Sandra Dünschede

 3.8 Sterne bei 162 Bewertungen
Autor von Deichgrab, Nordmord und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sandra Dünschede

Sandra Dünschede ist in Nordfriesland aufgewachsen. 2006 erschien ihr erster Kriminalroman »Deichgrab«, der mit dem Medienpreis des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes als bester Kriminalroman in Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Friesenstolz

Erscheint am 12.02.2020 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Friesenstolz

Erscheint am 12.02.2020 als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher.

Alle Bücher von Sandra Dünschede

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Deichgrab (ISBN:9783839221785)

Deichgrab

 (29)
Erschienen am 05.07.2017
Cover des Buches Nordmord (ISBN:9783839233337)

Nordmord

 (23)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Todeswatt (ISBN:9783839210581)

Todeswatt

 (18)
Erschienen am 08.02.2010
Cover des Buches Friesenlüge (ISBN:9783839215197)

Friesenlüge

 (11)
Erschienen am 05.02.2014
Cover des Buches Friesenkinder (ISBN:9783839213988)

Friesenkinder

 (10)
Erschienen am 04.02.2013
Cover des Buches Friesenrache (ISBN:9783899777925)

Friesenrache

 (11)
Erschienen am 04.02.2009
Cover des Buches Nordfeuer (ISBN:9783839212448)

Nordfeuer

 (10)
Erschienen am 13.02.2012
Cover des Buches Kofferfund (ISBN:9783839219195)

Kofferfund

 (7)
Erschienen am 06.07.2016

Neue Rezensionen zu Sandra Dünschede

Neu

Rezension zu "Friesengift" von Sandra Dünschede

Hätte noch mehr Spannung vertragen
sommerlesevor 9 Monaten

"Friesengift" ist der 12. Fall für Thamsen & Co von Sandra Dünschede. Die Regionalkrimireihe erscheint im Gmeiner Verlag.


Als in Dagebüll-Hafen ein Toter entdeckt wird, stellt sich heraus, dass er mit einem Gift ermordet wurde. Der Tote wird als Besitzer eines Tierversuchslabors identifiziert. Liegt das Motiv vielleicht bei den Tierschützern? Kommissar Thamsen übernimmt die Ermittlungen und stösst dabei auf ein dubioses Kosmetikunternehmen, dessen Produkte im Labor des Toten getestet wurden. Auch in der Familie des Opfers liegen mögliche Mordmotive. Mithilfe der Hobbyermittler Haie und Tom findet Thamsen immer mehr Spuren, die ein regelrechtes Geflecht aus Rache, Hass und Geldgier aufzeigen.


Diese Krimireihe und seine Figuren lerne ich durch "Friesengift" kennen. In Nordfriesland scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, doch auch hier ereignen sich Morde.

Im vorliegenenden Fall liegt der Fokus der Ermittler auf der Branche der Kosmetikindustrie, für Produkte, die Anti-Aging-Mittel versprechen wird viel Geld ausgegeben, denn Schönheit wünscht sich jede Frau. Doch bevor die Mittel auf dem Markt erscheinen, müssen sie zahlreiche Tests an Tieren in Labors durchlaufen. Das bringt die Tierschützer auf die Barrikaden. Hat Christensen als Inhaber eines dieser Labors der Hass der Tierschützer das Leben gekostet?

Wie Kommissar Dirk Thamsen durch ein toxikologisches Gutachten erfährt, wurde Christensen durch Schlangengift ermordet. Dieses gilt als Faltenkiller in der Schönheitsbranche.

Thamsens Ermittlungen gestalten sich durch die vielen Verdächtigen schwierig, doch Thamsen nutzt zusätzlich die Informationen des neusten Dorfklatschs von Haie und der Inhaberin des Dorfladens. Sie bringen einige Details ein, die für die Ermittlung der Polizei wichtig sind.
Scheinbar hegen da noch einige Personen einen Groll auf Christensen.
Immer mehr Details kommen ans Licht und neben einigen privaten Einblicken in das Leben von Thamsen und Haie, erfährt man auch mehr über die Verdächtigen. Diese Familienverhältnisse und Lebensprobleme ziehen zwar die Spannung aus der Geschichte, sind aber realistisch und unterhaltsam.

Mit etwas friesisch Platt gewürzt, kommt man den Menschen hier nahe.
Die Krimihandlung hätte ich mir noch spannender gewünscht, denn der Täter wird ziemlich offensichtlich gemacht.


