Sandra Lüpkes

 4.1 Sterne bei 764 Bewertungen
Autorin von Das kleine Inselhotel, Die Schule am Meer und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sandra Lüpkes (©)

Lebenslauf von Sandra Lüpkes

Sandra Lüpkes geboren 1971, aufgewachsen auf der Nordseeinsel Juist, lebt in Münster und Ostfriesland, wo sie als Autorin und Sängerin arbeitet. Ihre sympathische und tatkräftige Kommissarin Wencke Tydmers ermittelt bereits in sechs Kriminalromanen. „Typisch für Lüpkes sind sinnesgewaltige Beschreibungen, so plastisch, dass man gleich mitten im Geschehen ist“, urteilte die Westdeutsche Allgemeine über „Die Blütenfrau“. Und Caren Miosga urteilte „Sandra Lüpkes kann es – und sie kann es gut“ (Caren Miosga, Kulturjournal, NDR Fernsehen).

Alle Bücher von Sandra Lüpkes

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Buchformat:
Cover des Buches Das kleine Inselhotel (ISBN: 9783499266485)

Das kleine Inselhotel

 (104)
Erschienen am 02.05.2014
Cover des Buches Die Schule am Meer (ISBN: 9783463407227)

Die Schule am Meer

 (88)
Erschienen am 10.03.2020
Cover des Buches Inselhochzeit (ISBN: 9783499270390)

Inselhochzeit

 (64)
Erschienen am 30.05.2015
Cover des Buches Inselträume (ISBN: 9783499272257)

Inselträume

 (46)
Erschienen am 22.04.2016
Cover des Buches Inselfrühling (ISBN: 9783499272264)

Inselfrühling

 (43)
Erschienen am 24.03.2017
Cover des Buches Todesbraut (ISBN: 9783423213097)

Todesbraut

 (43)
Erschienen am 01.07.2011
Cover des Buches Das Hagebutten-Mädchen (ISBN: 9783499235993)

Das Hagebutten-Mädchen

 (40)
Erschienen am 03.05.2004
Cover des Buches Die Sanddornkönigin (ISBN: 9783499238970)

Die Sanddornkönigin

 (37)
Erschienen am 01.04.2005

Neue Rezensionen zu Sandra Lüpkes

Neu

Rezension zu "Die Schule am Meer" von Sandra Lüpkes

Eine eigene Welt
Lilofeevor 11 Tagen

Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der 

Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle.

Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer,

der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, 

sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. 

Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. 

Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?


Dieser Roman ist spannend erzählt.

Die Gruppe der Lehrer, tatkräftig und voller Ideale sind wundervoll gezeichnete Charaktere.

Ihr Pioniergeist ist so richtig ansteckend. Wie Freiheit, Kameradschaft und ein kritischer Geist gefördert wurden.

Die reformpädagogische Schule am Meer auf der Nordseeinsel Juist bestand nicht einmal zehn Jahre und wurde

von den Einheimischen argwöhnisch beobachtet. Weder Schüler noch Lehrer hatten es besonders leicht.

Aber, wenn man schon bis an den Rand der Welt reisen muss, um eine Schule zu gründen, 

gibt man nicht so schnell auf. Das wird alles mit einer gewissen Leichtigkeit erzählt.

Das Leben dort als Lehrer und auch als Schüler. Das harte Klima und vor allem die politischen Änderungen,

die so schleichend kommen, machen deutlich wie schnell sich das nationalsozialistische Gedankengut

im Alltag durchsetzen konnte. Die Schule selbst ist auch nicht davon befreit. Das muss sogar 

die Mitbegründerin und Jüdin Anni Reiner am eigenen Leib erfahren. Am Ende war die Schule pleite und wurde von den Nazis geschlossen. Ein sehr gut recherchierter Roman der leider einige Längen hat.

Trotzdem finde ich ihn sehr lesenswert denn er erzählt eine Geschichte die in Vergessenheit geraten ist.

Eine sehr gelungene Verknüpfung von historischen Fakten und Fiktion.

