Sandra Harding Das Geschlecht des Wissens

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Inhaltsangabe zu „Das Geschlecht des Wissens“ von Sandra Harding

Ein evtl. fruchtbarer Versuch, die Erkenntnistheorie für den Feminismus nutzbar zu machen.

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  • Feminismus + Erkenntnistheorie = ?

    Das Geschlecht des Wissens
    Admiral

    Admiral

    03. January 2016 um 11:56

    Der Feminismus. Ist er eine Theorie ? Ist er eine Bewegung ? Ist er eine zeitgenössische Modeerscheinung ? Eventuell auch ein revolutionärer Wandel ? Oder sogar eine radikale Ideologie ? Ich sags euch: keine Ahnung. Irgendwie ist der Feminismus etwas, das überall ein Thema ist, in aller Munde liegt, sich aber doch mehr oder weniger einer engeren Definition entzieht. Vielleicht liegt das daran, dass er so inhomogen ist ? Bestimmt liegt es auch daran, dass er so umstritten ist (zB die viel diskutierte feministische Abschlussarbeit Rosenbrocks, seht dazu mal hier: http://de.wikimannia.org/Hinrich_Rosenbrock oder hier: http://sciencefiles.org/2012/02/06/rosenbrock-ii-feministischer-plagegeist/ rein). Ausgangspunkt ist also: ich wollte mich mal schlau machen, was hat es denn nun mit diesem Feminismus auf sich. Natürlich, ihr habt recht ! Da greift man vielleicht nicht gleich zu einem methodisch und inhaltlich so hyperspeziellen Buch (das hab ich dann eben auch bereut, um ehrlich zu sein). Ich will aich ganz offen mit Euch sein. Ich glaube, das ist einfach zu hoch für mich. Ich habe das Buch nach 132 Seiten (etwas mehr als ein Drittel) abbrechen müssen. Die Arbeit ist methodisch und inhaltlich viel zu abstrakt und hintergründig für mich. Dazu kommt noch, dass es einen furchtbaren Schreibstil aufweist UND auch noch lediglich eine (schlechte ?) Übersetzung aus dem Englischen ist. Zu folgendem bin ich jetzt ja natürlich nicht wirklich berechtigt, aber lasst mich dennoch mal versuchen, einzelne Gedanken zu formulieren. Bitte korrigiert/ergänzt/etc. mich, wenn euch etwas auffällt, was ich übersehen oder missverstanden haben könnte (kann sehr gut sein !). Ich versuche das Buch mal so zu fassen: Sandra Harding versucht mit diesem Buch "Das Geschlecht des Wissens" (1994) die Wissenschaft der Epistemologie (Erkenntnistheorie) für den Feminismus nutzbar zu machen oder den Feminismus in ebendieser zu etablieren. Soweit so gut. Zunächst versucht sie zu ergründen, welche Rolle diese Wissenschaft überhaupt für den Feminismus spielt (Teil 1; S. 13-29). Anscheinend ist diese Verbindung der Erkenntnistheorie mit dem Feminismus zu dem Zeitpunkt (beachtet das Entstehungsjahr !) nur sehr rudimentär gegeben. Im 2. Teil (S. 33-118) ergründet sie die Wechselwirkungen zwischen emanzipierten ( und feministischen ?) Frauen allgemein (?). Wie jede andere neuaufstrebende und sich etablieren wollende unterprivilegierte  Gruppe, führ(t)e auch der Feminismus zu einer Neujustierung alter Denkmuster und Verhaltensweisen. ZB beeinflusse er sexistische Metaphern innerhalb der Forschungen. Erst im 3. Teil (S. 121-204) scheint Harding dezidiert den Bezugspunkt zwischen Feminismus und der Erkenntnistheorie aufzumachen und beginnt mit einer Definition der feministischen Erkenntnistheorie und ihrer theoretischen/methodischen Unterströmungen (zB "fem. Empirismus", ab S. 127). Bitte behaltet im Hinterkopf, dass ihr alles (oben und unten) mit einem großen Fragezeichen von mir lesen müsst, weil mir einfach mal saumäßig viel unklar war und ist ! Einige punktuelle Einthemen und -aspekte will ich gerne noch ansprechen, die mich teilweise zum Grübeln brachten. 