Samantha Shannon The Bone Season - Die Träumerin

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Inhaltsangabe zu „The Bone Season - Die Träumerin“ von Samantha Shannon

Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Dort trifft sie Arcturus, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen …

Ein unglaubliches Buch mit einer sehr interessanten und komplexen Welt!

— Soliinara
Soliinara

Ich empfinde bedingungslose Liebe für die Geschichte.

— DorisKokelmosch
DorisKokelmosch

2,5 Sterne - Viel zu viele Informationen, Wörter & Charaktere. Ich war sehr überfordert & habe einen Großteil nicht verstanden.

— schokigirl
schokigirl

Ich habe ein neues Lieblingsbuch: The Bone Season! Und einen neuen männlichen Lieblingscharakter: Arcturus!

— Stopfi
Stopfi

Absolutes Must Read!! Fantastisches Buch :)

— Schnapsprinzessin
Schnapsprinzessin

Ein wunderschönes Buch, dass einen in eine sehr reale Fantasiewelt versetzt.

— Ginger0303
Ginger0303

Ich war etwas enttäuscht, viele Wiederholungen und mit den Charaktere bin ich leider auch nicht warm geworden, schade, die Welt war toll.

— JennaLightwood77
JennaLightwood77

Der Wahnsinn! Bin abgetaucht in eine tolle und sehr spannende Welt! Super!

— Ju-Le
Ju-Le

das Buch war der absolute Hammer, nach einem verwirrenden Anfang konnte ich es nicht mehr weg legen!!!!!!

— nanni1101
nanni1101

5+ denn das war wirklich ein geniales Buch. Zugegeben am Anfang wirklich schwierig aber dann einfach toll! Ich bin begeistert!

— Liyadis
Liyadis

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  • The Bone Season- Die Träumerin

    The Bone Season - Die Träumerin
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    24. April 2017 um 11:02

    Mein Leseendruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)Immer wieder bin ich um dieses Buch hier herumgeschlichen.Zwar tönt die Story unheimlich interessant und entspricht eigentlich auch voll meinem Beuteschema dennoch soll sie eben auch sehr komplex sein und davor scheute ich mich ein wenig.Entsprechend habe ich mich vorab auf das Buch vorbereitet indem ich mir einige Zusammenfassungen gönnte und mich mit dem ausführlichem Glossar und der Karte auseinandersetzte. Dennoch habe ich mich schlussendlich für die Hörbuchvariante entschieden war aber froh immer auch wieder mal ein Blick ins Buch werfen zu können.Deshalb zuerst meine Meinung zur Sprecherin Laura Maire.Ihre Stimme passt auf alle Fälle sehr gut zu Jugendromanen und dies habe ich auch hier wieder so empfunden es wirkt authentisch.Eigentlich mag ich ihre Art vorzulesen ganz gerne, da ich ihr gut folgen kann und ihre Stimme soweit ganz angenehm ist.Allerdings neigt sie oft dazu bei den Dialogen zu dramatisieren, zum Glück im Gegensatz zu anderen Hörbüchern war es hier aber nur selten der Fall. Jedoch hat mir ihre Tonlage, wenn sie Arcturus gesprochen hat überhaupt nicht gefallen, da sie einfach so konstruiert tief und vor allem äusserst langsam rüberkam.Der Schreibstil an sich ist eigentlich  sprachgewandt, angenehm und flüssig zu lesen. Auch die Wahl aus der Sicht von Paige in der Ich- Form zu erzählen fand ich gelungen.Die Ausarbeitung ihres Charakters ist wirklich ausführlich, Gedanken, Gefühle und Handlungen werden transparent und auch nachvollziehbar dargestellt.Ich muss sagen ich mochte sie ganz gerne, da sie zwar recht selbstbewusst ist aber auch Ängste und Unsicherheiten zulassen kann. Sie ist weder die taffe Superheldin noch das eingeschüchterte hilflose Mädchen.Arcturus der Wächter war für mich eine wirklich lange Zeit schwierig einzuordnen und ich wusste nie so recht ob ich ihn mögen soll oder nicht.Nik ein weiterer Charakter, welcher eine doch auch immer wieder wichtige Rolle einnimmt war mir auch durchaus sympathisch.Ansonsten tummeln sich noch so einige andere Protagonisten, die für den Verlauf eine wesentliche Rolles spielen, ich muss aber ehrlich gestehen dass mir da nicht mehr ganz alle Namen präsent sind.Wie oben schon erwähnt wusste ich schon vorab, dass der ganze Plot sehr komplex ist und dem kann ich wirklich nicht wiedersprechen. Gerade in der Hörbuchvariante erforderte es meine volle Konzentration und Aufmerksamkeit!!Man wird wirklich mit Fremdwörtern und Erklärungen bombardiert und die ganze Welt ist echt kompliziert aufgebaut. Hut ab für dieses gut durchdachte, fantasiereiche Gesamtpaket, aber meiner Meinung nach ist es einfach zu umfassend, weniger wäre definitiv mehr gewesen.Es fiel mir immer wieder schwer den Überblick zu behalten, zusätzlich konnte ich mir diese Dinge auch gar nicht richtig vorstellen, ich hatte also null Kopfkino....das fand ich etwas schadeDie Idee an sich, der Verlauf und auch die Charaktere gefielen mir nämlich sehr gut und ich habe schon auch Lust auf die Fortsetzung, allerdings frage ich mich warum es denn ein insgesamt siebenteilige Reihe werden soll!!!!! Das schreckt mich ehrlich gesagt schon sehr ab....Ich vergebe hiermit ganz knappe vier Sterne

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  • war okay

    The Bone Season - Die Träumerin
    Saruna

    Saruna

    22. April 2017 um 08:59

    Zum SchreibstilEndlos lange KapitelTotal komplexe Welt (Ich habe den Glossar am Ende des Buches erst am Schluss entdeckt)Viel zu viele verwirrende Begriffe Persönliche MeinungMal wieder eine Reihe die auf Instagram gehypt wurde. Und da nun gerade endlich der lang ersehnte dritte Band (auf Englisch) erschienen ist und meine Freundin Ramona die Bücher unbedingt lesen wollte, habe ich auch zugeschlagen. Mhh ja. Also schlecht war es jetzt nicht gerade, aber diese endlosen Kapitel ohne Absätze machen für mich das Lesen anstrengend. Man kann erstens nie eine Pause einlegen (kennt ihr, oder?) und zweitens kann das Auge nie zur Ruhe kommen. Dann noch gepaart mit dieser echt coolen, aber total komplizierten Welt... nicht nur die Welt der Menschen ist speziell und man könnte alleine darüber schon ein Buch schreiben... ist es nun unsere Welt? Nein... ist es unsere Welt in einem Paralleluniversum, die sich ab einem gewissen Punkt in der Geschichte anders entwickelt hat? Keine Ahnung... und man hat auch keine Zeit mehr darüber nachzudenken (wir erinnern uns- keine Absätze) denn dann kommt die nächste Welt: die der Rephaim. Von dennen wir nicht wissen wer sie sind. Vor lauter Welt habe ich ganz vergessen zu erzählen, dass es unendlich viele verschiedene Arten von Wahrsagern gibt. Und ich rühme mich eigentlich damit, dass ich mich in diesem Gebiet ein bisschen auskenne, aber dieses Buch hat mich eines Besseren gelehrt. Die Autorin hat zick Unterkategorien eingeführt, aber ohne grosse Erklärungen. Das Diagramm am Anfang erschlägt einem geradezu. Ach weh... zur Geschichte habe ich auch noch nichts gesagt. die finde ich aber sowieso nicht sooo toll. Mir fehlte einfach ein Spannungsbogen. Es passiert zwar immer irgendetwas aber die Geschichte kommt nicht voran. Bis da endlich mal ein paar Informationen preisgegeben werden... ermüdend! Ausserdem bin ich mit der Protagonistin nicht warm geworden (Mary Sue lässt grüssen). Die Liebesgeschichte, die zu 80% nicht vorhanden war, kam dann urplötzlich, meiner Meinung nach fast erzwungen und weder romantisch noch heiss... Wir haben nun nicht direkt mit dem zweiten Band weitergemacht und das ist ganz okay für mich. Schade, ich hatte mich sooo auf dieses Buch gefreut. Fazit: So Mittelgut halt

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  • Zu viel des Guten...

