Kampf der Kulturen

von Samuel P. Huntington 
2,9 Sterne bei24 Bewertungen
Kampf der Kulturen
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Inhaltsangabe zu "Kampf der Kulturen"

Der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington stellt in seinem Buch die Frage nach den weltpolitischen Entwicklungen im 21. Jahrhundert. Statt eines harmonischen Zusammenwachsens in einer zunehmend vernetzten Welt sieht er neue Konflikte globalen Ausmaßes entstehen: Konflikte zwischen den Kulturen. Die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts wird nicht mehr von Auseinandersetzungen ideologischer oder wirtschaftlicher Natur bestimmt sein, so Huntingtons These, sondern vom Konflikt zwischen Völkern und Volksgruppen unterschiedlicher kultureller Zugehörigkeit. Der Faktor Kultur wird folglich in der internationalen Politik massiv an Bedeutung gewinnen. Mit „Clash of Civilisations“ hat Huntington eine neue Formel für die künftige Weltordnung formuliert. Provokant, spannend und international heftig diskutiert – ein Muss für jeden politisch interessierten Leser.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442151905
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:581 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:01.05.2002

Rezensionen und Bewertungen

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    Admiralvor 6 Jahren
    Rezension zu "Kampf der Kulturen" von Samuel P. Huntington

    Eine leider bereits veraltete Einschätzung der künftigen Weltordnung, geschrieben in den Neunzigern unter dem Einfluss des eben zusammengebrochenen Ostblocks.

    Ursprünglich war diese Idee in einem Artikel "Clash og Zivilsations" (1992) entstanden. Die Theorie, die Huntungton aufzieht, sieht im Groben folgendermaßen aus: Der Westen (steht als Synonym für "die westliche Kultur") sieht sich selbst als Sieger (Sieg über UdssR) und seine Kultur als universal an. Nur droht sich die bipolare Welt anstatt zu einer unopolaren Welt unter der Leitung des Westens in eine multipolare Welt zu verwandeln. Und in dieser Welt wird der Westen stehts bedeutugsloser und an den Rand gedrängt. Und es kommt noch schlimmer ! Der Westen wird nun in anderen Kulturen, besonders im sinischen und islamischen, abschätzig behandelt. Als dekadent, morallos, verwerflich, sodass explizit erste den Westen "bekehren" wollen könnten, wie der Westen früher alle andere Weltregionen "bekehrte". Doch natürlich wird der Westen das nicht einfach so ohne weiteres zu lassen. Und exakt an diesem Punkt sieht Huntungton die Situation, die die Zukunft prägen wird. Denn diese Wechselverhältnisse werden sich verschärfen und im schlimmsten Falle militärisch entladen. Auf der einen Seite stehen militärische und technologische Überlegenheit, auf der anderen Seite mehrere Milliarden Menschen.

    Meine Einschätzung: Selbstverständlich wird diese Gefahr der kulturellen Kriege heute nicht so massiv gesehen, wie sie damals gesehen wurde. Beziehungsweise wie sie speziell Huntungton sah. Wir sehen, beziehungsweise ich sehe, vielmehr die potentielle Gefahr des Kampfes von Arm gegen Reich in Form von Schwellenländer versus Industrienationen, oder sogar von Unterschicht versus Oberschicht innerhalb der Industrienationen. Allerdings kann Huntington eines nicht abgestritten werden. Er zieht den Gedankengang durchaus nachvollziehbar auf ! Und auch wenn diese kulturelle Gefahr in der Form nicht besteht, existiert doch ein kulturelles Bewusstsein, was heute wahrhaftig eine große Rolle spielt, siehe den unerwarteten Schulterschluss der muslimischen Länder beim Irakkrieg. Dem aufmerksamen und lernbegierigen Leser eröffnet er eine völlig neue Perspektive auf derzeitige internationale Begebenheiten und macht ein tieferes Verständnis möglich. Besonders verständlich, nachvollziehbar und heute wahr erläutert er die Verknüpfung von Kultur und wirtschaftlicher Macht. China beispielsweise, das wirtschaftlich sehr dynamisch, erfolgreich ist, wird infolgedessen immer selbstbewusster in Bezug auf die eigene Kultur und führt den Erfolg auf diese zurück, sodass die westliche immer mehr belächelt wird.

    Auch wenn diese Gefahr nicht so eindringlich besteht, wie Huntington glaubte, auch wenn einiges wieder veraltet ist, ist das Werk für mich eine sehr gute Möglichkeit gewesen, um wieder einmal meinen Tellerrand ein kleines bisschen auszudehnen und mir zu ermöglichen neue Perspektiven und Blickwinkel aufzuzeigen.

    PS. Ich sehe gerade, dass ein unbedarfter wahrhaftig "Verschwörungstheorie" als Tag hinzugefügt hat, was natürlich völliger Unsinn ist. Eine Rezension von diesem Menschen würde ich nur zu gerne lesen. Eine Schande, dass so völlig sinnlos und ungebildet mit solchen Begriffen um sich geworfen wird !

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    mwalter
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    jsnativevor 2 Jahren
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    Anja_Levvor 4 Jahren
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    CoinQuatrovor 4 Jahren

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