Sandra Lüpkes

 4,2 Sterne bei 1.041 Bewertungen
Autorin von Die Schule am Meer, Das kleine Inselhotel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sandra Lüpkes (©)

Lebenslauf

Sandra Lüpkes geboren 1971, aufgewachsen auf der Nordseeinsel Juist, lebt in Münster und Ostfriesland, wo sie als Autorin und Sängerin arbeitet. Ihre sympathische und tatkräftige Kommissarin Wencke Tydmers ermittelt bereits in sechs Kriminalromanen. „Typisch für Lüpkes sind sinnesgewaltige Beschreibungen, so plastisch, dass man gleich mitten im Geschehen ist“, urteilte die Westdeutsche Allgemeine über „Die Blütenfrau“. Und Caren Miosga urteilte „Sandra Lüpkes kann es – und sie kann es gut“ (Caren Miosga, Kulturjournal, NDR Fernsehen).

Neue Bücher

Cover des Buches Ein Ort, der bleibt (ISBN: 9783463000671)

Ein Ort, der bleibt

(76)
Neu erschienen am 17.04.2026 als Gebundenes Buch bei ROWOHLT Kindler.

Alle Bücher von Sandra Lüpkes

Cover des Buches Die Schule am Meer (ISBN: 9783499276774)

Die Schule am Meer

(128)
Erschienen am 25.01.2022
Cover des Buches Das kleine Inselhotel (ISBN: 9783499266485)

Das kleine Inselhotel

(116)
Erschienen am 02.05.2014
Cover des Buches Das Licht im Rücken (ISBN: 9783499006654)

Das Licht im Rücken

(94)
Erschienen am 10.12.2024
Cover des Buches Ein Ort, der bleibt (ISBN: 9783463000671)

Ein Ort, der bleibt

(76)
Erschienen am 17.04.2026
Cover des Buches Inselhochzeit (ISBN: 9783499270390)

Inselhochzeit

(73)
Erschienen am 30.05.2015
Cover des Buches Inselträume (ISBN: 9783499272257)

Inselträume

(52)
Erschienen am 22.04.2016
Cover des Buches Inselfrühling (ISBN: 9783499272264)

Inselfrühling

(48)
Erschienen am 24.03.2017
Cover des Buches Todesbraut (ISBN: 9783423213097)

Todesbraut

(43)
Erschienen am 01.07.2011

Neue Rezensionen zu Sandra Lüpkes

Cover des Buches Ein Ort, der bleibt (ISBN: 9783463000671)
RenaMs avatar

Rezension zu "Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes

RenaM
Sandra Lüpkes - Ein Ort, der bleibt

Die Autorin Sandra Lüpkes ist sehr erfolgreich mit ihren immer gelungenen Kriminalromanen und als Drehbuchautorin (Wilsberg, Friesland u.ä.). Aber auch mit historischen Romanen konnte sie mich bislang überzeugen.

Diesmal allerdings fand ich den Roman um den Botanischen Garten in Istanbul und drei Frauen mit ihrem Sorgen unendlich langweilig und dröge. Es geschieht so gut wie nichts, es gibt zu viel Beschreibung, ellenlange Auflistung von Wegen und Straßen, die die Protagonistinnen entlanggehen und dazwischen viel um Pflanzen und Blumen.

Im Mittelpunkt steht einmal Magda Heilbronn, eine Professorengattin aus Münster, die mit ihrer Familie 1933 in die Türkei auswandert, da ihr Mann Jude ist und nicht arbeiten darf. Ihr Mann Alfred ist Botaniker und wird nach Istanbul berufen, um dort an der Uni zu lehren und den Botanischen Garten aufzubauen.

Ihm zur Seite gestellt wird die Doktorandin Mehpare, die gleichzeitig für ihn übersetzt. Sie genießt die zu dieser Zeit stattfindenden gravierenden Umwälzungen in der türkischen Gesellschaft, die ihr als Frau z.B. erlauben, zu studieren.

Und dann gibt es noch den Erzählstrang, der im Heute spielt und dessen Hauptfigur ist Imke, Stadtplanerin, die mit ihrem Kollegen bzw. Chef nach Istanbul geschickt wird, um dort alte Gebäude und Komplexe zu sanieren oder umzugestalten. Dazu gehört auch der Botanische Garten.

