Sandra Dünschede Friesennebel

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Inhaltsangabe zu „Friesennebel“ von Sandra Dünschede

Gustav Nissen, Bewohner des Pflegeheims ‚Olenglück‘, wird von Nordic-Walkern tot im Legerader Wald in Nordfriesland gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Mann keines natürlichen Todes gestorben ist. Hatte der Sohn des Toten, der durch die hohen Heimkosten sein Erbe gefährdet sah, seine Finger im Spiel? Oder leistet im Heim jemand illegal Sterbehilfe? Kommissar Thamsen verfolgt mehrere Ansätze, doch erst ein Undercovereinsatz seines Freundes Haie im Pflegeheim scheint den Nebel zu lichten…

Toller Schreibstil, spannende Story

— Wuestentraum
Wuestentraum

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  • Ein Fall für Kommissar Thamsen und seine Freunde

    Friesennebel
    CanisLibrum

    CanisLibrum

    13. March 2017 um 21:11

    Nach dem ich vor kurzem einen literarischen Abstecher nach Südfrankreich unternommen habe, freue ich mich, nun wieder in bekanntes Terrainzurückzukehren. Ich kann es nicht erklären, aber ohne Zweifel zählen Krimis aus Norddeutschland zu meiner Lieblingslektüre. Aus diesem Grund möchte ich mich beim Gmeiner Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars herzlichst bedanken.Was ich nicht wusste,  ich gebe zu ich habe ich mich schlecht vorbereitet und habe mich bei der Wahl dieses Buches ausschließlich von dem durchaus gelungen Cover und vom Buchtitel leiten lassen, dass dieses Buch  Bestandteil einer mehrteiligen Buchreihe rund um den Kommissar Thamsen und seinen Freunden Tom und Haie ist. Ich würde jedem raten, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Ich konnte nicht wirklich eine Bindung zu den Dreien herstellen und hatte ständig das Gefühl, dass mir wesentliche Informationen zu den Protagonisten fehlen.„Olenglück“, so heisst das Pflegeheim in Niebüll, idyllisch gelegen im Legerader Wald. Doch die Idylle wird durch das Verschwinden des Patienten Gustav Nissen empfindlich gestört. Seine Leiche wurde im nahegelegenen Waldstück von Nord-Walkern gefunden. Nachdem festgestellt wurde, dass es sich um keinen natürlichen Tod handeln kann, wird der Fall an Kommissar Thamsen übertragen. Mehrere Theorien werden verfolgt, darunter Erbstreitigkeiten und  illegale Sterbehilfe. Thamsens Freund Haie hatte einen Unfall und liegt seit dessen Reha begonnen hat im Heim Olenglück, was Thamsen mehr als gelegen kommt. Möglicherweise kann der Undercovereinsatz seines Freundes den Nebel lichten.Wie bereits erwähnt kann ich nicht viel über die Protagonisten sagen. Sie waren zwar alle durchwegs sympathisch beschrieben, doch für mich blieben sie im Verlauf des Buches recht blass. Ich konnte auch keine typischen norddeutschen Eigenheiten bei Thamsen und Co erkennen. Persönlich schade fand ich auch, dass der Großteil der Geschichte entweder direkt im Pflegeheim Olenglück oder in einem Krankenhaus gespielt hat. Der Krimi hätte überall in Deutschland spielen können. Pflegeheime und Krankenhäuser schauen vermutlich überall ziemlich ähnlich aus. Wenn ich einen Friesenkrimi lese, dann möchte ich mir die darin beschriebene Landschaft vorstellen können, mit dem Kommissar gemeinsam auf ein Krabbenbrötchen in irgendeinem idyllischen Hafenstädtchen gehen und nicht auf eine trockene Semmel in einer Krankenhauskantine. Die Story selbst fand ich aber richtig toll. Unweigerlich musste ich an einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Jahr 1989 in Wien denken. Damals waren in einem Krankenhaus, mehrere Krankenschwestern als Todesengel unterwegs. In dem Zeitraum von 1983 und 1989 „erlösten“ Sie eine größere Anzahl an Patienten mit tödlichen Morphiumspritzen. Ob es sich aber in diesem Buch um aktive Sterbehilfe handelt, müsst ihr schon selber nachlesenFazitIch würde dieses Buch  nicht als Regionalkrimi einstufen, vielleicht wollte dies die Autorin auch gar nicht. Obwohl mir viele Dinge gefehlt haben, hat mich das Buch trotzdem gut unterhalten. AutorSandra Dünschede, geboren 1972 in Niebüll/ Nordfriesland und aufgewachsen in Risum-Lindholm, erlernte zunächst den Beruf der Bankkauffrau und arbeitete etliche Jahre in diesem Bereich. Im Jahr 2000 entschied sie sich zu einem Studium der Germanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Kurz darauf begann sie mit dem Schreiben, vornehmlich von Kurzgeschichten und Kurzkrimis. 2006 erschien ihr erster Kriminalroman »Deichgrab«, der mit dem Medienpreis des Schleswig-Holsteinischen-Heimatbundes als bester Kriminalroman in Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin und lebt seit 2011 wieder in Hamburg, wohin es sie als waschechtes Nordlicht zurückzog www.canislibrum.at

