Sandra Busch Untier hat das letzte Wort

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Inhaltsangabe zu „Untier hat das letzte Wort“ von Sandra Busch

Was haben Björn und sein Untier gemeinsam? Sie wohnen in einer WG, sind beide vom Pech verfolgt und werden von unerwiderter Liebe geplagt. Das Chaos wird perfekt, als die Freundin von WG-Kumpel Mario einzieht. Können ein sorgenvoller Bruder, die Polizei und eine Motorradgang Björn aus den Fettnäpfchen retten, in denen er ständig landet? Und bekommt er seinen Nutella-Mann? Oder hat Untier wieder das letzte Wort?

Unterhaltsam, stellenweise auch witzig, aber ein wenig seicht

— marstraveller
marstraveller

Eine Screwball Komödie der besonderen Art in den Hauptrollen Untier und sein Wonneproppen

— Grumel
Grumel

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  • Unterhaltsame Wohlfühlgeschichte mit einer wunderbaren heimlichen Hauptfigur

    Untier hat das letzte Wort
    marstraveller

    marstraveller

    11. July 2016 um 16:59

    Die Geschichte über den Pechvogel Björn ist unterhaltsam, in einem lockeren, unkomplizierten Schreibstil verfasst und bietet ein ganzes Repertoire an sehr sympathischen Figuren. Aber die Begeisterung der meisten anderen Rezensenten kann ich nicht teilen. Humor und Komik, die das Grundgerüst des Romans bilden, hätten nach meinem Geschmack gerne etwas subtiler und nicht so übertrieben slapstickhaft sein können. Der Spannungsbogen für die Liebesgeschichte zwischen Björn und Lionil ist nach der Hälfte des Buches beendet. Was danach kommt, wirkt auf mich überwiegend redundant. Selbst die Formulierungen, mit denen der Ich-Erzähler seine Gefühle ausdrückt, wiederholen sich und können bald nicht mehr überraschen und dadurch auch nicht mehr wirklich berühren. Sehr gelungen ist meiner Ansicht nach die Konzeption des Beos „Untier“. Seine Kommentare (und teilweise auch die Reaktionen der Menschen darauf) sind witzig und geben der jeweiligen Situation erfrischenden Esprit. Schon allein wegen dieser heimlichen Hauptfigur, die dem Titel entsprechend in jeder Situation das letzte oder zumindest das ausschlaggebende Wort hat, ist das Buch lesenswert, auch wenn die Art, wie der Beo mit den Menschen kommuniziert, eher ins Reich des Fantastischen gehört und mit einem leichten Augenzwinkern vermittelt wird. „Untier hat das letzte Wort“ ist sicher eine liebenswerte Wohlfühlgeschichte, aber auf mich wirkte die Story insgesamt zu seicht. Alle kleinen oder auch größeren Probleme, die den Pechvogel Björn plagen oder mit denen er in seinem Umfeld konfrontiert wird, lösen sich allzu schnell in Wohlgefallen auf. Man hat zwar das Gefühl, dass die extrem glatten und oft unglaubwürdigen Problemlösungen mitunter einen ironischen Unterton besitzen und nicht ganz ernst gemeint sind, aber mich konnte diese Form des Erzählens nicht ganz überzeugen.

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  • Unterhaltung, bei der kein Auge trocken bleibt

