Samuel Bjørk Federgrab

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Inhaltsangabe zu „Federgrab“ von Samuel Bjørk

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes …

Mir fehlten zu einigen Personen mehr Geschichte

— carlinda

Ein soloder, schwedischer Thriller, welcher eher langatmig wirkte. Gute Grundidee, aber es scheiterte leider an der Umsetzung.

— SophieMueller

stellenweise langatmig und langweilig - nichts besonderes

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Liest sich gut, reicht aber nicht an "Engelskalt" heran! Überstürzter Schluss...

— Pippo121

Leider nur eine lauwarme Fortsetzung und einige inhaltliche Überschneidungen mit dem 1. Band

— Glanzleistung

Hätte mir besser gefallen, wenn die Ermittler nicht so problembehaftet gewesen wären

— Kelo24

Ein sehr gutes Buch, wenn auch nicht ganz der Pageturner, den ich erwartet hatte.

— Das_Blumen_Kind

Wieder ein sehr gelungener Thriller. Ich hoffe auf viele weitere Fälle mit Munch und Mia!

— Waldi236

Ein eher mittelmäßiger Thriller, den man lesen kann, aber nicht muss.

— tinstamp

Nicht ganz so spannend wie Engelskalt,aber dennoch fesselnd bis zum Ende

— ChristinaB

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Spannender Thriller mit interessantem Plot und überraschendem Ende. Leider jedoch mit ein paar zwischenzeitlichen Längen...

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  • Zu viele vermeidbare Wiederholungen

    Federgrab

    MellisBuchleben

    10. August 2017 um 16:46

    Es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe. Meiner Meinung nach können sie aber unabhängig voneinander gelesen werden, da auch ich den ersten Teil nicht kannte, als ich den hiesigen zweiten gelesen habe. Trotzdem empfiehlt es sich meiner Ansicht nach immer, die Reihenfolge einzuhalten.In diesem Buch stehen nicht nur zwei Ermittler im Vordergrund, sondern ein ganzes Ermittlerteam spielt eine Rolle. Dadurch treffen die unterschiedlichen Charaktere bei ihrer Arbeit aufeinander. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits hat jeder so seine persönlichen Probleme, was mir ein bisschen zu viel war. Der eine kämpft gegen den Alkohol, der nächste gegen Tabletten und wiederum ein anderer hat familiäre Probleme. Sehr positiv hervorzuheben ist die Spannung, die von Anfang bis Ende aufgebaut wird und mich ans Buch gefesselt hat. Viele Themen kommen in der Handlung vor, was das Ganze interessant macht, aber auch in geballter Ladung für den einen oder anderen Leser vielleicht zu viel sein könnte. Ich fand es zwar gut, aber dadurch werden die einzelnen Thematiken nur angeschnitten und bleiben meist oberflächlich. Dazugelernt habe ich trotzdem etwas, vor allem im Bereich des Hackens. Der Schreibstil war leider nicht ganz so meins. Es gab oftmals Wiederholungen, die in meinen Augen hätten vermieden werden können. Durch die ganzen Probleme, die die Ermittler haben, ist meiner Meinung nach die Charakterentwicklung ein bisschen auf der Strecke geblieben. Ich bin bis zum Schluss mit den Protagonisten nicht warm geworden, was ich ein bisschen schade fand. Die krassen Wendungen haben allerdings für o. a. Spannung gesorgt, wovon ich angetan war.Insgesamt ist es ein solider Thriller mit viel Spannung, bei dem die Ermittlungen einerseits und die Ermittelnden mit ihren Problemen andererseits eine Rolle spielen. 

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  • Spannend, kommt aber nicht ganz an Engelskalt ran

    Federgrab

    Waldi236

    11. April 2017 um 19:51

    Nachdem ich den ersten Teil Engelskalt förmlich verschlungen habe und absolut begeistert war, habe ich direkt Band 2 der Reihe gelesen.Das Cover ist ähnlich gestaltet wie das des Vorgängers und verrät kaum etwas über den Inhalt. Der Titel deutet da schon eher eine Richtung an.Der Aufbau des Thrillers gefällt mir sehr gut. Viele verschiedene Erzählstränge die sich später zu einem Strang zusammen schließen.Die Hauptpersonen wurden auch hier wieder ausführlich beschrieben und haben alle neben ihrem Polizeiberuf noch ein Privatleben, was sie sehr sympathisch macht.Lediglich die Beschreibung von Mia nervt ein wenig. Permanent wird ihr Hang zum Suizid,zu Tabletten und Alkohol thematisiert. Dieser übermäßige Konsum hat für sie außer ein paar schiefer Blicke keine Konsequenzen - sehr unrealistisch.Insgesamt gefällt mir aber auch dieser Thriller wieder sehr gut und ich hoffe auf weitere Fälle mit Mia und Munch :-)

