Samantha Bailly Das Geschenk der Mademoiselle Alice

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Inhaltsangabe zu „Das Geschenk der Mademoiselle Alice“ von Samantha Bailly

Die ewige Frage, wer wen liebt, ist für die charmante Pariserin Alice neuerdings leicht zu beantworten. Denn seitdem sie unglücklich verliebt ist, kann Alice plötzlich sehen, wessen Herz für wen schlägt. Raffiniert nutzt sie diese außergewöhnliche Gabe, um Freundinnen zu helfen, den Richtigen zu finden. Dumm nur, bei ihr selbst funktioniert das überhaupt nicht. Da lernt Alice ihren Kollegen Raphael kennen, einen Mann, mit einem besonderen Geheimnis...

Französischer Schmöker- ganz nett :)

— notthatkindofagirl

Leider trifft die Buchbeschreibung nicht den Inhalt. Ich hatte ganz andere Erwartungen an den Roman.

— schnaeppchenjaegerin

Die Idee an sich hat mir gut gefallen, aber die Umsetzung war dann doch zu fade.

— jess020

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  • Die Beschreibung des Buchs passt nicht zum Inhalt. Schade!

    Das Geschenk der Mademoiselle Alice

    schnaeppchenjaegerin

    29. July 2015 um 17:15

    Aufgrund des Klappentextes habe ich mir vorgestellt, dass der Roman von einer jungen Frau handelt, die "Amor" spielt und die es mit ihrer außerordentlichen Fähigkeit schafft, Menschen in ihrer Umgebung, die für einander bestimmt sind, miteinander zu verkuppeln. Ich dachte auch aufgrund des fröhlichen Covers und dem Zusatz "Eine bezaubernde Liebeskomödie - charmant, ungewöhnlich und zum Träumen schön", dass es sich um leichte Liebeskomödie mit einem Happy End auch für die Protagonistin geht. Derjenige, der diese Beschreibung verbrochen hat, kann dieses Buch nicht gelesen haben. Der Roman handelt von Alice, die offensichtlich viele negative Erfahrungen in Liebesdingen gesammelt hat. Als ihre Großmutter stirbt, bekommt sie die Fähigkeit, Verbindungen zwischen den Menschen zu sehen. Je näher sie sich stehen desto dicker und leuchtender sind die Lichtstrahlen, die aus der Brust zu kommen scheinen. Alice nutzt die Fähigkeit, um untreue Männer aufzuspüren und sie zu entlarven. Den betrogenen Frauen mailt sie anonym Beweisfotos. Dieser Handlungsstrang wird allerdings nur zusammenfassend angerissen. Alice beginnt sich auf ihr eigenes Leben zu konzentrieren. Bei ihrer neuen Arbeitsstelle als Headhunter lernt sie Raphael kennen. Bei ihm kann sie keinerlei Verbindungen feststellen. Nicht einmal mit seiner Verlobten scheint er ein enges Verhältnis zu haben. Er scheint aber in Alice etwas zu sehen, was andere nicht sehen. So nähern sich die beiden zunächst an, ihre Wege trennen sich aber wieder als Raphael mit seiner Verlobten aus Paris wegzieht. Die deprimierende Geschichte plätschert so weiter. Dabei springt die Autorin hin und her zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, schafft es dabei aber selbst nicht den Überblick zu behalten: So heißt es auch S. 265 "18. Mai 2012 Zukunft" und wenige Seiten später auf S. 274 "30. Mai 2012 Gegenwart". ??? Aus der Vergangenheit erfährt man von ihrer unglücklichen ersten Liebe zu einem älteren Mann, der sie offenbar misshandelt hat und von ihrer an Alzheimer erkrankten Großmutter. Aus der Zukunft liest man heraus, dass es kein Happy End mit Raphael gibt, auch wenn er wieder nach Paris zurückkehrt. Davon abgesehen war das Buch allerdings sehr einfach zu lesen. Es bestand überwiegend aus einer Aneinanderreihung kurzer Hauptsätze: S. 241 "Die Glastüren öffnen sich vor mir. Sonia sitzt hinter ihrem Tresen und telefoniert. Allein ihr Anblick ärgert mich. Ich grüße nicht und drücke den Knopf für den Aufzug. "Hallo!" ruft Cassandra. [...]" Die Idee des Romans hatte mir eigentlich gut gefallen, aber die Umsetzung war leider enttäuschend. Bei Schulaufsätzen würde man wahrscheinlich von einer Themaverfehlung sprechen. Auch konnte der Roman sprachlich nicht bei mir punkten.