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    Friesennebel
    Wuestentraum

    Wuestentraum

    05. March 2017 um 17:49

    Klappentext: Gustav Nissen, Bewohner des Pflegeheims ‚Olenglück‘, wird von Nordic-Walkern tot im Legerader Wald in Nordfriesland gefunden. Schnell stellt sich heraus, dass der Mann keines natürlichen Todes gestorben ist. Hatte der Sohn des Toten, der durch die hohen Heimkosten sein Erbe gefährdet sah, seine Finger im Spiel? Oder leistet im Heim jemand illegal Sterbehilfe? Kommissar Thamsen verfolgt mehrere Ansätze, doch erst ein Undercovereinsatz seines Freundes Haie im Pflegeheim scheint den Nebel zu lichten. Inhalt: Thamsen und sein Kollege Ansgar Rolfs haben viel zu tun. Im Pflegeheim Olenglück wurde ein Bewohner, Gustav Nissen, ermordet und im Legerader Wald in seinem Rollstuhl abgestellt. Die Ermittlungen kreisen um das Pflegepersonal im Pflegeheim, wo sich nach und nach einige Pappenheimer herauskristallisieren, die die Bewohner bestehlen und alkoholisiert zur Arbeit erscheinen. Auch der Sohn des Toten steht unter Verdacht, seinen vermögenden Vater umgebracht zu haben. Doch Thamsen's Bauchgefühl sagt ihm immer wieder, der Mörder ist im Pflegeheim zu finden. Denn es sterben weitere Bewohner, und die Rechtsmedizin stellt auch hier fest, dass es sich um Morde handelt und nicht um Herzversagen, wie es vom Arzt angegeben wird. Thamsen's Freund Haie, der nach einem schweren Treppensturz in die Kurzzeitpflege muss, lässt sich in das Pflegeheim Olenglück einweisen, um Undercover für Thamsen ermitteln zu können. Doch es wird ihm erst zu spät bewusst, in welche Gefahr er sich dadurch wirklich gebracht hat. Mein Eindruck: Dies ist der erste Krimi, den ich von Sandra Dünschede gelesen habe. Und ich muss sagen, ich war begeistert. Der angenehme, lockere und flüssige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und mich über die Seiten fliegen lassen. Die durchgehende Spannung und die Story selbst, in der es um ein Pflegeheim, die Zustände in der Pflege und Missstände in diesem Beruf ging, was ich außerordentlich interessant fand, konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen und fieberte bis zum Ende mit, wer nun der Mörder war und aus welchen Beweggründen er die Bewohner umgebracht hat. Es blieben keine Fragen offen und Täter und Motiv waren logisch erklärt. Die Charaktere um Thamsen und Ansgar sowie Dörte, die Lebensgefährtin von Thamsen waren realistisch und sympathisch dargestellt. Auch die Darstellung von Beruf und Familie fand ich perfekt dosiert. Private Einschnitte finde ich auch in einem Krimi immer sehr wichtig, um sich ein rundes Gesamtbild machen zu können. Ich habe  eine neue Lieblingsautorin von Kriminalromanen entdeckt und freue mich jetzt schon sehr auf weitere Fälle mit Thamsen und seinem Team. Fazit: Ein rundum gelungener Krimi, toller Schreibstil, interessante Geschichte, Spannung von Anfang bis Ende. Von mir 5 von 5 Sternen.

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