1. Interessant fand ich ihre Definition (??) des Sexismus (S. 44). Oft sei Sexismus auf personeller Ebene gar nicht so erlebbar, weil Männer tatsächlich nicht selten Frauen als gleichberechtigte Partner betrachten. Das verschleiere allerdings nur den Sexismus, da er ein Charakteristikum auf kultureller und institutionalisierter Ebene sei. 2. Harding ist es besonders wichtig, dass (natur)wissenschaftliche Bildung unbedingt umfassend auch auf Frauen ausgeweitet werden soll (S. 44). Hier frage ich mich dann allerdings, wer dann noch vorzüglich in fürsorglichen Verhaltensweisen (die sie auf S. 42f. thematisiert) ausgebildet werden soll. Ihr Fokus liegt hier sehr stark auf der Gleichberechtigung der Frau zum Mann. Aber mMn denkt sie diesen Gedanken nicht zu Ende. Eine der potenziell negativen Folgen dieser Entwicklung ist die Vernachlässigung der Nachkommen, die dann in staatlichen (oder sonstigen) Institutionen (Kindergarten, Hort, Ganztagsschule, etc.) eingefrachtet werden (diesen Gedanken habe ich evtl. bei Gaschke: Die Erziehungskatastrophe gelesen. Evtl. habe ich sogar etwas zu diesem Buch hier geschrieben. Könnt ja mal nachsehen, wenn ihr Lust habt. :D). Mir gehts nicht darum, nun den Schluss zu ziehen: Frauen zurück an den Herd, sondern eher um eine egalitäre Behandlung. Frauen KÖNNEN das tun, sie SOLLEN nicht. Und Männer soll auch die Möglichkeit gegeben werden, sich in den fürsorglichen Verhaltensweisen bilden zu lassen: Männerquote in Erziehungsberufen ! :D Nein, Spaß. Keine Ahnung, wie das gehen soll. Nur eins weiß ich: so gehts schonmal nicht. 3. Harding fordert (S. 47) in Physik udn allg. in den Naturwissenschaften mehr Frauen. Ich verstehe, wieso. Aber wozu ? Sollte das nicht egal sein ? MMn sollten wir uns hin und wieder an die Idee (das Ideal ?) halten, dass es keine Rolle spielt, welches Geschlecht was macht. 4. Hin und wieder verweist Harding (zB S. 57-60) auf sexistische Sichtweisen als Ausdruck für wissenschaftlichennund kulturellen Sexismus. Ist das nicht etwas überbewertet ? Oder sind diese Feministinnen (zB eben Harding) nicht etwas überempfindlich ? Kann man sowas nicht mit Humor nehmen ? Ihre Beispiel sind nicht sonderlich aufschlussreich, deswegen kann ich mir wohl nur ein recht schlechtes Bild davon machen, aber schlimm fände ich es erst dann, wenn Männer keine sexistischen Metaphern von Frauen ertragen könnten. 5. Manchmal habe ich das Gefühl, Harding baut konstruierte Fronten auf. Es wirkt ein wenig so, als wären die Fronten Frauenschaft vs. Männerschaft. Dass es so große Gruppen geben kann, wage ich mal auf Grund der krassen Inhomogenität (Parallelbeispiele seien Bauern udn Erdöllieferanten !) stark zu bezweifeln. Dabei finde ich ihre grobe Einschränkung des Feindbilde auf männlich/wohlhabend/weiß/christlich/westlich nur wenig hilfreich. 5. das dauerhafte Binnen-I nervt hart. was soll das denn ?? Okay, kurz noch zum Abschluss. Das hier soll quasi ein Brainstorming zum Buch sein. :D Nicht mehr, aber auch nicht wneiger. Das Thema Feminismus bleibt bei mir noch immer präsent und aktuell. das Buch werde ich garantiert zu Ende lesen (nur nicht jetzt).

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