    The Bone Season - Die Träumerin
    ozeanly

    ozeanly

    12. March 2017 um 17:49

    Da das Buch "The Bone Season - Die Träumerin" von allen Seiten gelobt und gepriesen wird, wollte ich mir selbst einmal einen Eindruck von der Geschichte machen. Nachdem das Buch gefühlte Jahre in meinem Regal verkümmert ist, habe ich im Februar endlich die Zeit/Lust gefunden dieses Buch zu lesen.Meine Meinung:Bevor ich in dieses Buch eingetaucht bin, wusste ich nicht viel über die Handlung. Vielleicht hätte ich mich vorher etwas informieren sollen, denn wenn man ohne Vorahnungen in dieses Buch geht, könnte man eventuell kleine Schwierigkeiten haben. Leider hat es mich aus diesem Grund auch nicht überzeugt. Der Leser wird in dem Buch mit viel zu vielen Informationen von der Welt, den Charakteren und deren Eigenschaften überhäuft, die meiner Meinung den Lesefluss sehr beeinträchtigen. Teilweise haben mich die verschiedenen und neuen Ausdrücke so verwirrt, dass ich gar nicht richtig wusste, was gemeint ist. Klar habe ich die Grundgeschichte trotzdem verstanden, leider konnte ich sie durch die ganzen Informationen aber nicht richtig genießen. Es war einfach zu viel des Guten. Die Charaktere sind allerdings sehr gut ausgearbeitet und vielfältig. Sie unterscheiden sich alle sehr - und das nicht nur wegen ihrer verschiedenen Fähigkeiten. Auch die Welt ist sehr gut ausgearbeitet, sehr detailreich und ansehbar. Bloß leider, wie eben oben schon erwähnt ist mir alles zu viel gewesen. Aus diesen Gründen habe ich auch leider kein Bedürfnis die Reihe fortzusetzen und werde es bei diesem Band belassen.2.5-3*

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    • 3
  • Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!

    The Bone Season - Die Träumerin
    Stopfi

    Stopfi

    16. February 2017 um 15:41

    Ich stelle mir gerne vor, dass es am Anfang mehr von uns gegeben hat. Vielleicht nicht viele. Aber doch mehr als jetzt. Worum geht’s? Wir schreiben das Jahr 2059, London. Dies ist eine Zeit, in der das Regime „Scion“ an der Macht ist. Alle Menschen, die sich mit dem Æther, also mit der Welt der Geister, in Verbindung setzten können, werden gnadenlos verfolgt. Auch Paige Mahoney gehört zu den Verfolgten – sie ist eine Traumwandlerin – kämpft sich jedoch gut durch ihre Welt. An einem schicksalhaften Tag wird sie jedoch gefasst…und mehr sollte ich nicht erzählen, sonst nehme ich euch einiges weg 😉 Meine Meinung: Erstmal zum äußeren Erscheinungsbild: Das Cover fasziniert mich irgendwie. Ich kann euch gar nicht sagen, warum, aber es sieht einfach cool aus (dieses Blau!). Inhaltlich waren meine Erwartungen zwar relativ hoch (aufgrund den ganzen Empfehlungen) aber andererseits war ich mir auch nicht so sicher, was mich nun erwartet. Die Inhaltsangabe habe ich erst nach genauem mehrfachen Lesen kapiert *shame on me* Aber das war gar nicht schlimm. Vielleicht war es auch ganz gut, dass ich ohne Vorwissen in die Geschichte reingegangen bin… Viele sagen ja, das Buch wäre zu Beginn etwas zäh. Ich habe schon deutlich zähere Einstiege gelesen! Ich war ab der ersten Seite drin in der Geschichte, und ab Seite 50 war ich süchtig. Absolut süchtig. Das lag zum einen natürlich an diesem absolut genialen Worldbuilding, das Samantha Shannon sich hier ausgedacht hat. Ich habe selten von einer so komplexen Welt gelesen, wie hier. Ein Beispiel: Es gibt 7 (entdeckte?) Kasten der Hellseherei. Diese 7 Kasten können in 19 „Arten“ unterteilt werden, einige dieser wiederum in 39 „Unterarten“. Es gibt zu Beginn des Buches ein Schaubild, das diesen Wahnsinn zeigt. Klar, man braucht seine Zeit, bis man sich in dieser Welt zurecht findet. Deshalb mein Ratschlag: Lasst es einfach auf euch zukommen und versucht nicht gleich im ersten Kapitel alles zu verstehen. Lasst euch auf diese Geschichte ein, die Autorin führt den Leser recht behutsam durch die Welt. Neben dem Worldbuilding ist auch der Plot fantastisch. Gespickt mit Überraschungen, Rückblenden, Action und Gewalt, aber auch mit ruhigen, behutsameren Szenen. Ich habe keine Ahnung, wie sie das macht, aber Samantha Shannon schafft es, dass ich nach jedem Ende eines Kapitels nach dem nächsten lechze. An einem Tag (Samstag) konnte ich zum Beispiel aus Zeitgründen gerade mal 30 Seiten lesen, und in mir hat sich ein regelrechter Hunger nach der Geschichte aufgestaut (am nächsten Tag hab ich dann 200 Seiten verschlungen…jaaa…). Wundervoll ist auch, dass die Story voller Überraschungen stecht. Man fiebertert mit Paige mit, manche Szenen sind plötzlich so brisant, dass man keine Luft mehr bekommt, manchmal tauchen – scheinbar wie aus dem Nichts – Verbündete auf und trotzdem wirken die Geschehenisse nicht konstruiert. Kurzum: Es ist teilweise so spannend, dass man es nicht mehr aushält. Und wenn es mal nicht so spannend sein sollte, will man trotzdem immer wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. „Wenn du also schwer verletzt hier reinkommen würdest, soll ich dich sterben lassen?“ hakte ich nach. „Ja.“ Lügner. Den nächsten Satz wollte ich mir eigentlich verkneifen, schaffte es aber nicht ganz: „Diesem Befehl werden ich nur zu gerne Folge leisten.“ [Gespräch zwischen Paige und dem Wächter] Damit sind wir beim nächsten Punkt: den Charakteren. Und meine Güte, ich habe selten zwei so tolle Hauptprotagonisten gesehen! Doch beginnen wir mit Paige: Paige ist in allen Belangen eine bewundernswerte Protagonistin. Sie vereint eigentlich alle guten Eigenschaften in sich: Mut und Tapferkeit, Intelligenz und List, Stolz und Humor. Sie weiß, dass sie etwas Besonderes ist, aber trotzdem will sie als Mensch gesehen werden, nicht als widernatürliches Wesen. Sie ist absolut großartig! Und in diesem Buch ist sie dem Leser auch noch so nah – es ist, als wäre ich Paige. Zudem ist Paige Irin, in einigen wenigen Rückblicken kommt auch ihr Leben dort vor (leider nur kurz!) und das macht sie für mich nochmal sympathischer! „Nein.“ […] „Ich werde mich bestimmt nicht umbringen, nur damit du von Nashira ein Fleißbildchen bekommst.“ [Seite 201] Und der männliche Gegenpart – HOLY MOLY – seit Warner aus Shatter me (Tahere Mafi) habe ich keinen so anziehenden Protagonisten mehr getroffen. Und ganz ehrlich: Ich finde Arcturus/Warden (in der englischen Originalausgabe heißt er so)/Der Wächter nochmal besser als Warner. Zu Beginn wird man nicht ganz schlau aus ihm. Was sind seine Absichten? Was verbirgt er? Mir war allerdings ziemlich schnell klar, in welche Richtung das Ganze gehen wird. Und ich habe diese Richtung geliebt 😉 Der Wächter ist einfach ein so vielschichtiger und spannender Charakter, über ich den ich unbedingt noch viel mehr erfahren muss! Auch die Beziehung zwischen den beiden war wirklich etwas ganz Besonderes. Im Laufe des Buches war ein ganzer Gefühlsregenbogen vorhanden: Hass, Wut, Abneigung, Ekel, Vertrauen, Liebe, Leidenschaft, Loyalität. Und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Entwicklung der Beziehung der beiden zu verfolgen. Die Nebencharaktere waren teilweise sehr interessant, man hätte sie aber noch weiter ausarbeiten können – hinsichtlich der jeweiligen Absichten zum Beispiel. Die einzigen, die ich nicht wirklich mochte, waren die Mitglieder der „Sieben Siegel“, der Organisation, der Paige vor ihrer Verhaftung angehört hat. Einige waren ganz sympathisch, wieder andere (zum Beispiel Jaxon, der „Chef“ der Bande!) waren mir absolut unsympathisch. Und klar, für Paige sind sie eine Familie. Das ist so ziemlich der einzige Aspekt, bei dem Paige nicht willensstark ist. Was ich einerseits wirklich schön finde, andererseits behandelt sie vor allem Jaxon nicht wirklich respektvoll. Zumindest kam mir das so vor. Aber vielleicht erfahren wir ja in Band 2 etwas mehr…? „Ich habe durch das Traumwandeln schon Menschen getötet.“ „Ich weiß.“ „Wie willst du dann sicher sein, dass ich dich nicht auch töte?“ „Das kann ich nicht wissen. Dieses Risiko muss ich eingehen.“ [Gespräch zwischen Paige und dem Wächter, Seite 423] Kommen wir zu meinem letzten Punkt bei dieser Lobeshymne: Der Schreibstil von Samantha Shannon. Sie schreibt packend. Fesselnd. Nachdenklich. An Laini Taylor kommt sie in meinen Augen nicht ran, aber ihre Art zu schreiben gibt der Geschichte noch das letzte bisschen Magie und regt wirklich zum Nachdenken an. Was mir mit am besten gefallen hat, waren die Beschreibung von Paiges Gabe und die Gespräche zwischen dem Wächter und Paige. Manche Szenen zwischen den beiden waren emotional extrem aufgeladen – ich kriege jetzt noch weiche Knie, wenn ich daran denke… Und am Ende war ich den Tränen nahe – und das, obwohl ich eigentlich nie weine bei Büchern. Aber dieses Buch hat mein Herz herausgerissen und in 1000 Stücke zerschmettert. Ich hoffe, dass die Folgebände es wieder zusammenflicken. Ich hoffe es so sehr. Nicht alle von uns wissen, was wir sind. Einige von uns sterben, ohne es jemals zu erfahren. Andere wissen es, und wir werden niemals erwischt. Aber wir sind dort draußen. Das könnt ihr mir glauben. [Seite 13] Fazit: Wie ihr schon seht: Die pure Begeisterung. Allerdings finde ich, dass dieses Buch einfach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Wenn man sich anschaut, wie gehyped Throne of Glass, Shatter Me oder andere Bücher sind (was auf gar keinen Fall heißen soll, dass sie nicht gut sind!), kommt The Bone Season etwas zu kurz. Ich bin gespannt, wann der zweite Teil als Taschenbuch erscheint. Werde mal beim Verlag nachfragen – wenn es noch lange dauert, kaufe ich mir tatsächlich die Hardcover (dann ist die Wartezeit auf die neuen Bände nicht mehr so lang!). Und ich weiß auch, dass ich das Buch irgendwann nochmal re-readen werde…es ist awesome ❤ Jetzt sage ich nur noch eine Sache: LEST DIESES BUCH!