Trotz der mit der Geschichte der Nazizeit verbundenen Story um Magda ist auch diese wenig fesselnd und wenig interessant. Es wird furchtbar viel geredet um Dinge, die die Handlung aber weder voranbringen noch packende Informationen enthalten. Es treten sehr viele Figuren auf, deren Hintergründe nicht immer wirklich von Belang sind. Insgesamt sind alle Figuren eher blass, distanziert, wecken keine Empathie, kein Mitfühlen.

Mehpare wäre noch die interessanteste Figur, aber auch ihre Geschichte wird eher dröge erzählt und kann nicht recht überzeugen oder fesseln. Am nervigsten aber war der Erzählstrang um Imke, eine ebenso unsympathische und uninteressante Figur, wie auch ihr Vorgesetzter Kai, ein schrecklich arroganter Chauvi. Der Sinn dieser Perspektive erschloss sich mir überhaupt nicht, das hätte es grundsätzlich nicht gebraucht.

Dazu der viel zu häufige Wechsel der Erzählperspektiven, so dass man immer dann, wenn man endlich wieder halbwegs hineingefunden hatte in eine Handlung, sofern es überhaupt eine gab, die diesen Namen verdient, gleich wieder rausgerissen wurde. So gab es nach Seite 300 plötzlich sogar noch weitere Perspektiven.

Insgesamt war dieser Roman wirklich eine Enttäuschung für mich, ich hatte mir eine ähnlich packende und historisch interessante Geschichte erhofft wie in Sandra Lüpkes Roman „Das Licht im Rücken“ um die Leica-Kamera und die dahinterstehende Familie.

Dennoch bleibe ich ihr Fan und hoffe nun auf ihr nächstes Buch.

Sandra Lüpkes - Ein Ort, der bleibt
Rowohlt polaris, April 2026
 Gebundene Ausgabe, 495 Seiten, 25,00 €

Cover des Buches Ein Ort, der bleibt (ISBN: 9783463000671)
bblubbers avatar

Rezension zu "Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes

bblubber
bereichernd

Das Buch hat mich auf ganz viele Arten sehr angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.

Ich weiß wenig über Istanbul und das Thema eines botanischen Garten in dieser Stadt hat mich als Ehepartner einer Biologin und Besitzer eines großen Gartens sofort fasziniert.

Im Zentrum stehen Menschen, die es wirklich gegeben hat. Das gibt dem Ganzen eine wichtige Klangfarbe und macht es noch eindringlicher.

Das Thema kluge und studierte Frauen in einer von Männern dominierten Zeit spielt ebenso eine Rolle, wie die sozialen und politischen Umbrüche damals und die Gesamtsituation nicht nur in der Türkei sondern auch in Europa. Aber auch Pflanzen und die Wissenschaft fließen scheinbar nahtlos ein.

Für mich war es ein bereicherndes Leseerlebnis. Ich habe neues erfahren und tolle Frauen kennen gelernt, die es verdient haben, dass ihre Geschichte erzählt wird.

Cover des Buches Ein Ort, der bleibt (ISBN: 9783463000671)
Furbaby_Moms avatar

Rezension zu "Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes

Furbaby_Mom
Herrlich atmosphärisch!

Manche Bücher liest man und spürt noch während der Lektüre: sie verändern etwas in einem. "Ein Ort, der bleibt" gehört für mich ganz eindeutig zu meinen all-Time-Highlights. Dieses Buch bleibt im Herzen.

Ich weiß jetzt schon: Ich werde nie wieder durch einen botanischen Garten gehen können, ohne an diesen wunderbaren Roman zu denken. An Istanbul. An diesen besonderen Garten. An die Menschen, die in der Türkei Zuflucht fanden. An all die Einzelschicksale.

Bereits "Die Schule am Meer" hatte mir in puncto Figurenzeichnung enorm gut gefallen, doch mit ihrem aktuellen Werk hat die Autorin sich für mich komplett übertroffen.

