Sandra Margineanu

 4.8 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Post this book, Der gute Riese und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sandra Margineanu

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 (12)
Erschienen am 13.06.2016
Der gute Riese

Der gute Riese

 (5)
Erschienen am 11.06.2018
Ein Zebra als Ehrengast

Ein Zebra als Ehrengast

 (1)
Erschienen am 13.03.2017
Heidi

Heidi

 (0)
Erschienen am 16.01.2017

Neue Rezensionen zu Sandra Margineanu

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Rezension zu "Der gute Riese" von Sandra Margineanu

Vermittelt Wertschätzung und zeigt, was gelebte Freundschaft bedeutet
Damarisvor 5 Monaten

Der Titel des Bilderbuches "Der gute Riese" klingt wie im Märchen der Brüder Grimm. Genau das war es auch, was das Buch für uns so anziehend machte. Das, und die beeindruckenden Zeichnungen, die auf den ersten Blick für eine ganz besondere Stimmung bei Vorlesern und Betrachtern sorgen. Denn wir lieben Märchen!

Ein Riese ist alleine durch seine Größe beeindruckend. Das kann in vielen Situationen zwar hilfreich sein, führt aber auch dazu, dass sich viele Menschen oder Kinder vor einem Riesen fürchten - weil er anders ist. Genau das erzählt Opa seinem Enkel Billy. Im Städtchen der beiden wird die Stadtmauer angemalt, aber keiner kommt bis oben hin. Doch Opa kennt jemanden, der helfen könnte. Ganz nebenbei erzählt er von den guten Taten, die der Riese bereits vollbracht hat. Billy ist zwar interessiert und kann sich an vieles erinnern, aber so ganz glaubt er die Geschichten seines Opas nicht. Bis er eines Tages vor dem Riesen steht. Er ist gigantisch groß und er ist anders. Billy läuft davon. Wird es ihm gelingen, dem Riesen zu zeigen, dass er ihn mag und ihm für seine Hilfe dankbar ist, obwohl er nicht der Norm entspricht?

Das Bilderbuch hat eine schöne Grundaussage, die allerbestens veranschaulicht wird. Jeder redet heutzutage von Toleranz und Akzeptanz. Doch in der Praxis sieht es oft anders aus. Wie gerne nehmen wir die normalen Dinge und angenehme Situationen des Lebens als gegeben hin, doch sobald jemand anders ist, fällt es uns schwer tatsächlich tolerant zu sein und Akzeptanz zu leben. Billy zeigt, dass es auch anders geht.
Dazu sind die Illustrationen so bewundernswert, dass man sich lange damit beschäftigen kann. Manchmal wirken sie wie ein seitenfüllendes Suchbild, dann zeigen wieder einzelne Szenen und sind dabei sehr niedlich und humorvoll, aber auch einfühlsam. Die phantastische Wirkung passt sehr gut zur Geschichte.

Fazit ...
"Der gute Riese" ist ein Bilderbuch, das Wertschätzung vermittelt und zeigt, was gelebte Freundschaft bedeutet - auch, oder gerade, wenn jemand anders ist als man selbst. Die Geschichte wurde mit eindrücklichen Bildern unterlegt, mit denen die Stimmung phantastische Stimmung im Bilderbuch ganz zauberhaft eingefangen wird. Ein schönes (Vor)-Leseerlebnis für Groß und Klein.

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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Der gute Riese" von Sandra Margineanu

Eine wundervolle, magische Geschichte zum Thema Anderssein, Toleranz, Vorurteile, Freundschaft
Kinderbuchkistevor 6 Monaten

Eine wundervolle, magische Geschichte
zum Thema
Anderssein, Toleranz, Vorurteile, Freundschaft
und der Kraft der Fantasie
für Kinder ab 4 Jahren


