Samira El Ouassil

 4,1 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor*in von Erzählende Affen, Erzählende Affen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Samira El Ouassil, geboren 1984 in München, ist eine deutsche Autorin, Schauspielerin, Musikerin und Politikerin (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative). Seit September 2018 schreibt sie für das Onlineportal "Übermedien" die Kolumne "Wochenschau".Seit 2019 moderiert sie zusammen mit Christiane Stenger den philosophischen Audible-Podcast "Sag niemals Nietzsche". Seit 2020 schreibt sie eine Online-Kolumne beim "Spiegel". Zusammen mit Friedemann Karig moderiert sie seit 2020 den Podcast "Piratensender Powerplay". El Ouassil ist Sängerin der Band Kummer und Mitglied im Verein Mensa

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Samira El Ouassil

Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783550201677)

Erzählende Affen

(26)
Erschienen am 18.10.2021
Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783548067339)

Erzählende Affen

(3)
Erschienen am 29.12.2022
Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783863525156)

Erzählende Affen

(5)
Erschienen am 15.12.2021

Neue Rezensionen zu Samira El Ouassil

Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783863525156)
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Rezension zu "Erzählende Affen" von Samira El Ouassil

Svenjas_BookChallenges
Ein spannendes Sachbuch über den Mensch als Erzähler

Der Mensch erzählt Geschichten und das eigentlich schon immer. Das zumindest ist eine der Grundannahmen von Samira El Quassils und Friedemann Karigs Sachbuch „Erzählende Affen“ – der Mensch ist ein erzählender Affe. Und die beiden Autor*innen legen sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar dar, warum das so ist und vor allem, worin die Macht von Narrativen und Erzählungen von der Antike bis in unsere heutige Zeit besteht. Sie arbeiten dabei mit zahlreichen Beispielen von den ersten Höhlenmalereien über die Bibel und den Dramen von Shakespeare bis hin zu modernen Bestsellern wie „Der Herr der Ringe“ und Blockbustern wie „Star Wars“.

El Quassil und Karig schauen aber natürlich nicht nur auf Literatur und Popkultur, sondern auch auf die Narrative, mit denen bis heute in der Politik und vor allem in totalitären Regimen und in der Propaganda gearbeitet wird – Erzählungen und Legenden, mit denen Menschen gegen andere aufgewiegelt werden. Sie untersuchen aber auch, welche Art von Erzählungen es benötigen würde, um die Menschen gegen reale Bedrohungen wie etwa den Klimawandel zu vereinen. Ich fand ihre Betrachtungen durchgehend faszinierend und interessant, einiges war mir als Literaturwissenschaftlerin bekannt, vieles aber auch nicht. Einziger Wermutstropfen waren für mich die Lesung von Sebastian Dunkelberg, die mich nicht so richtig überzeugt hat, und die Audioproduktion selbst, die immer wieder ziemlich starke Qualitätsschwankungen hat. Ansonsten aber kann ich „Erzählende Affen“ auf jeden Fall weiterempfehlen, weil es die Welt anhand von Geschichten erklärt und das ist ziemlich spannend.

Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783550201677)
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Rezension zu "Erzählende Affen" von Samira El Ouassil

Elenchen_h
Erzählende Affen

Wir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.

Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783550201677)
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Rezension zu "Erzählende Affen" von Samira El Ouassil

Bookreader34
Geschichten verändern die Welt

Erzählende Affen: Mythen, Lügen, Utopien – Wie Geschichten unser Leben bestimmen von Samira El Ouassil und Friedemann Karig ist ein Sachbuch über Geschichten beziehungsweise die in ihnen steckenden Narrative und ihren Einfluss auf uns und unsere Gesellschaft.

Nach einer Einführung in das Themengebiet in Kapitel 1, die wirklich Lust auf das weitere Buch macht, erklären die Autoren in Kapitel 2 – 4 die theoretischen Grundlagen des Geschichtenerzählens wie Masterplots, Erzählbögen und Ein-Wort-Geschichten, wie und warum unsere Vorfahren überhaupt mit dem Erzählen von Geschichten angefangen haben und wie es uns zu dem gemacht hat und macht, was wir heute sind.

In den restlichen Kapiteln geht es dann jeweils um ein großes Thema aus der Praxis, zum Beispiel wie das Internet unser Erzählen verändert, unsere Welt bestimmende Narrative wie die von den Autoren sogenannten Märchen für Erwachsene, frauenfeindliche und faschistische Narrative und woran Erzählungen beim Klima scheitern.

Insgesamt gibt es zwölf Kapitel, die nach Etappen einer klassischen Heldenreise benannt sind. Am Ende folgen noch ein mehrseitiges Literaturverzeichnis, eine Liste mit nach Kapiteln geordneten Anmerkungen, bei denen es sich hauptsächlich um Quellenangaben handelt, und ein sehr umfangreiches Stichwortregister. Häufig gibt es auch Fußnoten mit Anmerkungen zu im Fließtext erwähnten Dingen und Sachverhalten.

Das schlichte Titelbild finde ich ansprechend und das darauf abgebildete stilisierte Gesicht eines Affen passt zum Titel. Der kommt daher, dass die Autoren unsere Spezies nicht Homo sapiens (kluger Mensch), sondern Homo narrans (erzählender Mensch) oder auch Pan narrans (was sie eben mit erzählender Affe übersetzen) nennen, weil das Erzählen ihrer Ansicht nach mehr unserem Wesen entspricht als Klugheit.

Den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist zwar durchaus nicht trocken, aber die Autoren benutzen recht oft Fach- und bildungssprachliche Begriffe, deren Bedeutung nicht in jedem Fall erklärt wird oder klar aus dem Kontext erkennbar ist, sowie manchmal englische Begriffe. Außerdem sollte auch erwähnt werden, dass sie sich für eine Mischung aus generischem Maskulinum und Femininum sowie gelegentlichen Doppelnennungen entschieden haben.

Immer wieder gibt es Anspielungen auf bekannte Filme und Bücher wie Arrival und Der Schwarm, was gut zum Thema passt und mir wiederum gefallen hat. Vieles, was die Autoren ansprechen, war mir nicht gänzlich neu, aber ich habe trotzdem oft neue Aspekte erfahren und auch einige Dinge, die mir überhaupt noch nicht bekannt waren.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass das Konzept des individuellen CO2-Fußabdrucks von einem Erdölkonzern stammt, um die Politiker von der Verantwortung für klimafreundliche Gesetze zu entlasten? Oder dass der Ursprung der Frauen und Homosexuelle hassenden Incels ein von einer bisexuellen Frau gegründetes Online-Selbsthilfeforum ist?

Mir hat Erzählende Affen: Mythen, Lügen, Utopien – Wie Geschichten unser Leben bestimmen insgesamt gut gefallen und ich empfehle es allen, die Interesse an dem Themengebiet haben.

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