin - Ein Rattenleben
    RueSar

    RueSar

    01. January 2016 um 16:29

    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch und freute mich darauf es endlich zu lesen. Da ich selber als Haustiere Farbratten habe, habe ich den Roman vermutlich etwas anders empfunden als Leser, die mit Ratten nichts am Hut haben. Oft erkannte ich typische Verhaltensmuster von Firmin, welche meine Ratten genauso vorweisen. Ich persönlich habe mich sehr schnell in Firmin verliebt, er ist eine kleine, aufgeweckte und sehr intelligente Ratte und beschreibt im Buch sein persönliches Leben. Beim Lesen des Buches merkt man sehr stark, dass Sam Savage selber ein großer Bücherfan ist. Immer wieder kommen Titel und Autoren von bekannten und weniger bekannten Klassikern vor und teilweise auch kurze Inhalte von diesen. Der Roman selbst ist eigentlich sehr einfach geschrieben, nur manchmal wurden mir die Aufzählungen der ganzen Bücher schon fast etwas zuviel. Fazit Eine niedliche kleine Ratte und ein durchwegs einfacher und flüssiger Schreibstil. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Firmin. Ein Rattenleben.

    Firmin - Ein Rattenleben
    Schatzdose

    Schatzdose

    01. July 2015 um 23:13

    Nach der Leseprobe hatte ich mir das Buch völlig anders vorgestellt. Ich dachte, dass Firmin viele literarische Werke aus seiner Sicht interpretiert. Ungefähr nach der Hälfte des Buches konnte ich mich endlich darauf einlassen, wie das Buch wirklich ist. Und von da ab habe ich Firmin richtig lieb gewonnen und ihn mit Neugier auf seinem Lebensweg begleiten. Meine Lieblingsszene ist die, in der Firmin versucht, sich mit Hilfe der Taubstummensprache verständlich zu machen ("Auf Wiedersehen Reißverschluss") und er daraufhin für eine tollwütige Ratte gehalten wird. Das Cover finde ich absolut gelungen - im Gegensatz zu dem Rough Cut. Firmin ist mein zweites Buch im Rough Cut und ich kann mich überhaupt nicht damit anfreunden. Es lässt sich unheimlich schlecht blättern und wenn man eine Stelle wiederfinden will, wird dies durch den Schnitt sehr erschwert. Auch die Tatsache, dass gleich vier Übersetzer auf das dünne Buch losgelassen wurden, hat mich sehr befremdet. Muss heutzutage alles so schnell gehen, dass man nicht warten kann, bis ein Übersetzer das ganze Buch übersetzt hat? Wahrscheinlich werde ich Frimin demnächst noch einmal im Original lesen. Ich habe den Verdacht, dass dies ein Gewinn wäre.

    Mehr
  • ein Rattenleben

    Firmin - Ein Rattenleben
    Sanni77

    Sanni77

    26. March 2015 um 21:04

    Firmin ist eine Ratte. Eine besondere Ratte. Geboren wurde er in einem Buchladen und als 13. Kind in einem Wurf hat er es mit seinen 12 Geschwistern nicht leicht. Er bekommt zu wenig zu essen und zu trinken und so fängt er an Buchseiten zu fressen. Nach einiger Zeit bemerkt er, dass er die Buchstaben auf den Seiten lesen kann. Fortan verschlingt er jedes Buch, das er bekommen kann. Doch im Laufe der Zeit beginnt sich seine Familie langsam an aufzulösen, seine Geschwister werden flügge und auch seine Mutter verschwindet. So muss sich Firmin allein durch die Welt schlagen, und die ist sehr gefährlich. Bis er auf einen Schriftsteller trifft… Wäre das sehr schöne Cover nicht gewesen, ich hätte das Buch im Buchladen wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen. Aber das Cover mit der gezeichneten Ratte und den Schnittkanten, die aussehen wie angefressen, ist mir sofort ins Auge gesprungen. Die Schreibweise des Autors ist einfach und flüssig, so dass ein guter Lesefluss entsteht. Trotzdem ist das Thema des Buches nicht einfach. Hier geht es nicht vorrangig um Bücher, auch wenn uns der Autor immer wieder in die Welt der Bücher entführt. Für mich geht es eher um das Leben an sich, mit allen Höhen und Tiefen. Der leicht philosophische Anklang ist nicht immer einfach, regt aber zum Nachdenken an. Fazit: Firmin ist eine wirklich liebenswerte Ratte, die es einem einfach macht in die Welt der Bücher und der Philosophie einzutauchen. Für mich ein absolut lesenswertes Buch.