Schon das Cover wirkt irgendwie magisch. Wunderbar fängt David Litchfield die Stimmung der Welt  in der Nacht ein. Bunte Dächer im Schein des Mondes. Dieser Anblick zieht uns förmlich in das Buch hinein. Schlagen wir es auf sehen wir einen Ort in nächtlicher Ruhe. In einigen Häusern brennt noch Licht. Auf den Straßen ist es leer. Nur wenn man ganz genau hinschaut entdeckt man zwischen zwei Häuserdächern einen bärtigen Mann, den Riesen.
Was der wohl mitten in der Nacht draußen macht?
Wir werden es erfahren.
Das Titelblatt wartet mit einem Bild auf, dass man sich sehr genau anschauen sollte, denn was im ersten Augenblick aussieht wie eine Insel auf der ein Opa und sein Enkel beim Angeln zu sehen sind ist in Wirklichkeit..... ich verrate es nicht. Unsere Lesekinder haben es zumindest nicht alle gleich gesehen und als es einer entdeckte sagten einige." Quatsch!"
Und nun beginnt die fantastische Geschichte von Billy, seinem Opa und dem Riesen, den keiner kennt außer Opa.
Billy und seine Freunde  möchten ihre Stadtmauer verschönern. Eine triste Mauer ist nicht einladend und so versammeln sich viele Ziegelhausener an der Mauer um sie mit einem lebendigen Panorama  ihres Ortes zu verschönern. Da sehen wir Häuser, die so bunt sind wie die der Bewohner, Bäume, das Meer und ein Schiff, doch der obere Teil der Mauer ist braun wie die Steine, denn dort hin kommt niemand. Selbst mit der Leiter ist keiner so groß um dort zu malen. Schade denkt sich Billy und Billys Opa weiß Rat, denn er kennt jemanden "der Hände hat so breit wie Tischplatten..... und Beine so lang wie Baumstämme ....". Billy kennt Opas Geschichten schon. Die Rede ist von dem Riesen, den noch nie jemand gesehen hat außer Opa und deshalb gibt es ihn auch nur in Opas Fantasie, denkt Billy . Egal was Opa auch an Beispielen aufzählt, was und wo der Riese schon geholfen hat, seinen Enkel kann der alte Herr damit nicht überzeugen. Wir jedoch sehen in den fantastischen , fantasievollen, magischen Bildern genau diese Situationen. Da wacht der Riese über sie beim Zelten im Wald, er repariert die Uhr der Kirche, er rettet sie in einem Sturm auf dem Wasser und in vielen weiteren Situationen. Alle Bilder sind farblich so wundervoll auf die jeweiligen Situationen abgestimmt, dass es einfach Spaß macht sie auf sich wirken zu lassen. Sie sind so unglaublich ausdrucksstark, dass man das Gefühl hat selbst  dabei zu sein und nicht als Außenstehender ein Bild zu betrachten.
Wenn der Riese so viel Gutes für die Menschen in der Stadt tut wieso lässt er sich dann nicht sehen möchte Billy wissen.
Sein Opa erklärt ihm, dass die Menschen Angst vor Riesen haben und der Riese möchte nicht, dass sich die Leute erschrecken und schreiend vor ihm weg laufen. Die Reaktion der Menschen macht ihn traurig.
Billy würde sich nicht vor einem Riesen fürchten. Das ist doch dumm. Vor Riesen muss man sich doch nicht fürchten.
Und so kommt es, dass Billy am nächsten Morgen ganz früh,  es ist fast noch in der Nacht , aufsteht und zur Mauer geht. Die Straßen sind wie ausgestorben. So ganz geheuer ist es Billy nicht doch er will Opa und allen beweisen, das es keine Riesen gibt.
Oder vielleicht doch?
Eigentlich müsste ich jetzt aufhören von der Geschichte zu erzählen um nicht zu viel zu verraten, doch das was an Botschaft in der Geschichte steckt, das erfahren wir erst nach dieser Nacht.
Wer sich überraschen lassen möchte liest bitte bis zum Sternchen nicht weiter!