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    • 3
  • The Bone Season - Die Träumerin

    The Bone Season - Die Träumerin
    Ginger0303

    Ginger0303

    29. December 2016 um 21:47

    Inhalt: Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Dort trifft sie Arcturus, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen …Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat eine sehr gute Schreibweise so, dass man sich sehr gut in Paige Lage hineinversetzen kann. Ich hatte mir einiges von diesen Buch erwartet und ich muss sagen, alle meine Erwartungen sind erfüllt worden, manchmal wurden sie sogar übertroffen. Dieses Buch erzählt eine ausergewöhnliche Geschichte und die mutige Paige ist immer bereit sich ihren Problemen und Gefahren zu stellen. Oft gelangt sie dadurch an ihre körperlichen und geistigen Grenzen, doch sie gibt nie auf. Wenn es darum geht andere zu beschützen oder ihnen zu helfen ist sie immer zur Stelle, auch wenn sie sich dadurch selbst in Gefahr bringt. Sie hat ein ausergewöhnliches Talent und dieses nützt sie auch. Gleichzeitig macht dieses ausergewöhnliche Talent sie sehr interessant und wertvoll. Das Einzige was mir in dem Buch nicht gefallen hat ist, dass man sehr wenig von den Rephait erfährt. Ich hoffe das wird in dem zweiten Teil wieder gut gemacht. Ansonsten kann ich dieses Buch nur empfehlen.Der jenige der es liest wird es nicht bereuen.

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  • Fantasy at its Best

    The Bone Season - Die Träumerin
    MadameEve1210

    MadameEve1210

    29. December 2016 um 21:00

    Inhaltsangabe:Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Arcturus trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen…Meine Meinung:Ich muss zugeben, dieses Buch stand lange ungelesen in meinem Regal. Ich hatte Hemmungen es zu lesen. Die allgemeinen Meinungen des Buches sind fast ausschließlich positiv. Daher hatte ich Angst, dass es mich enttäuschen würde, aber glücklicherweise kam es dann dazu nicht. Ich bin begeistert.Dieses Buch ist sehr dicht, sehr viele Informationen und auch der Schreibstil ist nicht wirklich locker und leicht, gar nicht kindlich. Es ist packend und spannend und man kann nicht einfach mal eine oder zwei Seiten überspringen, konzentrieren muss man sich. Herrlich!!! Ich mag es wirklich, denn ich kann mittlerweile keine Bücher mehr sehen, die so geschrieben sind wie... Twilight. Ich mag es einfach nicht mehr, wenn der Schreibstil so leicht ist. Anstrengen sollte man sich ein wenig und nicht befürchten bei der Lektüre einzuschlafen.Die Geschichte an sich ist Fantasy. Sie ist von Anfang an spannend erzählt. Die Welt, die man hier kennenlernt, spielt in einer Zukunft, wo einige Menschen wegen ihre Begabung unterdrückt und gejagt werden... also alles schön düster, pulsierend und schockierend. Genau was für mich also. Die Autorin geht nicht gerade zimperlich mit ihren Charakteren um, sie leiden, sie werden verletzt und unterdrückt.... Wer ist Freund, wer ist Feind? Das bleibt schön unklar, wunderbar. Es wird nicht langweilig.Das Ende kam.... ich wollte wissen wie es weiter geht und habe mir sofort den zweiten Band gekauft. Der dritter Band erscheint bald auf englisch, ich hoffe daher, dass es im Herbst 2017 auf deutsch erscheinen wird. Hoffnung und Vorfreude hoch!!Es ist wohl auch als Reihe ausgelegt, denn so wie die Bücher mit ihren dichten Storytelling aufgebaut sind, liegt das nahe... ich hoffe, dass sich die Autorin da nicht abbringen lässt und sich genug Zeit nimmt, die Geschichte weiterhin spannend und aufrüttelnd erzählt.Fazit:Fantasy in Best Form. Eine fesselnde und packende Geschichte mit Mafiazügen und einer unterdrückten Minderheit im Kampf gegen geheime Strippenzieher.Lesenswert!!!!!

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    • 3
  • Eine neue Welt

    The Bone Season - Die Träumerin
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    11. November 2016 um 08:06

    London: Es ist das Jahr 2059 und die 19-jährige Paige lebt als Traumdeuterin beim Sydikatschef Jaxon, dessen Gangsterbraut sie ist. Sie versuchen, das vorherschende System zu bekämpfen.Ihr Gabe als Seherin und Träumerin ist sehr selten und von daher etwas ganz besonderes. Sie kann mit Hilfe ihrer Gabe in die Träume anderer eindringen. Menschen wie sie werden von den Scions gejagt und vernichtet, da sie als widernatürlich gelten.Bei einer Kontrolle tötet sie einen von ihnen und wird gejagt. Man nimmt sie gefangen und bringt sie an einen geheimen Ort, in die "verlorene Stadt" Oxford. Die Rephaim haben dort ihr Lager und halten Seher, Träumer und andere als Sklaven. Dort nimmt sie Arcturus auf, der Wächter, der schon lange keinen mehr bei sich aufgenommen hatte. Er wird sie ausbilden, damit sie eine Rotjacke werden wird.Paiges einziges Ziel ist, von dort zu fliehen und die Rephaim zu bekämpfen.Wird ihr das gelingen?...Samantha Shannon hat mit diesem Buch eine neue Welt geschaffen, eine Fantasy-Welt. Die Geschichte spielt im Jahr 2059, hat ihren Ursprung aber bereits im Jahr 1859. Da die Ereignisse nicht in der Realität stattfanden, findet die Geschichte in einer Parallelwelt statt.Es ist eine Welt, die seinesgleichen sucht. Eine Welt mit Sehern, Geistern, Rephaims, Emims, Amaurotikern, Gauklern und vielen anderen Menschen, die besondere Fähigkeiten haben.Paige Mahony, ein 19-jähriges Mädchen mit besonderen Fähigkeiten wird von den Rephaim gefangen genommen und Arcturus als Slavin zur Verfügung gestellt.Die Geschichte ist sehr komplex und vielfältig.Zu Beginn des Buches hat man Mühe, in die Geschichte hineinzufinden. Zu viele fremde Worte, die man als Leser vereinnamen muss, zu viele Informationen auf einmal. Hilfreich sind die zu Beginn des Buches die Aufstellung der "Sieben Kasten der Hellseherei" und einer Karte der Strafkolonie Sheol 1 sowie dem Glossar am Ende des Buches. Es dauerte ein wenig, bis ich überhaupt in die Geschichte hineingefunden habe, wohl auch durch die fremdartige Welt, in die man als Leser hineinkatapultiert wird.Schnell jedoch lernt man Paige kennen und auch lieben. Sie ist ein geradliniges, ehrliches und hilfsbereites Mädchen, das man einfach gern haben muss. Sie denkt nicht nur an ihr eigenes Überleben und an ihre Flucht, sie hat auch den Mumm und den Ehrgeiz, für andere einzutreten. Ihren Feinden tritt sie mutig entgegen, was ihr nicht immer gut bekommt. Dieser Band "Die Träumerin" ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe, die auf 7 Bände angedacht ist.Das Buch liest sich gut, wenn man die Anfangsschwierigkeiten aufgrund der vielen neuen Begriffe und dem Hineinfinden in diese fremdartige Welt außer Acht lässt. Hat man jedoch in die Geschichte hineingefunden, lässt sie den Leser nicht mehr los. Es werden auch genügend Ansatzpunkte für den Folgeband gesetzt, so dass die Geschichte zwar in sich geschlossen ist, jedoch gleichzeitig Cliffhanger für Band 2 gesetzt wurden.Für Fantasyfreunde ist dieses Buch ein absolutes Muss.

