Samantha Harvey

 3,9 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Westwind, Tage der Verwilderung und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Samantha Harvey

Samantha Harvey ist Autorin mehrerer hochgelobter Romane, mit denen sie für wichtige Literaturpreise wie den Man Booker Prize, den Orange Prize und den Guardian First Book Award nominiert war. ›Westwind‹ ist ihr viertes Buch. Es erhielt viel Aufmerksamkeit und wurde mit dem Staunch Book Prize fur Spannungsliteratur ausgezeichnet. Samantha Harvey lebt und arbeitet in Bath, England.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Samantha Harvey

Cover des Buches Westwind (ISBN: 9783855350773)

Westwind

 (26)
Erschienen am 18.09.2020
Cover des Buches Tage der Verwilderung (ISBN: 9783421043825)

Tage der Verwilderung

 (4)
Erschienen am 15.09.2010
Cover des Buches The Wilderness (ISBN: 9780224089685)

The Wilderness

 (1)
Erschienen am 23.04.2009
Cover des Buches All is Song (ISBN: 9780099566069)

All is Song

 (0)
Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Dear Thief (ISBN: 9780099597667)

Dear Thief

 (0)
Erschienen am 03.09.2015

Neue Rezensionen zu Samantha Harvey

Cover des Buches Westwind (ISBN: 9783855350773)Noellis avatar

Rezension zu "Westwind" von Samantha Harvey

Wann weht endlich der Westwind?
Noellivor 4 Monaten

Bereits das Cover von "Westwind" versprach düstere und spannende Lesemomente für regnerische Herbsttage. Und was soll ich sagen? Ich wurde dahingehend nicht enttäuscht. Für mich war dieser Roman ein absolutes Highlight und ich möchte natürlich näher ausführen, was dieses Buch für mich so einzigartig macht. 

Kurz zum Inhalt: Die Geschichte spielt 1491 in einem kleinen Dorf namens Oakham. Thomas Newman, der wohlhabendste und einflussreichste Mann im Dorf, wird von der tödlichen Strömung des Flusses mitgerissen. Die Bewohner der kleinen Gemeinde fragen sich natürlich, ob es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord war. Dies herauszufinden, obliegt nun John Reve, dem Priester der Gemeinde. Doch vielleicht weiß er mehr, als er zugeben will? 

Das Besondere an dem Buch ist, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird. Sie wird von John Reve erzählt und beginnt an Tag 4 und endet mit Tag 1. Aber keine Sorge, auch wenn man das Ende quasi zu Beginn liest, wird nichts gespoilert oder verraten. Man weiß bis zum Ende des Buches nicht, was wirklich geschehen ist. Das hat das Buch für mich sehr spannend gemacht. Bisher habe ich kein Buch gelesen, was auf diese ungewöhnliche Erzählweise zurückgreift. Man muss natürlich beim Lesen auch ein bisschen aufpassen, weil eben nicht chronologisch erzählt wird, sondern rückwärts. Mir hat das aber sehr viel Spaß gemacht, auch ein bisschen mitzurätseln und aufzupassen. 

Generell ist das Buch kein plotgetriebener Krimi/Thriller. Dafür aber ein unheimlich atmosphärisches und dichtes Buch. Ich habe mich wirklich zurückversetzt gefühlt in das Jahr 1491, war selber Mitglied dieser Gemeinde und habe alles hautnah miterlebt. Samantha Harvey hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der mich komplett gefangen genommen hat. 

In dem Roman geht es sehr viel um Religion, Glaube und die Kirche. Für uns mag vieles heutzutage sehr befremdlich wirken und nicht mehr nachvollziehbar sein, aber ich fand diesen Einblick in die Geschichte unfassbar spannend und konnte auch sehr gut nachvollziehen, warum die Menschen damals so gläubig waren. Auch geht es sehr viel um die Themen der Schuld und der Sünden. Immerhin ist John Reve ja Priester und nimmt die Beichten seiner Gemeindebewohner ab. Diese Beichten machen auch einen Teil der Geschichte aus. Durch die Beichten bekommt man einen wunderbaren Einblick in das Leben der Gemeindebewohner und es setzt sich, wie es so schön auf dem Klappentext heißt, langsam ein Porträt der Gemeinde zusammen. Auch der Westwind spielt natürlich eine Rolle in diesem Buch. Was es damit auf sich hat, müsst ihr allerdings selber lesen. 

