Sandra Dünschede

 3.8 Sterne bei 153 Bewertungen
Autor von Deichgrab, Nordmord und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sandra Dünschede

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Deichgrab

Deichgrab

 (28)
Erschienen am 05.07.2017
Nordmord

Nordmord

 (22)
Erschienen am 01.07.2007
Todeswatt

Todeswatt

 (18)
Erschienen am 08.02.2010
Friesenlüge

Friesenlüge

 (11)
Erschienen am 05.02.2014
Friesenkinder

Friesenkinder

 (10)
Erschienen am 04.02.2013
Friesenrache

Friesenrache

 (11)
Erschienen am 04.02.2009
Nordfeuer

Nordfeuer

 (10)
Erschienen am 13.02.2012
Kofferfund

Kofferfund

 (7)
Erschienen am 06.07.2016

Neue Rezensionen zu Sandra Dünschede

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danielamariaursulas avatar

Rezension zu "Deichgrab" von Sandra Dünschede

Friesisch herb und anders
danielamariaursulavor 10 Monaten

Dies ist eine Neuauflage mit neuem Cover. Die Geschichte spielt ca. 1997.

Als Kind wuchs Tom Meissner bei seinem geliebten Großvater, einem Arzt, auf, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall starben. Als Tom 10 Jahre alt ist, stirbt auch sein Opa und er zieht nach Friesland zu seinem bis dato unbekannten und eigenbrötlerischen Onkel Hannes. Dieser ist verschlossen und lebt sehr zurück gezogen, ohne Kontakt zu anderen Menschen. Doch auch Tom findet keinen Anschluß in der Dorfschule, so daß seine Kindheit fortan sehr einsam ist. Daher zieht er direkt nach dem Abi zum Studium nach München und kommt erst nach der Beerdigung seines Onkels zurück um dessen Nachlass zu regeln. Erst im Gespräch mit dem Pastor erfährt Tom, daß Hannes des Mordes an der 13 jährigen Britta Johannssen, einem Mädchen aus dem Dorf angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde. Das Dorf hielt ihn weiterhin für schuldig und mied daher nicht nur Hannes, sondern auch seinen Neffen Tom. Dieser kann gar nicht glauben, daß sein einsiedlerischer Onkel ein Mörder gewesen sein soll, er hatte als Kind nie Angst vor ihm. Er beginnt Nachforschungen, doch das Dorf schweigt sich ihm gegenüber genauso aus, wie damals. Nur Haie, der schon damals an Hannes Unschuld glaubte durchbricht die Mauer des Schweigens und der Lügen.

Ein Krimi aus der Welt vor den Smartphone und den mobilen Suchmaschinen fürs Handy. Dadurch friesisch entschleunigt aber keine Sekunde langweilig. Die klaustrophobische Atmosphäre des Dorfes und ihre Ablehnung gegenüber Tom sind zum Greifen nah, doch ziehen sie einen beim Lesen nicht hinunter, sondern bauen eine beständige Grundspannung auf die nicht abflacht. Was haben die Dorfbewohner zu verbergen? Welche Lügenkonstrukte kann Tom noch aufdecken? Wie soll er mit seinen Nachforschungen vorankommen, wenn niemand mit ihm spricht? Trotz einer gewissen Düsternis, ist dieser Krimi stets spannend aber nicht negativ. Das fand ich wirklich toll. Ein weiteres Bonbon waren für mich neben dem reinen atmosphärischen Lokalkolorit auch die Informationen zur Geschichte und der Entstehung dieser rauen Landschaft, die die Bewohner und die Literatur gleichermaßen prägt. Durch die Promotionsstudentin Marlene, die Tom bei einem Wildunfall kennenlernt, bekommt man noch einmal Einblick in die Welt Theodor Storms und des Schimmelreiters. Man kann sich den Deichgrafen plastisch auf seinem Pferd hoch oben auf der Deichkrone vorstellen.