    Mehr
  • Welch ein Rattenleben

    Firmin - Ein Rattenleben
    gesil

    gesil

    05. January 2015 um 15:36

    Boston in den 60er Jahren. Im schäbigen Keller der Buchhandlung am Scollay Square wird Rattenjunge Firmin geboren. Er ist der Kleinste im Wurf und kommt immer zu kurz. Als der Hunger eines Tages zu schlimm wird, knabbert er die in den Regalen lagernden Bücher an. Eines nach dem anderen wird gefressen, bis Firmin entdeckt, dass auf dem Papier etwas steht, was ihn sein Elend vergessen lässt: Ob Lolita oder Ford Madox Ford, ob Moby Dick oder Cervantes, die Welt der Menschen verspricht Abenteuer und Liebe, Krieg und Frieden, kurz: alles, was eine Ratte nicht hat. Voller Neugier sucht Firmin die Freundschaft zu Buchhändler Norman. Als dieser einen Giftanschlag auf ihn verübt, muss Firmin einsehen, dass er in den Augen der Menschen wohl doch nichts weiter ist als ein lästiges Tier. Wie so oft im Leben zeigt sich aber gerade in den dunkelsten Stunden ein Licht am Ende des Tunnels.   Die Idee, aus einer ganz alltäglichen Ratte, die einen schwierigen Start ins Leben hat, eine Leseratte zu machen und mit ihr dem Leser die Welt der Bücher näher zu bringen, fand ich äußerst interessant. Und obwohl Sam Savage einen durchaus flüssigen Schreibstil hat und der Roman auch hier und da zu einem Lachen reizt, wenngleich Firmins Leben eher einer Tragödie nahe kommt, konnte mich die Umsetzung im Ganzen nicht überzeugen. Waren die Anfänge noch klar und strukturiert, verschwimmt zusehends die Realität – soweit man davon bei einer lesenden Ratte sprechen kann – mit den Tagträumen Firmins und auch die recht abrupten gedanklichen Sprünge Firmins zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mich in meinem Lesefluss unterbrochen. Neugierig war ich vor allem, wie eine Ratte die von Menschen geschriebene Literatur verstehen und ggf. interpretieren würde. Doch davon las ich eigentlich gar nichts und wenn Firmin doch mal mehr über ein Werk sagte, dann hätte das auch ein x-beliebige Mensch tun können. Dafür brauchte es den Protagonisten in Gestalt einer Ratte nicht. Leider endet das Buch auch sehr plötzlich, sodass ich mich zum Schluß gefragt habe, was mir der Autor mit seiner Geschichte sagen wollte. Vielleicht, dass auch Ratten am Ende immer allein sind?! Fazit: Ein Buch, von dem ich mir aufgrund des Klappentextes mehr versprochen habe, das dieses Versprechen aber nicht einlösen kann.

    Mehr
  • Auf Wiedersehen Reißverschluss

    Firmin - Ein Rattenleben
    Fornika

    Fornika

    06. November 2014 um 10:39

    „Ich liebe alle Geschichten. (…) Die einzige Literatur, die ich nicht ausstehen kann, ist Rattenliteratur einschließlich Mäuseliteratur. Ich verabscheue die gutmütige alte Ratty in Der Wind in den Weiden. Mickey Mouse und Stuart Little finde ich zum Kotzen.“ (S. 59) Boston, 1960: im Keller des Buchladens „Pembroke Books“ erblickt die kleine Ratte Firmin das Licht der Welt. Die Rattenmutter entpuppt sich als alkoholabhängige Rabenmutter, der Rest des Wurfes ist größer und stärker als Firmin und so braucht er bald die Bücher sprichwörtlich zum Überleben; schließlich ist ein bisschen Papier durchaus nahrhaft. Doch bald lernt Firmin lesen und liest sich durch die Kleinen und Großen der Weltliteratur. Doch das bleibt nicht seine einzige Entdeckung, denn Firmin erkennt, dass er sich den Menschen wesentlich näher fühlt als den eigenen Artgenossen. Sam Savage hat hier mit Sicherheit kein lustiges Kinderbuch über eine Leseratte geschrieben. Wer mit dieser Erwartungshaltung ans Buch herangeht, wird unweigerlich enttäuscht werden. Es ist vielmehr eine melancholische, nachdenkliche und auch traurige Gesellschaftsstudie über ein paar menschliche Existenzen, die dem drohenden Verfall ihres Lebens zu trotzen versuchen. Egal ob der Buchhandlungsbesitzer Norman oder der absolut unerfolgreiche Schriftsteller Jerry, bei dem Firmin im Rattenhotel Unterschlupf findet, Savage fängt ihre Probleme gut ein und lässt sie uns durch die schwarzen, blanken Augen von Firmin entdecken. Savages Stil ist nicht immer einfach zu lesen, oft schweift er ab oder verheddert sich gerade gegen Ende des Buches auch mal in seiner Geschichte. Trotzdem gefällt mir seine Art zu erzählen sehr gut, der nüchterne, melancholische Ton passt einfach perfekt zu dem oft tragischen Inhalt. Trotzdem zaubert so manch tragisch-komisches Ereignis dem Leser ein Lächeln ins Gesicht z.B. versucht Firmin Gebärdensprache zu lernen um sich endlich mit seinen Mitmenschen unterhalten zu können. Doch leider kann er nur einen Satz sagen, nämlich „Auf Wiedersehen Reißverschluss“. Hilft bei der Mission Freundschaft mit dem Menschen leider nur bedingt weiter. Fazit: Mir haben die Memoiren dieser bibliophilen Ratte gut gefallen, das Buch lebt sowohl von seiner Sprache als auch von den tragischen Existenzen. 4,5 von 5 Sternen