Besonders faszinierend fand ich den historischen Hintergrund. Obwohl ich sehr gerne historische Romane rund um die Zeit des Zweiten Weltkriegs lese, war mir dieser Aspekt der Geschichte bislang völlig unbekannt: Dass viele jüdische Akademiker:innen während Hitlers Regime in die Türkei flohen und dort unter Atatürk aufgenommen wurden. Allein dieses Thema machte den Read für mich schon außergewöhnlich und unglaublich bereichernd.

Im Mittelpunkt steht unter anderem der jüdische Genetiker Alfred Heilbronn, der in Münster seine Lehrbefugnis verliert und schließlich mit seiner Familie nach Istanbul flieht. Dort entsteht auf einer Brandruine ein botanischer Lehrgarten, ein Ort voller Hoffnung, Wissen und Neubeginn, nicht nur für ihn und seine Familie.

Apropos: Insbesondere die Passagen aus Sicht seiner Frau Magda haben mich berührt. Während sie in Deutschland oft lediglich in ihrer geschätzten Rolle als Frau Doktor existierte, beginnt sie in Istanbul plötzlich aufzublühen. Auf der Reise trinkt sie Champagner, entdeckt neue Seiten an sich, lernt Türkisch und findet Schritt für Schritt zu einer Version ihrer selbst, die zuvor kaum Raum hatte zu existieren. Diese Entwicklung wurde so feinfühlig, atmosphärisch und lebendig erzählt, dass ich vollkommen darin versunken bin.

Überhaupt ist Atmosphäre eine der ganz großen Stärken dieses Romans. Sandra Lüpkes erschafft ein Istanbul, das sich nicht nur lesen, sondern fühlen lässt. Ich konnte die Wärme beinahe spüren, den Duft der Pflanzen riechen und die Geräusche der Stadt hören.

Zusätzlich gibt es die Perspektive von Mehpare, die zunächst als Assistentin für Professor Heilbronn arbeitet, sowie die Gegenwartsebene rund um Imke. Auch sie erlebt durch den Aufenthalt in Istanbul einen tiefgreifenden Wandel, und auch ihre Geschichte hat mich emotional sehr bewegt. Die Dynamik mit ihrer Mutter, ihr ständiges Verantwortungsgefühl, das Gefühl selbst eher die Mutterrolle einzunehmen, all das wurde unglaublich authentisch dargestellt. Umso schöner war es mitzuerleben, wie Imke langsam lernt loszulassen und zu erkennen, dass ihre Mutter durchaus ihren eigenen Weg finden kann (und muss).

Sandra Lüpkes verknüpft mehrere Perspektiven und Zeitebenen miteinander, ohne dass je etwas überladen wirkt. Im Gegenteil: Alles greift so geschickt ineinander, dass ein unglaublich stimmiges Gesamtbild entstanden ist.

Es ist offensichtlich, wie viel Herzblut der Recherche in diesem Buch steckt. Ich hatte das große Glück, eine Buchbox zu gewinnen, der unter anderem ein Interview mit der Autorin beilag. Darin erzählte sie, dass sie selbst die Strecke von Münster nach Istanbul mit dem Zug gereist ist (!) - genau wie einst ihre Figuren. Sie lebte eine Zeit lang in der Türkei, besuchte die Gewächshäuser und folgte den Spuren ihrer Protagonistinnen. Und genau das spürt man beim Lesen auf jeder einzelnen Seite. - Diese Verbundenheit mit Istanbul, mit den Frauen. Man wird selbst ein bisschen eins damit.

Für mich ist dieses herausragende Werk daher weit mehr als 'nur' ein historischer Roman. Es ist eine Geschichte über Neuanfänge, Freiheit, Identität, Verlust, Heimatgefühl, Selbstfindung und darüber, wie sehr Orte Menschen verändern können.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 

Was für ein starker, beeindruckend atmosphärischer Roman! Schon beim Lesen des Klappentextes war mir klar, dass mich hier ein ganz außergewöhnlicher Read erwarten würde, und zwar nicht nur im Hinblick auf das Setting. - Ein absolutes Lesehighlight und eines jener seltenen Bücher, die man nicht mehr vergisst. 

