Sam Scarlett

 3.4 Sterne bei 12 Bewertungen

Alle Bücher von Sam Scarlett

Verlorene Eier

Verlorene Eier

 (12)
Erschienen am 20.08.2012
Verlorene Eier: Roman

Verlorene Eier: Roman

 (0)
Erschienen am 20.08.2012

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Rezension zu "Verlorene Eier" von Sam Scarlett

Herrlich komisch
j125vor 4 Jahren

Inhalt:
Bill ist Autor von historischen Liebesromanen mit wohlklingenden Titeln wie "Lady Sarah und der Graf" oder  "Das Tor der Versuchung". Da sich solche Bücher aber nur schlecht verkaufen wenn der Autor ein Mann ist, schreibt Bill unter dem Pseudonym Angela Huxtable. Sein amerikanischer Verlag plant mit ihm oder besser gesagt mit Angela eine Lesereise durch sechs Städte der USA, nur dann erhält er einen Vorschuss von 1 Million Dollar auf seine nächsten Bücher, den er wirklich gut gebrauchen kann.  Während eines Mittagessens mit seinem Agenten Gerald, bei dem eine nicht geringe Menge Alkohol fließt, beschließt Bill, dass nur er selbst Angela am besten verkörpern kann und so wird aus Bill Angela. Für einen Mann über 50 mit grauen Haaren und Vollbart, ist es gar nicht so einfach überzeugend eine Frau zu spielen, doch zum Glück gibt es da einen alten Schulfreund.

Meine Meinung:
Die Idee ist wahrscheinlich nicht neu, aber da ich noch nie so ein Buch gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl etwas altbekanntes zu lesen.
Bill ist ein bisschen verschroben, was vielleicht negativer klingt, als es gemeint ist. Er wohnt in einem kleinen Kaff, in einem Haus, welches dringend renoviert werden müsste und ist geschieden, nachdem seine Ex-Frau es gerade mal sechs Tage auf dem Land ausgehalten hat.
Ich finde ihn als Person unglaub humorvoll, so steht er zum Beispiel täglich in seinem Garten, an dessen Rückseite eine Kuhwiese grenzt und liest den Kühen seine neusten Zeilen vor. Es ist eher ein trockener Humor, aber sonst finde ich ihn schwer zu beschreiben. Man muss ihn einfach lesen ;)

Seine Verwandlung zur Frau finde ich großartig beschrieben, vor allem weil man als Leser auf die kleinen Unterschiede zwischen den Geschlechtern aufmerksam gemacht wird. Wie spricht, geht, sitzt eine Frau im Gegensatz zu einem Mann? Es ändert sich einfach alles, von der Wortwahl bis hin zum Gang. Und nicht vergessen den Rock glatt zu streichen! ;)

Die Lesereise hat mir auch wirklich gut gefallen, dazu gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Ich möchte schließlich auch nicht spoilern.

Das Ende war schon sehr... abgedreht, wahrscheinlich auch unrealistisch, wenn man bedenkt, dass einem Menschen so viel Unsinn gar nicht auf einmal passieren kann. Ich fand es aber dennoch nicht schlecht, weil es einfach so zu der Ich-muss-mich-als-Frau-verkleiden-weil-ich-unter-weiblichem-Pseudonym-schreibe-Nummer gepasst hat.

Fazit:
Sicher keine literarische Meisterleistung, sondern eher ein Buch vom Grabbeltisch. Dennoch hat es mich bestens unterhalten, gerade weil es so abgedreht und leicht war. Klare Leseempfehlung!

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Rezension zu "Verlorene Eier" von Sam Scarlett

A femme like Bill
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

In "Verlorene Eier" (Originaltitel: Going Pearshaped) geht es um Bill Greefe, um die 50, geschieden und ein trostloser Einsiedler, der sich seinen Lebensunterhalt tatsächlich damit verdient, Liebesromane ( auch Beißer oder Nackenbeißer wegen der teilweise recht tollen Verrenkungen der Figuren auf den Titelbildern genannt, aber das ist jetzt meine eigene Umschreibung -> Bill macht solche Zitate gern im Buch, ein kleiner Insider ;-) ) für Frauen zu schreiben. Auch noch sehr erfolgreich. Aus den USA kommt ein Millionendeal, mit dem Bill sein Haus renovieren, seinen Nachbarn vor der Zwangsräumung retten und die lebensnotwendige OP eines kleinen Mädchens bezahlen könnte. Könnte, wohlgemerkt, denn Bill schreibt die Romane nicht unter seinem richtigen Namen, sondern unter dem Pseudonym Angela Huxtable und die wollen die Amerikaner nun unbedingt kennen lernen. 

Bill sitzt in der Klemme und sucht Hilfe bei seinem alten Schulfreund Keith. Als vermeintlicher Geheimagent im Dienst Ihrer Majestät von England muss der sich doch mit Meisterplänen auskennen. Und den Waffen einer Frau, denn Keith hat ebenfalls ein Geheimnis, das nur Bill kennt. Er verkleidet sich gern als Kiki, die für jedes Problem eine Lösung parat hat. Das Abenteuer en femme kann also beginnen. 

