Sandol Stoddard Leben bis zuletzt

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Inhaltsangabe zu „Leben bis zuletzt“ von Sandol Stoddard

Vorw. Everding, Gustava. 195 S.
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  • Rezension zu "Leben bis zuletzt" von Sandol Stoddard

    Leben bis zuletzt

    gst

    24. November 2010 um 10:16

    Im Frühjahr 1986 schrieb Gustava Everding das Vorwort zu der hier vorliegenden Auflage. Die englische Originalausgabe erschien bereits 1978. Damals steckte die Hospizbewegung noch in den Anfängen. Auch wenn sich inzwischen schon einiges verändert hat, ist das Buch immer noch sehr aufschlussreich. Es erzählt von geschichtlichen Hintergründen des Hospizes seit dem Mittelalter, wonach der Mensch als Pilger gesehen wurde, der in Herbergen Halt machen darf. Auch heute ist das Hospiz kein Totenhaus, sondern vereint viele Kräfte im Glauben an den unverrückbaren Wert des menschlichen Lebens. Der Sterbende (oder, wie er oft im Buch genannt wird, der terminal Kranke) wird in einer zwanglosen, freundlichen Atmosphäre willkommen geheißen. Er wird mit seinen Ansichten in eine Welt ohne Forderungen eingeladen. Anders als in Kliniken, wo er mit allen Mitteln der Macht am Leben gehalten wird, erfährt er hier Linderung seiner Schmerzen in einer liebevollen, lebendigen Umgebung. Wer dieses Buch liest, erfährt: "die Pflege im Hospiz ist wie das Leben selbst ein Prozess", in dem der Geist in die Unendlichkeit wandert, während jedem Detail des Körpers Beachtung geschenkt wird. "Bei jedem Einzelnen werden Körper und Seele für sich betrachtet und mit großer Sorgfalt behandelt." Wer dieses Buch bis zum Ende gelesen hat, versteht, warum in dieser Umgebung Euthanasie keine Rolle spielt. Ein von der Autorin interviewter Hospizbewohner erzählte: "Wenn man hier herein kommt, glaubt man von Anfang an, der einzige Kieselstein am Strand zu sein." Menschen, die mit ihrer Kraft am Ende waren, fanden in ihrer letzten Zeit noch Lebensqualität, fühlten sich wahr- und angenommen. Auch wenn das St. Christopher-Hospiz keine Glaubensgemeinschaft ist, hat es doch viele Aspekte einer solchen: ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl aller dort Beschäftigten und Wohnenden. Die Patienten und ihre Familien wissen, dass immer jemand für sie da ist - wenn sie wollen. Dem Leser wird das St.Christopher Hospiz in London, das Marin-Hospiz in Kalifornien und das Hospiz in New Haven näher vorgestellt. Diese grenzen sich ganz deutlich zu den Gruppen ab, die einen sanften Tod" versprechen. Gerade in einer Gesellschaft, in der das Sterben nach Möglichkeit im Verborgenen stattfindet, wäre die Verbreitung solcher Lektüre sehr wünschenswert. "Denn wenn wir am Sterben in seiner vollen Realität teilnehmen, verstehen wir auch besser zu leben."

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