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Rezension zu "Die Schule am Meer" von Sandra Lüpkes

Interessanter und vielschichtiger Roman über das Schicksal eines kleinen Internats in der Nordsee in der Zeit der NS-Zeit.
duchessofmarvellousbooksvor 20 Tagen

Klappentext:

Juist, 1925: Tatkräftig und voller Ideale gründet eine Gruppe von Lehrern am äußersten Rand der Weimarer Republik ein ganz besonderes Internat. Mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft: die jüdische Lehrerin Anni Reiner, der Musikpädagoge Eduard Zuckmayer, der zehnjährige Maximilian, der sich mit dem Gruppenzwang manchmal schwer tut, sowie die resolute Insulanerin Kea, die in der Küche das Sagen hat. Doch das Klima an der Küste ist hart in jeder Hinsicht, und schon bald nehmen die Spannungen zu zwischen den Lehrkräften und mit den Insulanern, bei denen die Schule als Hort für Juden und Kommunisten verschrien ist. Im katastrophalen Eiswinter von 1929 ist die Insel wochenlang von der Außenwelt abgeschlossen. Man rückt ein wenig näher zusammen. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?


Meinung:

Der Roman „Die Schule am Meer“ von Sandra Lübkes, aus dem Rowohlt Verlag, ist eine kraftvolle, authentische und atmosphärische Erzählung über die Geschehnisse der Vorkriegszeit - bis hin zur Machtergreifung Hitlers, die am Beispiel der individuellen Erlebnisse der Charaktere, die im Internat leben und arbeiten nähergebracht werden. So wird Geschichte wieder lebendig.


Ich muss gestehen, dass ich etwas länger für das Buch gebraucht habe. Schon lange habe ich nicht mehr so ein dickes Buch gelesen und aufgrund der Thematik, musste ich den Stoff zwischendurch sacken lassen.

Eindrucksvoll schildert Lübkes diese Zeit sowohl gesellschaftlich als auch menschlich. 

Der Fokus liegt hauptsächlich auf dem Leben der Schüler und Lehrer und den fortschrittlichen pädagogischen Ansätzen des Internats. Interessant fand ich auch, wie viele bekannte Persönlichkeiten sie beherbergt hat wie der Jüdin Anni Reiner, Beate Uhse oder der Sohn von Alfred Döblin. 


Hervorragend wird beschrieben, wie die Situation für Juden, Kommunisten und Andersdenkende immer brenzliger wurde. Die Charaktere sind so lebendig und greifbar, als wäre die Zeit wirklich relativ. Dabei berührt vor allem die subtile Einfühlung der Gefühlswelt der Figuren. Durch die Perspektivenwechsel lernt man diese immer besser kennen und leidet mit ihnen. Stilmittel, wie das man die Reaktion der Figuren auf dramatische Ereignisse erst im Rückblick erfährt, machen die Erzählung noch aufregender.


Es ist großartig, wie Lübkes die vergessene jüdische Lehrerin Anni Reiner, die Schulleiter Martin Luserke in seiner Version der Geschichte immer totgeschwiegen hat, wieder aus der Vergessenheit holt. Anni Reiner hat mit ihrem Mann Paul die Schule mitgegründet und hat sie weitgehend finanziert. Sie musste diese, frisch verwitwet mit vier Kindern verlassen, als Antisemitismus und Nationalsozialismus die "Schule am Meer" erreichten. Der Schulleiter ließ sie dabei im Stich.

„Im Leben geht es nicht um Angst. Auf den Mut kommt es an.“

Ein weiter Pluspunkt ist, dass es wahnsinnig gut recherchiert ist und voller wahrer Begebenheiten ist. Die Autorin wälzte hunderte Briefe, Zeitungsausschnitte, Logbücher und Dokumente. Im Nachwort wird erläutert, was Fiktion und was Realität ist, toll!


Fazit:

Dies ist ein beeindruckender Roman, der vor allem deutlich macht, wie rasant sich nationalsozialistisches Gedankengut im Alltag durchsetzen kann. Selbst an Orten, an denen man es so nicht vermutet. 

Dies ist ein Buch, für  alle, die historische Romane und  Internatsgeschichte mögen sowie sich für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Sehr zu empfehlen. 


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Rezension zu "Die Schule am Meer" von Sandra Lüpkes

Eine besondere Schule und ihre Geschichte...
nicigirl85vor einem Monat

Den Roman habe ich geschenkt bekommen und da die Handlung kurz vor Eintreten des Nationalsozialismus spielt, war ich natürlich sehr neugierig darauf.