Mir hat es gefallen, wie hier Ermittler und Hobbydetektive zusammenarbeiten. Auf dem Land läuft das eben noch viel familiärer ab. Vom Lokalkolorit hätte ich gern noch mehr gespürt. Bis auf einige Radfahrten, die Verbindungen zum Festland und den Blick auf den Grünstrand konnte ich hier nicht so recht in Urlaubsstimmung kommen. Auch die Gerichte waren nicht die üblichen von der Küste.

Von Schreibstil her ist das Buch flüssig und sehr leicht zu lesen, es gibt einige Wiederholungen über manche Figuren, wie die Haushaltstätigkeit von Haie, die etwas ermüdend zu lesen sind.

Die Charaktere weisen interessante Merkmale auf, doch sie treten nur blass hervor.
Am Ende sorgt die Enttarnung des Täters für einen Anstieg der Spannungskurve.


"Friesengift" ist ein leicht zu lesender Nordfriesland-Krimi ohne Blutvergießen und damit die geeignete Lektüre für den Strandkorb.

Kommentare: 1
89
Teilen

Rezension zu "Friesengroll" von Sandra Dünschede

Groll, Definintion für verhaltener Zorn oder Ärger
Taluzivor einem Jahr

Kommissar Thamsen aus Niebühl ist zum Klassentreffen geladen. Er freut sich auf einen fröhlichen Abend mit ehemaligen Mitschülern. Aber daraus wird nichts. Die damalige Deutschlehrerin Rita Hansen liegt tot auf der Damentoilette. Schnell stellt sich heraus sie wurde erdrosselt.

Thamsen leitet sofort die Ermittlungen in die Wege. Aber schon am nächsten Morgen gibt es einen weiteren Toten. Ein ehemaliger Klassenkamerad hat Selbstmord begangen.

War es wirklich Selbstmord?


„Friesengroll“ von Sandra Dünschede ist ein Kriminalroman indem nicht nur der Kommissar ermittelt. Bei seinen Ermittlungen wird Dirk Thamsen von seinem Freund Haie unterstützt. Haie kann es nicht lassen eigene Nachforschungen anzustellen. Und dies wohl nicht zum ersten Mal.

Während Thamsen immer mal wieder Zeugen und Klassenkameraden befragt, erkundigt Haie sich bei den Dorfbewohner über ihr Wissen und den Dorfklatsch.

Dadurch kommt keine richtige Spannung auf. Außerdem hat man als Leser schon ab Seite 67 eine Tatverdächtige, die auf Seite 78 bestätigt wird. Schade, dass es so offensichtlich ist.

Auch gibt es in dem Buch viele Wiederholungen über das Leben der einzelnen Charaktere: der Kommissar, der sich zu alt für seien junge Familie fühlt, Tom, der seit dem Tod seiner Frau überfordert ist und Haies haushaltstechnische Fähigkeiten zur Versorgung von Tom und Niklas.

Auch das Thema Homosexualität wird dermaßen breitgetreten, dass man glaubt, dass Buch stammt aus einer anderen Zeitepoche.

Wer jetzt denkt, dann ist der Kriminalroman immer noch ein netter Regionalkrimi, der täuscht sich. Literarische Ausflüge ans Meer mit regionalen Beschreibungen fehlen. Dabei ist Haie ständig mit dem Rad unterwegs. Hier hätte die Autorin sicher schöne Landschaftsbeschreibungen unterbringen können.

„Friesengroll“ von Sandra Dünschede ist ein Kriminalroman, dem es an Spannung und regionalen Beschreibungen fehlt.


Kommentieren0
3
Teilen

Rezension zu "Deichgrab" von Sandra Dünschede

Friesisch herb und anders
danielamariaursulavor 2 Jahren

Dies ist eine Neuauflage mit neuem Cover. Die Geschichte spielt ca. 1997.

Als Kind wuchs Tom Meissner bei seinem geliebten Großvater, einem Arzt, auf, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall starben. Als Tom 10 Jahre alt ist, stirbt auch sein Opa und er zieht nach Friesland zu seinem bis dato unbekannten und eigenbrötlerischen Onkel Hannes. Dieser ist verschlossen und lebt sehr zurück gezogen, ohne Kontakt zu anderen Menschen. Doch auch Tom findet keinen Anschluß in der Dorfschule, so daß seine Kindheit fortan sehr einsam ist. Daher zieht er direkt nach dem Abi zum Studium nach München und kommt erst nach der Beerdigung seines Onkels zurück um dessen Nachlass zu regeln. Erst im Gespräch mit dem Pastor erfährt Tom, daß Hannes des Mordes an der 13 jährigen Britta Johannssen, einem Mädchen aus dem Dorf angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde. Das Dorf hielt ihn weiterhin für schuldig und mied daher nicht nur Hannes, sondern auch seinen Neffen Tom. Dieser kann gar nicht glauben, daß sein einsiedlerischer Onkel ein Mörder gewesen sein soll, er hatte als Kind nie Angst vor ihm. Er beginnt Nachforschungen, doch das Dorf schweigt sich ihm gegenüber genauso aus, wie damals. Nur Haie, der schon damals an Hannes Unschuld glaubte durchbricht die Mauer des Schweigens und der Lügen.

