Sandra Paretti Der Wunschbaum

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Inhaltsangabe zu „Der Wunschbaum“ von Sandra Paretti

Auch wenn ich etwas vollkommen anderes erwartet hatte entwickelt Camilla einen Charakter in den ich mich gut hineinversetzen kann.

— ioreth
ioreth
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  • Buddenbrooks in Seife

    Der Wunschbaum
    ioreth

    ioreth

    08. July 2015 um 22:16

    Das Buch spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Camilla ist die jüngste Tochter des Seifenfabrikanten Hofmann. Dieser steht kurz vor  der Pleite und versucht sie im letzten Moment durch eine günstige Heirat Camillas abzuwenden, doch es ist nichts mehr zu retten. Die Familie verliert die Fabrik und auch das von Camilla und ihrem Vater geliebte Haus in dessen Garten der titelgebende Baum steht. Auch die bereits lange kriselnde Ehe der Eltern endet dadurch endgültig. Camilla und ihr Vater ziehen zu einer Tante an die See wo eines Tages ein Fremder auftaucht. Es stellt sich heraus dass er ein Vertreter des Vaters war, und zwar ein guter, und er hat geschäftliche Pläne. Gemeinsam bauen er und Camilla wieder ein gut gehendes Seifengeschäft auf, doch gerade als alles in Ordnung zu sein scheint bricht der erste Weltkrieg aus und bringt jedermanns Leben aus dem Takt. Camilla schafft es alles zu managen, Familie und Geschäft, doch ihre unschuldige Lebensfreude leidet unter dem Zwang sich um alles kümmern zu müssen, nichts jemand anderem überlassen zu können. Dankenswerterweise endet das Buch trotz allem auf einer hoffnungsvollen Note. Der Stil der Erzählung ist locker und leicht zu lesen und man hat den Eindruck die Autorin hat ausreichende Kentniss der Gesellschaft die sie hier beschreibt. Es wirkt durchaus glaubwürdig wie sich die Mutter und die vermögenderen, bereits verheirateten Schwestern von Vater und Tochter abwenden um nicht mit in den Ruin gezogen zu werden und auch wie sie den Kontakt meiden bis wieder Geld da ist, dann aber wieder mitbedacht sein wollen. Über einige Details wird mir zu flüchtig hinweggegangen aber das ist kaum zu vermeiden wenn die Geschichte der Familie doch über Jahre und Jahrzehnte hinweg erzählt wird und das auf weniger als dreihundert Seiten. Die Autorin löst dieses Problem indem Sie immer wieder Jahre überspringt und es dem Leser überlässt anhand der Schlüsselszenen die Geschichte dazwischen selbst zu ergänzen. Das Buch hat mir recht gut gefallen obgleich ich mir nicht sicher bin ob die Rolle Camillas nicht zu einfach beschrieben ist, als Frau kann sie in der Zeit kaum so leicht als Geschäftsführerin wahrgenommen werden...

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