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  • Eine Idee mit Potential, aber auch vielen Lücken

    The Bone Season - Die Träumerin
    hiddenbookparadise

    hiddenbookparadise

    08. November 2016 um 20:33

    Bei diesem Buch habe ich sehr viel erwartet, zu viel und nun fühlt es sich fast falsch an, die empfundene Wertung zu geben. The Bone Season scheint ein außergewöhnliches Buch zu sein, welches in einer Art Paralleluniversum handelt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts traten sogenannte "Seher" in die Welt und diese haben Fähigkeiten, die mit dem Æther - einem spirituellen Bereich, welcher anscheinend eine Zwischenwelt ist, in der sich Geister Verstorbener aufhalten - verbunden sind. Diese Seher werden von der Regierung Scion teils gejagt, sofern sie nicht dem Dienst bei der Nachtwache beitreten. Auch die Hauptperson ist einer dieser Widernatürlichen, doch ist sie im Syndikat, einem Untergrundnetzwerk aus Sehern, geschützt, bis sie eines Tages mit ihren mentalen Kräften tötet und an einen Ort gebracht wird, in welchem Seher von sogenannten Rephaim wie Sklaven behandelt werden.  Wie gesagt scheint es nur außergewöhnlich zu sein, denn ist die Geschichte bekannt. Ich fühlte mich sehr an ein Buch über Geister (ein Begriff, der in diesem Buch hingegen nie verwendet wird) erinnert, nur mit vielen Unterteilungen der einzelnen Seherkräfte, die anstatt Tiefe, Verwirrung schafften. Die Idee hat wirklich sehr viel Potential, doch ist sie noch mit vielen Lücken und Logikfehlern belastet und konnte sich zudem nicht richtig zusammenfassen. Sie erschien mir leider wie ein Tuch mit Dutzenden Löchern. Es fehlte einfach immer etwas. Moderichtungen werden zum Beispiel nur als anders, speziell oder außergewöhnlich beschrieben, aber nie erfährt man genaueres, um sich etwas explizit vorstellen zu können. Heftige Änderungen der Lebensumstände werden nicht weiter kommentiert, nimmt man nur einmal das plötzliche Leben bei Nacht ohne elektrischen Strom, wobei dieser Aspekt immer wieder in Vergessenheit geriet und bei mir die Handlungen ungünstiger Weise immer bei Tag stattfanden (da auf die Dunkelheit nicht sonderlich eingegangen wurde, auch wenn Paige nicht nur am Tag in ihrem alten Leben lebte). Doch was am meisten störte, waren das abrupte Auftauchen oder Verschwinden von Dingen oder Handlungen. Auf das mysteriöse Wesen von Anfang wird nie direkt wieder eingegangen. Haarfarben ändern sich, eingepflanzte Chips verschwinden als wären sie in Vergessenheit geraten, damit mehr Spannung aufkommt, zuvor nie Erwähntes, wird als selbstverständlich Vorhandenes gesehen. Das Buch fühlte sich wie ein einziger Lückentext an. Hilfreich war dabei nicht, dass sich vor allem der erste Teil wie ein Informationstext las. Man wurde mit einer geballten Ladung von übertriebenen Fremdwörtern (die nicht mit der an manchen Stellen plumpen Sprache harmonierten) und Informationen überhäuft, damit alles geklärt, ein richtiger Einstieg nicht nötig ist und man mit der Aktion beginnen kann. Zwar gibt es ein Glossar, aber steht dort erstens nicht alles, sondern eher Unwichtigeres, und zweitens ist es zu lang, nach dem Motto, so nichts umständlich erklären zu müssen. Neben dem Glossar gab es eine Einteilung der Seher, die nicht viel half oder aussagekräftig genug war, um die Tiefe verinnerlichen zu können, und eine eher überflüssige Karte (die nur zeigte, auf welch seltsamen Wegen sich die Hauptperson bewegt hat).  Da das Buch mit einer rasanten Handlung beginnt, ist es nicht möglich gewesen, sich ein richtiges Bild aus den Mitgliedern des Syndikats zu machen. Dies wurde versucht mit Flashbacks wieder auszugleichen, wobei es dennoch keine Gefühle brachte, sondern nur mit der Gegenwart verschmolz. Auch die anderen Charaktere prägten sich bei mir nicht gut ein oder konnte man eine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, denn waren sie selbst wie Geister. Die Namen waren größtenteils nur verwirrend - Wortneuschöpfungen und sogar keinem Geschlecht genau zuzuordnen. Es wäre leichter gewesen, sie sich zu merken, wüsste man, wie die Personen dazu aussehen. Mit einer Größe kann man nicht sonderlich viel anfangen. Komplizierter wurde alles nur noch, als die Namen durch Zahlen ersetzt wurden. Dieser Aspekt machte nicht einmal Sinn. Die Seher in Sheol  I - in Oxford befindlich und die Stadt der Rephaim - werden mit Zahlen identifiziert. Die erste steht für die Knochenernte, welche aller zehn Jahre stattfindet, seit die geheimnisvollen Rephaim aufgetaucht sind, und Seher liefert, da sie deren Auren als Nahrung benötigen et cetera, und wird in römischen Zahlen geschrieben. Danach folgt eine Zahl, die sich mir nicht ganz erschlossen hat, und die letzte ist die Reihenfolge, nach welcher die Seher von ihren "Meistern" gewählt worden. Die Hauptperson Paige erhielt somit die Nummer XX-59-40, wird aber nur 40 genannt. Auch andere Personen aus verschiedenen Ernten (seltsamerweise kommen nur junge Menschen nach Sheol 1) werden mit der letzten Zahl angesprochen, sofern sie eine höhere Stellung erhalten haben (und sich dadurch die Farbe ihrer Kleidung ändert, je nachdem wie sie ihre Aufgaben erfüllt haben, nur erscheint mir dieser Prozess zu simpel und zu wenig erklärt). Aber halt stopp... es muss doch noch eine andere 40 geben oder 1 oder 13. Oder sind die zufälligerweise abwesend oder nicht mehr am Leben? Nicht nur von vielen der dutzenden Nebencharaktere, zu denen zwanghaft versucht wird, eine Bindung aufzubauen, ergibt sich kein klares Bild, sondern ist dies auch bei der Paige der Fall, wenngleich das Buch aus ihrer Sicht erzählt wird, was ich als unangenehm empfand. Sie ist einer dieser typischen Mädchen, die nur rebellisch und respektlos sind. Sie vorurteilt sehr schnell und denkt das ganze Buch über nur in einer Richtung, bleibt auf einer Bahn mit gleichen Gefühlen. Vielleicht wäre ihre trotzige, arrogante und vorlaute Art nicht so schlimm, wenn durch sie nicht eine bestimmte Sicht auf die Geschichte erzwungen würde.  Was nicht fehlen darf, ist eine Liebesgeschichte, die einfach aufgelegt wurde, ohne richtige Entwicklung und schließlich zu spät mit Kälte. Ich möchte nicht zu viel dazu sagen, nur dass lediglich von wenigen Personen das Aussehen beschrieben und nur von Paige und dem anderen der "Liebe" (wobei diese zuerst braune und dann auf einmal hellbraune Haare hatte, zumindest wenn man nach einem Vergleich geht) dieses wiederholt wurde. Schon allein aus diesem Grund, konnte man sich ab dem ersten Moment denken, was passieren würde. Ab dem ersten Handeln zwischen ihnen. Und ich wünschte mir nur, bitte nicht. Meine Hoffnungen erfüllten sich nicht, sondern der Kitsch geschah wahrhaftig.  Für mich war es eine lückenhafte Welt aus einem folglich sehr instabilen Gerüst, fehlenden Übergangen und nicht vorstellbaren Charakteren. Mich hat es teils nur verwirrt, gelangweilt (aufgrund des Handlungsverlaufes) und das Buch wollte nicht enden. Viele Fragen des Warums bleiben weiterhin offen, doch sind sie mir schlichtweg egal. Ein Verzeichnis der Personen wäre durchaus schön gewesen. Weshalb ich nun trotzdem noch 2,5 Sterne gebe? Das Buch hatte an manchen Stellen etwas, das ich mochte und es könnte so viel mehr aus dieser Geschichte gemacht werden. Es gab Szenen mit Spannung, wenn sie nicht zwanghaft weitergeführt worden wären (ausgelöst durch in dieser Welt kaum zu Glaubendes), und manches war interessant. Zudem hatte der Schreibstil auch seine schönen und verzaubernden Seiten. Nur waren die guten zu wenig, sodass sie nicht Erinnerung bleiben.