Die merkwürdigen Dorfbewohner waren interessant und ich wollte stets wissen, was sie verbindet und was sie verbergen. Die Autorin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, manchmal aus der Ich-Perspektive eines Täters und dennoch ist nicht klar, wer nun Schuld ist, oder ob es mehrere sind.

Auch die persönliche Entwicklung des Protagonisten gefällt mir. Tom, der einsam aufwuchs, findet nun einen echten Freund, auch wenn dieser von ihm sehr verschieden ist, aber die Abneigung gegen das Lügengebilde des Dorfes schweißt sie zusammen. Doch auch auf der romantischen Ebene tut sich was ganz zart bei Tom. Diese Reise in die Vergangenheit, wird für ihn auch eine zu sich selbst.

Dies ist der Debutkrimi der Autorin Sandra Dünschede, von der man seither noch einiges mehr im Gmeiner Verlag entdecken kann. Es hat mich wirklich erstaunt, daß ein Erstling sich so flüssig liest. Trotz 380 Seiten hatte ich kein Bedürfnis den Rotstift anzusetzen und zu kürzen, was ich sonst schon häufiger mal empfinde.  

Kommentare: 3
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abuelitas avatar

Rezension zu "Nordmord" von Sandra Dünschede

geht so
abuelitavor 2 Jahren

Marlenes Freundin Heike wurde ermordet – und das kann und will Marlene nicht fassen. Zusammen mit ihrem Freund Tom und dessen Freund Haie versuchen sie mit aller Kraft, der Polizei zu helfen und den Mörder zu fassen…..

Mir gefiel die Geschichte ganz gut, obwohl bald klar war, um was es genau geht. Das nahm einen großen Teil der Spannung …..leider. Motive sind meistens klar bei diesen Dingen und wer nun genau…so wichtig war das letztendlich dann gar nicht.

Viel wurde vom Privatleben und dem Spazierengehen des Freundestrios geschrieben. Allerdings kam ich der Landschaft dadurch auch nicht richtig näher. 


Und was hier an interessantem über die Gegend und ihre Besonderheiten erzählt wurde (von Marlene) passte irgendwie gar nicht richtig in diese Handlung, zumindest ist das meine Meinung.

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CanisLibrums avatar

Rezension zu "Friesennebel" von Sandra Dünschede

Ein Fall für Kommissar Thamsen und seine Freunde
CanisLibrumvor 2 Jahren

Nach dem ich vor kurzem einen literarischen Abstecher nach Südfrankreich unternommen habe, freue ich mich, nun wieder in bekanntes Terrainzurückzukehren. Ich kann es nicht erklären, aber ohne Zweifel zählen Krimis aus Norddeutschland zu meiner Lieblingslektüre. Aus diesem Grund möchte ich mich beim Gmeiner Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars herzlichst bedanken.

Was ich nicht wusste,  ich gebe zu ich habe ich mich schlecht vorbereitet und habe mich bei der Wahl dieses Buches ausschließlich von dem durchaus gelungen Cover und vom Buchtitel leiten lassen, dass dieses Buch  Bestandteil einer mehrteiligen Buchreihe rund um den Kommissar Thamsen und seinen Freunden Tom und Haie ist. Ich würde jedem raten, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Ich konnte nicht wirklich eine Bindung zu den Dreien herstellen und hatte ständig das Gefühl, dass mir wesentliche Informationen zu den Protagonisten fehlen.

„Olenglück“, so heisst das Pflegeheim in Niebüll, idyllisch gelegen im Legerader Wald. Doch die Idylle wird durch das Verschwinden des Patienten Gustav Nissen empfindlich gestört. Seine Leiche wurde im nahegelegenen Waldstück von Nord-Walkern gefunden. Nachdem festgestellt wurde, dass es sich um keinen natürlichen Tod handeln kann, wird der Fall an Kommissar Thamsen übertragen. Mehrere Theorien werden verfolgt, darunter Erbstreitigkeiten und  illegale Sterbehilfe. Thamsens Freund Haie hatte einen Unfall und liegt seit dessen Reha begonnen hat im Heim Olenglück, was Thamsen mehr als gelegen kommt. Möglicherweise kann der Undercovereinsatz seines Freundes den Nebel lichten.

