Samanta Schweblin

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Die Wahrheit über die Zukunft, Sieben leere Häuser und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Samanta Schweblin

Samanta Schweblin wurde 1978 in Buenos Aires geboren, hat Filmwissenschaften studiert und lebt heute in Berlin. Ihre Erzählungsbände sind mehrfach ausgezeichnet worden. Ihr Debütroman "Das Gift" erschien im August 2015 bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Samanta Schweblin

Die Wahrheit über die Zukunft

Die Wahrheit über die Zukunft

 (4)
Erschienen am 15.03.2010
Sieben leere Häuser

Sieben leere Häuser

 (3)
Erschienen am 12.02.2018
Das Gift

Das Gift

 (2)
Erschienen am 08.08.2015

Neue Rezensionen zu Samanta Schweblin

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Rezension zu "Sieben leere Häuser" von Samanta Schweblin

Ich weiß immer noch nicht, wer nun verrückt ist...
Cleo15vor einem Monat

In diesem Buch sind viele kleine Geschichten versammelt, die alle anders sind, doch als Gemeinsamkeit die Verwirrung des Lesers haben. Bei einigen Geschichten habe ich mir gedacht: mein Gott, die Leute sind psychisch krank- die können gar nicht anders und jemand sollte sie in eine Klinik bringen. Aber ist das wirklich so? Oder bin ich einfach zu spießig? Ein bisschen Verrücktheit ist doch immer gut und hilft dabei, in diesem Leben nicht unterzugehen. Bei anderen Geschichten sind die Protagonisten bereits untergegangen. Ihnen kann wohl niemand mehr helfen, was mich sehr traurig gestimmt hat.

Zusammengefasst haben mir alle Geschichten gut gefallen und sie haben mir auch viel Stoff zum Nachdenken mitgegeben.
Der Schreibstil von Samanta Schweblin ist sehr flüssig und aufgeklärt, was gut zu dem Erzählten passt.

Fazit:
Ich vergebe 4 Sterne an "Sieben leere Häuser" und denke noch ein bisschen über die Geschichten nach...

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Janna_KeJasBlogs avatar

Rezension zu "Sieben leere Häuser" von Samanta Schweblin

Zu hohe Erwartung
Janna_KeJasBlogvor 3 Monaten

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Das Buch besteht aus sieben Erzählungen, die sich mit dem Leben auseinandersetzen. Sieben Erzählungen die düster und beklemmend sind, so sagte es zu mindestens „Die Welt“ und „Los Angeles Times“. Und wie groß meine Vorfreude auf dieses Buch war, als ich das erste Mal davon hörte bzw. las! Ich mag Kurzgeschichten, denn das fordert höchstes Talent von den Autor*innen. Das was man sagen oder zwischen den Zeilen verstecken will, auf wenigen Seiten zu einer einnehmenden Geschichte zusammen zu führen, ist eine Kunst für sich! Kunst ist wohl auch die passende Bezeichnung für Samanta Schweblins Buch und Kunst ist eben Geschmackssache!
Fast alle Geschichten sind aus der Ich-Perspektive geschrieben, abstrakt – greifbar und doch nicht einzufangen in ihrer Gänze. Außer „Die Höhlenatmung“, diese Geschichte hebt sich in vielerlei Hinsicht von den Anderen ab. Die Erzählperspektive ist eine andere, sie erhält den größten Raum innerhalb des Buches und ist für mich die gelungenste Erzählung! Ebenso abstrakt, aber greifbar – näher an der Realität. In Filmen liebe ich eben solche Geschichten, die einem durch die Finger gleiten, nur eine Ahnung hinterlassen, doch bei diesem Buch fehlte mir etwas bei den anderen sechs Erzählungen. Ich kann nicht gezielt benennen was es ist, aber die ein oder andere Geschichte weniger und dafür mehr Raum für die anderen, hätte ein intensiveres Leseerlebnis hervorgerufen.


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W

Rezension zu "Das Gift" von Samanta Schweblin

Häufige Verwirrungen schmälern de Qualität
WinfriedStanzickvor 3 Jahren



Nach ihren bemerkenswerten Erzählungen „Die Wahrheit über die Zukunft“ , mit denen Suhrkamp 2010 die argentinische Schriftstellerin Samanta Schweblin einem deutschen Publikum vorstellte, präsentiert der Verlag nun ihren ersten Roman, der in ihrer Heimat gefeiert wurde und nicht nur deshalb wohl in über 20 Ländern gleichzeitig erscheint.

Es ist ein vom Umfang her dünner Roman, der es aber in Inhalt und Stil mit den Großen aufnehmen kann. Irgendwo im argentinischen Landesinneren trinkt ein wertvoller Zuchthengst , der vom Gut der Großgrundbesitzer Sotomayor ausgeliehen wurde, giftiges Wasser. Die Heldin des Romans namens Carla kümmert sich um das Tier, doch sie kann nicht vermeiden, dass ihr Sohn David mit dem giftigen Wasser in Berührung kommt. Das Pferd stirbt, der Sohn kann gerettet werden. Hilfreich ist dabei die „Frau im grünen Haus“, eine Heilerin, die mit Transmigration arbeitet, bei der der Geist den Körper verlässt, sich einen anderen sucht und der Körper wiederum von einem anderen Geist besetzt wird. So wird jedenfalls erklärt, warum sich das Kind nach der Vergiftung so verändert hat in seinem Wesen.

Als viele Jahre später Amanda, eine Frau aus der Stadt, die mit ihrer Familie Urlaub macht, genau diesen David trifft, versucht sie herauszufinden, was damals geschehen ist:

"'Als ich eine Entscheidung getroffen hatte, gab es kein Zurück mehr, und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr schien es mir der einzig mögliche Weg zu sein. Ich habe David auf den Arm genommen, und er weinte, vermutlich spürte er meine Angst. Dann verließ ich das Haus. Omar stand mit zwei Männern neben dem Pferd und diskutierte, wobei er sich unentwegt die Haare raufte. Zwei weitere Nachbarn sahen vom hinteren Teil der Koppel aus zu und mischten sich gelegentlich in das Gespräch ein, indem sie ihre Meinung quer über das Feld brüllten. Ich ging weg, ohne dass sie es bemerkten, und gelangte auf die Straße', sagt Carla und zeigt ans Ende meines Gartens, hinter das Tor. 'Dann ging ich zu dem grünen Haus.'"

Als dann auch Amandas Tochter Nina mit dem pestizidverseuchten Wasser in Berührung kommt, wird die ganze Sache sehr verwirrend. Diese Verwirrung , die wohl bewusst von Samanta Schweblin über ihren  Text gelegt wurde, durchzieht weite Teile des Buches und schmälern so die Qualität eines Buches, das spannend hätte sein können, spannend und kritisch.

So aber habe ich es eher unsicher aus der Hand gelegt, bin mir aber sicher, dass das dritte Buch dieser Autorin, die derzeit in Berlin lebt, eine neue Chance verdient hat.


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