Sandra Brökel

 4.6 Sterne bei 18 Bewertungen
Sandra Brökel

Lebenslauf von Sandra Brökel

Sandra Brökel, geboren 1972 in Arnsberg, arbeitet als Schreib- und Trauertherapeutin. An ihrem Beruf fasziniert sie besonders die Aufarbeitung von Lebens­geschichten. So entstand ihr Roman über das Leben von Dr. Pavel Vodák. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Stein­heim  /  Westfalen. »Das hungrige Krokodil« ist ihr Debüt.

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Das hungrige Krokodil

Das hungrige Krokodil

 (18)
Erschienen am 02.02.2018

Neue Rezensionen zu Sandra Brökel

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Rezension zu "Das hungrige Krokodil" von Sandra Brökel

Lesenswerte Romanbiographie als Warnung vor politischer Gewalt
Sigismundvor 3 Monaten

Eine beeindruckende, stellenweise auch berührende, in jedem Fall lesenswerte Romanbiografie ist „Das hungrige Krokodil“ von Sandra Brökel (46), die im Februar im Pendragon-Verlag erschien. In ihrem Debütroman schildert uns die gelernte Schreib- und Trauertherapeutin die wahre Lebensgeschichte des tschechischen Arztes Pavel Vodák (1920-2002), die ein Beispiel für das Schicksal vieler Tschechen ist.
Es ist die Geschichte von Angst und Ohnmacht vor dem „hungrigen Krokodil“, eine Geschichte von der Angst vor diktatorischen Regimen oder allgemein vor der Autokratie der Mächtigen, die Ohnmacht vor dem gewaltigen und gewalttätigen Krokodil, das nur scheinbar ruhig und träge am Ufer liegt, tatsächlich aber seine Umgebung genau im Blick hat, um plötzlich und unerwartet nach Beute zu schnappen.
Das erste Mal kam der erst 19-jährige Medizin-Student Pavel Vodák dem Krokodil im Jahr 1939 zu nahe: Ohne Vorwarnung marschierten die deutschen Truppen in die Tschechoslowakei ein und besetzten Vodáks Heimatstadt Prag. Lebten dort zuvor Tschechen und Deutsche friedlich miteinander – Vodáks Mutter ist Deutsche –, wurden sie plötzlich zu Feinden. Bei Kriegsende wird die Tschechoslowakei von den Russen besetzt und unter Zwang zum Bündnisstaat der Sowjetunion. Das „Krokodil“ hat sich in einen russischen Bären verwandelt, der jeden Gedanken nach Freiheit und Selbstbestimmung in seinen mächtigen Pranken zerquetscht. In den Folgejahren ist das Krokodil nur scheinbar gesättigt und träge. Viele Tschechen, so auch Pavel Vodák, fassen neuen Mut und werden im „Prager Frühling“ aktiv. Und wieder schnappt das Krokodil zu, verschlingt 1968 nicht nur Menschen, sondern mit ihnen auch jede Hoffnung auf Freiheit und Selbstbestimmung.
Als Unterstützer der Reformbewegung steht Vodák, längst ein erfolgreicher und international anerkannter Psychiater sowie Chefarzt eines Kinderkrankenhauses, unter Beobachtung der Geheimpolizei. In dem Wissen, damit seiner 12-jährigen Tochter Pavli jede Chance auf ein Studium genommen zu haben, entschließt er sich, im Zuge einer Urlaubsreise mit Ehefrau, Tochter und krebskranker Schwiegermutter nach Jugoslawien, dem Krokodil über Italien und Österreich nach Deutschland zu entkommen. Seine Kontakte und seine fachliche Anerkennung ermöglichen ihm einen beruflichen Neustart in Nordrhein-Westfalen. Erst 1989 konnten auch die Menschen in der Tschechoslowakei das „hungrige Krokodil“ erfolgreich besiegen. Oder haben sie es nur vertrieben?
Gemeinsam mit Vodáks Tochter Pavli, die später in Deutschland wie ihr Vater Ärztin war, arbeitete Autorin Sandra Brökel die in einer alten Arzttasche gefundenen schriftlichen Erinnerungen des Vaters auf. In ihrem Buch geht es allerdings weniger um die Biografie des Arztes Pavel Vodák, sondern vielmehr um die Frage nach Heimat, um die Identität eines Menschen, um den Mut zum Widerstand, zum Kampf für die Freiheit und Selbstbestimmung, zum Kampf für die eigenen Ideale. Dazu passt das Zitat des tschechischen Schriftstellers und späteren Staatspräsidenten Vàclav Havel: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Pavel Vodák hat für die Flucht aus der Heimat mit Entwurzelung und Entfremdung zahlen müssen. Aber er und seine Familie bekamen damals einen kostbareren Gegenwert – körperliche und geistige Freiheit.
Gerade heute, in unserem politisch immer instabiler werdenden Europa, ist das Buch auch als Warnung zu lesen, als Aufruf zur Wachsamkeit. Denn wer die Augen verschließt, kann schon im nächsten Moment verschlungen werden. Das „hungrige Krokodil“, wie es Pavel Vodák in seinen schriftlichen Erinnerungen selbst genannt hat, kann überall auf Beute lauern.

