Nennitas Sohn

von Sandra Gernt 
5,0 Sterne bei5 Bewertungen
Nennitas Sohn
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annlus avatar

eine Liebesgeschichte, die sich erst langsam entwickelt, bei der anderes im Vordergrund steht - sehr gute Mischung aus fantasy und Romantik

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Inhaltsangabe zu "Nennitas Sohn"

Tarryn wollte nie etwas anderes vom Leben, als ein Sohn Nennitas zu sein – ein Bewahrer der Schriften, der Göttin der Weisheit geweiht. Doch als überzähliger Spross einer Adelsfamilie wird er gezwungen, eine Bündnisehe einzugehen – mit einem Mann. Einem Krieger in einem fernen Land, für den Tarryn ein wertloses Nichts ist. Ein notwendiges Übel, das eine Lieferung von Waffen, Kriegsrössern und Soldaten garantiert, mehr nicht. Ohne die Möglichkeit der Kommunikation ist er als Gelehrter unter raubeinigen Kriegern verloren. Doch ein wahrer Sohn Nennitas findet seinen Weg …

Ca. 72.000 Wörter
Im normalen Taschenbuchformat hätte dieser Roman ungefähr 360 Seiten

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07CQ83GTZ
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:27.04.2018

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    79yvis avatar
    79yvivor 2 Monaten
    Wahre Größe sieht man immer erst auf den zweiten Blick!

    Sandra Gernt hat mich mit „Nennitas Sohn“ in die historisch anmutende Ecke des großen Fantasy-Universums mitgenommen. Es ist eine Geschichte über Ängste, Vorurteile, Respekt und Hoffnung - eine Geschichte, die zeigt, dass Kraft und Mut oftmals dort zu finden ist, wo man es am wenigsten erwartet. Mit ihrer bildreichen Art zu schreiben, webt die Autorin um die beiden Hauptcharaktere eine wundervolle, manchmal auch düstere Welt, in die ich komplett eintauchen konnte und die Stunden darin sehr genossen habe.

    Tarryn auf seiner Odyssee zu begleiten, fand ich spannend und oft sehr berührend. Er muss die schützenden Klostermauern und sein Leben als Bewahrer der Schriften hinter sich lassen, um dem Befehl seiner Eltern Folge zu leisten und sich als Gemahl, oder besser gesagt, als Faustpfand, in eine Verbindung fügen, die ihn zutiefst verängstigt. Ein Kindheitstrauma, Folge seiner menschenunwürdigen Überführung durch gekaufte Soldaten in das Kloster, macht es ihm unmöglich sich den rauen Bewohnern von Skomark und auch Ranulf, seinem Mann, aus eigener Kraft anzunähern. Die Sprachbarriere, die Tarryn trotz seiner umfassenden Ausbildung nicht überbrücken kann, vertieft die Kluft zwischen ihm und allen anderen zusätzlich. Zudem wird er von den Untergebenen seines Gatten aufgrund seiner schmächtigen Statur und introvertierte Art nur belächelt und als wertlos abgetan. Bei einem Volk, das durch seine körperlichen Attribute wie für den Krieg, den es auch seit Jahrzehnten kämpft muss, geschaffen ist, durchaus plausibel. Die abwechselnde Erzählperspektive zwischen Tarryn und Ranulf verdeutlicht sehr gut, in welchem Dilemma Tarryn steckt und wie er auf seine Umgebung wirkt. Doch statt an seinem Schicksal zu zerbrechen, kämpft er – gegen alle Vorurteile, gegen seine inneren Dämonen und, mit den ihm gegeben Mitteln, auch gegen die Feinde des skomarkischen Volkes. Langsam beginnt Ranulf zu begreifen, was wirklich in seinem „Klotz am Bein“ steckt und das daraus wachsende Verständnis, die Annäherung der beiden, ging mir wirklich zu Herzen. Diese leisen Töne, gepaart mit Turbulenzen und unüberwindbar anmutenden Schwierigkeiten, machen für mich den großen Reiz dieser Geschichte aus.

    Wer sich gerne auf historisch angehauchte Fantasy mit einer ungewöhnlichen Love-Story einlässt, sollte Tarryn auf seiner Reise in die Skomark begleiten. Von meiner Seite gibt es dafür eine verdiente Leseempfehlung.