Gespräche aus der Community

Juist, 1925: Eine Gruppe von Lehrern gründet voller Ideale ein ganz besonderes Internat am äußersten Rand der Weimarer Republik. Doch können diese Ideale umgesetzt werden, wenn der Rest der Welt auf den Abgrund zusteuert?

304 BeiträgeVerlosung beendet
Wer ist wind- und wetterfest genug, an dieser Leserunde teilzunehmen? 
Im vierten Band der Reihe rund um Jannike Loog und ihr Team im alten Leuchtturmwärterhaus geht es nämlich stürmisch zu. Frühlingsgefühle bei Windstärke zwölf sozusagen. 
Ich freue mich auf meine Stammleser und auf jede, der zum ersten Mal im kleinen Inselhotel eincheckt - keine Sorge, das Buch kann auch gelesen werden, wenn man die Vorgänger nicht kennt.  




590 BeiträgeVerlosung beendet
madamecuries avatar
Letzter Beitrag von  madamecurie
Hallo liebe Sandra,entschuldige das ich so lange zum Lesen brauchte,mir hat dein Buch sehr gut gefallen,vor allem auch spannend ,nur einen sehr nervigen Vater hat Jannike,vor allem fand ich so witzig das Oma Maria ihm ein extra ekeligen Teller hingestellt hatzum Essen,beim Kochwettbewerb ,Lach.Rezi ist bei Lovleybook und Facebook bei Amazon muß ich sie noch reinstellen.Danke das ich es lesen durfte.


Wir möchten Euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen. Unter allen Bewerbungen verlosen wir 10 Exemplare des Titels "Acht Leichen zum Dessert" vom Krimi-Camp.


Zum Inhalt:

Wenn Privatdetektiv Wilsberg auf Julius Eichendorff trifft, wenn Herbie Feldmann und Siggi Seifferheld gemeinsame Sache machen … Acht Autoren und ihr einzigartiges Krimi-Experiment!

 

In einem kleinen Nest in einem entlegenen Winkel der Eifel steht das Stammhaus des berühmten Pudding-Imperiums "Tante Tine". Die alte Unternehmensgründerin Albertine Bernardy will anlässlich des Firmenjubiläums ihre Nachfolge klären und hat zu diesem Zweck die Familie um sich versammelt. Aber ein plötzlicher Todesfall erschüttert das kleine Dorf, und die Festlichkeiten drohen in einer Katastrophe zu enden.

Zum Glück befinden sich zur gleichen Zeit acht berühmte Ermittler vor Ort: Privatdetektiv Wilsberg, Spürnase Britta Brandner, Hobbydetektiv Vincent Jakobs, Meisterkoch Julius Eichendorff, LKA-Profilerin Wencke Tydmers, Privatdetektiv Waldo, Kommissar a. D. Siegfried Seifferheld und der Spinner Herbie Feldmann. Sie alle stecken mit einem Mal mitten in einem vertrackten Kriminalfall, wie er ihnen bislang noch nicht begegnet ist.

 

Ein Fall mit nicht weniger als acht Leichen, geschrieben in nur acht Tagen von acht Autoren:

Das Krimi-Camp: HInter dem Pseudonym A.N.Onym verbergen sich acht der renommiertesten deutschen Krimiautorinen und -autoren (Jürgen Kehrer, Sabine Trinkaus, Kathrin Heinrichs, Carsten Sebastian Henn, Sandra Lüpkes, Peter Godazgar, Tatjana Kruse und Ralf Kramp), die bereits im Jahr 2013 ins "Krimi-Camp" gingen. In einer einsamen Villa nahe der polnischen Grenze entstand der gemeinsame Kriminalroman "8". Sportliche Voraussetzung für dieses literarische Experiment war schon damals, dass man ohne vorherige Planung in die achttägige Schreibklausur ging. Das Leben und Arbeiten in der damaligen wie auch in der diesjährigen Schrebstube kann man www.facebook.com/DasKrimiCamp und unter "Das Krimi-Camp" bei youtube mitverfolgen.



Klingt spannend? Dann bewirb dich jetzt für eines von zehn Büchern und schreibt uns einfach in die Kommentare, wo ihr eure Rezension veröffentlichen werdet! :)

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