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Rezension zu "Das hungrige Krokodil" von Sandra Brökel

Das hungrige Krokodil hat viele Gesichter
c_awards_ya_sinvor 5 Monaten

Dies ist die Lebensgeschichte von Pavel Vodák. Geboren und aufgewachsen in Tschechien. Ein Mitstreiter des Prager Frühlings, Kinderarzt und Psychater und Familienvater.
Mit der Niederschlagung des Prager Frühlings bricht auch sein Leben zusammen. Jeder Schritt könnte zu seinem letzten in Freiheit werden, seine Tochter hat keine Zukunft in diesem Land. So fasst Pavel den Entschluss dem hungrigen Krokodil, das er mit Ende des 2. Weltkrieges tot glaubte, den Rücken zu kehren und mit Tochter, Frau und Schwigermutter zu flüchten. In den Westen.
Beeindruckend was diese Familie mitgemacht hat und wunderbar wie Sandra Brökel diese Geschichte hier niedergeschrieben hat!

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Rezension zu "Das hungrige Krokodil" von Sandra Brökel

Berührende Lebensgeschichte, der erlebte Geschichte erlebbar macht
DominicsBücherWeltvor 8 Monaten

Das hungrige Krokodil von Sandra Brökel

ich habe das Buch als Rezensionsexemplar über lovelybooks vom Verlag erhalten und danke dem Verlag für das Leseexemplar. Das hat meine Meinung natürlich in keiner Weise beeinflusst.

 

#Werbung #Klappentext

Klappentext: Prag 1968: Wie viele andere Tschechen schöpft Pavel Vodák Hoffnung. Hoffnung auf Reformen, auf Freiheit, auf Demokratie. Dann rollen die Panzer und machen all seine Träume zunichte. Pavel will nicht, dass seine Tochter Pavla unter diesen Umständen aufwachsen muss. Sie soll frei denken und entscheiden können. Also plant er, mit seiner Familie aus der tschechischen Heimat nach Deutschland zu fliehen. Nachdem er an deutsche Pässe gelangt ist, folgt die größte Herausforderung: Denn seine schwer kranke Schwieger­mutter und seine Tochter ahnen nichts von der Flucht. Sie glauben, die Familie fährt in einen Jugoslawienurlaub. Eine abenteuer­liche Reise beginnt …

Meinung:

Story: „Das hungrige Krokodil“ ist der Titel und die Metapher, die der tschechische Arzt Pavel Vodak für den Staat der nach dem Prager Frühling aufgebaut wurde gebraucht. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges hat auch Pavel für den Kommunismus gekämpft und muss doch schnell feststellen, dass der Traum von einem freien Leben für ihn ein Traum bleibt. Nach Jahren der Angst um seine Familie fasst Pavel deshalb eines Tages den Entschluss aus seiner Heimat zu fliehen. Nachdem er lange Zeit als Regierungskritiker isoliert und unterdrückt wird, darf er wieder ins Ausland zu einem Austausch mit Kollegen und er nutzt die Chance für eine Flucht in eine ungewisse Zukunft. Ohne zu wissen ob er seine Heimat je wieder sehen darf, begibt er sich mit seiner Familie auf  eine gefährlich Reise in eine ungewisse Zukunft.

Protagonisten: Das Buch von Sandra Brökel entstand aus den Aufzeichnungen von Pavel Vodak, die seine Tochter an die Autorin Jahre später übergeben hat. Diese Authentizität und Anschaulichkeit ist in jedem Moment zu lesen. Die Figuren erwachen vor dem Auge des Lesers zum Leben und so wird ein Stück Geschichte lebendig. In einer Situation sieht der Leser vor seinen Augen Pawla, Pavels Tochter, die Treppe herunterhüpfen, da liest man schon von der Angst der Familie vor den Panzern die durch die Stadt rollen. Auch die Begegnungen mit anderen Menschen sind so authentisch wiedergegeben, dass man das Gefühl hat die Protagonisten zu kennen. Besonders in Erinnerung bleibt mir dabei die Begegnung von Pavels Familie und Fodor, ein Patient, den Pavel bei einer Kur nach längerer Krankheit kennenlernt. Die Gefühle, die Fodor erlebt als er die Familie sieht sind so kraftvoll dargestellt, dass es den Leser nur berühren muss.

Stil: Das Buch ist mit soviel Hingabe, Leidenschaft und Emphatie geschrieben, dass es den Leser in vielen Situationen berührt. Zwischen Freude, lachen, zu Tränen rühren erlebt der Leser alle möglichen Gefühle auf seiner Reise durch die Geschichte.

