Samson Kambalu Jive Talker

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Inhaltsangabe zu „Jive Talker“ von Samson Kambalu

Jive Talker ist die sprühende Lebensgeschichte eines Jungen, der in Malawi aufwächst und auszieht, Künstler zu werden. Mit seiner Leidenschaft für die Sprache und einem irrwitzigen Humor bewältigt er Höhen und Tiefen und beschert uns einen rasanten autobiografischen Roman.

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  • Rezension zu "Jive Talker" von Samson Kambalu

    Jive Talker
    NadineLeseratte

    NadineLeseratte

    05. August 2012 um 20:54

    Samson Kondwani Kambalu, ein in London lebender malawischer Künstler, kam als fünftes Kind einer zehnköpfigen Familie 1975 zur Welt. Er erhielt ein Stipendium und besuchte die renommierte Kamazu Academy in Malawi. In seinem ersten autobiografischen Roman "Jive Talker" führt Kambalu, dessen afrikanischer Name "Don`t worry be happy" bedeutet, "ins warme, traurige, witzige, chaotische, schrullige und weise Innere Afrikas" (The Sunday Telegraph). Dabei ist sein Name Programm. Der Jive Talker, wobei Jive leeres, großspuriges Gequassel meint, ist Samsons Vater, ein Hilfsarzt, der seine Bibliothek wie seinen Augapfel hütet. Sein Traum, ein richtiger Doktor und Multimillionär zu werden, bleibt auch nach zahlreichen Ortswechseln im von Hastings Kamuzu Banda diktatorisch regierten Malawi ein Traum. Aber er gibt seinen Kindern die Liebe zum Lesen und Philosophieren und einen nie versiegenden Optimismus mit. So liest auch Samson, der Michael Jacksons Moonwalk liebt, auf dem Klo mit Vorliebe Nietzsche, verkündet mit zwölf Jahren, Gott sei tot und erfindet eine neue Religion: Aus der Holy Bible, der heiligen Schrift, erschafft der junge Samson den Holy Ball, einen mit den Seiten der Bibel tapezierten Fußball zum Exerzieren und Exorzieren und tauft seine neue Religion, die eine alte, nämlich die Sonnenanbetung, wieder zum Leben erweckt, Holyballismus. Als Absolvent der berühmten Kamuzu Academy, dem Eton Malawis, schafft Samson schließlich den Sprung nach Europa, wo sein Holy Ball das berühmteste Kunstwerk des Konzeptkünstlers wird. Mit den gängigen negativen Vorstellungen von Afrika hat dieser rasante, äußerst humorvolle und intelligente Debütroman nur wenig gemein. UNBEDINGT LESEN! Es gibt den Roman auch als Taschenbuchausgabe beim Unionsverlag. Legt sie euch gleich zu. Das Problem bei Büchern afrikanischer AutorInnen ist nämlich, dass sie schnell vergriffen sind und keine Neuauflagen geplant werden.

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  • Rezension zu "Jive Talker" von Samson Kambalu

    Jive Talker
    papalagi

    papalagi

    14. April 2010 um 16:39

    Der Konzeptkünstler Samson Kambalu erzählt in seinem ersten Roman seine Kindheit in Malawi, Südostafrika, auf leichte, witzige und jugendlich frische Art. Der Jive Talker ist Samson's Vater und Jive steht für irreführendes, leeres oder grossspuriges Gerede. Und solche Geschichten hört die Familie viele, vorallem wenn der Vater zu tief ins Glas geschaut hat. Samson's Vater muss seinen Traum Doktor zu werden gegen eine Anstellung als Hilfsarzt und eine immer grösser werdende Familie eintauschen. Der grösste Schatz im Hause Kambalu ist das Buchregal, in dem die bibliophilen Schätze gestapelt liegen und die mit jedem Umzug - und das sind einige - mitkommen. Der Optimismus, die Liebe zu Nietzsche und der Drang zum Philosophieren werden den Kindern förmlich eingeimpft. Kambalu erzählt mit einem ungeheuren Gespür für Humor von seiner Jugend und christlichen Familie. Samson kam als 5. von 10 Kindern zwei Monate zu früh auf die Welt. Er ist immer ein schwächlicher Bub, der Malaria, einen Hundebiss im Gesicht, einen Sturz in den Brunnen und noch andere Unglücksfälle überlebte. Tragik und Komik liegen immer nur einen Fingerbreit auseinander. Die Familiengeschichte ist untrennbar mit dem afrikanischen Dilemma verknüpft. 1995 stirbt der Vater an Aids, die Mutter 2002 ebenfalls an Aids. Sie war die sechste in der Familie, die an Aids starb. Samson bekam ein Stipendium und hatte die Möglichkeit zu studieren. Er organisiert in Malawi die erste Konzeptkunstausstellung. Bekannt wird er auch mit seinem Holy Ball, einem mit Bibelseiten beklebten Ball - seine eigene Religion. Der Autor erzählt, er habe das Buch geschrieben, um wieder zu seiner Kunst zurückzufinden. "Als meine Mutter 2002 starb, fühlte ich mich, als hätte ich sie für die Kunst geopfert. Ich war damals schon in Europa und hätte ihr Medikamente schicken können. Doch anstatt einen Job zu suchen, blieb ich Kunststudent ohne einen Groschen Geld. Dieser Preis war zu hoch. Und so ist das Buch ein Versuch, damit zurechtzukommen. Aber ich glaube, ich kann die Kunst wieder lieben."

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