Sandra Gernt L(i)ebenswert

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Inhaltsangabe zu „L(i)ebenswert“ von Sandra Gernt

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    L(i)ebenswert

    Bathory

    27. August 2013 um 09:17

    Das COVER zeigt einen der Hauptprotagonisten des Buches und darunter einen Fluss mit Steinen. Die gelbe Schrift passt gut und die Nebeleffekte runden alles ab. INHALT: Der Bannerführer von Nadisland, Geron, verhindert, dass ein Kriegsgefangener totgeschlagen wird, aber er weiß nicht, wen er da gerade gerettet hat... LESEEINDRUCK: Im Land herrscht Krieg. Der junge Ninosh wird gefangen genommen und dabei alles andere als anständig behandelt. Als Geron dazwischen geht, hat er keine Ahnung, wer der junge Vjalacher eigentlich ist und welche Verbrechen er begangen hat. Als auch der Kommandant keine Gnade walten und ihn an einen Baum, in der Kälte gefesselt und bewusstlos lässt, ohne die Erlaubnis einer Versorgung durch den Feldscher, wird Geron die Angelegenheit immer seltsamer. Sein Mitleid veranlasst ihn, den Gefangenen mit in sein Zelt zu nehmen und seine Wunden zu versorgen, aber als Ninosh gesteht ein Mörder vieler zu sein, weiß Geron nicht mehr, was richtig ist und was falsch ist, geschweige denn wie er sich ihm gegenüber nun verhalten soll. Und er muss sich noch länger mit seinen Gefangenen herumschlagen, denn bei einem Schiffsunglück haben sie nur einander. Aber können sie sich vertrauen? Die Geschichte ist aus der Sicht beider Hauptcharaktere geschrieben und wechselt sich Szenenweise ab, was dem Leser einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Männer bietet und einem so ihre Zweifel näher bringt. Geron ist ein anständiger Mann, der auch seine Vergangenheit tragen muss und nun ständig zwischen Mitgefühl und Hass schwankt. Ein Teil von ihm kann Ninosh nicht vergeben, aber der andere fühlt sich zu ihm hingezogen. Dieses Verlangen steigert sich, je länger er in Ninoshs Nähe ist. Auch Ninosh quält seine Vergangenheit, aber er bereut seine Tat nicht. Eigentlich möchte er sogar sterben, was sich im Verlauf der Handlung natürlich ändert. Was wirklich im Laufe seines Lebens geschah und weshalb er gemordet hat, bzw. wen, zeigt sich erst gen Ende der Geschichte und überrascht. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Handlung reißt einen sofort mit. Die Protagonisten sind einem sympathisch und ihre Taten sind nachvollziehbar. Ihr innerer Kampf ist gefühlvoll beschrieben und ergreift auch den Leser, ist doch lange nicht klar, was es mit Ninosh wirklich auf sich hat. Nebencharaktere runden die Geschichte ab, erscheinen aber zu wenig oft, um einen ans Herz zu wachsen. Die Erotik kommt nicht zu kurz und ist, wie bei der Autorin zu erwarten, gefühlvoll und explizit beschrieben. Durch die Situation der beiden Männer wird klar, dass sie sich nicht gleich um den Hals fallen, aber einander entziehen können sie sich auch nicht für immer. Die Story hat einige überraschende Wendungen parat und am Ende findet sich alles gut, wirkt aber nicht unglaubwürdig, sondern passt zu der Geschichte.   FAZIT: Gefühlvolle und erotische Liebesgeschichte im Krieg! Hätte aber mit knapp hundertfünfzig Seiten gerne noch länger sein können.

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