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  • Sehr komplex aber dennoch spannend

    The Bone Season - Die Träumerin
    annso24

    annso24

    01. October 2016 um 18:32

    Cover:Das Cover wurde nicht besonders aussagekräftig gestaltet, macht mit seiner Schlichheit jedoch etwas her. Es ist so gestaltet, dass man als Käufer darauf aufmerksam wird und sich fragt, was wohl dahintersteckt, denn es wird nicht über den inhalt verraten. Selbst die Titel sind sehr vage, was die Neugierde nur noch mehr anfacht. Im Gesamtbild nichts Besonderes, aber nicht schlecht.Inhalt:Ich würde die den Autakt der Reihe als sehr komplex und schweirig bezeichnen, da es sich doch nicht so leicht liest, wie man anfänglich vielleicht annimmt. Dies liegt nicht nur im Schriebstil, sondern auch in der Handlung selbst begründet.Samantha Shannon schuf wahrlich eine sehr komplexe Welt. Wir finden uns im zukünftigen London als Papige Mahony wieder, die mit einer besonderen Fähigkeit behaftet ist. Sie ist in der Lage, die Traumlandschaften anderer zu sehen und in sie einzudringen. Doch die sogenannten Widernatürlichen wie Paige werden verfolgt, sodass auch Paige früher oder später in Gefangenschaft gerät ...Die Handlung beruht auf einer vielversprechenden Idee, sodass ich sagen muss, dass es sich lohnt, die anfänglichen Kapitel einfach durchzustehen. Samantha Shannon versucht dem Leser am Anfang sehr viele Informationen zu vermitteln, was nicht wirklich gelingt, da es einfach zu viel ist und man sich fast durchkämpfen muss. Doch es lohnt sich, denn irgendwann konnte mich das Geschehen durchaus packen und die Spannung stieg bis zum Finale am Ende des Buches an.Man stößt bereits im Verlauf der Geschichte auf überraschende Wendungen und es kommen immer mehr Fragen auf. Mir hat die Geschichte immer besser gefallen, sodass sich der Kampf am Anfang gelohnt hat.Die Geschichte wurde meiner Meinung nach auch zu einem guten Ende geführt, wo Fragen geklärt aber auch noch genug für Band 2 offen blieben.Charaktere:Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Protgonistin Paige. Man merkt schnell, dass sie zu der starken und toughen Sorte Menschen gehört, was sie teilweise kalt erscheinen lässt.Durch ihre nicht sehr emotionale und nicht sehr gesprächige Persönlichkeit, fiel es mir manchmal (vor allem anfangs) sehr schwer, mich in sie hineinzuversetzen, was vor allem durch die Ich-Perspektive nötig war, um in die Geschichte abtauchen zu können.Jedoch wird ihre Entwicklung im Verlauf des Buches deutlich und ihre Emotionalität nimmt zu, was mir sehr gefiel sodass ich gegen Ende doch noch warm mit ihr wurde.Besonders im Fokus stand der Wächter Arcturus. An seiner Figur fand ich vor allem den Wandel der Gefühlswelt des Leser, was ihn betrifft, sehr interessant. So hegte ich anfangs wirklich eine Groll gegen ihn, was sich gegen Ende hin doch drastisch änderte. Die anderen Charaktere fand ich auch gut und passend, sodass sie die Geschichte meiner Meinung nach sehr gut ergänzten.Schreibstil:Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall sehr ausfürhlich. Das ist einerseits gut, da dem Leser viel vermittelt wird, andererseits aber auch nicht so gut, da die Beschreibungen sehr schnell zulang werden und dem Leser die Freude am Lesen nehmen, was schade ist. Gerade am Anfang muss man sehr geduldig vorgehen, da man auf eine Erklärung einer sehr komplexen Welt trifft, wobei es nicht leicht ist, gleich alles zu verstehen und nachzuvollziehen.Ansonsten gefiel es mir ganz gut, vor allem da ich ab der Hälfte immer besser in die Geschichte hineingefunden habe und die Spannugn auch immer mehr zunahm, was den Lesespaß wieder aufflammen ließ.Fazit:Samantha Shannon schuf mit dem Autakt der Reihe einen gelungen aber nicht perfekten Deübroman. Wer tut das schon? In der Erzählweise seh ich auf jeden Fall Potenzial nach oben, gerade was die äußeren Umstände angeht, um dem Leser ein besseres Verständnis der Welt zu vermitteln aber inhaltlich finde ich die Geschichte sehr gut gestaltet, sodass man Lust auf mehr bekommt, trotz dass sich der Anfang schwierig für mich gestaltete.

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  • Ausgeprägte Fantasy mit einer dystopischen Mischung aus einer Brise Romanatik

    The Bone Season - Die Träumerin
    Julyie

    Julyie

    10. July 2016 um 09:06

    "Jeder Mensch auf dieser Welt hatte eine Traumlandschaft, dieses wundervolle Luftschloss in seinem Bewusstsein." Wissenswertes: Zum Buch: Erschienen ist es am 01.10.2013 mit 606 Seiten in 29 beschrifteten langen Kapiteln als Hardcover im  Bloomsbury Berlin Verlag. Es befinden sich eine Karte am Anfang sowie Begriffserklärungen vorne und hinten im Buch (Glossar), dessen Nutzen man nicht umgehen kann. Es ist der erste Band einer 7teiligen geplanten Reihe. Band 2 gibt es zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls als Hardcover zu kaufen. Eine Verfilmung ist ebenfalls geplant. ISBN: 9783833309328 Cover: Mich hat dieses Cover erst ein wenig verwirrt, ich dachte bei dem Englischen Orginaltitel, ist es nun auch eine englische Ausgabe? Irgendwie sprach es optisch dafür, doch als ich dann  gesehen habe, dass der Untertitel in Deutsch war, konnte ich dann beruhigt sein. Ich finde gut, dass dieses Cover nichts über den Inhalt verrät, was glaube auch ziemlich schwierig zu gestalten wäre. Der zweite Band ist ähnlich, abgesehen von der Farbe und sie sehen beide echt schön im Regal aus. Qualität ist optimal, schönes Hardcover Format. Besonders gefallen tut mir die "glänzende" Schrift, die dem ganzen den gewissen Wow-Effekt gibt. Klappentext: Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Dort trifft sie Arcturus, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen. (Auch hier finde ich gut, das man eigentlich über die unglaubliche Komplexität des Buches wenig bis gar nichts erfährt. Es steckt hier so viel mehr dahinter, der Klappentext verrät nur sehr sehr wenig!) Autorin: Samantha Shannon, geboren 1991, wuchs im Londoner Westen auf, wo sie mit fünfzehn das Schreiben begann. Sie hat gerade ihr Literaturstudium am St Anne’s College in Oxford beendet. »Die Träumerin« ist der erste Band einer siebenteiligen Serie um die junge Seherin Paige Mahoney. Die Übersetzungsrechte wurden in mehr als zwanzig Länder verkauft und eine Verfilmung ist in Arbeit. Erster Satz: "Ich stelle mir gerne vor, dass es am Anfang mehr von uns gegeben hat. Vielleicht nicht viele. Aber doch mehr als jetzt. Meinung: Wow, einfach nur absolut WOW! Ich komme am besten direkt zum Punkt, dieses Buch, sollte jeder der das Fantasy-Dystopie Genre mag unbedingt gelesen haben. Ich glaube, dass es eines der besten fantasy Bücher ist, die es gibt, die ich bisher gelesen habe. Somit auch mein absolutes Jahreshighlight bisher 2016! Die Autorin hat es geschafft eine so unglaublich große Welt zu erschaffen, die eine magische, fantastische Komplexität hat, das einen vor lauter widernatürlichkeit Schwindelig wird. Ich hoffe jetzt schon so sehr, dass diese Reihe weiterhin rausgebracht wird, denn es sind immerhin tatsächlich SIEBEN Teile geplant und oh mein gott wo nimmt die Autorin sich die Kreativität nur her?  Ich bin auch wirklich  gespannt ob und wie die Verfilmung letzendlich gemeistert wird. Denn ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Die Bräuchten ja alleine für den ersten Band schon mindest 2 Filme. Wenn ihr mich fragen würdet, welche Bücher sich mit den richtig großen Bestsellern wie Harry Potter messen können, dass ist die Antwort The Bone Season! Und wenn ihr jetzt denkt, mensch die übertreibt doch. Liest selbst! Und ihr verspreche euch, ihr seid danach der gleichen Meinung! Zum Inhalt kann ich gar nicht viel sagen, da es schwer ist Spoilerfrei und vorallem logisch dieses Buch erklären zu können. Es geht mal um eine ganz andere düstere Zukunft, mit Mächten die wir alle schon kennen, wo die einen Glauben, dass es sie gibt und andere wiederrum nicht. Es geht um andere Bewusstseinsebenen und magische Fähigkeiten. Dieses Buch ist unglaublich Spannend, aber auch sehr anspruchsvoll, so dass man sich gewisse Zeit nehmen muss. Mal eben zwischendurch ist es nämlich nicht gelesen. Und nutzt die Karte am Anfang, die Begriffserklärungen am Ende, damit liest es sich viel leichter und verständlicher! Nicht selten musste ich mal tief Luft holen, weil die Autorin mich mit Informationen nur so zugedröhnt hat. Und als genüge das nicht alles schon, ja eine kleine Brise Romantik versteckt sich auch noch! ABSOLUTES LESE-MUSS! Zitate: - Genau das bedeuter Vertrauen. Nicht zu wissen, ob man überhaupt Vertrauen haben sollte. - Die Wahrheit war einfach zu gefährlich. - Kämpfen oder fliehen. Weglaufen oder sterben. - Die Nacht ist die Zeit der Geister. - Narben und alte Wunden waren nicht dasselbe. - Genau das bedeuter Vertrauen. Nicht zu wissen, ob man überhaupt Vertrauen haben sollte.