Als Billy die Stadtmauer erreicht ist diese wundervoll bemalt. Kein Stück  graue Mauer ist mehr zu sehen. Und wer steht vor der Mauer?
Ja, richtig, der Riese.
Billy dreht sich sofort um und rennt erschrocken und schreiend davon. Genau das jedoch wollte er doch eigentlich nicht, weil er den Riesen, wenn es ihn denn gäbe nicht traurig machen wollte. Einige Gedanken weiter beschließt er zurück zu gehen, doch da ist der Riese schon weg.
Billy ist traurig , er wollte den Riesen doch nicht kränken . Betrübt wendet er sich an seinen Opa. Ob der einen Rat hat, wie Billy sein Verhalten wieder gut machen kann?
Immer wenn jemand Hilfe brauchte war der Riese zur Stelle. Ein Gedanke aus dem ein fantastischer Plan erwächst.
Was für ein Plan?
Ob es gelingen wird sich beim Riesen zu entschuldigen?
Wir dürfen gespannt sein. Denn mehr verrate ich nun aber doch nicht.
*
Ein richtig tolles Buch, das mit seiner Geschichte viel vermittelt was wir heute im Alltag erleben. Angst vor anderen, die sich durch ihr Aussehen oder Verhalten von anderen unterscheiden. Vorurteile erwachsen aus Missverständnissen und Angst vor dem der anders ist. Würden wir tolerant sein, den Vorurteilen nicht nachhängen sondern versuchen uns, wie Billy ,selbst ein Urteil zu bilden wäre die Welt bestimmt freundlicher.
Eindrucksvoll erleben wir wie sich Billy mit seinem eigenen Verhalten auseinander setzt und erkennt, dass er genau so reagiert hat, wie die anderen. Vor allem aber dass er so reagiert hat, wie er eigentlich nicht reagieren wollte.
Zum anderen hat er den Riesen für eine Erfindung seines Opas gehalten. Was man nicht für möglich hält, dass gibt es auch nicht. Anstelle zu vertrauen stellt er die Erzählungen in Frage, überlegt dann aber zumindest und kommt stellt sich mutig dem was er nicht für möglich hält. 
Am Ende hat er, so viel sei verraten einen Freund mehr. 
Einen besonderen Freund.
*
Durch die wundervollen Illustrationen wird diese Botschaft noch anschaulicher transportiert. Die Farben und damit vermittelten visuellen Eindrücke verzaubern einen.
Selten habe ich unsere Lesekinder so staunen gesehen. 
"Wie schön, das glitzert, wie verzaubert. Eine Zauberwelt!" sagt Laura 5 Jahre
 und Martin 4 Jahre sagte: " So eine tolle bunte Stadt, in der würde ich auch gerne leben."

Ja, in Ziegelhausen, wo die Dächer und Mauern bunt sind und ein Riese über einen wacht, da würden wohl viele gerne wohnen.
Ich auch!
*





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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Ein Zebra als Ehrengast" von Sandra Margineanu

Eine weise, lustige , spannende, listige Freundschaftsgeschichte
Kinderbuchkistevor 7 Monaten

Thema Freundschaft / Eitelkeit -Überheblichkeit
für Kinder ab 4 Jahren

Was würdet ihr denken wenn euch folgenden Brief vor die Füße fällt?

"An das klügste und wunderschönste Tier der Savanne.
Bitte sei heute Abend der Ehrengast bei meinem Festmahl.
Von Seiner Königlichen Hoheit
Löwe
(König der Savanne)

Würdet ihr euch angesprochen fühlen?
 Mit dieser Frage leite ich gern die Leserunde zu diesem Buch ein.
Selten sagt ein Kind mal, dass es sich nicht angesprochen fühlte.
Meistens bekomme ich zu hören:
"Wenn der Zettel doch bei mir liegt, dann denke ich auch er soll zu mir....."