Cover: Das Cover zeigt ein Bild, das in Prag aufgenommen wurde und vom Verlag extra für das Buch erworben wurde. Auch wenn ich selbst noch nicht in Prag war, passt es für mich super zum Buch. So eine Situation könnte es auch zwischen Pawel und seiner Frau gegeben haben. Ich möchte nicht zu viel über das Buch verraten, aber für mich zeigt das Cover die Hoffnung und Sehnsucht die Pavel über das ganze Buch begleitet.

Fazit: Ein bewegender Roman, der gelebte Geschichte erlebbar und greifbar macht. Berührend, authentisch und mit so viel Hingabe geschrieben, dass es in dem Leser alle möglichen Gefühle hervorbringt. Taucht ein in dieses Buch und lacht, leidet, freut und lebt mit Pavel und seiner Familie. Ich gebe diesem tollen Familienroman gerne 5 von 5 Sternen

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Gespräche aus der Community

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Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
Wichtig:
Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

- Buchverlosung zu "Und wo ist dein Herz zuhause?" von Anne Kröber (Bewerbung bis 21. Dezember)
- Leserunde zu "Miep & Moppe" von Stine Oliver (Bewerbung bis 26. Dezember)

( HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.    
Zur Leserunde

Herzliche Einladung zur Leserunde!

„Das hungrige Krokodil“ ist vor wenigen Wochen im Pendragon Verlag erschienen. Hier bei mir in der Region Ostwestfalen wurde es begeistert aufgenommen. Das mag daran liegen, dass der Roman auf einer wahren Geschichte basiert und viele Menschen die Hauptpersonen und ihre Familie noch persönlich kennen.

Begonnen hat alles mit einer alten Arzttasche, die mir meine Freundin Pavla gab: „Mein Vater hat sein ganzes Leben aufgeschrieben. Kannst du vollenden, was er nicht mehr geschafft hat?“ Ich war neugierig, denn ich arbeite als Schreibtherapeutin, bin fasziniert von bewegten Lebensgeschichten und deren Aufarbeitung. In der Tasche fand ich einen Schatz: Über 1.000 Seiten voller persönlicher Erlebnisse und Erinnerungen, die der Psychiater kurz vor seinem Tod in historische und philosophische Zusammenhänge stellte.  Das alles war mühsam zu lesen, denn Pavel Vodák hegte eine Vorliebe für ellenlange Schachtelsätze und unzählige Details. Dahinter versteckt aber schlummerte eine schier unglaubliche Geschichte. Ein Leben voller Mut, Menschlichkeit und einer tiefen Sehnsucht nach Freiheit.

50 Jahre nach dem Prager Frühling möchte ich Euch mit dem „hungrigen Krokodil“ in die europäische Geschichte des letzten Jahrhunderts entführen:

Prag 1968: Wie viele andere Tschechen schöpft Pavel Vodák Hoffnung auf einen menschlicheren Sozialismus, auf Reformen, auf Freiheit. Dann rollen die Panzer der „sozialistischen Bruderstaaten“ an und machen all seine Träume mit einem Schlag zunichte. Für die Machthaber ist er nichts weiter als ein Gegner des Regimes. Pavel sieht keinen Ausweg. Er muss sein geliebtes Heimatland verlassen. Hinter dem Eisernen Vorhang erwartet ihn eine ungewisse Zukunft. Wie hoch darf der Preis für die Freiheit sein?

Dieser Roman erzählt Pavels Leben vom Zweiten Weltkrieg über den Prager Frühling bis zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Hautnah erlebt der Sohn einer deutschen Mutter und eines tschechischen Vaters die Gräueltaten der Nazis, die Befreiung durch die Sowjets und die Härte des Kommunismus. Die Flucht selbst und die Entscheidung, seine Heimat zu verlassen, sind für Pavel kaum auszuhalten. Denn er nimmt seine Frau, seine schwerkranke Schwiegermutter und seine kleine Tochter mit. Ausgerechnet Deutschland – das Land der Täter – ist bereit, ihn aufzunehmen und seine akademischen Abschlüsse anzuerkennen. Die Flucht erstreckt sich über mehrere Tage: Seine Ehefrau steckt voller Angst, seine Schwiegermutter und Tochter glauben an einen Familienurlaub. Sie reisen mit gefälschten deutschen Pässen, Pavels Familie spricht aber kein Deutsch, das Abenteuer nimmt seinen Lauf…

Der Verlag verlost 15 Bücher, die Bewerbungsfrist endet am 28.03.2018.

Ich selbst freue mich auf einen spannenden Austausch mit euch und verspreche, mindestens einmal täglich online zu gehen, um mit euch zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Alleine die Entstehungsgeschichte dieses Familienromans könnte ein eigenes Buch füllen. Wenn ihr Lust habt, macht mit!

Herzlich

Eure Sandra Brökel

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

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