Deichgrab

von Sandra Dünschede 
3,9 Sterne bei28 Bewertungen
Deichgrab
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danielamariaursulas avatar

Sehr geheimnisvoll, etwas düster aber nicht erdrückend oder depressiv, einfach friesisch herb und geheimnisvoll. Wirklich packend!

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Inhaltsangabe zu "Deichgrab"

- Einmalige Sonderausgabe -

Nach dem Tod seines Onkels kehrt Tom Meissner in das kleine Dorf in Nordfriesland zurück, in dem er selbst einige Jahre seiner Kindheit verbracht hatte. Als er erfährt, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll, will er herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt er nicht nur auf den Widerstand, sondern auch auf die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839221785
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:310 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:05.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.09.2007 bei RADIOROPA Hörbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr geheimnisvoll, etwas düster aber nicht erdrückend oder depressiv, einfach friesisch herb und geheimnisvoll. Wirklich packend!
    Friesisch herb und anders

    Dies ist eine Neuauflage mit neuem Cover. Die Geschichte spielt ca. 1997.

    Als Kind wuchs Tom Meissner bei seinem geliebten Großvater, einem Arzt, auf, nachdem seine Eltern bei einem Autounfall starben. Als Tom 10 Jahre alt ist, stirbt auch sein Opa und er zieht nach Friesland zu seinem bis dato unbekannten und eigenbrötlerischen Onkel Hannes. Dieser ist verschlossen und lebt sehr zurück gezogen, ohne Kontakt zu anderen Menschen. Doch auch Tom findet keinen Anschluß in der Dorfschule, so daß seine Kindheit fortan sehr einsam ist. Daher zieht er direkt nach dem Abi zum Studium nach München und kommt erst nach der Beerdigung seines Onkels zurück um dessen Nachlass zu regeln. Erst im Gespräch mit dem Pastor erfährt Tom, daß Hannes des Mordes an der 13 jährigen Britta Johannssen, einem Mädchen aus dem Dorf angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde. Das Dorf hielt ihn weiterhin für schuldig und mied daher nicht nur Hannes, sondern auch seinen Neffen Tom. Dieser kann gar nicht glauben, daß sein einsiedlerischer Onkel ein Mörder gewesen sein soll, er hatte als Kind nie Angst vor ihm. Er beginnt Nachforschungen, doch das Dorf schweigt sich ihm gegenüber genauso aus, wie damals. Nur Haie, der schon damals an Hannes Unschuld glaubte durchbricht die Mauer des Schweigens und der Lügen.

    Ein Krimi aus der Welt vor den Smartphone und den mobilen Suchmaschinen fürs Handy. Dadurch friesisch entschleunigt aber keine Sekunde langweilig. Die klaustrophobische Atmosphäre des Dorfes und ihre Ablehnung gegenüber Tom sind zum Greifen nah, doch ziehen sie einen beim Lesen nicht hinunter, sondern bauen eine beständige Grundspannung auf die nicht abflacht. Was haben die Dorfbewohner zu verbergen? Welche Lügenkonstrukte kann Tom noch aufdecken? Wie soll er mit seinen Nachforschungen vorankommen, wenn niemand mit ihm spricht? Trotz einer gewissen Düsternis, ist dieser Krimi stets spannend aber nicht negativ. Das fand ich wirklich toll. Ein weiteres Bonbon waren für mich neben dem reinen atmosphärischen Lokalkolorit auch die Informationen zur Geschichte und der Entstehung dieser rauen Landschaft, die die Bewohner und die Literatur gleichermaßen prägt. Durch die Promotionsstudentin Marlene, die Tom bei einem Wildunfall kennenlernt, bekommt man noch einmal Einblick in die Welt Theodor Storms und des Schimmelreiters. Man kann sich den Deichgrafen plastisch auf seinem Pferd hoch oben auf der Deichkrone vorstellen.

    Die merkwürdigen Dorfbewohner waren interessant und ich wollte stets wissen, was sie verbindet und was sie verbergen. Die Autorin erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, manchmal aus der Ich-Perspektive eines Täters und dennoch ist nicht klar, wer nun Schuld ist, oder ob es mehrere sind.

    Auch die persönliche Entwicklung des Protagonisten gefällt mir. Tom, der einsam aufwuchs, findet nun einen echten Freund, auch wenn dieser von ihm sehr verschieden ist, aber die Abneigung gegen das Lügengebilde des Dorfes schweißt sie zusammen. Doch auch auf der romantischen Ebene tut sich was ganz zart bei Tom. Diese Reise in die Vergangenheit, wird für ihn auch eine zu sich selbst.

    Dies ist der Debutkrimi der Autorin Sandra Dünschede, von der man seither noch einiges mehr im Gmeiner Verlag entdecken kann. Es hat mich wirklich erstaunt, daß ein Erstling sich so flüssig liest. Trotz 380 Seiten hatte ich kein Bedürfnis den Rotstift anzusetzen und zu kürzen, was ich sonst schon häufiger mal empfinde.  

    Kommentare: 3
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    S
    seesternchen85vor 2 Jahren
    Guter Krimi mit Schwächen


    Cover: Das Cover finder sehr passend. Auf dem Cover ist wahrscheinlich die Nordsee zu sehen. 




    Meine Meinung: 


    Ich habe noch nie einen Krimi gelesen. Aber ich habe einfach gedacht gebe ich dem Genre eine Chance. Zu Beginn war ich ein wenig verwirrt. Es wurde ohne besondere Anzeichen von Person zu Person gewechselt. Das hätte man vielleicht mit einer kleine Überschrift verhindern können. 
    Aber durch den flüssigen Schreibstil hat man sich nach ein paar Seiten dran gewöhnt. Mir sind die Charaktäre sehr ans Herz gewachsen. Auch die störrischen Einwohner. Nach dem ersten Drittel wollte ich dann auch immer weiter lesen und so habe das Buch innerhalb eines Tages fertig gelesen. Der Krimi hat auch die Sehnsucht nach dem Meer geweckt, so das ichlam Liebsten nach Nordfriesland fahren würde. Aber das Ende kam viel zu plötzlich. Ich hatte das Gefühl als ob der Autorin die Zeit davon gelaufen ist. Ich hätte gerne die Zusammenhänge besser nachvollziehen wollen. Aber alles in allem ein guter Krimi. Daher gebe ich dem Buch 










    Ich hoffe ihr hattet Spass bei der Rezension und wir lesen uns.




    LG Nadine

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    Foerdebuchs avatar
    Foerdebuchvor 2 Jahren
    Heimatkrimi

    Klappentext:
    Nach dem Tod seines Onkels kehrt Tom Meissner in das kleine Dorf in Nordfriesland zurück, in dem er selbst einige Jahre seiner Kindheit verbracht hattte. Als er erfährt, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll, will er herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt er nicht nur auf den Widerstand sondern auch auf die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner.

    Die Personen sind liebevoll und detailliert beschrieben, ich konnte sie geradezu vor mir sehen. Da ich die Gegend kenne in der der Krimi spielt, kann ich sagen, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat (es ihre Heimat), ich konnte alle Wege in den Orten buchstäblich "mitlaufen". Die Geschichte ist flüssig geschrieben und die Spannung hält sich bis zum Ende. Nicht unbedingt ein Heimat-Krimi im herkömmlichen Sinne, es geht auch ein wenig in den Bereich Familiendrama und ich habe mit den Personen "gelitten". Trotz der eigentlichen Geschichte, kommt das "Drumherum" nicht zu kurz und trägt zur Abrundung der Geschichte bei.

    Fazit:
    Nach meiner Meinung für jeden Leser geeignet, der Heimatkrimis mag und Wert auf detaillgenaue Ortsbeschreibungen legt. Wer Personen mag, die charakteristisch auch mal "unbequem" sind und die man sich ohne große Anstrengung vorstellen kann, ist hier genau richtig. Dies wird mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von dieser Autorin bleiben.

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    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 3 Jahren
    Ein klasse Buch

    Nach dem Tod seines Onkels kehrt Tom Meissner in das kleine Dorf in Nordfriesland zurück, in dem er selbst einige Jahre seiner Kindheit verbracht hatte. Als er erfährt, dass sein Onkel ein Mörder gewesen sein soll, will er herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dabei stößt er nicht nur auf den Widerstand sondern auch auf die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner …

    Diesen Krimi habe ich in einem Rutsch durchgelesen.Spannend sehr unterhaltsam und ungewöhnlich in der Geschichte, da man als Leser genauso auf die Gerüchte angewiesen ist wie der Hauptprotagonist. Erst nach und nach klärt sich die Geschichte auf, ist dabei nie langweilig und immer gut ausgedacht.Klaase mehr davon , so sollte ein Regionalkrimi sein !

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    Martjes avatar
    Martjevor 10 Jahren
    Rezension zu "Deichgrab" von Sandra Dünschede

    Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen! Es war spanndend und wurde bis zum Ende nicht langweilig. Kann es nur empfehlen!

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    Fletchers avatar
    Fletchervor 10 Jahren
    Rezension zu "Deichgrab" von Sandra Dünschede

    Nachdem ich erst den Nachfolger Nordmord gelesen hatte, habe ich mir mehr von diesem Buch versprochen. Technisch solide, teils spannend und erst zum Schluß werden Mörder und Motiv klar, was Pluspunkte sind. Doch die Charakterentwicklung war zu schwach, als das ich mehr als 3/5 vergeben könnte. Vor allem die Beziehungen zwischen Hauptprotagonist Tom und Haie bzw. Marlene kommen unerwartet und sind zu unterentwickelt, als das man sie als natürliche Charakterentwicklung sehen kann. Die Autorin unterlässt es die Motive und Bewegründe hinter Entstehung dieser Beziehungen zu erklären, was die Lesefreude für mich erheblich getrübt hat.

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    bahes avatar
    bahe
    blancanievess avatar
    blancanievesvor 2 Monaten
    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 2 Jahren
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    Angrodvor 2 Jahren

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