Witzig, spritzig, leichte Kost. Das Buch "Verlorene Eier" (irgendwie wünsche ich mir nach der Lektüre, es hätte sowohl ein anderes Cover als auch einen anderen Titel bekommen, weil man rein äußerlich betrachtet doch etwas anderes erwartet als der Inhalt dann bietet) lag seit dem letzten Jahr in meinem SuB-Regal. Es hat mich förmlich angefleht, gelesen zu werden und nun bin ich durch. Als Fan von Verwechslungskomödien und Liebesromanen war ich gut bedient und nicht enttäuscht. Natürlich werden alle Klischees durch genudelt und am Ende gibt es ein gar zu rühriges Happy End, aber hey...die Geschichte wird von einem Mann erzählt, der Liebesromane schreibt und sich als Frau verkleidet und in dieser Verkleidung ausgerechnet die Liebe seines Lebens trifft...was erwartet ihr denn, Leute? 

Bill hat am Ende der Geschichte seine Eier definitiv wieder gefunden ;-) Vier Sterne und nun lasse ich die Gedanken in andere Richtungen schweifen...

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Rezension zu "Verlorene Eier" von Sam Scarlett

Rezension zu "Verlorene Eier" von Sam Scarlett
safidovor 6 Jahren

Zum Inhalt:

Endlich scheint der Engländerin Angela Huxtable der große Durchbruch als Autorin zu gelingen. Sie hat zwar schon mehrere Bücher veröffentlicht, aber nun soll das große Geld winken – dank einer Lesereise durch die USA.

Hört sich doch gar nicht schlecht an – ist es eigentlich auch nicht. Gäbe es da nicht einen großen Haken an der Sache: Angela Huxtable heißt eigentlich Bill Greefe und ist ein Mann.

Meine Meinung:

Dieses Buch sorgte bei mir für wunderbares Kopfkino. Schon auf den ersten Seiten kamen mir Bilder in den Sinn, die mich herrlich schmunzeln ließen, und die ich für den Rest des Buches immer wieder vor meinem geistigen Auge aufblitzen sah. Ich stellte mir irgendwie eine Mischung aus "Mrs. Doubtfire", den drei Drag-Queens aus "To Wong Foo" und zu guter letzt, aufgrund des Namens, Cliff Huxtable (Bill Cosby in der "Bill-Cosby-Show") vor.

"Gerald grinst mich an. Ich sehe, was er sieht – einen zerknautschten, unrasierten, schlecht gekleideten Mann jenseits des Zenits, der eindeutig zu lang auf dem platten Land gelebt hat. Einen Mann, der sich ein bisschen gehen lassen hat und – ehrlich wahr! – dem Härchen in den Ohren sprießen. So stellt sich unter Garantie keiner Angela Huxtable vor." (Seite 17/18)

Die Story an sich konnte mich durchaus positiv überraschen. Es wird nicht einfach stumpf dargestellt, wie Bill als Angela durch die USA reist und was ihm/ihr da so alles an Missgeschicken passiert. Ein Teil des Buches beschäftigt sich anfangs erstmal mit der Verwandlung von Bill zu Angela, die er selbstverständlich nicht ohne Unterstützung hinbekommt – und hier kann man schminktechnisch selbst als Frau noch so einiges lernen. ;) Die Lesereise wird lang genug, aber nicht zu ausführlich dargestellt und selbst danach geht es immer noch weiter. Dieses "Danach" hat mir irgendwie am besten gefallen, das Ende des Buches war mir dann aber doch zu überzogen.

Abschließend weiß ich nicht so recht, was ich nun von dem Buch halten soll. Auf der einen Seite war es wirklich sehr, sehr witzig. Der sympathische Hauptakteur hat mich durch seine ironische Sichtweise auf sich selbst und den Rest der Welt immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Köstlich fand ich die „Gespräche“, die zwischen Bill und Angela stattfanden. Auch alle anderen Charaktere – z. B. Bills/Angelas Agent Gerald oder Caerwen Griffiths (wie spricht man diesen Namen bitte aus?) – und die Geschichte an sich sind alles andere als normal.

Und genau das macht es mir so schwierig dieses Buch für mich irgendwo einzuordnen, in eine Schublade zu stecken. Denn die Geschichte ist zwar sehr witzig aber auch völlig überzogen und total absurd. Dennoch bietet sie auch ein wenig Tiefgang. Gleiches gilt für die Charaktere. Manches war mir aber einfach ein wenig too much. Ich bin da wirklich hin- und her gerissen.

"Es ist ein echtes Übel, eine Frau zu sein, wenn man in Wahrheit ein Mann ist. Meine Füße schmerzen von den hohen Absätzen, die Perücke klebt unangenehm an meiner Kopfhaut, und ich bin nicht sicher, ob der BH die richtige Größe für meine Hühnerfilets hat." (Seite 172)

Ein gut und flüssig zu lesendes, in der Ich-Perspektive geschriebenes Buch voller schrägem Humor, das aber sicherlich nicht jedem liegen wird. Es kommt halt darauf an, ob diese doch ein wenig spezielle Geschichte das Komikzentrum des einzelnen Lesers trifft. Bei mir war das, bis auf ein paar Ausnahmen, der Fall.

Letzten Endes entscheide ich mich bei der Bewertung mit drei Herzen zwar für die goldene Mitte – die Tendenz geht aber eher rauf zu vier statt runter zu zwei.

bookwives.wordpress.com

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