Alles in allem war dieses Buch durch die einzigartige Erzählweise, die spannenden Themen und die atmosphärische Geschichte ein absolutes Highlight und ich vergebe 5 von 5 Sternen. 

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Cover des Buches Westwind (ISBN: 9783855350773)lisbethsalander2102s avatar

Rezension zu "Westwind" von Samantha Harvey

Kein wirklicher Krimi
lisbethsalander2102vor 5 Monaten

Wir befinden uns in England im späten 15. Jahrhundert, einem kleinen ärmlichen Dörfchen. Hier wird der wohlhabendste Bewohner tot in einem Fluss aufgefunden. Da er sich in der Blüte seiner Jahre befand, kann man kaum an Krankheit oder gar einen Unfall glauben. Der Priester des Ortes macht sich deshalb an die Aufklärung des Falles. Erzählt wird auf eine etwas unkonventionelle Art und Weise, nämlich rückwärts. Wir lernen den Geistlichen an Tag 4 nach dem vermeintlichen Mord kennen und Tasten uns gemeinsam mit ihm nun rückwärts nach und nach zum Tag des Geschehens vor. Irgendwie hatte ich mir von dem Roman, glaube ich, ein bisschen etwas Anderes erwartet. Die Krimielemente waren mir einfach zu dürftig, als rein historischer Roman wäre es vielleicht noch eher gegangen, aber insgesamt war mir die gesamte Erzählweise etwas zu gemächlich und hat sich so sehr im die Länge gezogen. 

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Cover des Buches Westwind (ISBN: 9783855350773)Buchinas avatar

Rezension zu "Westwind" von Samantha Harvey

Authentisch, aber auch sehr langatmig
Buchinavor 6 Monaten

Ein historischer Roman, der im 15 Jh. in einem kleinen Walisischen Dorf spielt, wird sehr ungewöhnlich erzählt. Denn der Roman wird rückwärts erzählt. Einer der reichsten Bürger des Dorfes wird getötet. Es beginnt mit dem Auffinden der Leiche und nach und nach erfährt man aus der Sicht des ortsansässigen Pfarrers was die 4 Tage davor passiert ist.

Ich brauchte sehr lange in einen Lesefluss zu kommen. Das lag zum einen an der ungewöhnlichen Erzählweise und zum anderen, dass es oft langatmig war. Es passierte einfach sehr wenig. Gelungen sind die Beschreibungen des damaligen Lebens in so einem kleinen Dorf. Es wirkt oft trostlos mit wenigen Highlights im Leben. Die ganze Atmosphäre des Buches wirkt sehr oft düster.

Der Protagonist John Reve war mir wenig sympathisch. Er ist sehr zurückhaltend und seine Gedankengänge waren für mich nicht ganz nachvollziehbar. Im Laufe der Geschichte klärte sich das aber. Er tut nicht viel, um den Tod aufzuklären. Ich würde deswegen nicht sagen, dass es sich um einen Kriminalroman handelt. Dafür steht der Mord zu wenig im Vordergrund. Viel geht es um das Leben im Dorf. Die anderen Bewohner lernt man nur aus Sicht von John kennen und ihren Beichten bei ihm. Das fand ich etwas einseitig.

Dennoch der Roman ist sehr authentisch, die Beschreibungen des Dorflebens aus Sicht des Geistlichen empfand ich als sehr realistisch. Mir hätte es gefallen, wenn der Mord mehr in den Fokus gekommen wäre. Auch durch die etwas einseitige Erzählung von Seiten des Geistlichen hätte etwas abwechslungsreicher gestaltet sein können. Die anderen Bewohner bleiben etwas blass. Insgesamt ein atmosphärisch realitätsnaher historischer Roman, der eine Seite Englands aus dem 15. Jh. beschreibt, über die ich bis jetzt wenig kannte.

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