Die Kinder sind dann etwas verdutzt, dass ich etwas frage bevor wir gelesen haben. All zu oft kommt es nicht vor, das ich eine Frage vorweg stelle. In der Regel sprechen wir später über das Buch und Botschaft der Geschichte.
Hier bietet sich dieser, etwas andere, Einstieg jedoch an, da die Zuhörer schon ein wenig auf den Weg gebracht werden um bewusst der Geschichte zu folgen, die damit beginnt, dass das Zebra eben diesen Brief findet und kurz darauf ganz stolz dem Elefanten diese Einladung präsentiert, der jedoch eindringlich davon abrät der Einladung zu folgen.
Während unsere kleinen Zuhörer mutmaßen, dass es der Elefant nur gut meint und das Zebra vor dem gefräßigen Löwen warnen möchte, geht das Zebra davon aus, dass der Elefant ihm die Einladung nicht gönnt und eifersüchtig ist weil er keine bekommen hat.
Das Zebra jedoch macht sich schnurstracks daran sich schön zu machen. Doch der Brief wird von einer Böe erfasst und landet beim........, das sich ebenfalls angesprochen fühlt und auf den Weg macht während der Brief weiter flattert. . Auch das ...... fühlt sich angesprochen, ist stolz und macht sich auf den Weg währenddessen ist das Zebra immer noch damit beschäftig schön aus zu sehen zumal dem Elefanten immer wieder neue Dinge einfallen, die noch nicht perfekt sind. Da wird die Mähne gestriegelt und sogar die Streifen nachgemalt.
Unsere Lesekinder vermuten, dass der Elefant das nur macht, damit das Zebra nicht los geht. Das er an die Eitelkeit des Zebras nutzt um es aufzuhalten.
Ob dies so ist?
Wir dürfen gespannt sein.
Zur Essenszeit bekommt der Löwe in der Tat Besuch. Er freut sich schon, ja wir alle hatten richtig vermutet, auf den leckeren Zebrabraten doch was nun geschieht, damit hätte der Löwe nie gerechnet und unsere Lesekinder fangen lauthals an zu lachen. Wieso, das verrate ich hier nicht.
Und ich verrate auch nicht wieso der Elefant plötzlich mit zwei Eimern schwarzer Farbe verschwindet.
Doch eins kann ich schon sagen, das Zebra ist mächtig froh, dass sie einen so tollen Elefantenfreund hat, der sich sorgt und auch beschützt.
*
Eine wundervolle Geschichte, die zeigt, das man genau überlegen sollte was man tut und nicht der eigenen Eitelkeit erliegen sollte.
Sicherlich schmeichelt es einem al schön oder klug bezeichnet zu werden, doch sollte man überlegen von wem man so etwas hört. Von einem guten Freund ist das etwas anders als von einem, den man eigentlich nicht mag oder von dem man weiß, das er böse ist.
*
Unsere Lesekinder verstanden diese Botschaft sofort, durchschauten den Löwen und waren auch ein wenig stolz, das ihre Vermutung, das der Löwe dem Zebra nur eine Falle stellen wollte, richtig war.
*
Wieder einmal hat es Steve Smallman geschafft eine Geschichte mit tiefer Botschaft leicht und lustig zu transportieren.
Seine sehr dynamischen, ausdrucksstarken Illustrationen tragen hier eine Menge dazu bei denn sie sind der erzählenden Geschichte immer ein wenig voraus bzw. erzählen mehr als der Text. Durch sie erkennen die Kinder den Handlungsverlauf. Sie würden gern dem Zebra zurufen, das der Elefant recht hat wissen aber, das sie an der Geschichte nichts mehr ändern können. Die Spannung , das mit zittern bleibt so bis zum Schluß.
*
Sehr empfindsame Kinder könnten sich zum Ende der Geschichte beim Anblick des lauernden Löwen etwas ängstigen. Hier ist es ratsam einfach etwas schneller um zu blättern. Es gibt aber auch Kinder, die genau diesen Spannungsaufbau lieben und stolz sind so mutig zu sein, dem Löwen entgegen zu stehen.
*
Eine schöne Geschichte, die auch nach der Lesung für reichlich Gesprächsstoff sogt!

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