In der Geschichte geht es um das Lehrerehepaar Anni und Paul Reiner, die zusammen mit Kollegen eine gänzlich neue Art von Schule auf der Insel Juist errichten. Hier gelten zwar auch Regeln, aber die Kinder bekommen keinen strengen Frontalunterricht, sondern haben die Möglichkeit sich nach ihren Fähigkeiten zu entwickeln. Doch die neue Schule stößt nicht auf sonderlich viel Gegenliebe bei den Insulanern. Wird sich die Gemeinschaft rund um Familie Reiner trotzdem durchsetzen können?

Ehrlich gesagt hatte ich vom Buch erwartet, dass man vom nahenden Nationalsozialismus und den damit immer größeren Schwierigkeiten zu lesen bekommt, aber davon war nur am Rand etwas spürbar. Stattdessen wird einem das Inselleben sehr idyllisch und abenteuerlich beschrieben, was mir persönlich gut gefallen hat.

Die Handlung wird uns als Leser aus unterschiedlichen Perspektiven nahe gebracht, denn mal begleitet man den ein oder anderen Schüler, mal die Lehrer und mal einzelne Einheimische. Im Fokus steht dabei aber stets das Vorankommen und die Entwicklung der Schule.

Ich mochte sehr, dass nicht nur immer eitel Sonnenschein herrscht, sondern die agierenden Figuren auch Schicksalsschläge zu ertragen haben, aber nie so hart, dass man gänzlich dran verzweifelt.

Meine Lieblingsfigur war ganz klar Moskito, der eigentlich Maximilian heißt und aus dem weiten Bolivien kommt. Er hat sich am meisten von allen Schülern zu seinem Vorteil entwickelt und man spürte mit ihm zusammen wie gut ihm diese besondere Schule tut und wie sich im gleichen Zuge auch die Schule immer mehr zum Positiven entwickelt.

Bedrückt hat mich die Gegenwehr der Einheimischen, denn die neuen Lehrer tun ja niemanden auf der Insel etwas zu Leide und werden dennoch dauernd angefeindet und müssen einiges an Schikanen ertragen.

Die Darstellung des Eiswinters 1929 hat einen Gänsehautschauer beschert. Ich habe auch schon kalte Winter erlebt, aber so etwas gewiss nicht.

Ich mochte sehr, dass die Handlung auf wahren Begebenheiten beruht und dass es Fotos der echten Schüler und ihrer Schule im Buch gibt, sowie eine Skizze der damaligen Anlage. So konnte man sich noch besser einfühlen.

Fazit: In meinen Augen eine Feel- Good- Geschichte, die mich berührt hat. Gern spreche ich eine Empfehlung aus. Prädikat gut!

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Schule am Meer

Juist, 1925: Eine Gruppe von Lehrern gründet voller Ideale ein ganz besonderes Internat am äußersten Rand der Weimarer Republik. Doch können diese Ideale umgesetzt werden, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?

Juist, 1925: Am Rande der Weimarer Republik liegt ein ganz besonderes Internat, gegründet von einer Gruppe von Lehrern, voller Ideale.
Anders soll diese Schule sein, mit eigenen Gärten, Seewasseraquarien und Theaterhalle.
Doch die Insulaner beobachten die Schule argwöhnisch, ist sie doch in ihren Augen ein Hort von Juden und Kommunisten. Bis eines Tages der Eiswinter von 1929 die Inselgemeinde zwingt zusammenzurücken. Aber kann es Hoffnung geben, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?  


Bewerbt euch* für eins von 20 Exemplaren von »Die Schule am Meer« von Sandra Lüpkes, die wir zusammen mit dem Rowohlt Verlag verlosen, indem ihr auf folgende Frage antwortet:


Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!


Mach mit bei der Buchverlosung: 

Wir suchen 20 Rezensent*innen für "Die Schule am Meer" von  Sandra Lüpkes. Die Rezension soll bis zum 30. März auf LovelyBooks sowie mindestens drei weiteren Seiten geteilt werden.
309 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Inselfrühling
Wer ist wind- und wetterfest genug, an dieser Leserunde teilzunehmen? 
Im vierten Band der Reihe rund um Jannike Loog und ihr Team im alten Leuchtturmwärterhaus geht es nämlich stürmisch zu. Frühlingsgefühle bei Windstärke zwölf sozusagen. 
Ich freue mich auf meine Stammleser und auf jede, der zum ersten Mal im kleinen Inselhotel eincheckt - keine Sorge, das Buch kann auch gelesen werden, wenn man die Vorgänger nicht kennt.  




592 BeiträgeVerlosung beendet

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