Sandra Gernt Jarid (German Edition)

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Inhaltsangabe zu „Jarid (German Edition)“ von Sandra Gernt

Für mich mal eine ganz neue Erfahrung, die aber durchaus interessant war, vor allem auch, da der Roman eine sinnvolle Handlung hat!

— Themistokeles
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  • Jarid

    Jarid (German Edition)

    Themistokeles

    27. August 2013 um 08:49

    Dieses Buch hier zu lesen war für mich eine ganz neue Erfahrung, denn so etwas habe ich zuvor ehrlich noch nicht gelesen. Was an diesem Buch so anders war, als an allen anderen, ist leicht zu erklären, denn es handelt sich eigentlich um eine Geschichte, wo neben der Haupthandlung die Liebe unter Männern im Mittelpunkt steht, d.h. es kommen doch mehr Homosexuelle in diesem Buch vor, als man sie eigentlich und vor allen Dingen in einer solchen Geschichte erwarten würde. Zumal natürlich der Protagonist da auch nicht aus dem Raster fällt. Auch wenn das für manchen vielleicht ein Grund ist, das Buch nicht in die Hand zu nehmen, fand ich es ehrlich gesagt nicht wirklich schlimm, da das Buch auch einfach eine stimmige und sinnvolle Handlung hatte und man nicht das Gefühl bekommen musste, dass die Autorin alles auf die emotionale Ebene zwischen den Männern beschränkt, sondern es war wirklich so, dass es sich doch, auch wenn ich es zunächst nicht erwartet hätte, ganz harmonisch in die Handlung einfügt. Die wichtigsten Charaktere werden einem auch sehr ausführlich und angenehm vorgestellt, so dass man nach der ersten Einschätzung, dass Jarid eindeutig eher ein etwas weinerliches, tollpatschiges und leicht weibisches Kerlchen ist, das man sehr leicht unterbuttern kann, feststellen muss, dass hinter ihm doch noch mehr steckt, als man zunächst gedacht hätte und gerade auch diese Wandlungsfähigkeit der Charaktere im Lauf ihrer Reise und der Geschichte fand ich toll, denn man merkt einfach, was das Zusammensein und ihre Erfahrungen bei ihnen verändern. Auch die Krieger, die mir erst wie die typischen rohen Barbaren vorgekommen sind, haben sich im Lauf der Romanhandlung sehr verändert und vor allen Dingen waren sie auch alle doch sehr unterschiedlich, so dass man die Masse an Kriegern, die am Anfang sehr gleichförmig wirkte, schnell doch in Einzelpersonen zerlegt hatte. Auch die Handlung an sich und welche Wendungen sie noch so nimmt, ist sehr interessant und ich muss auch sagen, dass ich sowohl in der Handlung an sich, als auch bei den Männergeschichten, nicht unbedingt das erwartet hätte, was ich am Ende dann erfahren habe, auch im allgemeinen fand ich dann zum Ende hin die ein oder andere Reaktion sehr überraschend, teils sogar, obwohl bestimmt nicht amüsant gemeint, auch doch durchaus zum Schmunzeln. Auf jeden Fall mal ein doch ganz anderes Buch, das aber bei weitem nicht schlecht ist, sondern sogar überraschend gut.

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  • Leserunde zu "Jarid (German Edition)" von Sandra Gernt

    Jarid (German Edition)

    Sandra_Gernt

    Liebe LovelyBooks-Gemeinde, ich möchte euch mein Buch "Jarid" vorstellen: Kurzbeschreibung Als Jarid von seinem ungeliebten Bruder einer Gruppe Marút aufgezwungen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er muss schnell lernen, sich mit den furchterregenden Kriegern zu arrangieren; denn sie befinden sich auf der Suche nach dem Siegel des Großfürsten, wodurch sie alle in tödliche Gefahr geraten. Seit Jahrhunderten wird das Siegel von Kriegern und Abenteurern gesucht, doch um es zu finden, braucht man mehr als nur Mut, Kampfgeschick und jene Landkarte, die dem Wissenden den Weg weist … Und weitaus mehr als all das ist nötig, um ein einsames Herz zu erobern. >>> Es handelt sich um Gay Romance/Fantasy, also um Liebe unter Männern. Erotik kommt vor, ist allerdings nur ein sehr geringer Teil der Handlung. Wer sich darauf nicht einlassen möchte, warum auch immer, möge in Frieden weiterziehen. :) Alle anderen möchte ich zur Leserunde einladen. Es gibt fünf Bücher der Printausgabe zu gewinnen, signiert und mit Widmung. Und damit ihr auch wisst, worauf ihr euch einlasst, hier eine Leseprobe: Leseprobe „Setz dich da rüber und sei still.“ Neugierig musterte Rujo den schmal gebauten jungen Mann, der sich folgsam auf eine Bank in der Ecke des Raumes setzte. Er sah zu Boden und gab kein Zeichen, dass er Rujo und seine Männer überhaupt bemerkt hatte. Anhand der hellen blauen Augen und dem struppigen Blondhaar war die Ähnlichkeit mit Ceon unverkennbar, sicherlich war es sein Sohn. Bloß, dass Ceons Haare kurz geschnitten waren und wie Igelstacheln abstanden. Warum der Wirt darauf bestanden hatte, dass der Junge dabei sein musste, blieb vorerst ein Rätsel, doch Rujo hatte ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Eigentlich bei der gesamten Angelegenheit hier, aber sie brauchten die verdammte Karte! Es sprach einiges dafür, den Wirt einfach umzubringen und ihm die Karte abzunehmen, auch wenn das nicht dem Kodex entsprach. Ceon würde einen viel zu hohen Preis dafür verlangen, wissend, dass Rujo auf sie angewiesen war. Das hatte er bereits heute Morgen klar gemacht. Glücklicherweise schien er die wahre Bedeutung dieser Landkarte nicht zu kennen, sonst hätte er sie wohl eher verbrannt … Oder wäre zum Opfer von anderen geworden, die weniger Skrupel besaßen als Rujo. Leider hatte der schlaue Alte dafür gesorgt, dass Dutzende Leute Zeuge wurden, wen er in sein Nebenzimmer geladen hatte. Sie könnten sich nach einem ungerechtfertigten Mord an Ceon niemals mehr in dieser Gegend blicken lassen, was ihr Leben noch mehr verkomplizieren würde. Ganz zu schweigen von der Reaktion seines Lehnsherrn. Nein, Rujo würde geduldig warten, was der Wirt für ein Spielchen treiben wollte. Umbringen konnte er ihn zur Not jederzeit. „Nennst du uns jetzt deinen Preis?“, fragte Tamas betont höflich. Rujo spannte sich an, er kannte seinen Vetter nur allzu genau – wenn Tamas höflich wurde, drohte danach ein Massaker. Er war der Jüngste von ihnen und ein ziemlicher Hitzkopf. „Kein Geld“, sagte Ceon mit einem heiteren Grinsen, das seine Nervosität nicht verbergen konnte. Er schwitzte und hatte die rechte Hand um seine Kitteltasche verkrampft. Vermutlich befand sich darin das Objekt ihrer Begierde. Hoffentlich befand es sich dort! „Also?“, fragte Rujo mit sorgsam gewähltem scharfem Unterton. Ceons Sohn zuckte zusammen, wie er aus den Augenwinkeln wahrnahm. War er als Zeuge hier? Sie könnten womöglich nicht beide gleichzeitig ausschalten, nicht auszuschließen, dass der Kleine angewiesen war, zur Tür zu rennen, sobald jemand eine Waffe zückte. „Wir werden eine Runde Edelknappen spielen.“ Ceons Blick wanderte unruhig zwischen ihnen umher. Sie hatten ihn umringt, um ihn einzuschüchtern. Zumindest das war gelungen. „Wir spielen, ja.“ Der Wirt hustete, hielt sich jedoch tapfer. Er wies auf Rujo, bevor er fortfuhr: „Gewinnst du, erhältst du die Karte sofort. Gewinne ich, schuldest du mir einen Gefallen.“ „Und welcher Gefallen könnte das wohl sein?“, fragte Rujo misstrauisch. Verlangte der Kerl wirklich, er solle sich auf ein Spiel einlassen, bei dem er die Verluste nicht abschätzen konnte? „Keine Sorge, es wird nicht unangemessen sein.“ Ceon lachte mit vorgetäuschter Fröhlichkeit und zog ein Kartenspiel hervor. „Also?“ „Rujo, mach schon, ich will heute noch fertig werden!“, knurrte Tamas. Auch Krys, Hollin und Andrez waren angespannt, beherrschten sich allerdings besser. „Bring erst einmal Essen für mich und meine Gefährten. Ich verlasse mich darauf, dass es aufs Haus geht.“ Rujo beobachtete die Reaktionen des Wirtes sorgfältig – er wirkte erleichtert. Der Mann hatte Angst, warum ging er trotzdem so ein Risiko ein? Warum verlangte er nicht einfach, was er für angemessen hielt? Sie würden ihn niederhandeln müssen, ihre Geldreserven waren knapp bemessen. Wollte er sie mit einem Kartenspiel in Hochstimmung versetzen? Hoffte er, dass sie einem höheren Preis zustimmen würden, wenn sie gewannen? Nun, das würde ein frommer Wunsch bleiben, Rujo würde sich weder von Sieg noch Niederlage beeinflussen lassen. Die Wartezeit, während sie aßen, würde an Ceons Nerven zehren, vielleicht half ihnen das weiter. Verflucht, Tamas hatte schon Monate verloren, um die Karte aufzuspüren, auf eine halbe Stunde kam es da auch nicht mehr an. Ceon wandte sich an den jungen Mann, der unbeteiligt sitzen geblieben war. „Lauf, Jarid, bring vom guten Hammeleintopf. Sag Nika, sie soll Bier …“ „Kein Bier. Zumindest nicht für mich. Ich will einen klaren Kopf behalten“, fiel Rujo ihm ins Wort. „Klares Wasser für uns alle“, bestimmte Krys. Er war der Ruhepol der Gruppe, ein stiller, sehr ernster Mann. Selten, dass er das Wort erhob, doch wenn, hörte ihm jeder zu und fügte sich zumeist ohne Diskussion, was immer er anordnete. Krys gehorchte ausschließlich ihm, Rujo, das allerdings ebenfalls meist ohne Widerspruch. Der junge Mann stand bereits an der Tür, nickte bloß kurz zum Zeichen, dass er die Bestellung verstanden hatte und eilte dann hinaus. Rujo setzte sich an den schweren Eichentisch, sofort gefolgt von seinen Gefährten. Ceon entspannte sich ein wenig, jetzt, wo sie einander nicht länger feindlich gegenüberstanden. Er ließ sich selbst auf einen Schemel niedersinken und wischte sich mit dem Ärmel seines roten Hemdes die Stirn ab. In seiner Nervosität hatte er nicht einmal um Erlaubnis gebeten, mit ihnen an einem Tisch sitzen zu dürfen. Ja, es war die richtige Entscheidung gewesen, ihn hinzuhalten. Ceon hatte sicher damit gerechnet, dass er die Situation beherrschen würde, als er heute Vormittag verlangt hatte, dass sie erst zur achten Abendstunde kommen durften, um den Kauf der Karte auszuhandeln. Verflucht, hätte Lakin nicht in irgendeiner miesen Kaschemme sterben können? Bei einem Wirt, dem niemand glaubt, wenn er behauptet, er sei von Marút bestohlen worden? Aber ein solcher Wirt hätte wohl kaum die Karte aufbewahrt. Niemand sprach ein Wort, bis der junge Mann zurückkehrte, gefolgt von einer drallen Schankmagd. Das Mädchen versuchte mit Tamas zu flirten, der sie allerdings mit einem finsteren Knurren verscheuchte. Sein Vetter ließ normalerweise keine solche Gelegenheit ungenutzt, doch er hatte in den letzten Monaten offenkundig gelernt, seinen Verstand zu gebrauchen. Tamas wusste, was für sie auf dem Spiel stand. „Du bleibst hier, Jarid!“, befahl Ceon barsch. Er trank ein Bier in hastigen Zügen, während Rujo und die anderen schweigend den Eintopf aßen. Das Essen war köstlich, wie üblich – Ceons Taverne gehörte zu den Besten in weitem Umkreis. Rujo sah, dass Krys den jungen Mann scharf beobachtete. Der Kleine wirkte erschöpft und achtete darauf, den Kopf gesenkt zu halten. Gut erzogen, dachte Rujo. Die besser gestellten Gäste niemals anstarren. Ängstlich oder auch nur ansatzweise so nervös wie Ceon schien er nicht zu sein. Was auch immer der Alte vorhatte, der Junge ahnte nichts davon. Er wirkte froh über die unverhoffte Pause, das war alles. Ein Zeuge sollte er sein. Ceons Rücksicherung. Nachdem sie ihr Mahl beendet hatten, räumte Jarid den Tisch frei. Wieder wurde er angewiesen, zurückzukehren und still in seiner Ecke zu bleiben. Diesmal runzelte er die Stirn, protestierte aber nicht. Ceon griff zu den Spielkarten, doch Krys schüttelte den Kopf. „Wenn es genehm ist, will ich erst überprüfen, ob sie in Ordnung sind.“ Widerstandslos wurden ihm die Karten ausgehändigt, was für Rujo Beweis genug war, dass alles seine Richtigkeit hatte. Krys mischte und legte für Rujo und Ceon aus, nur sie beide würden spielen. Edelknappen war ein Spiel, das mit Strategie gewonnen wurde, Glück besaß dabei lediglich eine geringe Rolle. Rujo musste rasch erkennen, dass der so einfältig aussehende fette Wirt ein hervorragender Spieler war. Nach einer Viertelstunde war klar, dass ihm gerade eine demütigende Lektion erteilt wurde. Trotz aller Nervosität blieb Ceon ihm überlegen. Mühelos wurden Rujos Trümpfe beiseite gewischt, und ehe er sich versah, hatte Ceon alle vier Knappen in einer Reihe liegen. Seufzend gab er sich geschlagen. Hoffentlich ließ der Alte doch noch mit sich handeln, sonst würde es heute Nacht ein Blutbad geben. „Ja, hm, damit schuldest du mir einen Gefallen“, flüsterte Ceon ängstlich. Sein Blick flackerte zu Jarid hinüber, der schlagartig erbleichte. „Bruder, ähm, wie soll ich sagen … Mira und ich sind nicht mehr die Jüngsten. Unsere Töchter und Schwiegersöhne haben fleißig gespart und mich letzte Woche ausgezahlt. Die Taverne gehört nun ihnen. Ich werde bald mit Mira ins Dorf ziehen und nur noch gelegentlich hier aushelfen. Du bist … du …“ „Für mich ist kein Platz mehr“, sagte Jarid mit klarer Stimme und verschlossenem Gesicht. Er war aufgestanden, hatte sich die Arme um die Brust geschlungen, als könnte er sich so festhalten. Obwohl er keine Gefühle offen zeigte, wirkte er vollkommen verloren. Rujo wechselte einen ratlosen Blick mit seinen Gefährten. Offensichtlich wurden sie gerade Zeuge eines kleinen Familiendramas. Mit etwas Glück würden sie nur verpflichtet werden, den jungen Mann sicher in die nächstgelegene Stadt zu begleiten – lästig, aber keine harte Aufgabe. „Ihr …“ Ceon hustete nervös, als er sich Rujo zuwandte. „Ich habe einen Vetter zweiten Grades in der Hauptstadt, ein Weinhändler, der bereit wäre, Jarid als Lehrling anzunehmen … Hat mir einen Brief geschickt, letztes Jahr schon …“ „Das ist nicht dein Ernst! Hauptstadt? Du meinst Tybold?“ Fassungslos starrte Rujo den Wahnsinnigen vor sich an, der sich duckte, als würde er Schläge erwarten. In den legendären Zeiten hatte der Großfürst von Tybold aus regiert. Heute war es nur noch dank seiner günstigen Lage als Handelsstadt von Bedeutung, doch die Bezeichnung hielt sich hartnäckig. „Es sind über zweitausend Meilen bis nach Tybold! Die Rokasümpfe liegen auf dem Weg, die nur im Frühjahr oder Herbst durchquert werden können, von allen anderen Gefahren und Hindernissen mal zu schweigen! Diese Reise würde mindestens ein Jahr dauern, mit ausreichend Pech auch zwei, falls sie uns nicht sogar das Leben kostet. Abgesehen davon haben wir Verpflichtungen, die in gänzlich anderer Richtung liegen!“ Rujo merkte, dass er allmählich laut wurde und atmete tief durch. „Wir können ihn nach Fürstenbrück bringen. Sicher wird sich auch dort jemand finden, der den Jungen in die Lehre nimmt“, schlug er hoffnungslos vor. Jarid war um die zwanzig, die Aussichten, dass ihn jemand annahm, waren gering. So schmal gebaut, wie er war, würden die meisten Handwerker sowieso abwinken, obwohl er auf den zweiten Blick sehr zäh wirkte. „Als Schankbursche hat er jede Menge Erfahrung, oder? Warum stellst du ihm nicht ein Empfehlungsschreiben aus?“, fragte Andrez, kaum weniger hoffnungslos. Tavernenwirte waren ein eingeschworener Haufen. Jeder hatte seine eigenen Geheimrezepturen beim Bierbrauen, Schnapsbrennen und der Zubereitung der Speisen. Einem jungen Mann, der aus einer Familie alteingesessener Wirte stammte, würde man vermutlich nicht einmal einen Becher Wasser reichen, sobald er sich zu erkennen gäbe. Die Angst vor Spionen trieb oft seltsame Blüten und wer glaubte schon, dass ein Sohn eines solch guten Hauses woanders unterkommen wollte? In den schlechteren Häusern würde ihm das Schreiben nichts nützen, da man davon ausgehen musste, dass er zu hohen Lohn verlangen würde. Die Klöster nahmen niemanden an, der nicht ein großes Vermögen als Spende mitbrachte. So wie es aussah, gab es nirgends einen Platz für Jarid … Und so blass und niedergeschmettert, wie der Junge da mitten im Raum stand, den leeren Blick in die Ferne gerichtet, war ihm das vollkommen bewusst.

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    • 175
  • Stark und doch Soft, die Krieger der Muráth

    Jarid (German Edition)

    littlemhytica

    10. May 2013 um 16:54

    Jarid betreibt mit seiner Familie eine kleine Taverne in der er von morgens bis abends kellnert und die Gäste umsorgt. Seine Familie besteht eigentlich nur noch aus seinem Bruder, deren Frau und Ihre Kinder. Seine Eltern leben bereits seit längerem nicht mehr. Sein Vater starb vor ein paar Jahren, hat den Brüdern die Taverne zu gleichen Teilen hinterlassen. Aber davon spürt Jarid nichts. Er knechtet sich den ganzen Tag ab und der Dank ist generell nie zu erwarten. Die Mutter starb an seinem Kindbett, was wahrscheinlich auch der Grund ist, weshalb sein Bruder Ceon in so behandelt! Tag ein, Tag aus wird er geknechtet, beschimpft und manchmal bekommt er auch einen Klaps wenn er einfach mal wieder zu langsam ist. Aber er kennt es nicht anders und liebt seine Familie. Rujio und seine Krieger sind Muráth. Großes sagt man Ihnen nach und in allen Reichen werden sie geehrt und man sieht zu Ihnen auf. Als sie in Ceons Taverne absteigen, verfolgen sie lediglich ein Ziel: „Die Karte des Siegels“. Diese ist durch einen Zufall in Ceon´s Hände geraten, als ein verwunderter Mann in seinen Armen starb. Ceon vermutet das die Karte einiges Wert sein muss, wenn Muráth sie haben wollen und kurzerhand hat er Ihnen die Karte nicht nur verkauft, er hat Ihnen auch noch Jarid auf´s Auge gedrückt den Sie zu einem Verwandten bringen sollen. Jarid glaubt nicht daran, ist entsetzt dass Ceon ihn einfach so weg gibt. Die Krieger nehmen ihn mit, wollen ihn aber schnellst möglichst wieder loswerden, da so ein dummer, trotteliger Knecht sie nur aufhält. Doch selbst die Muráth müssen lernen, dass Jarid nicht der ist für den er selbst sich hält. Den er wächst über sich hinaus und letztendlich rettet er ihnen nicht nur einmal das Leben! Er schafft es zu einem angesehenen Mitglied in der Gruppe. Die Autorin bringt uns die Protagonisten sehr schnell mit geschickter Feder nahe und wir lernen sie mehr als gut kennen! Ich selbst hab mich bereits schon nach den ersten 10 Seiten dabei ertappt in Jarid das dumme, hilflose schwarze Lamm und in den Marúth die starken, halbnackten Krieger zu sehen. Was nur auf den ersten Blick so zu sehen ist. Die Geschichte handelt von Jarid, der auf seiner Reise weit über seine Fähigkeiten hinaus wächst und selbst erkennen muss dass er nicht das ist, was die Familie sein ganzes Leben lang aus Ihm gemacht hat. Denn er ist alles andere als ungeschickt, trottelig und dumm. Unter den Kriegern lernen wir Tamas gut kennen, der als Wildfang recht ungestüm ist und anfangs auch sehr voreingenommen Jarid gegenüber ist. Er lehnt ihn ab, nur weil es den Anschein macht er sei an „Klotz am Bein“ dass Sie auf ihrer Reise behindert. Erst als sein Leben in Jarid Händen liegt und dieser alles dafür tut ihn zu befreien, merkt er wie unrecht er ihm getan hat und fängt an sich mit Jarid und seiner Geschichte zu befassen und auseinander zu setzen. Auch andere Charaktere lernen wir hier kennen und schätzen, die nicht direkt im Hintergrund stehen, aber auch nicht die Hauptfiguren sind. Generell werden alle Figuren in dem Roman sehr gut und ausführlich beschrieben, dass man ziemlich schnell weiß mit wem man es zu tun hat. Sehr flüssig erzählt Sandra Gernt Ihre Geschichte. Ohne große Abschweife werden wir durch die Geschehnisse geführt, die teilweise etwas vorrauschauend sind. Aber sie hat auch einige Überraschungen auf Lager, die uns nicht langweilig werden lässt. Die Geschichte von Jarid und den Marúth hat mir gut gefallen und da kein weiterer Teil geplant ist, hoffe ich auf ein oder zwei „ShortStories“ zur Geschichte. Da mir der Schreibstil und die Geschichte so gut gefallen haben, werden weitere der Autorin sicherlich einziehen. Eine Auswahl hierzu finden wir auf ihrer Homepage: http://sandra-gernt.de

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  • 4 1/2* Die Ehre der Marut!

    Jarid (German Edition)

    Bathory

    10. May 2013 um 08:47

    Das COVER zeigt passend einen Krieger mit Schwert. Die Farbe, die einem Lichtspiel gleicht, gefällt mir hier sehr gut! ZITAT: Während er voranging, fühlte er verstohlen seine Lippen. Er konnte Jarid noch immer schmecken, und auch das fühlte sich richtig an... INHALT: Jarid wird von seinem älteren Bruder an eine Gruppe Marút verspielt. Ihm bleibt keine Wahl als sich mit den furchterregenden Kriegern zu arrangieren, welche sich auf der Suche nach dem Siegel des Großfürsten befinden. Seit Jahrhunderten wird dieses Siegel gesucht, doch um es zu finden, braucht man mehr als nur Mut, Kampfgeschick und eine mysteriöse Landkarte. Zur Verwunderung aller, erweist sich Jarid nicht als eine Last, wie zuerst von den Kriegern angenommen. Ganz im Gegenteil. Aber was ist das Außergewöhnliche an ihm? Riyu, der Anführer der Marút, ist nicht der Einzige, der zunehmend Interesse an dem jungen Mann zeigt. Noch dazu sind Feinde der Gruppe dicht auf den Fersen... LESEEINDRUCK: Der Schreibstil ist bildlich und liest sich flüssig und rasch, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Story lässt auch an keiner Stelle nach und lockt so, sie schnell weiter zu lesen. Dabei überrascht die Autorin auch immer wieder mit neuen Enthüllungen, wie das Geheimnis der Karte, Jarids Wildmagier- Gabe oder den Gefühlsirrungen der Protagonisten. Die Weltgestaltung fliest gut mit ein, ohne mit überflüssigen Details zu langweilen. Auch die Marút sind in ihrem Wesen gut ausgebaut und interessant. Das Buch beginnt bereits damit, dass Jarid an die Marút "abgeschoben" wird, da sein Bruder, Ceon, und dessen Frau, keinen Platz mehr für ihn haben und die Schenke an jemand anderen vererbt wird. Ohne eine richtige Wahl geht Jarid mit den fremden Kriegern und damit auf eine gefährliche Reise. Die Gruppe der Marút besteht aus Riyu, dem Anführer, Krys, dem Erfahrenen, Tamas, Andrez und Hollin. Die unterschiedlichen Charaktere sind sympathisch und gut dargestellt. Scheint es zu Beginn so, als wären Riyu und Jarid dazu bestimmt, zu einander zu finden, ändert sich das noch in den ersten Kapiteln. Jarid hat auf eine Art etwas sehr Unschuldiges und Ehrliches an sich, ist aber auch oft sehr tatkräftig, tapfer und entschlossen. Also süß, aber nicht immerzu hilflos. Tamas Charakter fand ich sehr interessant, mit seiner tragischen Vergangenheit und seiner Art sich zu verhalten. Außerdem ist er nur gefährlich, wenn er höflich ist. Dann gibt es meistens Tote, das fand ich sehr amüsant. Auch der Verbündete Dameron, der bei der Entschlüsselung der Karte eine wichtige Rolle spielt, sowie seine Frau Zelina sind als Nebencharaktere gut beschrieben. Die Feinde bleiben jedoch längere Zeit recht distanziert. Erst gen Ende gibt es noch zwei, die kurz näher vorgestellt werden. Explizite Erotikszenen kommen hier erst später, dafür sind diese dann aber sehr schön beschrieben, ohne eine obszöne Ausdrucksweise anzunehmen. Auch die Gefühlswelt der Protagonisten ist während des gesamten Buches toll geschildert. Am Ende fügen sich die Handlungsstränge gut zusammen. Was mir dabei besonders gut gefallen hat, war das zweite entstandene Liebespaar. FAZIT: Wer die Werke von Sandra Gernt kennt, wird von Jarid sicher nicht enttäusch werden. Und Lesern, die nicht nur Erotik, sondern auch eine spannende Handlung wollen, kann ich das Buch nur empfehlen!

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