Samuel P. Huntington

 3.1 Sterne bei 42 Bewertungen
Autor von Kampf der Kulturen, Who Are We? und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Samuel P. Huntington

Samuel P. Huntington war Professor für Politikwissenschaft und Leiter des John-M.-Olin-Instituts für Strategische Studien an der Universität Harvard. Darüber hinaus arbeitete der Mitbegründer der Zeitschrift »Foreign Affairs« als Berater des US-Außenministeriums. Huntington veröffentlichte circa 100 wissenschaftliche Artikel und knapp ein Dutzend, z.T. wegweisende Bücher wie »The Soldier and the State« und »American Politics«. »The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order« wurde in 26 Sprachen übersetzt. Samuel P. Huntington starb im Dezember 2008 im Alter von 81 Jahren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Samuel P. Huntington

Cover des Buches Kampf der Kulturen (ISBN: 9783641174965)

Kampf der Kulturen

 (37)
Erschienen am 18.06.2015
Cover des Buches The Clash of Civilizations (ISBN: 9780743231497)

The Clash of Civilizations

 (2)
Erschienen am 05.06.2002
Cover des Buches Le choc des civilisations (ISBN: 9782738108395)

Le choc des civilisations

 (1)
Erschienen am 22.04.2000

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Rezension zu "Kampf der Kulturen" von Samuel P. Huntington

- Hypochrisy -
Hypochrisyvor 6 Jahren

Der amerikanische Politikwissenschaftler Huntington stellt in seinem Buch die Frage nach den weltpolitischen Entwicklungen im 21. Jahrhundert. Statt eines harmonischen Zusammenwachsens in einer zunehmend vernetzten Welt sieht er neue Konflikte globalen Ausmaßes entstehen: Konflikte zwischen den Kulturen. Er unterscheidet die zeitgenössische Welt in sieben große Zivilisationen: die chinesische, japanische, hinduistische, islamische, westliche, lateinamerikanische und afrikanische. Die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts wird nicht von Auseinandersetzungen ideologischer oder wirtschaftlicher Natur bestimmt sein, sondern vom Konflikt zwischen Völkern und Volksgruppen unterschiedlicher kultureller Zugehörigkeit.

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Rezension zu "Kampf der Kulturen" von Samuel P. Huntington

Rezension zu "Kampf der Kulturen" von Samuel P. Huntington
Admiralvor 8 Jahren

Eine leider bereits veraltete Einschätzung der künftigen Weltordnung, geschrieben in den Neunzigern unter dem Einfluss des eben zusammengebrochenen Ostblocks.

Ursprünglich war diese Idee in einem Artikel "Clash og Zivilsations" (1992) entstanden. Die Theorie, die Huntungton aufzieht, sieht im Groben folgendermaßen aus: Der Westen (steht als Synonym für "die westliche Kultur") sieht sich selbst als Sieger (Sieg über UdssR) und seine Kultur als universal an. Nur droht sich die bipolare Welt anstatt zu einer unopolaren Welt unter der Leitung des Westens in eine multipolare Welt zu verwandeln. Und in dieser Welt wird der Westen stehts bedeutugsloser und an den Rand gedrängt. Und es kommt noch schlimmer ! Der Westen wird nun in anderen Kulturen, besonders im sinischen und islamischen, abschätzig behandelt. Als dekadent, morallos, verwerflich, sodass explizit erste den Westen "bekehren" wollen könnten, wie der Westen früher alle andere Weltregionen "bekehrte". Doch natürlich wird der Westen das nicht einfach so ohne weiteres zu lassen. Und exakt an diesem Punkt sieht Huntungton die Situation, die die Zukunft prägen wird. Denn diese Wechselverhältnisse werden sich verschärfen und im schlimmsten Falle militärisch entladen. Auf der einen Seite stehen militärische und technologische Überlegenheit, auf der anderen Seite mehrere Milliarden Menschen.

Meine Einschätzung: Selbstverständlich wird diese Gefahr der kulturellen Kriege heute nicht so massiv gesehen, wie sie damals gesehen wurde. Beziehungsweise wie sie speziell Huntungton sah. Wir sehen, beziehungsweise ich sehe, vielmehr die potentielle Gefahr des Kampfes von Arm gegen Reich in Form von Schwellenländer versus Industrienationen, oder sogar von Unterschicht versus Oberschicht innerhalb der Industrienationen. Allerdings kann Huntington eines nicht abgestritten werden. Er zieht den Gedankengang durchaus nachvollziehbar auf ! Und auch wenn diese kulturelle Gefahr in der Form nicht besteht, existiert doch ein kulturelles Bewusstsein, was heute wahrhaftig eine große Rolle spielt, siehe den unerwarteten Schulterschluss der muslimischen Länder beim Irakkrieg. Dem aufmerksamen und lernbegierigen Leser eröffnet er eine völlig neue Perspektive auf derzeitige internationale Begebenheiten und macht ein tieferes Verständnis möglich. Besonders verständlich, nachvollziehbar und heute wahr erläutert er die Verknüpfung von Kultur und wirtschaftlicher Macht. China beispielsweise, das wirtschaftlich sehr dynamisch, erfolgreich ist, wird infolgedessen immer selbstbewusster in Bezug auf die eigene Kultur und führt den Erfolg auf diese zurück, sodass die westliche immer mehr belächelt wird.

Auch wenn diese Gefahr nicht so eindringlich besteht, wie Huntington glaubte, auch wenn einiges wieder veraltet ist, ist das Werk für mich eine sehr gute Möglichkeit gewesen, um wieder einmal meinen Tellerrand ein kleines bisschen auszudehnen und mir zu ermöglichen neue Perspektiven und Blickwinkel aufzuzeigen.

PS. Ich sehe gerade, dass ein unbedarfter wahrhaftig "Verschwörungstheorie" als Tag hinzugefügt hat, was natürlich völliger Unsinn ist. Eine Rezension von diesem Menschen würde ich nur zu gerne lesen. Eine Schande, dass so völlig sinnlos und ungebildet mit solchen Begriffen um sich geworfen wird !

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