Sandra Braun Zwei Krankenschwestern auf dem Jacobsweg oder im Oktober gibt es keine Nachtpilger

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Inhaltsangabe zu „Zwei Krankenschwestern auf dem Jacobsweg oder im Oktober gibt es keine Nachtpilger“ von Sandra Braun

Den Pfeilen und den Muscheln folgend, pilgern wir dem Ziel entgegen, die vielen Pilger die mit uns ziehen, streben zum Höhepunkt, der Kathedrale. Karola ist aufgeregt, um jede Ecke vermutet sie das Bauwerk, Lothar und ich haben noch so viel Erinnerung, dass wir wissen, wann der große Augenblick da ist. Und dann stehen wir vor ihr. Karola ist total ergriffen, muss weinen. Wir umarmen uns, es war ein schöner Weg zu zweit, den wir nie vergessen werden. „Unser WEG!“ Die beiden Freundinnen Karola und Sandra machen das, was für viele unvorstellbar ist: Eine Reise auf dem Jacobsweg. Ihre wichtigsten Begleiter während der 4 Wochen und 400 Kilometer sind ihre Wanderschuhe und ihre Rucksäcke. Entstanden ist das Buch aus zwei Tagebüchern, geschrieben jeweils während einer Pilgerreise. Die erste Reise fand 2009, motiviert durch das Buch von H.P.Kerkeling, mit meinen Kindern Juliane und Martin, damals 19 und 16 Jahre alt, statt. Das Zweite Tagebuch schrieb ich auf der Pilgertour 2011. Diese Wanderung führte meine Freundin und Kollegin Karola und mich über die Pyrenäen, zu Fuß und per Bus über 800km quer durch Spanien bis nach Santiago de Compostella und noch weiter nach Finsterra - dem sogenannten Ende der Welt. Zu Fuß sind Karola und ich 2011 ca. 420km gelaufen. Solche hohen Zahlen konnten wir 2009 nicht aufweisen, es waren etwas über 200km. Ich wollte den Kindern nicht die Motivation nehmen und es sollte ein Kennenlernen sein. Beide Tagebücher wurden zu einem 170 Seiten starken Buch mit vielen Bildern, mit Alltagssituationen während einer Pilgerwanderung zusammengefügt. Das Buch besteht aus drei Teilen. „Den alten Weg sind wir gegangen!“ - so hab ich den ersten Teil tituliert, der die Pilgerwanderung 2011 mit Karola beschreibt. Hier kann der Leser uns von St.Jean Pied de Port bis kurz vor Burgos, 12 Etappen auf ca 250 km begleiten. „Probelauf!“ habe ich den Mittelteil bezeichnet. Er beschreibt die ersten 100 km die Martin, Juliane und ich im Jahr 2009 beschritten. Probelauf trifft es, weil wir hier unsere Erfahrungen als Wanderer sammelten die Karola und mich im Jahr 2011 vor Fehlern bewahrten. Im dritte Teil Vermischen sich die Berichte von 2009 und 2011. Folglich heißt der Teil „Gemeinsamer Weg!“

Das Buch von Hape Kerkeling hat mir besser gefallen

— MartinaM
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    Zwei Krankenschwestern auf dem Jacobsweg oder im Oktober gibt es keine Nachtpilger

    MartinaM

    12. August 2016 um 08:36

    Im Oktober 2011 wagt sich die Krankenschwester Sandra Braun mit ihrer Freundin und Kollegin Karola an das Abenteuer Jakobsweg. In vier Wochen legen sie größtenteils zu Fuß 400 km auf dem bekannten Pilgerweg zurück. Sandra Brauns Tagebuch beschreibt den Verlauf dieser Reise. Sie erzählt durchaus humorvoll von den kleinen Abenteuern und Erlebnissen, den Pilgermenüs und Herbergen sowie den anderen Pilgern, die ihnen während ihres Marsches immer wieder begegnen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei der erste sich mit der Reise von 2011 beschäftigt und der zweite mit derselben Route, die Sandra Braun bereits zwei Jahre früher mit ihren beiden Kindern gegangen ist. Im dritten Teil werden die beiden Reisen dann munter durcheinander gemischt, wodurch es schwer ist zuzuordnen, welches Erlebnis nun zu welcher Reise gehört. Sandra Braun erwähnt mehrfach das Buch von Hape Kerkeling über dessen Reise auf dem Jakobsweg, das wohl der Anstoß für sie war, die Pilgertour selbst zu unternehmen. Wenn man Kerkelings Buch gelesen hat, erkennt man einige Parallelen, besonders was die Erfahrungen mit anderen Pilgern angeht. Abgesehen davon ist Sandra Brauns Buch aber ein reiner Reisebericht mit Informationen, die für das Pilgern relevant sind. Den tieferen, religiösen Sinn, den ich bei einer Pilgerreise eigentlich erwarte, hat sie dabei außen vor gelassen. Lediglich am Ende der Reise, als die Kathedrale in Santiago mehrfach aufgesucht wird, erahnt man, dass zumindest in einem geringen Umfang auch die Glaubensfrage von Bedeutung gewesen sein muss. Ähnlich wie der Inhalt ließ auch die Aufmachung des E-Books zu wünschen übrig. Die Autorin hält zwar gewissenhaft am Anfang eines jeden Tagesabschnitts Start, Ziel, Entfernung und Wetterlage fest, nimmt es dafür aber bei der Interpunktion und Rechtschreibung nicht so genau. Für eine Neuauflage des Buches würde ich außerdem eine Überarbeitung des Satzbaus empfehlen. 

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