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    annlus avatar
    annluvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: eine Liebesgeschichte, die sich erst langsam entwickelt, bei der anderes im Vordergrund steht - sehr gute Mischung aus fantasy und Romantik
    "Ich bin ein Sohn Nennitas"

    *In dieses Land sollte Tarryn gebracht werden. Dorthin, wo Sümpfe, ausgedehnte Graslande, dichte Nadelwälder, raues Klima und noch rauere Menschen gediehen. Raue Menschen, die zu einem Kriegsgott beteten und für ihre barbarischen Sitten berüchtigt waren.*


    Tarryn ist der jüngste Sohn des caeruthischen Herrschers. Als einer unter sehr vielen gilt er als überzähliges Kind und wurde schon als Kleinkind wie eine Last behandelt. Abgeschoben in den Tempel der Nennita wurde er zum Bewahrer der Schriften. Doch dann wird dem Dreiundzwanzigjährigen eröffnet, dass er doch noch einen Wert für die Familie besitzt. Er soll eine Bündnisehe mit Ranulf, dem Sohn des skomarkischen Herrschers, eingehen. Eine Ehe auf Zeit, in der Tarryn als Garant für die Einhaltung eines Vertrages dient. Damit wird er aus seinem Leben im Konvent gerissen und nach Skomark gebracht. Einem Land, dessen Sprache er nicht versteht und wo ein Mann nur als Krieger einen Wert hat. Nicht sicher, ob er die vereinbarten fünf Jahre überleben wird, reist er zu seinem neuen Ehemann.



    Die Geschichte beginnt mit der Vorstellung Tarryns. Schon bald wird klar, dass er zwar mit seinem jetzigen Leben als Gelehrter glücklich ist, aber so manches Trauma aus seiner Kindheit mit sich herum trägt. Diese treten auf der Reise und bei seinem Eintreffen in Skomark nur noch mehr in den Vordergrund. Zusammen mit der Tatsache, dass er von seiner Familie immer wieder schlecht behandelt wird und auch die Soldaten des Herrschers ihn demütigen, ist der erste Teil der Geschichte eher deprimierend. In Skomark wird sein Schicksal nicht wirklich besser. Sein neuer Ehemann ist enttäuscht und wütend, die Krieger behandeln ihn gewaltsam oder lachen ihn aus. So habe ich einige Male mit ihm mitgelitten.


    Mit dem Eintreffen in Skomark bekommt auch Ranulf seine Abschnitte, in denen er seine Seite der Geschichte erzählt. Wer sich ein baldiges Annähern der Beiden erwartet, wird enttäuscht. Dafür hat Ranulf als Herr über eine von Feinden andauernd angegriffene Festung keine Zeit und auch keinen Nerv. So ist er durch und durch der Krieger, als der er gleich schon vorgestellt wurde.


    Die Anfangszeit in Skomark zeigt Tarryns Bestreben mit einer gänzlich fremden Kultur und Sprache zurecht zu kommen. Obwohl er ein Gelehrter ist und vieles versucht, reagieren alle in seiner Umgebung ungeduldig und es kommt zu vielen Missverständnissen. Dadurch wurde seine Einsamkeit noch mehr verdeutlicht. Das wurde erst besser, als auch Ranulf begreifen muss, dass er seine Einstellungen überdenken sollte.


    Hatte ich mir nun ein Fortschreiten in Bezug auf die Liebesgeschichte erwartet, so wurde diese durch die Ereignisse unterbrochen. Gerade als Tarryn und Ranulf einen Weg finden, wenigstens ein bestimmtes Maß an Kommunikation zu führen und die Aussichten gut stehen, dass sie in Zukunft besser miteinander klar kommen werden oder sich sogar noch mehr annähernd könnten, treten die Feinde der Skomark in Aktion. Dadurch wird die Handlung auf ihre Bekämpfung gelenkt, es wird spannender, aber auch unmöglich für Tarryn und Ranulf sich mehr miteinander zu beschäftigen.


    Faz: Eine Liebesgeschichte, die sich erst langsam entwickelt, bei der es in erster Linie darum geht, wie ein junger Mann in einer ihm völlig fremden Kultur zurecht kommt – das Ganze wird mit einigen spannenden Szenen vermischt und hat mir sehr gut gefallen.

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    bxcherdiebins avatar
    bxcherdiebinvor 4 Monaten
    Kisa267s avatar
    Kisa267vor 4 Monaten
    pengiberlins avatar
    pengiberlinvor 5 Monaten

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