Samuel Pfeifer Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit

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Inhaltsangabe zu „Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit“ von Samuel Pfeifer

Unsere Gesellschaft hebt Menschen aufs Podest, die etwas leisten, die hart im Nehmen sind und eine dicke Haut haben. Sensibilität ist im Alltag nicht gefragt, sie ist bestenfalls unpraktisch. Dabei haben 15-20 Prozent aller Menschen eine besonders "dünne Haut". Ein Leben mit erhöhter Empfindsamkeit birgt jedoch besondere Chancen und Gefahren. Dieses Buch hilft Betroffenen und Fachleuten, sie zu verstehen.

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— tob82

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    Der sensible Mensch: Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit

    tob82

    29. April 2016 um 21:56

    "Der sensible Mensch. Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit" - eigentlich ein guter Titel, der viel zu versprechen scheint. Ich erwartete ein Buch, dass sich intensiv mit dem Thema "Hochsensibilität" und seinen Facetten sowie mit dem Zusammenhang zur Hochbegabung auseinandersetzt. Leider kann das Buch dies aber nicht leisten. Es erscheint viel mehr als eine kurze und damit zwangsläufig oberflächliche Einführung in die klinische Psychologie. Ich habe den Eindruck, dass "Hochsensibilität" hier viel zu stark mit "Vulnerabilität" im Sinne des "Vulnerabilitäts-Stress-Modells" gleichgesetzt wird. Natürlich hängt beides zusammen, aber ein Buch mit diesem Titel muss einfach mehr bringen als die Zusammenhänge zwischen Sensibilität und psychischen Erkrankungen. Auf die positiven Seiten von Sensibilität wird viel zu wenig eingegangen; genauso auf den Zusammenhang zur Hochbegabung (Empfehlung dazu: "Ganz normal hochbegabt. Leben als hochbegabter Erwachsener." von Andrea Brackmann). Zusätzlich wirkt der Stil des Autors sehr klinisch und "ärztlich-professionell". Es scheint irgendwie an Gefühl für das Thema zu fehlen (auch wenn der Autor hin und wieder Aussagen von Betroffenen in den Text eingebaut hat). Zu guter Letzt haben mich die häufigen Bezüge zur christlichen Religion zunehmend gestört (das "SCM" im Verlagsnamen steht für "Stiftung Christliche Medien"). Diese wirkten einfach nur deplatziert und überflüssig. Anstatt hin und wieder Bezüge zu Bibelpassagen herzustellen, hätte der Autor doch lieber ein Kapitel zu Spiritualität ohne Bezug zu einer spezifischen Religion einbauen sollen. Davon hätte man als Leser vielleicht wirklich etwas haben können.

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