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  • Die Idee ist leider spannender als deren Umsetzung.

    Das Geschenk der Mademoiselle Alice

    jess020

    09. March 2015 um 17:38

    Sowohl das farbenfrohe Cover als auch die etwas anders klingende Inhaltsbeschreibung machten mich auf “Das Geschenk von Mademoiselle Alice”, den Roman der französischen Autorin Samantha Bailly, aufmerksam. Eines Tages, als Alice glaubt, einen neuen Tiefpunkt in ihrem Leben erreicht zu haben, ändert sich ihre Welt schlagartig. Auf einmal sieht sie überall strahlende Fäden, die nicht nur aus ihrer Brust zu kommen scheinen, sondern auch aus der aller anderen. Bald wird ihr klar, dass diese unterschiedlich starken Fäden Beziehungen und Bindungen aufzeigen. Alice beschließt, ihre neue Gabe zu nutzen und damit Untreue in fremden Beziehungen aufzudecken – bis sie beschließt, sich zur Abwechslung wieder mal um sich selbst zu kümmern. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass die Inhaltsangabe des Verlags weitaus vielversprechender und auch interessanter klingt, als die Geschichte tatsächlich her gibt. Vor allem da manche Beschreibungen daraus schlichtweg nicht auf die eigentliche Handlung zutreffen. Alice nutzt ihre Gabe nämlich nicht, “[…] um Freundinnen zu helfen, den Richtigen zu finden.“. Schade, dass das so falsch beschrieben wurde, da dadurch einfach falsche Erwartungen geweckt werden, welche dann, bei Nichterfüllung, zu einer eher negativen Meinung führen. So eben auch hier – an sich hat mir die die Geschichte rund um Alice und ihre Fähigkeiten recht gut gefallen, da mir die Idee zugesagt hat. Mal wieder etwas anderes, eine Prise fantastische Magie. Allerdings bietet die Handlung nicht viel an Unterhaltung, Charme oder Stoff zum Tagträumen. Vielmehr umgibt die Handlung eine negative und düstere Stimmung, da die Protagonistin nicht viel an positiver Ausstrahlung besitzt. Man erfährt als Leser viel über ihre Vergangenheit, über ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter, über ihre missglückten Liebesbeziehungen. Mich hat dies eben mehr runtergezogen, als unterhalten. An sich ist das zwar absolut nichts Negatives, aber wenn man sich ein Buch schnappt, weil man sich davon Unterhaltung verspricht und gerade darauf Lust hat, passt das eben gar nicht. Desweiteren wechseln die Erzählperspektiven zeitlich – mal befindet man sich in der “Vergangenheit”, dann in der “Gegenwart”, später auch in der “Zukunft”. Die Aufteilung in Vergangenes und das Jetzt fand ich noch sinnvoll und auch interessant. Die Kapitel, die in der Zukunft spielen, fand ich allerdings völlig unnötig und sogar schädigend, da sie für mich zumindest zu große Spoiler enthalten haben. Da die Handlung dieser Kapitel auch nur 1-2 Monate nach den Gegenwarts-Kapiteln spielte, fand ich diese zusätzliche Aufteilung auch noch sinnlos – leider, da ich generell solche Perspektivwechsel sehr gerne mag. Leider verleiten das Cover und der Klappentext zu Erwartungen, welche überhaupt nicht erfüllt werden, da der tatsächliche Inhalt der Handlung sich enorm davon unterscheidet. Wäre mir beides nicht bekannt, wäre ich mit einer gänzlich anderen Erwartungshaltung an die Geschichte heran gegangen und meine Meinung wäre sicherlich anders ausgefallen. So aber ist die Idee dahinter ansprechender als die Umsetzung in der Geschichte. 

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