    Mehr
  • ein nagender Buchliebhaber

    Firmin - Ein Rattenleben
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 18:07

    Eine Ratte, die gerne Bücher liest,eine Bücher-Ratte quasi? Ja, der liebe Firmin schildert sein wuseliges Leben und er ist diesem ungewöhnlichen Hobby verfallen, aber die Gegebenheiten waren auch zu günstig, schließlich wuchs er über einem Buchladen auf - da bleibt der eine oder andere Streifzug nicht aus. Man mache sich gefasst, auf schneidezahnscharfe Schilderungen aus seinem Leben zwischen Klassikern und Belletristik - genau die richtige Lektüre für laue Sommerabende.

    Mehr
  • Satz mit "X"

    Firmin - Ein Rattenleben
    widder1987

    widder1987

    05. March 2014 um 17:20

    ...- Das war wohl nix.

    Story ohne Leitfaden, keine Spannungsbogen und langweilig geschrieben: Absoluter Reinfall.

    Cover war ansprechender als der Inhalt des Buches.

    ...

  • Ich weiß schon, warum mit Ratten egal sind

    Firmin - Ein Rattenleben
    Mirrorbecks

    Mirrorbecks

    27. November 2013 um 23:19

    Wenn man den Buchrücken liest, dann klingt es wie eine süße Geschichte mit einer Ratte in der Hauptrolle, aber beim Lesen wurde mir schnell klar, dass ich das Buch schrecklich fand. In der Hoffnung, dass es sich bessert habe ich es ganz gelesen, aber gelohnt hat es sich definitiv nicht.

  • Die Liebe zu Büchern

    Firmin - Ein Rattenleben
    Morella

    Morella

    07. August 2013 um 20:23

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, aber irgendwie kann ich es nicht mit vollen 5 Sternen bewerten. Es war gut, aber mir war es etwas zu lau. Dennoch kann ich es nur empfehlen, weil es einen möglich macht sich vorzustellen, dass nicht nur Menschen Bücher lieben sondern auch Ratten.

  • Wenn Sheldon Cooper eine Ratte wäre ...

    Firmin - Ein Rattenleben
    Kerry

    Kerry

    04. August 2013 um 23:30

    Am 9. November 1960 wird Firmin im Keller der Buchhandlung Pembroke Books geboren. Doch er hat noch 12 Geschwister, Sweeny, Chucky, Luweena, Feenie, Mutt, Peewee, Shunt, Pudding, Elvis, Elvina, Humphrey und Honeychild, die allesamt größer und stärker sind als er, sodass er so gut wie keine Milch von seiner Mutter Flo bekommt, da diese naturgegeben nur 12 Zitzen hat. Flo, die alles andere als eine gute Rattenmutter ist, hat ihrem Nachwuchs ein Nest aus Buchseiten gebaut und da Firmin irgendwie überleben muss, frisst er halt diese Buchseiten. Doch diese "Nahrung" scheint in zu verändern, denn Firmin kann lesen und könnte, wenn er richtige Stimmbänder hätte, sogar sprechen. Mit der Zeit werden seine Geschwister immer größer und stärker, Firmin hingegen bekommt nur einen großen Kopf, ansonsten bleibt er sehr schmächtig. Eines Tages kommt Flo nicht mehr zu ihren Jungen und auch diese verlassen nach und nach den Keller, da es dort keine anständige Nahrung gibt. Nur Firmin bleibt, denn dies ist sein Zuhause und er fühlt sich dort wohl Mit der Zeit erkundet er nicht nur den Keller, sondern über die Abwasserleitung auch den Rest des Hauses. Am liebsten hält er sich natürlich im Buchladen auf, aber das geht nur nachts, tagsüber schaut er immer von der Decke herunter in die Buchhandlung. Norman Shine, der Besitzer der Buchhandlung weiß nichts von seinem illegalen Untermieter, er hat auch so schon zu tun, den Laden am Laufen zu halten. Firmin ist fasziniert von der Buchhandlung und eines Tages sieht er sogar einen echten Autoren: Jerry Magoon. Noch ahnt er es nicht, aber dieser Autor wird sein Leben nachhaltig verändern ... Wenn Sheldon Cooper eine Ratte wäre ...! Der Plot wurde detailliert erarbeitet, wobei ich es schon etwas irritierend fand, das ganze Buch aus der Sicht einer Ratte zu lesen. Firmin wurde bedauerlicherweise nur recht oberflächlich dargestellt, was mir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, ist sein ständiges Gejammer über sein Schicksal und die Ungerechtheit der Welt. Den Schreibstil empfand ich teilweise als zu langatmig, sodass ich am Ende kaum glauben konnte, wie lange man an so ein paar Seiten sitzen kann. Alles in allem hatte ich mir von dem Buch doch deutlich mehr versprochen, zumal mich der Klappentext sehr angesprochen hatte. Die Romanidee an sich finde ich sehr gut, die Umsetzung derselben leider nicht.

    Mehr
  • weitere