    Untier hat das letzte Wort
    Koriko

    Koriko

    22. January 2016 um 12:51

    Story: Als Gott das Pech verteilt hat, hat Björn Marschner mit wehenden Fahnen „HIER“ geschrien. Anders ist die Tollpatschigkeit und die Zielgenauigkeit, mit denen er jedes Fettnäpfchen mitnimmt, einfach nicht zu erklären. Einziger Lichtblick in Björns chaotischem Leben ist sein bester Freund Mario, mit dem er in einer WG zusammenlebt und sein Haustier – ein vorlauter Beo namens Untier, der mit Vorliebe Filmzitate zum Besten gibt und nichts unkommentiert lässt. Das hilft ihm jedoch nicht um seinen Schwarm Lionil für sich zu gewinnen, bei dem er nach etlichen Bierchen und fünf Männern in einem Schwulenclub den Ruf des Flittchens weg hat. Als sein Leben endgültig im Keller angekommen ist, bekommt Björn Hilfe von unerwarteter Seite: seinem besorgtem Bruder, Marios neuer Freundin, einer Rockergang und sogar der Polizei. Und sogar Lionel ist nicht ganz so unerreichbar, wie er immer gedacht hatte … Eigene Meinung: Mit dem Roman „Untier hat das letzte Wort“ legt Sandra Busch ein spritziges, unterhaltsames Buch vor, das angenehm aus der breiten Masse hervorsticht. Die Autorin hat bereits mehrere Romane im deadsoft Verlag veröffentlicht, lässt dabei kein Genre aus und arbeitet oft mit der Autorin Sandra Gernt zusammen. Die Geschichte ist spritzig und überraschend anders, wenngleich es natürlich darum geht, wie Björn seinen Traummann Lionel für sich gewinnen kann. Allerdings ist das Ganze wirklich amüsant in Szene gesetzt, da Björn kein Fettnäpfchen auslässt und somit die Lachmuskeln der Leser ordentlich strapaziert. Seien es ungewollte Stunteinlagen, Missverständnisse oder blöde Zufälle – Björn nimmt nahezu alles mit, was ihn immer wieder zum Gespött seiner Umwelt macht. Der Leser ist hautnah dabei, schlittert mit dem Hauptcharakter von einer Misere in die nächste und leidet mit ihm, denn oftmals tut einem der arme Kerl leid. Er ist wirklich vom Pech verfolgt – im Laufe der Geschichte merkt man erst wie sehr. Umso schöner ist es, dass er treue Freunde hat, die zu ihm halten und ihn unterstützen, ebenso dass mit der Zeit für den Pechvogel aufwärts geht. Fans von Romantik und Erotik (zumeist mit einem Augenzwinkern versehen) kommen ebenfalls nicht zu kurz, denn Sandra Busch nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt Björn hemmungslos schmachten und träumen. Hauptgrund, warum „Untier hat das letzte Wort“ so gut funktioniert sind die schillernden Figuren, die sehr lebendig und authentisch daherkommen. Sei es Björn mit seiner Pechsträhne, sein bester Freund Mario mit seiner neuen Flamme oder Lionel, der bei weitem nicht so abgehoben ist, wie es am Anfang scheint – man schließt sie schnell ins Herz, da sie etwas Besonderes sind und fernab der üblichen Stereotypen liegen. Das trifft sowohl auf die Haupt- als auch die Nebenfiguren zu: Sandra Busch hat ein Händchen für angenehme, sympathische Charaktere, mit denen man mitfiebert und mitlacht. Heimlicher Held ist der Beo Untier, der mit seinem Filmzitaten und Kommentaren immer wieder für Lacher sorgt und die Geschichte unheimlich auflockert. Zwar ist fraglich, ob ein Beo wirklich einen solch großen Wortschatz hat, doch das fällt beim Lesen nicht weiter störend auf, immerhin stellt er alle menschlichen Charaktere mühelos in den Schatten. Stilistisch legt Sandra Busch ein solides, sprachlich abwechslungsreiches Werk vor, das man nicht so schnell aus der Hand legen kann. Es macht Spaß die Geschichte mitzuverfolgen und Björn auf seinem Weg zum Glück zu begleiten. Dabei gelingen der Autorin sowohl Beschreibungen und Dialoge, als auch spannende und witzige Szenen. Gerade letztere machen den Charme des Buches aus, denn der Autorin gelingt es den Humor sehr pointiert und an passender Stelle zu setzen, so dass es nie gezwungen oder flach wirkt. Auch erotische Szenen sind für Sandra Busch kein Problem – sie sind abwechslungsreich und sehr ansprechend geschrieben. Fazit: „Untier hat das letzte Wort“ ist ein gelungener Gay Comedy, der vor allem durch witzige Dialoge, tolle Charaktere und eine leicht chaotische Handlung besticht, in die man jedoch schnell eintauchen kann. Man schließt die Figuren, insbesondere den Beo Untier, schnell ins Herz und amüsiert sich köstlich über die vielen kleinen Fettnäpfchen, in die Björn stolpert. Wer Lust nach einem witzigen, unterhaltsamen Buch hat, das sich nur teilweise ernst nimmt, sollte sich Sandra Buschs „Untier hat das letzte Wort“ nicht entgehen lassen. Es bleibt kein Auge trocken.

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