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  • Ein enttäuschender zweiter Teil mit vielen Wiederholungen

    Federgrab

    jenny_wen

    30. March 2017 um 09:23

    Gebettet auf Federn, mitten im Wald, umgeben von einem Pentagram aus Kerzen und einer weißen Blume im Mund, so wird ein siebzehnjähriges Mädchen gefunden. Sie galt einige Zeit als vermisst, bis sie sich gemeldet hatte, dass sie okay ist, danach wurde die Vermisstenanzeige von dem Jugendheim in Oslo zurück gezogen.  Holger Munch und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf, doch irgendwie treten sie auf der Stelle. Als dann noch ein verstörendes Video auftaucht, wird klar, warum bei dem Mädchen dieser Mageninhalt gefunden wurde. Doch nicht nur das, am Rand des Videos sieht man einen Menschen, der sich als Eule verkleidet hat.... Ich muss sagen, ich bin diesmal echt schwer in diesen Thriller reingekommen. Irgendwie fehlte mir die Spannung, die ich im ersten Teil gespürt habe. Ziemlich genervt war ich von Mia Krüger diesesmal. Sie will sich eigentlich umbringen, und dann wieder nicht. Nimmt Tabletten, säuft wie ein Loch und keiner sagt wirklich etwas. Sie bekommt nur schiefe Blicke zugeworfen, aber das wars. Dann diese ständigen Wiederholungen, Mia säuft, kritzelt auf ihren Block, wenn sie dann halbwegs nüchtern ist, die ständige Stimme in ihrem Kopf "Komm Mia, komm." Dann das Ende.... irgendwie fand ich es so ziemlich aus dem Rahmen gezerrt. Als ob einige Seiten fehlen würden.  Die Beziehung, die ich noch zu Munch und Krüger während des ersten Bandes aufbauen konnte, kam dieses Mal überhaupt nicht zu Stande. Sehr schade, denn eigentlich war die Story interessant, auch wenn es wieder mal um verschwundene Kinder bzw. Jugendliche geht. Das hatten wir ja schon im ersten Band. Mein Fazit: Leider war das mal so gar nicht mein Ding. Ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen und bin ein wenig enttäuscht. 2 Sterne, mehr kann ich nicht geben, denn eigentlich war die Story gut, aber ich habe keine Weiterentwicklung bei den Personen gesehen, höchstens Rückschritte....   Die Holger-Munch-Reihe: - Engelskalt - Federgrab

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  • Kommt leider nicht an "Engelskalt" heran

    Federgrab

    tinstamp

    28. March 2017 um 16:39

    Auf einer Waldlichtung wird eine seltsam drapierte Leiche eines jungesn Mädchens gefunden. Sie liegt nackt auf einem Federbett, umgeben von einem Pentagram aus Lichtern und mit einer Blume im Mund. Die junge Frau ist außerdem sehr abgemagert und bei der Obduktion findet man in ihrem Magen Tierfutter. Das Ermittlerteam rund um Kommissar Holger Munch und Mia Krüger untersuchen den Fall, dessen Spur in eine Gärtneri führt. Die Inhaberin, Helene Eriksen, leitet dort ein Heim für Jugendliche, wo auch die Ermordete Camilla Green gewohnt hat. Als Gabriel Mørk, der Softwareentwickler, der im ersten Band als Neuzugang zum Ermittlerteam dazugestoßen ist, ein Video aus dem Dark Net zugespielt wird, hoffen Munch und Mia auf eine baldige Auflösung des Falles. Doch die Ermittlungen laufen schleppend....Leider kann "Federgrab" nicht mir "Engelskalt", dem ersten Teil der Reihe, mithalten. Vieles scheint erscheint nicht wirklich neu. Auch die Probleme und Selbstmordgedanken von Mia waren schon in Band 1 ein großes Thema und wird auch hier wieder seitenweise behandelt. Mia scheint aus dem Dilirium aus Tabletten und Alkohol gar nicht herauszukommen und auch Munch hat die Trennung zu seiner Frau noch immer nicht überwunden. So war besonders der Mittelteil für mich ziemlich schleppend, denn die ewigen Wiederholungen ermutigten nicht wirklich zum weiterlesen.Es ist zwar bekannt, dass skandinavische Autoren gerne kaputte Ermittler für ihre Thriller verwenden, jedoch sollten nicht immer dieselben Probleme wiedergekäut werden! Der Fokus liegt auch eher beim Privatleben der Ermittler und der Kriminalfall gerät dadurch immer mehr in den Hintergrund, was sehr schade ist.Erst im letzten drittel steigt der Spannungsbogen an. Durch geschickt ausgelegte falsche Spuren und überraschende Wendungen gelingt es dem Autor den Leser in die Irre zu führen.Die Auswahl eines Opfers fand ich allerdings unpassend und nicht besonders einfallsreich....mehr kann ich hier leider nicht verraten...Schreibstil:Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und flüssig, die Sätze sind eher kurz gehalten. Die aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählte Geschichte lässt den Leser tiefe Einblicke in das Gefühlsleben der Ermittler, als auch des Täters zu.Fazit:Leider kann der zweite Band der Reihe nicht wirklich überzeugen bzw. mit Band Eins mithalten. Die Längen in der Mitte und der Fokus auf das kaputte Ermittlerteam gerichtet, war mir der Thriller einfach zu langatmig und konnte auch mit falsch gelegten Spuren und überraschenden Wendungen nicht "gerettet" werden. Ein eher mittelmäßiger Thriller, den man lesen kann, aber nicht muss.

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  • Solider Thriller mit ein paar Längen und Schwächen

    Federgrab

    BooksAndFilmsByPatch

    19. February 2017 um 14:32

    » INHALT « Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes … » MEINE MEINUNG « Vorneweg: ja, es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe, jedoch ist jedes Buch für sich abgeschlossen, bis auf die Geschichte der Ermittler, die ich hier aber nicht explizit zur Sprache bringe. Das heißt im Umkehrschluss: ihr könnt diese Rezension auch lesen, wenn ihr Band 1 noch nicht kennt. Falls ihr aber Interesse an "Engelskalt" habt, schaut doch mal » hier « vorbei, da geht's nämlich zur Rezension des Vorgängers. Also. Zurück zum eigentlichen Thema: Ich habe dieses Buch lange schon im Blick gehabt, dann aber total vergessen und erst jetzt vor einiger Zeit angefragt und direkt den Zuschlag bekommen. Ich habe mich so unglaublich auf diese Geschichte gefreut, denn Band 1 hat mich trotz Schwächen, wirklich überzeugt. Leider lag Band 2 jetzt einige Tage, um nicht zu sagen, viel zu lange, hier, ehe ich mich überwinden konnte, danach zu greifen; wieso, weshalb, warum erfahrt ihr hier und jetzT: Wie bereits Band 1 geht es relativ spektakulär los mit dem Fund der Leiche. So wird der Leser, oder zumindest ich, direkt mitgerissen und hat bereits erstes Kribbeln im Bauch. Wir treffen auch sehr schnell wieder auf unsere Ermittler Mia Kruger und Holger Munch und erkennen ihre Verhaltensmuster sofort wieder. Der Einstieg ist also sehr gut geglückt, mit einem kleinen Zeitsprung zum Vorgängerband und auch wenn ich Engelskalt schon vor einiger Zeit gelesen habe, hatte ich Holger und Mia immer noch gut im Gedächtnis und wusste noch recht genau, was letztes Mal passiert war. Ich habe ja tatsächlich so etwas wie Wiedersehensfreude empfunden, als mir die ganzen Charaktere wieder begegneten. Dabei ging es nicht unbedingt nur um Holger und um Mia, sondern vor allem um die Nebenfiguren, die ich teilweise auch wirklich ins Herz geschlossen hatte. Gerade Curry war sowohl in diesem Buch wie auch im vorherigen eine tolle Persönlichkeit, die mich total für sich gewinnen konnte. Holger ist wieder ganz der Polizist. Er stellt seine Gefühle oftmals hinten an, kümmert sich nur um sein Team und seine Fälle und ignoriert so manch Alarmzeichen seines Körpers; denn mit seinen 54 Jahren ist er nicht mehr der jüngste. Gleichzeitig bekommt er vom Autor aber auch eine menschliche Seite verpasst, in dem von seiner Vergangenheit erzählt wird. Das wird hier in "Federgrab" wieder gut ausgegriffen und noch einmal vertieft. Ansonsten war er wieder sehr sympathisch, sehr autoritär und realistisch - ein Ermittler, der der echten Welt entsprungen sein könnte und eindeutig der bessere Protagonist. Wie man jetzt schon vermuten kann, war mir Mia nicht immer ganz sympathisch. Mir war klar, dass ich wieder meine Probleme mit ihr haben werde, aber es summierte sich einfach. Sie war auf der einen Seite völlig kaputt, seelisch ein regelrechtes Wrack, andererseits aber auch wieder knallhart, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich war mit ihr nicht immer ganz eins, konnte ihre Handlungen teilweise nicht nachvollziehen und verstand sie teilweise auch einfach nicht. Sie ist ein unheimlich interessanter Charakter, aber  sie wird wohl in diesem Leben nicht mehr auf große Sympathie bei mir stoßen. Schade, denn mitgefiebert und mitgerätselt habe ich auch mit ihr gerne; da ihre Methoden oft sie effektiveren, wenn auch verwerflicheren waren.    Der Stil war wieder ganz passabel. Ich kam sehr sehr sehr zügig durch die Seiten und fühlte mich, rein durch Beschreibungen und Details auch tatsächlich nach Oslo versetzt. (btw: ich liebe Skandinavien und die dort spielenden Thriller). Die Wortwahl war passend, die Ermittlungen eingehend aber nicht zu abschweifend ausgeschmückt und in Szene gesetzt und allgemein hab ich am Stil nicht viel zu kritisieren. Was hingegen ein echter Kritikpunkt ist, ist die Aufmachung des Buches. Geschrieben ist alles aus der dritten Person und die Perspektiven wechseln; mal begleiten wir Munch, mal Mia, mal andere Figuren. Alles schön und gut, aber diese Vielzahl an Perspektiven hat mich schon im ersten Band immens gestört. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, aber gen Mitte des Buches war ich dann bei 11 (!) verschiedenen Perspektiven angelangt und auch wenn die später alle einen Sinn ergaben, war mir das zu verwirrend und .. ja einfach to much. Man liest aus der Sicht der Ermittler, hat bestimmt 5 verschiedene, mögliche Täter, dann noch etliche Opfer; dazu kommen die Vergangenheiten der einzelnen Personen, Privatleben der Polizisten und alles gehört irgendwie zum Fall dazu. Mir schien es bei Engelskalt genauso wie jetzt bei Federgrab: der Autor wollte möglichst viel Platz für Spekulationen schaffen, ist dabei aber übers Ziel hinaus geschossen und hat es zu gut gemeint. Die Idee war definitiv nichts Neues. Im Endeffekt hatte ich ein wenig das Gefühl, den ersten Band einfach nochmal zu lesen, gerade die Rand-Daten waren sehr sehr sehr ähnlich. Natürlich flossen auch ein paar neuartige Elemente mit in die Geschichte ein, doch alles in allem war es alles schon mal irgendwo da und nichts, was mich jetzt vollkommen aus den Socken gehauen hätte. Was ich gut fand, war die Ausarbeitung - auch wenn sie mir viel zu ausschweifend war (siehe oben), war sie wirklich gut und ausgeklügelt und ich bin mir sicher, dass nicht nur Arbeit und Kreativität gefragt waren, sondern auch eine ordentliche Portion Konzentration, um diese ganzen Fäden zu knüpfen und später ineinander laufen zu lassen - dafür gibt es also durchaus einen Pluspunkt.   Die Umsetzung.. ja die war auch ganz okay. Wie schon gesagt, beginnt alles relativ mitreißend mit dem Fund der Leiche, doch dann kehrt ziemlich schnell wieder Ruhe ein und das Buch zieht sich .. und zieht sich .. und zieht sich. Ich persönlich hatte erst ab Seite 300 ungefähr das Gefühl, mitgerissen zu werden, und selbst dieser Sog war nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte. Bei Thrillern ist es oftmals so, dass ich "atemlos" lese, das heißt, ich lese so schnell, dass ich die Luft anhalte und über die gelesenen Worte stolpere und einfach nicht hinterher komme; das war hier nicht der Fall. Ich war zwar neugierig, was nun dahintersteckte und hab sehr zügig gelesen, aber atemlos war ich nicht. Auch das Ende.. nun ja.. dadurch dass Band 1 schon eine sehr ähnliche Auflösung hatte und etwas sehr ähnliches passierte, war mir schon recht früh klar, dass es wieder darauf hinauslaufen wird. Ich wusste zwar nicht direkt, wer nun der Täter war, oder wieso und weshalb er das tat, aber ich ahnte, dass das Finale sehr identisch zu "Engelskalt" sein wird - das hat die Spannung und das Feuerwerk am Ende des Buches, was es definitiv war, einfach abgeschwächt und ein wenig "verhunzt". Nichts desto trotz war der Schluss schön in Szene gesetzt; sehr spannend und verdammt temporeich - da passierte dann alles Schlag auf Schlag.   » FAZIT « "Federgrab" von Samuel Bjork war absolut kein Highlight und erinnerte mich stark an den Vorgänger - dennoch sind wir hier immer noch sehr weit von einem "schlechten" Buch entfernt. Die Charaktere waren wieder einmal großartig und die Atmosphäre während des Lesens (ich liebe Skandinavien!) war sehr realistisch. Auch der Fall bot jede Menge Raum für Überlegungen und Schlüsse. Meine Kritikpunkte liegen hier aber eindeutig auf den vielen Perspektiven und dem selben Ablauf wie in "Engelskalt". Ich werde, trotz dieses Fazits sicherlich noch mehr aus Samuel Bjork's Feder lesen, wenngleich ich dann auch mit weniger großen Erwartungen an die Geschichten herangehen werde. » 3 VON 5 STERNEN « Ich vergebe 3 von 5 Sternen und kann das Buch nur bedingt weiter empfehlen. "Engelskalt" hatte damals noch 3.5 Sterne von mir bekommen, doch da ich hier noch etwas mehr zu kritisieren hatte, gibt es jetzt lediglich 3 Sterne, obwohl auch das eine absolut gute Bewertung ist, immerhin gilt die 3 als die goldene Mitte und somit ist "Federgrab" passabler Durchschnitt. Wer gern Thriller liest, Skandinavien mag und auf eine sehr ausschweifende Storyline steht, wird mit diesem Buch sicher gut bedient sein.

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  • Ein spannender Thriller mit ein paar Schwächen

    Federgrab

    Kleine1984

    19. January 2017 um 09:12

    Ich fand den Thriller spannend, die Handlung hat mir soweit gut gefallen. Auch das die Internetthematik eingebaut wurde, war meiner Meinung nach gelungen. Mir gefiel allerdings nicht so gut, dass das Seelenleben von Mia (Mondkind) wieder soweit ausgetreten wurde. Dadurch kam manchmal die Ermittlungsarbeit etwas zu kurz und es gibt auch lose Enden, die nicht weiter erzählt wurden. Außerdem ist mir bis zum Ende nicht klar geworden, warum das Buch in mehrere Teile aufgeteilt wurde. Die Figur scheint immer am Rand des Abgrunds zu balancieren. Für das Ende braucht man starke Nerven, wer auf ein Happy End hofft, wird enttäuscht werden.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2379
  • Ein düsterer norwegischer Thriller

    Federgrab

    dermoerderistimmerdergaertner

    18. December 2016 um 19:57

    Eine 17-jährige wird tot im Wald aufgefunden. Sie liegt nackt auf einem Bett aus Federn, umrahmt von einem Pentagram aus Kerzen und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Wie schon in "Engelskalt" ermitteln wieder Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger.Kurz nachdem sie die Ermittlungen aufgenommen haben, wird ihnen ein Video aus dem Darknet zugespielt, das verstörende Aufnahmen des Mädchens in seiner Gefangenschaft vor der Ermordung zeigt."Federgrab" ist ein typischer skandinavischer Thriller mit einer düsteren Atmosphäre (wozu die frühe Dunkelheit und die Kälte in Norwegen sicher auch beiträgt) und zwei problembeladenen Ermittlern.Holger Munch: Kettenraucher, übergewichtig und unglücklich geschieden und seine junge Kollegin Mia Krüger: alkohol- und drogenabhängig, depressiv und selbstmordgefährdet. Mia hätte ich manchmal gerne geschüttelt, aber trotz allem sind mir beide sympathisch.Das komplette Ermittlerteam ist ziemlich groß und es gibt auch noch einige andere Protagonisten, doch trotz dieser vielen Personen und verschiedenen Handlungssträngen, fand ich die Geschichte nicht verwirrend.Der Schreibstil ist mitreißend und das Buch flüssig zu lesen. Das ist natürlich auch dem ständig wachsenden Spannungsbogen zu verdanken.Alles in allem ein solider norwegischer Thriller, der mich gut unterhalten hat.Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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  • Federgrab

    Federgrab

    schlumeline

    18. December 2016 um 09:51

    Ein junges Mädchen wird tot im Wald aufgefunden. Sie ist auf Vogelfedern gebettet, Kerzen umgeben sie und sie trägt eine weiße Blume im Mund. Es stellt sich heraus, dass sie zuletzt in einem Heim für Jugendliche in der Nähe von Oslo gelebt hat, dort schon als vermisst galt, die Vermisstenanzeige jedoch zurückgezogen wurde. Das Mädchen ist sehr abgemagert und in ihrem Magen findet man Reste von Nahrung, die normalerweise nicht dazu geeignet ist von Menschen verzehrt zu werden. An die Ermittlungen begeben sich, wie schon im ersten Roman des Autors, Holger Munch und sein Team. Mit dabei auch Mia Krüger und der junge Softwarespezialist Gabriel Mørk, den Munch für den letzten Fall erst ins Team geholt hat. Mia gelingt es wieder einmal Dinge zu erahnen an die die Anderen noch gar nicht denken. Doch diesmal liefert auch Gabriel einige Ermittlungsansätze, denn er wird von einem ehemaligen Hackerkollegen kontaktiert, der im Darknet über seltsames Videomaterial gestoßen ist. Die Ermittlungen verlaufen etwas schleppend, was auch damit zu tun hat, dass in dieser Geschichte die Ermittler selbst noch weiter in den Mittelpunkt rücken als schon im ersten Teil der Reihe. So werden Munchs private Probleme aufgezeigt und ein Blick in sein innerstes Seelenleben geworfen. Auch Mia wird näher beleuchtet. Sie ist nach wie vor mit vielen Problemen behaftet und kommt ohne Tabletten und Alkohol nicht über die Runden. Man muss sich fragen, ob sie je wieder ins Leben zurückfinden wird. Doch dann nimmt die Handlung mehr und mehr Fahrt auf und die Spannung wird größer. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber auch hier spielt Munchs Familie wieder eine Rolle. Mit „Federgrab“ legt der Autor Samuel Bjørk eine spannende Geschichte vor, die nicht so spannungsgeladen ist, wie der erste Band der Reihe, aber dennoch zu überzeugen versteht. Und das Ende der Geschichte dürfte dazu beitragen, dass die Ermittler sich noch einmal mehr mit ihrem Leben und sich selbst auseinandersetzen müssen und werden. Wie sie das verändern wird, hoffe ich in einem dritten Band des Autors lesen zu dürfen. Das dürfte dann gerne aber weitaus weniger Raum in der Geschichte einnehmen, damit der eigentliche Fall wieder etwas mehr Raum bekommt.

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  • Spannende Unterhaltung mit viel psychischem Sumpf

    Federgrab

    MutZurLebenskunst

    18. December 2016 um 09:49

    "Federgrab" ist nach "Engelskalt" der zweite Fall, bei dem ich die Arbeit von Holger Munch und seinem Team erleben durfte. An dem Entsetzen der Ermittler nach dem Leichenfund wird schnell deutlich, dass eine Menge Grausamkeit im Spiel ist. Wie im ersten Band ist Holger Munch überzeugt, unbedingt Mia Krügers intuitive Fähigkeiten in seinem Team zu brauchen, und auch diesmal hält er sie damit gerade noch vom Selbstmord ab. Ein Film, der dem Team zugespielt wird, zeigt, was dem Opfer vor dem Mord widerfahren ist. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, die Protagonisten gönnen sich kaum Schlaf, und doch laufen sie immer wieder ins Leere. Nur der Leser weiß, dass der Täter sich schon ein neues Opfer sucht und wer in Gefahr ist. Zum Täter führt schließlich Ludvigs aufmerksame Recherchearbeit. Mia muss ihn allerdings alleine stellen - mit letzter Kraft und in letzter Minute.Auf einer langen Zugfahrt konnte ich herrlich in der Geschichte versinken und alles um mich her ausblenden. Für Spannung und Unterhaltung hat das Buch bei mir klar vier Sterne verdient. Auch sprachlich gefällt es mir gut. Mia Krüger hat mir nicht so recht gefallen. Im ersten Band fand ich es noch halbwegs glaubwürdig, dass der Fall trotz Suchtproblematik und Suizidwunsch ihre Ressourcen und ihren Lebenswillen weckt. Sie ist aber in diesem Fall immer noch genauso am Ende und weigert sich trotzdem, therapeutische Hilfe anzunehmen. Nicht clever. Dazu der permanente, massive Schlafmangel, der nicht nur bei ihr die Leistungsfähigkeit schmälern muss. Etwas verwirrend finde ich auch die Motivmischung beim empathiebefreiten Täter. Warum diese Qälerei vorm Mord? Aus Habgier? Und dann ein Ritualmord, bei dem es sich um seine Mutter dreht? Fazit:Ein spannendes Buch, das mir viel Lesevergnügen bereitet hat. Etwas genervt hat nur Mias Arbeitseinsatz bei extremer persönlicher Problematik und die seltsame Motivverknüpfung beim Täter. 

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  • Kranke Menschen, die krank Dinge tun

    Federgrab

    JulesBarrois

    13. December 2016 um 07:11

    Federgrab: Thriller - Samuel Bjørk (Autor), Gabriele Haefs (Übersetzerin), 480 Seiten, Goldmann Verlag (17. Oktober 2016), 12,99 €, ISBN-13: 978-3442205257 Nach „Engelskalt“ legt Samuel Bjørk seine zweite Geschichte um die Ermittler Holger Munch und Mia Krüger vor. Ein Buch, das unter die Haut geht. Nicht weil es unbedingt unheimlich ist, da war sein erstes Buch eindringlicher. Nein, in diesem Band kommen wir den Protagonisten und ihren Seelen, Ängsten und Traumata wesentlich näher. Das bezieht sich vor allem auf die beiden Hauptfiguren Holger Munch und Mia Krüger. Ihre Persönlichkeiten und ihre wunden Punkte bekommen deutlich mehr Platz. Aus den Superhelden werden Menschen, fehlbar und verwundbar. Mia Krüger ist psychisch instabil, tablettenabhängig, alkoholsüchtig und nach dem Verlust ihrer Zwillingsschwester immer noch in Trauer, aber sie ist auch sehr empfindsam und kann Verbindungen sehen, die sonst niemand bemerkt. Vor allem Holger Munch ist ein weitaus komplexerer Charakter als im ersten Fall Er hat offensichtlich gesundheitliche Probleme, und es mangelt ihm an Urteilsfähigkeit in manchen wichtigen Situationen. Und nun zum Inhalt: Nach einer Einleitung, die für meine Begriffe etwas zu lang geraten ist, öffnet sich der Fall dramatisch: Ein Botaniker auf der Suche nach seltenen Blumen findet den Körper eines nackten Mädchens. Sie ist sorgfältig auf einem Bett aus Vogelfedern angeordnet und von einem Pentagramm aus Licht umgeben, mit einer weißen Orchidee im Mund. Zudem ist sie heftig abgemagert und alle Anzeichen deuten auf eine lange Gefangenschaft hin. Der unheimliche Fall zwingt den Leiter der Morduntersuchung, den kettenrauchenden Holger Munch, wieder sein Protegé Mia Krüger zu rufen, obwohl sie vom Dienst suspendiert ist. Die Vorgehensweise des Autors ist die gleiche wie im ersten Fall: Ein teuflisch schlauer Killer mit psychopathischen Zügen mit einem Trauma UA der Vergangenheit führt die Polizei und den Leser unweigerlich in die Irre. Dazu der Trick seine Stimme durch innere Monologe hören zu lassen, ohne dass seine Identität enthüllt wird. Und schließlich kommen die engsten Familienmitglieder von Holger Münch diesmal in Gefahr. Nach dem ersten Fall stellt man natürlich hohe, vielleicht zu hohe Erwartungen an den Autor. Aber obwohl er eine Geschichte ohne die gleichen offensichtlichen Horrorszenarien vorlegt und das Buch nicht unbedingt auf dem gleichen Niveau wie das erste ist, schneidet Samuel Bjørk für meine Begriffe überraschend gut ab. Gut zu lesen, sehr spannend. Der Autor hat sich weiterentwickelt und nähert sich eher dem düsteren Genre des Nordic-Noir an. Mir haben es die Personen dieses Thrillers angetan, besonders Mia Krüger in ihrer rohen und gleichzeitig zerbrechlichen Art. Für mich eine der besten Krimis in diesem Jahr. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Goldmann Verlages https://www.randomhouse.de/Paperback/Federgrab/Samuel-Bjork/Goldmann/e509320.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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  • Spannender Fall – völlig überzeichnete Ermittler!

    Federgrab

    Mira20

    10. December 2016 um 19:46

    Spannende Unterhaltung ist bei diesem Thriller garantiert, allerdings mache ich hinter die Hauptdarsteller ein grosses Fragezeichen.Eine junge, tote Frau wird auf einem Bett aus Federn im Wald gefunden. Schnell ist Holger Munch klar, dass vor allem die intuitiven Fähigkeiten von Mia Krüger gefragt sind. Obwohl Mia Krüger psychisch sehr labil ist, nimmt sie die Chance schnell an. Ermittlungen können ihr nur helfen ins Leben zurückzukehren und sind auch eine willkommene Ausrede keine Zeit für Therapiestunden zu haben.Bald fordert der Fall das ganze Team aufs Äusserste heraus. Hält Mia wirklich bis zum Ende der Ermittlungen durch? Das fragt sich nicht nur der Leser sondern das ganze Team rund um Holger Munch.FazitInhaltlich lässt der Autor den Leser nicht verschnaufen. Dicht verknüpft er verschiedene Handlungsstränge. Signalwörter helfen dem Leser schnell auf die Sprünge und man kann problemlos die verschiedenen Schauplätze miteinander verknüpfen. So entsteht schnell ein interessantes, lebendiges Geflecht rund um den Fall und die Ermittlungen. Der fast durchgehende chronologische Aufbau vereinfacht ebenfalls die Orientierung.Mit Holger Munch und Mia Krüger hat der Autor versucht, zwei individuelle Protagonisten zu schaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich finde aber, dass er gerade mit Mia Krüger etwas übertrieben hat. Ihre Person fesselte mich im ersten Band. Völlig kaputt, Alkohol und Tabletten abhängig und kurz vor dem Suizid, gibt ihr Holger eine Aufgabe, holt sie zurück ins Team! Und jetzt? Fangen wir einfach wieder von vorne an. Immer noch kaputt und abhängig und wieder kurz vor dem Suizid….Mia Krügers einmaliges, intuitives Gespür war eher oberflächlich und offensichtlich. Ihre Person empfand ich als extrem, überzeichnet und unglaubwürdig.Auch an der vielgerühmten Genialität von Holger Munch hatte ich so meine Zweifel! Abgründige Sätze: Wir übersehen da was! sind definitiv nicht neu im Thriller Genre. Schade, dass auch hier der Fall mit dem persönlichen Umfeld von Holger Munch verknüpft ist. Beim ersten Band hat es wunderbar geklappt, aber ein zweites Mal?Dagegen fand ich das Ermittlerteam rund um Holger Munch genial. Die Nebendarsteller haben es mir angetan. Toll wie sie sich einbringen und mit ihren unterschiedlichen Einfällen und Fähigkeiten die Ermittlung vorantreiben. Auch sprachlich liest sich das Buch ganz toll. Lebendig, immer der rote Faden vor Augen, habe ich die Seiten nur so verschlungen.Trotz der Schreibqualität und dem interessanten Fall, blieb der Thriller weit hinter meinen Erwartungen zurück. Deshalb erhält der Thriller nur aufgerundete 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