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  • Dystopie mit fesselnder Handlung in einer fremdartigen, komplexen Welt

    The Bone Season - Die Träumerin
    Ambermoon

    Ambermoon

    Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Arcturus trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen… -------------------------------------------- Lange ist es her, dass ich ein Jugendbuch gelesen habe. Zu viele trieften vor Kitsch, nicht vorhandener Logik und Glitzervampiren. Doch nicht dieses Fantasyabenteuer! Eingebettet in eine komplexe Welt, mit genau so komplexen Charakteren, entspinnt sich eine so ganz andere Geschichte - eine Dystopie vom Feinsten! Zwar auch mit etwas Romantik, die jedoch erst gegen Ende auftaucht und ohne Kitsch auskommt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, interessant, authentisch und so anders. Paige, die Hauptprotagonistin ist eine mutige Heldin mit Ecken und Kanten und alles andere als perfekt, wie sonst die Charaktere die man so in Jugendbüchern findet. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Diese Geschichte ist herrlich düster, atmosphärisch, geheimnisvoll und vor allem spannend von Anfang bis Ende. Wie schon erwähnt ist diese Fantasywelt äußerst komplex aufgebaut. Besonders Anfangs stürmen viele Informationen und fremde Begriffe auf einen herein. Diese sind jedoch gut in die Erzählungen und Handlungen eingebaut. Am Anfang des Buches befindet sich eine Auflistung der verschiedenen Sehertypen, die jedoch wenig hilfreich und für mich auch nicht wirklich interessant war. Des Weiteren ist hier eine Karte von dem geheimnisvollen Ort der Rephaim und ein Glossar am Ende des Buches (den ich jedoch erst am Ende des Buches entdeckte - eh klar *g*). Eine Auflistung der Rephaim und eine Karte von dem futuristischem London und dessen Sektoren hätte ich jedoch um Einiges hilfreicher gefunden, um mich schneller in dieser fremdartigen Welt zurechtzufinden und vollends in diese Geschichte eintauchen zu können. Daher 1 Stern Abzug. Dieser erste Teil der siebenteiligen Reihe ist an und für sich eine abgeschlossene Geschichte und trotzdem entstehen gegen Ende einige Kliffhanger für den nächsten Teil. Diese finde ich sehr gelungen, da man sich am Ende des Buches zufrieden zurücklehnt und trotzdem neugierig auf den zweiten Teil wird. Fazit:Trotz der komplex aufgebauten Welt und vieler fremder Begriffe konnte mich dieses Buch fesseln. Paige und ihre Verbündeten wuchsen mir regelrecht ans Herz und ich kann es nicht erwarten, den 2. Teil dieser Reihe in meinen Händen zu halten. Absolute Leseempfehlung meinerseits!

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    • 3
  • Eine Welt, wie im Traum. Einem Albtraum.

    The Bone Season - Die Träumerin
    Yomi

    Yomi

    In "The Bone Season - Die Träumerin" von Samantha Shannon, geht es um die jugendliche Paige. Paige ist aber kein normaler Mensch. Nein. Paige ist eine Seherin, eine Wiedernatürliche. Sie und alle anderen Wiedernatürliche haben besondere Fähigkeiten. Wegen dieser Fähigkeiten werden sie gnadenlos von der Regierung gejagt, gefangen und getötet. Inmitten dieser gefährlichen Welt, bestreitet Paige ihren Alltag. In einer schicksalshaften Nacht, änder sich für sie aber alles. Na? Neugierig geworden? Das solltest du auch, denn dieses Buch hat es wirklich in sich. Samantha Shannon hat eine unglaublich komplexe und düstere Zukunft erschaffen. Mit authentischen Charakteren und einer fesselnden Geschichte. Story/Inhalt: Von dem ersten Kapitel bis zum letzten, hat es "The Bone Season - Die Träumerin" geschafft mich zu fesseln. Es wurde kontinuierlich ein gewisser Spannungsbogen gehalten, der zwischenzeitlich (vor allem im Finale) enorme Höhen erreicht hat. Eine weitere stärke des Buches ist wohl die sehr komplexe Welt. Zu Beginn des Buches wird man quasi mit neuen Wörtern und Fachbegriffen bombadiert*. Das mag für den ein oder anderen negativ sein, allerdings kam ich sehr gut ins Buch rein. Mit der Zeit hatte ich mich an die neuen Begriffe gewöhnt und habe es wirklich genossen mit Paige, diese Zukunftünftige Welt (Ich weiß gerade nicht wie ich es anders beschreiben soll xD) zu erkunden. In jedem Kapitel hat man sich als Leser neue Fragen zu dieser einzigartigen Welt gestellt und alle Fragen wurden beantwortet. Wenn man also am Ende des Buches angekommen ist, dürften nur die Fragen offen geblieben sein, mit denen sich auch Paige noch rumschlagen muss. (Was übrigens doch noch einige sind. Aber das habe ich bereits erwartet, immerhin kommt ja auch noch das 2. Buch raus^^) Auf Seite 9-10 findet man "Die Sieben Kasten der Hellseherei". Auf diesen beiden Seiten, sind also alle Seher in Kategorien eingeteilt worden. Beim lesen konnte man also schnell einen Blick drauf werfen, wenn man sich nicht mehr Sicher war, welcher Seher nun zu welcher Kaste gehörte. Auf den beiden daraufolgenden Seiten, findet man eine Karte. Diese Karte wird erst im späteren Verlauf des Buches interessant und hilft ungemein sich zu orientieren. Wie oben bereits erwähnt, ist diese Welt recht komplex. Die Karte und die Kategorisierung haben mir ungemein beim lesen geholfen. Natürlich darf in einem Jugendbuch die Romantik nicht fehlen. Fans von Liebesgeschichten, werden allerdings erst in den letzten paar Kapiteln auf ihre Kosten kommen. Aber genau das ist auch eines der Pluspunkte des Buches. Viele Jugendbücher legen ab einem bestimmten Punkt die Romanze in den Vordergrund und pressen somit die eigentliche Geschichte in den Hintergrund. Gerade bei düsteren Büchern, ist das oft nicht gerade das Gelbe vom Ei. Samantha Shannon hat sich aber, allem Anschein nach, viel mehr auf die Geschichte konzentriert und die Romanze nur dann eingestreut als man es schon förmlich knistern hören konnte. Du wirst auch nur ein paar kurze, ziemlich stürmische und erotische (für ein Jugendbuch) Romantikeinlagen finden. Diese dienen sehr gut zur Charakterentwicklung und fühlen sich NICHT "Fehl am Platz" an. Eher im Gegenteil. Für mich war es gut gesetzter Fanservice, den ich aber recht verstehen konnte. Also die ganze Romantik hatte immer nachvollziehbare Gründe und wirkte nicht gestellt. *Es gibt hintem im Buch, ein mehrseitiges Glossar. In diesem findet man alle neuen Fachbegriffe und eine kurze Erklärung dazu. Wenn du also beim lesen Schwierigkeiten haben solltet, werf einen Blick hinten rein. Charaktere: Oft ist es in Jugenbüchern der Fall, das die Protagonistin ein wunderschönes junges Mädchen ist, das sich nicht bewusst ist wie anziehend sie doch ist. (Oder sie denkt sie wäre ein hässliches Entlein). In The Bone Season ist das nicht ganz der Fall. Paige schlägt sich NIE mit solchen Gedanken herum. Es war wirklich erfrischen mal nicht zu lesen wie überrascht die werte Protagonistin doch war, wenn mal jemand auf sie abgefahren ist.  Paige hingegen hat viel prakmatischere Gedanken. Sie muss sich jeden Tag neuen Gefahren aussetzen, da bleibt keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen ob sie hübsch ist. Auch ist sie keine von den Protagonisten, die unbedingt die rechtschaffenen Ritter spielen wollen UND sie ist kein schüchternes Mädchen, das sich immer nur verkriecht. Das Leben im Untergrund, hat sie stark gemacht. Stark, selbständig, immer auf der Hut. Paige ist ein sehr gut geschriebener Charakter, wie ich finde. Wenn sie einen Fehler gemacht hat, denkt sie darüber nach und versucht es beim nächsten mal besser zu machen. Sie ist zwar teilweise etwas aufmüpfig, aber auch sie weiß wann sie besser die Klappe halten sollte. Trotz der seltenen Fähigkeit, die sie hat ist sie nicht überheblich oder extrem stark. Und doch ist Paige tief in ihrem inneren eine ganz normale Jugendliche. Auch sie hat erfahren wie sich die erste Liebe anfühlt und sie hat den Schmerz erfahren, den die Liebe bereithält. Die Autorin hat es geschafft eine gute Balance zwischen Kriegerin und gewöhnlicher Jugendlicher (also Problemen, denen sich jeder Jugendlicher schonmal entgegenstellen musste) zu schaffen, was zu einem authentischen Charakter geführt hat. Den Wächter aka Arcturus fand ich unglaublich toll! Ich bin ein kleines Fangirl von ihm geworden. Er war mysthisch, stark und ich konnte fast nie vorausahnen was er als nächstes tut. Auf so einen Charakter habe ich gewartet. Eigentlich würde ich jetzt gerne noch weiter von ihm schwärmen, aaaaber das würde zu Spoilern führen und naja..wer mag schon Spoiler!? Ich merke gerade das es schon wieder seeeehr lang wird, weswegen ich nur kurz was zu den Nebencharakteren sagen möchte. Sie ALLE spielen eine recht wichtige Rolle in dieser Geschichte. Manche früher und manche später, aber alle tragen viel zu der Charakterentwicklung von Paige bei. Ob es nun die Sieben Siegel sind, welche Paige gelehrt haben wie man in Scion London untertaucht oder ob es Julian und Liss sind, die Paige in Sheol 1 den nötigen Halt gegeben haben. Mir sind wirklich alle ans Herz gewachsen und ich habe bei jedem Schicksal mitgefiebert. Die "Bösewichte" dieser Geschichte, waren wirklich ziemliche gemeine Herrschaften. Am liebsten hätte ich dem ein oder anderen selbst gerne mal kräftig eine verpasst. Nashira war so ziemlich die Einzige, bei der ich gewisse Handlungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Das kann aber einfach daran liegen, das sie nicht allzu oft vorkam und ich sie deswegen nicht genau einschätzen konnte. Sicher bin ich mir nur, das sie ein ziemlich bösartiges Miststück ist! So. Das ist das einzige das du über sie wissen musst :D Abschließende Meinung: "The Bone Season - Die Träumerin" ist wirklich eines der Bücher, die dich komplett in diese andersartige, grausame Welt ziehen. Einmal die ersten Startschwierigkeiten überwunden, wirst du das Buch vermutlich nicht so leicht aus der Hand legen können. Also, wenn du ein Fan von dystopischen Büchern bist, solltest du auf jeden Fall überlegen ob du diesem Buch nicht eine Chance geben möchtest.