Wie bereits erwähnt kann ich nicht viel über die Protagonisten sagen. Sie waren zwar alle durchwegs sympathisch beschrieben, doch für mich blieben sie im Verlauf des Buches recht blass. Ich konnte auch keine typischen norddeutschen Eigenheiten bei Thamsen und Co erkennen. Persönlich schade fand ich auch, dass der Großteil der Geschichte entweder direkt im Pflegeheim Olenglück oder in einem Krankenhaus gespielt hat. Der Krimi hätte überall in Deutschland spielen können. Pflegeheime und Krankenhäuser schauen vermutlich überall ziemlich ähnlich aus. Wenn ich einen Friesenkrimi lese, dann möchte ich mir die darin beschriebene Landschaft vorstellen können, mit dem Kommissar gemeinsam auf ein Krabbenbrötchen in irgendeinem idyllischen Hafenstädtchen gehen und nicht auf eine trockene Semmel in einer Krankenhauskantine.

Die Story selbst fand ich aber richtig toll. Unweigerlich musste ich an einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahr 1989 in Wien denken. Damals waren in einem Krankenhaus, mehrere Krankenschwestern als Todesengel unterwegs. In dem Zeitraum von 1983 und 1989 „erlösten“ Sie eine größere Anzahl an Patienten mit tödlichen Morphiumspritzen. Ob es sich aber in diesem Buch um aktive Sterbehilfe handelt, müsst ihr schon selber nachlesen

Fazit

Ich würde dieses Buch  nicht als Regionalkrimi einstufen, vielleicht wollte dies die Autorin auch gar nicht. Obwohl mir viele Dinge gefehlt haben, hat mich das Buch trotzdem gut unterhalten.

Autor

Sandra Dünschede, geboren 1972 in Niebüll/ Nordfriesland und aufgewachsen in Risum-Lindholm, erlernte zunächst den Beruf der Bankkauffrau und arbeitete etliche Jahre in diesem Bereich. Im Jahr 2000 entschied sie sich zu einem Studium der Germanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Kurz darauf begann sie mit dem Schreiben, vornehmlich von Kurzgeschichten und Kurzkrimis. 2006 erschien ihr erster Kriminalroman »Deichgrab«, der mit dem Medienpreis des Schleswig-Holsteinischen-Heimatbundes als bester Kriminalroman in Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin und lebt seit 2011 wieder in Hamburg, wohin es sie als waschechtes Nordlicht zurückzog

www.canislibrum.at

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Gespräche aus der Community

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Gruenentes avatar
Wir verlosen auf unserem Blog (leckerekekse/wordpress.de) ein Exemplar des Buches "Friesenschrei"!!!

Sandra Dünschedes neues Buch „Friesenschrei“ spielt wieder in ihrem Heimatdorf Risum-Lindholm in Nordfriesland.
Wenn ihr auch gerne Regionalkrimis lest, ist das sicher das richtige Buch für Euch.

Ich lade Euch ein an der Verlosung eines Exemplars von "Friesenschrei" teilzunehmen:

http://leckerekekse.de/wordpress/buchverlosung-sandra-duenschedes-krimi-...

Teilnahmebedingungen findet ihr im Blogbeitrag.


Zur Buchverlosung
sunlights avatar
Ich liebe die Nordsee! Brandung, Sonne, Wind, salzige Luft, Möwengekreische...........und um diese Empfindungen auch zu Hause zu haben, suche ich Bücher, die an der Nordsee oder besser noch, auf einer Insel spielen. Wer von euch hat da schon richtig gute Lektüre verschlungen? Einige kenne ich vielleicht schon, sie stehen in meinem Nordseeregal.
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