Samuel Joseph Agnon Nur wie ein Gast zur Nacht

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Inhaltsangabe zu „Nur wie ein Gast zur Nacht“ von Samuel Joseph Agnon

Agnon schrieb seinen Roman kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Es ist die Chronik eines Besuchs des Ich-Erzählers in seinem galizischen Heimatort Buczacz. Agnon wurde 1888 in Buczacz geboren. Der Ich-Erzähler besucht den Ort kurz vor dem Versöhnungstag, dem höchsten jüdischen Feiertag. Distanziert und doch teilnahmsvoll schildert er den Ort seiner Herkunft, die verschiedenen Menschen, ihre Charaktere und Schicksale, Traditionen, aber auch den Untergang dieser jüdischen Lebenswelt.

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  • Rezension zu "Nur wie ein Gast zur Nacht" von Samuel Joseph Agnon

    Nur wie ein Gast zur Nacht
    Aldawen

    Aldawen

    07. August 2010 um 20:02

    Der Ich-Erzähler, der hier mit dem Autor ziemlich identisch sein dürfte, reist in seine Heimatstadt. Eigentlich gehörte er zu den frühen Pionieren in dem Land, das später Israel werden wird, aber nach einem Überfall, bei dem sein Haus zerstört wurde, ist seine Frau mit den Kindern zu Verwandten nach Deutschland gezogen und er eben nach Galizien. Fast ein Jahr hält er sich in Szybuscz auf und berichtet ausführlich von dieser Zeit, von den Menschen im Ort und ihren großen und kleinen Sorgen, der Armut, den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und der folgenden Progrome gegen die Juden in der Region, von seinen eigenen Bemühungen, sich wieder in die Lehre zu versenken, und vielen theologischen Fingerhakeleien. Ich hatte ja kein amüsantes Buch erwartet, das schlossen die Zeit, der Ort und das Milieu irgendwie schon aus, aber langweilig muß es deshalb doch auch nicht werden. Dem Roman liegt Agnons 1930 unternommene Reise in seine galizische Heimat zugrunde, und tatsächlich bekommt man hier von der Armut der Menschen in dieser abgelegenen Region vieles mit. Auch über die ansässigen Juden und wie sie ihren Glauben leben erfährt man viel. Nur: Mir war das zuviel und zu unverständlich und daher eher langweilig. Das liegt sicher auch daran, daß ich nicht religiös bin: Ich hätte in dieser Detaillierung auch meine Probleme mit dem Verständnis gehabt, wenn es um christliche Rituale und Glaubensansichten gegangen wäre. Aber in Bezug auf den jüdischen Glauben fehlt mir so ziemlich jede Basis um den verschiedenen Gebeten, Ritualen und vor allem den Feinheiten zwischen der einen und der anderen Ausführung oder Interpretation zu folgen. Also habe ich über das meiste schulterzuckend hinweggelesen. Ich will gerne glauben, daß die Nobelpreis-Begründung „für seine tiefgründige charakteristische Erzählkunst mit Motiven aus dem jüdischen Volk“ Berechtigung hat, aber einigermaßen universell scheint mir das zumindest in diesem speziellen Fall nicht zu sein ...

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