Ein Krimi aus der Welt vor den Smartphone und den mobilen Suchmaschinen fürs Handy. Dadurch friesisch entschleunigt aber keine Sekunde langweilig. Die klaustrophobische Atmosphäre des Dorfes und ihre Ablehnung gegenüber Tom sind zum Greifen nah, doch ziehen sie einen beim Lesen nicht hinunter, sondern bauen eine beständige Grundspannung auf die nicht abflacht. Was haben die Dorfbewohner zu verbergen? Welche Lügenkonstrukte kann Tom noch aufdecken? Wie soll er mit seinen Nachforschungen vorankommen, wenn niemand mit ihm spricht? Trotz einer gewissen Düsternis, ist dieser Krimi stets spannend aber nicht negativ. Das fand ich wirklich toll. Ein weiteres Bonbon waren für mich neben dem reinen atmosphärischen Lokalkolorit auch die Informationen zur Geschichte und der Entstehung dieser rauen Landschaft, die die Bewohner und die Literatur gleichermaßen prägt. Durch die Promotionsstudentin Marlene, die Tom bei einem Wildunfall kennenlernt, bekommt man noch einmal Einblick in die Welt Theodor Storms und des Schimmelreiters. Man kann sich den Deichgrafen plastisch auf seinem Pferd hoch oben auf der Deichkrone vorstellen.

Die merkwürdigen Dorfbewohner waren interessant und ich wollte stets wissen, was sie verbindet und was sie verbergen. Die Autorin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, manchmal aus der Ich-Perspektive eines Täters und dennoch ist nicht klar, wer nun Schuld ist, oder ob es mehrere sind.

Auch die persönliche Entwicklung des Protagonisten gefällt mir. Tom, der einsam aufwuchs, findet nun einen echten Freund, auch wenn dieser von ihm sehr verschieden ist, aber die Abneigung gegen das Lügengebilde des Dorfes schweißt sie zusammen. Doch auch auf der romantischen Ebene tut sich was ganz zart bei Tom. Diese Reise in die Vergangenheit, wird für ihn auch eine zu sich selbst.

Dies ist der Debutkrimi der Autorin Sandra Dünschede, von der man seither noch einiges mehr im Gmeiner Verlag entdecken kann. Es hat mich wirklich erstaunt, daß ein Erstling sich so flüssig liest. Trotz 380 Seiten hatte ich kein Bedürfnis den Rotstift anzusetzen und zu kürzen, was ich sonst schon häufiger mal empfinde.  

Kommentare: 3
89
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Friesenschrei (ISBN:undefined)
Wir verlosen auf unserem Blog (leckerekekse/wordpress.de) ein Exemplar des Buches "Friesenschrei"!!!

Sandra Dünschedes neues Buch „Friesenschrei“ spielt wieder in ihrem Heimatdorf Risum-Lindholm in Nordfriesland.
Wenn ihr auch gerne Regionalkrimis lest, ist das sicher das richtige Buch für Euch.

Ich lade Euch ein an der Verlosung eines Exemplars von "Friesenschrei" teilzunehmen:

http://leckerekekse.de/wordpress/buchverlosung-sandra-duenschedes-krimi-...

Teilnahmebedingungen findet ihr im Blogbeitrag.


4 BeiträgeVerlosung beendet
Ich liebe die Nordsee! Brandung, Sonne, Wind, salzige Luft, Möwengekreische...........und um diese Empfindungen auch zu Hause zu haben, suche ich Bücher, die an der Nordsee oder besser noch, auf einer Insel spielen. Wer von euch hat da schon richtig gute Lektüre verschlungen? Einige kenne ich vielleicht schon, sie stehen in meinem Nordseeregal.
22 Beiträge
Zum Thema

Community-Statistik

in 136 Bibliotheken

auf 20 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks