Sandra Henke

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Lovelybooks Bewertung

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Interview mit Sandra Henke

Interview mit LovelyBooks, Mai 2011

1) Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Mein erstes Buch erschien 2001. Es handelte sich um ein Kinderbuch. Damals arbeitet ich noch in einer Kinderarztpraxis und fing, inspiriert durch eine Familien-Zeitschrift an, Kindergeschichten zu schreiben. Irgendwann reizte mich die Herausforderung "Roman", ich ging online und begann mich nach Gleichgesinnten und Verlagen umzuschauen und Schreibratgeber zu lesen. Längst hatte ich Blut geleckt. Heutzutage kann ich mir ein Leben ohne Schreiben nicht mehr vorstellen. Es ist meine absolute Leidenschaft!

2) Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Kein bestimmter Autor. Ich hatte nie Idole oder Ideale. Mich beeindrucken meist bestimmte Stärken eines Autors, denn niemand ist perfekt. Zum Beispiel finde ich die Vergleiche in den Flavia-de-Luce-Romanen grandios. Sie sind witzig, aber nicht zu abwegig.

3) Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ideen entstehen meist unterbewusst, irgendwann sind sie plötzlich da. Manchmal sehe und höre ich jedoch auch etwas, das mich zu einem neuen Roman inspiriert oder meine Überlegungen in eine Richtung lenken. Just sah ich einen asiatischen Film und plötzlich kam mir eine neue Idee zum vierten Teil der Alpha-Reihe. Ich verwarf meine bisherige Idee, prüfte, ob die neue Bestand hat und bin glücklich über den Durchbruch

4) Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich beantworte jede E-mail prompt, bin meistens, aber nicht immer, auf der Frankfurter und der Leipziger Buchmesse und gebe hin und wieder Lesungen, aber letztere sind eher rar geworden, da die Lust, Lesungen zu veranstalten, in meiner Heimatstadt und Umgebung leider gering ist.

5) Wann und was liest Du selbst?

Ich lese immer. Na ja, fast. ;) Lesen ist ein Drang, ich muss lesen, muss immer Nachschub im Haus haben. Ich bin ein großer Krimi-Fan, lese aber auch Phantastisches und bin stets auf der Suche nach skurrilen Büchern. Der Trend zur Dystopie kommt meinem Lesegeschmack auch sehr entgegen.

6) Wie hat es sich angefühlt, als du dein erstes eigenes Buch in deinen Händen hieltest?

Grandios! Jedes eigene Buch ist etwas Besonderes. Der eigene Text, den man bisher nur in einem schnöden Word.Dokument kannte, sieht in einem gedruckten Buch anders aus, er wirkt tatsächlich auch anders. Außerdem liebe ich Covers!

7) Was war eines der überraschendsten Dinge, die Du beim Schreiben gelernt hast?

Ich schaue mir die Menschen mit ihren Gesten, Macken und Ticks etc. genauer an, versuche hinter die alltäglichen Verhaltensmuster zu gucken und analysiere unbewusst mehr, weil in einem Roman bestenfalls auch alles eine Bedeutung hat. Leider vermiest eben das auch so manches Buch und so machen Film, denn es fällt mir schwer, nur zu konsumieren. Logikfehler in der Handlung und unlogische Verhaltensmuster der Figuren, mögen sie auch noch so unbedeutend sein, fallen mir sofort auf und reißen mich aus der Geschichte heraus.