Sandor Marai Embers

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Embers“ von Sandor Marai

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Embers" von Sandor Marai

    Embers
    gra

    gra

    12. February 2012 um 17:52

    Österreich-Ungarn Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Zwei Knaben besuchen zusammen die Militärschule. Henrik stammt aus einer reichen Familie und findet sich leicht in die Gesellschaft und das militärische Leben ein. Konrad ist Kind verarmten Adels. Seine Eltern sparen sich das Brot vom Munde ab, um ihm seine Ausbildung zu ermöglichen. Deshalb schlägt auch er die Militärlaufbahn ein, obwohl er eigentlich zum Künstler berufen wäre. Dennoch verbindet die Kinder eine tiefe Freundschaft, die andauert, bis beide erwachsene Männer sind. Es ist auch Konrad, der Henrik seiner späteren Frau vorstellt und gemeinsam verbringen sie so manchen Abend zu dritt mit Gesprächen vor dem Kamin. Eines Tages, nach einem gemeinsamen Jagdausflug verschwindet Konrad aus Henriks Leben, ohne jede Vorwarnung und für über 40 Jahre. Als beide Männer alt sind und die dritte im Bunde schon lange tot, kehrt Konrad zurück und Henrik nutzt die Gelegenheit, um ihre ganze Beziehung und vor allem den "Verrat" Konrads aufzuarbeiten. Er möchte Antworten, doch im Endeffekt lässt er seinen alten Freund kaum zu Wort kommen. Fast die ganze Nacht dauert sein Monolog, in dem er sein ganzes Leben ausbreitet. Schließllich wird klar, dass er alle Antworten schon selbst lange gefunden hat und nur ein Gegenüber brauchte, um alles in Worte zu fassen. Obwohl die eigentliche Handlung nur wenige Stunden dauert, umfasst dieses Buch zwei ganze Leben. Es ist in sich geschlossen und schlüssig in Aufbau und Ende. Dennoch konnte es mich nicht völlig überzeugen, was allerdings nur an meinen persönlichen Präferenzen liegt, nicht am Buch selbst. Meist kann ich Büchern, die fast nur aus Dialog - oder hier aus Monolog - bestehen, nichts abgewinnen. Ich ziehe äußere Handlung innerer Reflektion vor. Auch störte es mich, dass das Buch nicht auf die Entdeckung eines Geheimnisses - des Grundes für Konrads Flucht - hinauslief. Dieser Grund war recht bald klar. Statt dessen ging es immer um Henrik und seine Reaktion, seine Bewältigung dieses Schlages. Für mich war das ein Antiklimax, was ich nicht für ein befriedigendes Ende halte. Dennnoch ist das Buch sehr gut geschrieben und speziell für Leute, die sich ein bisschen für die Epoche interessieren sehr gut zu lesen.

    Mehr