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    • 12
  • Sehr komplexer Weltenentwurf

    The Bone Season - Die Träumerin
    Esme--

    Esme--

    15. April 2016 um 14:40

    Aufmachung: Dieses Buch enthält im vorderen Klappenteil ein Diagramm welches die Kasten der Hellseher kurz vorstellt. Weiterhin findet der Leser hier eine Karte der Strafkolonie Sheol I, der Ort, an dem die Protagonistin den Großteil der Handlung verbringen wird.Im hinteren Teil des Buches befindet sich ein Glossar zur Erläuterung der im Roman verwendeten Begriffe. Inhalt:Als Paige auf ihrer Fahrt mit der Bahn in eine Kontrolle gerät, reagiert sie mittels ihrer magischen Fähigkeiten als Traumdeuterin und tötet versehentlich einen der Kontrolleure. Durch diese Tat werden die Wesen der Unterwelt, die Rephaim, auf das Mädchen aufmerksam.In der Strafkolonie Shoel werden unter Aufsicht der Rephaim straffällige Seher entweder zur Rotjacken ausgebildet, die sodann gegen die menschenfressenden Emim ankämpfen sollen oder aber sie werden als Feiglinge (Gelbjacken) aussortiert. Im letzteren Fall dürfen die Seher nur noch als Akrobaten – sogenannte Clowns – zur Belustigung für die Rephaim auftreten.Als Paige die Strafkolonie erstmals betritt und einem Ausbilder zugeteilt werden soll, meldet sich erst niemand für das Mädchen. Dann jedoch tritt der Blutgefährte höchstpersönlich vor. Als Gefährte der Anführerin wird er von allen Rephaim geachtet. Noch nie hat Arcturus einen Seher für sich beansprucht.Paige möchte nur eins: Möglichst schnell von diesem Ort fliehen. Sie weiß weder zu schätzen, dass Arcturus sie nicht mit Schlägen bestraft, wie die anderen Ausbilder, noch dass er ihr einige Freiheiten einräumt. Der Blutsgefährte selbst verfolgt eigene Ziele. Er sieht etwas Besonderes in Paige. Er stellt sie vor die Wahl: Willst du eine Rotjacke und eine Kämpferin werden oder willst du als Clown für die Rephaim enden? Paige muss bald feststellen, dass die Gefahr um sie herum allgegenwärtig ist. Nicht alle sind ihr gut gesinnt und einige wünschen ihren baldigen Tod.Wichtigste Charaktere:Paige ist die Gangsterbraut des Syndikatschefs Jaxon. Zusammen mit den anderen Sieben Siegeln versucht sie gegen das Regime aufzubegehren. Sie ist eine Traumdeuterin und somit in der Lage in die Geisterwelt anderer Lebewesen einzudringen und andere Traumlandschaften in der Nähe zu erspüren. Ihre Fähigkeit ist sehr selten und sehr mächtig.Arcturus ist der Blutsgefährte von Nashira. Er entscheidet sich dazu Paige Ausbilder zu werden. Paige soll bei ihm wohnen und die Prüfungen zur Rotjacke unter seiner Aufsicht antreten.Jaxon ist der Boss des Syndikats. Zusammen mit den Sieben Siegeln stellt er sich dem Regime entgegen. Er ist skrupellos und neigt zum offenen Flirt. Paige über Jax: Er ist ein kriecherisch, kaltherziger, geiziger Arsch.Nashira ist die Anführerin der Rephaim. Sie sammelt die Fähigkeiten der Seher und macht sie sich zu eigen.Welt:Der Roman spielt in London des Jahres 2056. Unter der Herrschaft von Scion leben Menschen neben Sehern. Seher sind jedoch in der Minderheit und werden vom Regime nicht akzeptiert.Seherei wird von Scion als Hochverrat angesehen und mit dem Erstickungstod bestraft.Scion hat die Stadt aufgeteilt. So gibt es sechs Parzellen, die wiederum aus sechs Sektoren bestehen. Jeder Sektor hat einen eigenen Denkerfürsten. Paige wohnt in Parcelle I Sektor 4. Sie ist der Protegé des Denkerfürsten Jaxon und arbeitet mit ihm fürs Syndikat.Das Syndikat verdient sich sein Geld unter anderem damit, dass es Geister einfängt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Eine weitere Möglichkeit ist einen Geist in den Körper eindringen zu lassen und dessen besondere Fähigkeit zu nutzen. So gibt es zum Beispiel einen begnadeten Maler unter den Geistern, mit dessen Hilfe man Kunstwerke erschaffen und diese wiederum später auf dem Markt verkaufen kann.Mit den sieben Kasten der Hellseherei, die in etliche Unterkategorien eingestuft werden können, gibt es die verschiedensten Arten von Sehern. So gibt es Traumdeuter, Kartenleger, Teeblattleser, Flüsterer und unzählige Gattungen mehr.Es ist ratsam beim Tod eines Sehers umgehend die Threnodie zu sprechen. Tut man das nicht, so erhält der Geist des Toten nicht die ersehnte Freiheit und muss für die Ewigkeit an der Stelle seines Todes spuken.Die Bewohner der Unterwelt die Rephaim sind vor einiger Zeit auf die Welt gekommen. Sie leben in der Strafkolonie Sheol. Scion tritt im Gegenzug für den Frieden regelmäßig einige Seher an die Rephaim ab. Diese Seher werden von den Rephaim wiederum als Kämpfer gegen die Emim (menschenfressende Wesen) oder als Unterhaltungsakrobaten genutzt.Schreibstil:Samantha Shannon schafft in ihrem Roman "The Bone Season" einen sehr komplexen und gut durchdachten Weltenaufbau. Diese Welt stellt sie auf den ersten Seiten ihres Romans vor. Hier benötigt der Leser ein wenig Geduld und Aufmerksamkeit, um sich mit diesen Neuerungen auseinanderzusetzen.Paige berichtet aus ihrem Leben in der Ich-Perspektive. Sie nutzt dabei eine sehr abgeklärte Tonlage und wirkt auf den Leser ziemlich tough. Überhaupt ist sie sehr wortkarg und fungiert eher als analythisch-sachliche Beobachterin.Als Paige vom Wächter (Arcturus) ausgewählt wird, merkt man als Leser bald, dass hier zwei sehr ähnliche Charaktere aufeinanderprallen. Beide sind nicht gerade emotional. Hier jedoch gerät die beherrschte und sture Paige erstmals an ihre Grenzen. Während Arcturus Schmerz und Beleidigung fast kommentarlos akzeptiert, gerät das Mädchen zumindest innerlich in Aufruhr. Ihre aufkeimende Wut prallt am Wächter ab. Er scheint nicht in der Lage zu sein, ihre Gefühle nachzuvollziehen oder aber sie sind ihm schlichtweg egal.Auch redet der Wächter nur das Nötigste und schon gar nicht über sein eigenes Befinden oder über das von Paige. Die Anfangs sehr knappen Gespräche zwischen den Beiden entfalten sich über die Seiten hinweg etwas ausführlicher. Paige findet Freunde und öffnet sich ein wenig, was sich stark auf ihre Ausstrahlung und Entwicklung abfärbt.Überhaupt ist die Diktion der Charaktere zueinander oftmals sehr abwertend und sarkastisch. Was wiederum für willkommene Reibungen im Dialog sorgt.Auch wittert der geneigte Leser vielleicht eine Liebesgeschichte. Schließlich ist der Wächter sehr gutaussehend und hat sich im Gegensatz zu den anderen Rephaim nur einen Schützling gesucht.Über die Seiten hinweg mag die Neugierde und auch die Spannung des Lesers immer wieder geweckt werden. Sei es zum Anfang noch die Welt, die er erkunden muss, so stellen sich später Fragen wie „wer ist der Feind und wer der Freund?“ oder „warum bekommt Paige drei Pillen, die sie regelmäßig schlucken muss anstatt wie die anderen nur zwei?“. Die unterschiedlichen Fraktionen (Syndikat/Scion/Rephaim/Emim/gefangengehaltene Seher in Sheol) sorgen für den Gedanken an einen drohenden Aufstand/Krieg im Laufe der Seiten.Sehr oft werden in diesem Roman Rückblicke in Paige Vergangenheit eingebunden. Je nach Geschmack des Lesers kann so etwas erhellend oder ermüdend wirken. Die Autorin sorgt jedoch im Laufe der Geschichte mit einer sehr guten Erklärung für diese Flashbacks für eine eindeutige Meinung: Diese Rückblicke waren notwendig und man hat ja auch einiges über die Geschichte der Protagonistin erfahren. Fazit:The Bone Season ist ein spannendes Buch mit einem sehr komplexen Weltenentwurf. Die toughe und beherrschte Protagonistin wirkt mit ihrer kargen Wortwahl vielleicht anfangs etwas kalt. Durch ihren Schicksalsverlauf wird Paige jedoch an ihre emotionalen Grenzen getrieben und wird sich weiterhin entfalten.Band eins baut eine solide Basis für einen rebellischen Zukunftsroman mit vielen fantastischen Elementen auf. Macht Lust auf mehr.Buchzitate:„Da irrst du dich, Bruder. Wissen ist gefährlich.“ Liss zog die Knie an. Genau das hatte Ducket auch gesagt. „Wenn man erst mal etwas weiß, wird man es nicht mehr los. Dann muss man damit leben, für immer.“„Ich werde mich bestimmt nicht umbringen, nur damit du von Nashira ein Fleißbildchen bekommst.“„Wir unterhalten uns gerade mal seit zwei Minuten, Paige. Versuch doch, dir noch ein wenig Sarkasmus für später aufzuheben.“„Ist das wichtig, Paige? Glücklich zu sein?“ - „Wie kannst du nur denken es sei nicht wichtig?“