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  • Spannend und unterhaltsam

    Federgrab

    mordsbuch

    08. December 2016 um 11:28

    Federgrab - Samuel BjorkBroschiert - 480 Seiten - ISBN-13: 978-3442205257Verlag: Goldmann Verlag - Veröffentlichung: 17. Oktober 2016EUR 12,99KurzbeschreibungAus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes …Bewertung„Federgrab“ von Samuel Bjørk ist der zweite Band mit Kommissar Munch.Auch der zweite Fall von Munch hat mir gut gefallen. Aber an den ersten Band „Engelskalt“ kam er nicht ganz ran.Es beginnt wirklich spannend und die Spannung konnte auch das ganze Buch über gehalten werde, aber was mich gestört hat, waren die vielen Wiederholungen. Ich dachte oft „Das hab ich doch schon gelesen“.Trotzdem fand ich den neuen Fall unterhaltsam und auch die neuen privaten Details aus Kommissar Munchs Privatleben waren interessant.Ich finde Samuel Bjørk ist wieder ein toller Thriller gelungen, auch wenn es hier und da mal unnötig in die Länge gezogen wurde.Fazit: Spannend und unterhaltsam. Würde mich über weitere Fälle mit Kommissar Munch freuen.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    01. December 2016 um 18:13
  • Der Federmann geht um....

    Federgrab

    Igela

    29. November 2016 um 20:36

    Kommissar Holger Munch hat es mit einem besonders grausamen Mord zu tun. In Oslo wird ein junges Mädchen aufgefunden, abgelegt im Heidekraut und umgeben von Federn. Der Teenager wurde in einem Jugendheim vermisst , doch die Anzeige wurde zurück gezogen. Munch und seine Kollegin Mia Krüger bekommen ein Video in die Hände gespielt,das leider nur zu deutlich zeigt ,was das Mädchen vor seinem Tod erleiden musste. Der Täter ist in dem Video als Federmann verkleidet zu sehen und die Ermittler versuchen ihn zu stoppen bevor er ein weiteres Opfer in seine Gewalt bringt. Nach "Engelskalt" ist dies das zweite Buch rund um die Ermittler Munch/Krüger. Da ich das erste Buch auch gelesen habe, waren mir die Figuren bekannt. Ich möchte jedoch betonen, dass Vorkenntnisse nicht unbedingt notwendig sind, um folgen zu können. Das Ermittelteam ist gross, die Protagonistenanzahl beträchtlich und die verschiedenen Erzählsprünge sind anspruchsvoll. Genaues und konzentriertes Lesen ist angesagt und definitiv kein Thriller, den man nebenher liest. Das ist auch schlecht möglich...denn die Spannung treibt den Leser durch das Buch. Mit einigen kurzen Unterbrüchen, in denen meiner Meinung nach etwas viel Privates der Ermittler Raum bekommt, ist sie durchwegs hoch. Kommissar Holger Munch überzeugt!...als Ermittler und als Mensch. Er ist hervorragend gezeichnet und hat auch einige Schwächen, die ihn "menschlich" machen. So ist er zum Beispiel extrem eifersüchtig auf den neuen Freund seiner Exfrau, kämpft mit Gewichtsproblemen und nimmt sich zu wenig Zeit für seine Tochter Miriam und seine Enkelin . Nicht so glücklich war ich hingegen mit seiner Kollegin Mia Krüger. Durch den Verlust ihrer Zwillingsschwester selbstmordgefährdet ,hat sie immer wieder depressive Phasen, die schnell verschwinden können und wieder zu Tage kommen. Eine Depression habe ich ihr einfach nicht abgenommen, Suizidgefahr auch nicht. Der Schreibstil ist mitreissend und lässt sich flüssig lesen. Meist habe ich einige Mühe mit den Namen in norwegischen Thrillern,da sie weniger geläufig sind. Doch hier hat der Autor es dem Leser zum Glück nicht zu schwierig gemacht !

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