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  • Wenn Träumer töten können

    The Bone Season - Die Träumerin
    Archer

    Archer

    07. April 2016 um 10:43

    Paige lebt in einem England, das noch immer gewissermaßen als das England zu erkennen ist, welches jetzt existiert. Doch es gibt auch große Unterschiede. Es leben dort Menschen, die unterschiedlich magisch begabt sind - und genau diese werden gnadenlos verfolgt und bei Festnahme getötet. Die wenigen freien magischen Leute leben unter dem Schutz von "Denkerfürsten", man könnte sie auch Mafiabosse nennen. Paige ist eine Träumerin, eine der seltensten magisch Begabten, die überhaupt existieren. Sie kann nicht nur in Träume und Unterbewusstsein von Menschen eindringen, sie bekommt irgendwann mit, dass sie mit ihrem "Talent" auch Menschen töten kann. Als sie eines Tages von den Behörden erwischt wird, erwartet sie nichts weniger als den Tod - doch dann wird sie den Rephaims ausgeliefert, Wesen aus einer anderen Welt, die sich in fast allem von Menschen unterscheiden. Diese Rephaims nutzen die Magie der Menschen, um sich selbst zu nähren. Sie sind grausam, ungerecht, die Gefangenen sind ihnen kaum etwas wert. Paige wird dem "Wächter" überstellt; er ist gleichzeitig einer der höchsten und verachtetsten der Rephaims, und sie wird nicht schlau aus ihm. Warum behandelt er sie nahezu menschlich? Warum trainiert er sie, welche Ziele verfolgt er? Dann erfährt sie, dass es bereits einmal einen Aufstand gegen die Königin der Rephaims gegeben hat, und ihr Entschluss steht fest: Sie wird rebellieren, und sie wird fliehen oder sterben. Shannon entwirft hier ein wirklich komplexes System, nicht nur im ersten Teil bei den Menschen mit ihren Hierarchien und unterschiedlichen magischen Fähigkeiten, sondern auch und gerade bei den Rephaims, die selbst eine faszinierende neue Rasse im Fantasybereich darstellen. Für eine so junge Autorin hat sie eine bemerkenswert geschliffene Sprache. Die Handlungen ihrer Protagonisten, die meistens gut ausgearbeitet sind, sind nachvollziehbar und man kann sehr gut seine Sympathien verteilen. Ob die angedeutete Liebesbeziehung tatsächlich notwendig oder überhaupt machbar ist, bleibt dahingestellt, aber es gibt ja noch genügend Sequels, die das zu klären vermögen. Ich hatte jedenfalls Spaß an der Sache, kann dieses Buch jedoch nicht jedermann empfehlen. Zu komplex ist diese Welt, zu fremdartig viele Namen, Gerätschaften, Erfindungen. Das ist Fantasy zum Aufpassen, nicht nur zum Abschalten. Wahrscheinlich eher nichts für Twilight-Fans.

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  • The Bone Season - Die Träumerin

    The Bone Season - Die Träumerin
    FabAusten

    FabAusten

    Paige lebt im London des Jahres 2059. Sie ist eine Traumwandlerin und arbeitet für einen der verbrecherischen Denkerfürsten, die die Stadt unter sich aufgeteilt haben. Sie führen Syndikate, die Menschen mit seherischen Fähigkeiten für ihre Zwecke einsetzen. Die übrige Gesellschaft fürchtet die Seher und die Regierungsorganisation Scion verfolgt und tötet sie. Und Eines Tages erwischen sie Paige. Doch statt wie erwartet, hingerichtet zu werden, findet sie sich in einer fremden Stadt wider, die nach eigenen Regeln funktioniert und die Seher zu Sklaven macht. Auch Paige entgeht diesem Schicksal nicht. Wird ihr Widerstandswille stärker sein als die fremden Wesen, die hier regieren? Samantha Shannon entwirft in „The Bone Season“ eine interessante, fremde Zukunft. Aufgrund eines alternativen Geschichtsverlaufs ist Scion an die Macht gelangt und hat eine rigide Herrschaft etabliert. Geister sind alltäglich und können von den Menschen mit seherischen Fähigkeiten zu ihren Zwecken eingesetzt werden. Paige ist eine starke Protagonistin, die sich im wahrsten Sinne des Wortes durchschlägt und zu helfen weiß. Aus ihrer Sicht erfährt der Leser von ihrem Alltag, den Zuständen auf der britischen Insel im Allgemeinen und in London im Speziellen. Es ist wirklich bewundernswert, wie detailverliebt die Autorin vorgeht und wie ausgefeilt ihre Welt ist. Es gibt einige schöne Ideen, welche in eine interessante Richtung deuten oder überraschen. Leider gelingt es Shannon nicht, den schmalen Grad zwischen Information und Informationsflut zu meistern. Denn es ist doch allerhand Stoff, den es zu verdauen gilt. Jede Menge unbekannte Begriffe fliegen dem Leser um die Ohren. Diese werden zwar in wenigen Worten erklärt, doch aufgrund der schieren Masse an fremden Dingen, Namen, Titeln usw. bleiben die Erklärungen nicht immer hängen. Darüber hinaus wirkt das alles zwar sehr durchdacht, aber auch kalt, technisch und abschreckend. Dies ist teilweise sicherlich beabsichtigt, denn Scions Welt ist eben all das. Dennoch verhindert es, dass der Leser sich emotional angesprochen fühlt und eine Bindung zu Paige aufbaut. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt, die Terminologie und die Funktionsweise dieser Welt zu ergründen, um sich auf Paiges Innenleben völlig einlassen zu können. Auch kann er sich zu keinem Zeitpunkt richtig in die Geschichte fallenlassen. Hier und da werden Szenen verkürzt dargestellt, anderes wird hingegen langatmiger erzählt als nötig. Die Beziehung zwischen Paige und ihrem Wächter ist recht interessant gestaltet, verhilft dem Roman aber auch nur bedingt zu mehr Emotionalität. Und sie wird in letzter Konsequenz doch sehr konventionell erzählt. Dies trifft auch auf den Rest der Geschichte zu. Diese ist keinesfalls so fantasievoll und innovativ wie der ausgefeilte Überbau glauben machen will. Immer wieder werden Kämpfe eingestreut, die durch die ständige Nennung von Traumlandschaften, dem Äther und Geistern auch nicht spannender werden. Auch das Finale wird durch die Szene zwischen Paige und dem Wächter und den vielen aufeinanderfolgenden Kämpfen nicht spannender. Da hilft auch der eingestreute Hinweis auf ein Geheimnis nicht, die Spannung auf den nächsten Band zu schüren. Insgesamt eine nette Geschichte, die mit viel Brimborium von einer düsteren Zukunft erzählt. Leider schafft Samantha Shannon es nicht, den Leser emotional an ihre Figuren zu binden und so für ihr weiteres Schicksal zu interessieren. Definitiv wäre hier weniger Weltenbau samt Fachterminologie und dafür mehr Liebe zu den Figuren dem Lesevergnügen förderlich gewesen.

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