Lotta Schultüte

von Sandra Roth 
5,0 Sterne bei3 Bewertungen
Lotta Schultüte
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Absolut authentisch und liebenswert. Zu hundert Prozent schwer mehrfachcharmant ♥

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Lottas Geschichte ist wichtig, weil klar wird, wie viel Arbeit noch vor allen liegt, bis die vieldiskutierte Inklusion wirklich funktioniert

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Inhaltsangabe zu "Lotta Schultüte"

'Ich weiß, Lotta ist bereit für die Welt. Ich weiß nur nicht, ob die Welt auch bereit ist für Lotta.'
Lotta sechs Jahre alt, kann nicht laufen, sehen oder sprechen. Sie kann hören, verstehen – und auch ohne greifen zu können, hat sie ihre Familie fest im Griff. Was ist eine gute Schule für ein Kind wie Lotta? 'Gewickelt wird hier nicht', sagt der Rektor einer inklusiven Schule. 'Für solche Fälle haben wir ein wunderbares Internat', sagt jemand von der Stadt. 'Du wirst mal eine gute Schülerin', sagt Lottas großer Bruder Ben. 'Du kannst so gut zuhören.'
Lotta freut sich schon sehr auf die Schule. Doch während Lottas Kita ihren Eltern täglich zeigt, wie gut das Zusammensein von Kindern mit und ohne Behinderung gelingen kann, stößt Sandra Roth bei der Schulsuche für ihre Tochter auf Ablehnung. 'Ich mag Lotta, doch ich hätte Angst, sie bei mir im Klassenzimmer zu haben', sagt eine befreundete Lehrerin und steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Zu volle Klassenzimmer, nicht genügend Sonderpädagogen, fehlende Mittel – Sandra Roth trifft auf Rektoren, die beim Tag der offenen Tür die Arme verschränken.Nicht nur bei der Schulsuche, auch in vielen Alltagssituationen merken Lottas Eltern, wie viel noch fehlt zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft. Wie müsste eine Welt aussehen, die Lotta mehr sein lässt als nur behindert? Die sie sehen könnte, wie sie ist – schön, unbekümmert, behindert, fröhlich und charmant?
Nach ihrem Bestseller 'Lotta Wundertüte' erzählt Sandra Roth in 'Lotta Schultüte' erneut zutiefst berührend und humorvoll von dem Leben mit ihrer schwer mehrfachbehinderten Tochter – und leistet einen wichtigen Beitrag zu der aufgeheizten Debatte um die Inklusion.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050721
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:04.10.2018

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    MelEvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Absolut authentisch und liebenswert. Zu hundert Prozent schwer mehrfachcharmant ♥
    Zu hundert Prozent schwer mehrfachcharmant

    Da mir "Lotta Wundertüte" schon sehr zugesagt hat, war ich erfreut darüber auch "Lotta Schultüte" lesen zu dürfen. Mein Dank an dieser Stelle an Vorablesen für diese wunderbare Möglichkeit Lotta näher kennen zu lernen und sie erneut zu begleiten. Klar ist, das Lotta zu hundert Prozent schwer mehrfachcharmant ist und ich mich nicht ausschließlich auf ihre Behinderung fokussiert habe. Über jeden kleinen Fortschritt habe ich mich sehr gefreut, denn ihre Eltern sind bemüht darum, Lotta ein Leben nach ihren Möglichkeiten zu gestalten. Mir imponiert es sehr, wie schonungslos Sandra Roth aus ihrem Alltag berichtet und dabei auch ihre Ängste eingesteht, denn auch sie wird nicht ewig für Lotta sorgen können und ich vermute, dass dieses im Leben mit einem Menschen mit Behinderung an der Tagesordnung ist. Der Alltag ist komplett durchstrukturiert und die Familie muss sich kleine Auszeiten schaffen, um wieder durchatmen zu können und Kraft zu tanken. Leider ist es die Umwelt, die Steine in den Weg werfen, da wir noch nicht Inklusionskompatibel sind. Mich macht es traurig, denn Kinder sollten, egal wie schwer die Behinderung ist integriert werden und nicht ausgegrenzt. Inklusion ist ein Thema, welches im Buch sehr viel Raum einnimmt, da die geeignete Schule für Lotta gesucht wird und es sich schnell herauskristallisiert, dass trotz gewünschter Inklusion oftmals kein Platz für Lotta ist, da zu wenig geschultes Personal, kein Fahrstuhl, kein Wickeltisch ... Die Aufzählung könnte endlos weitergehen. Klar ist, dass alle davon profitieren, wenn Lotta ihre Schule besuchen würde, denn 1. bringt sie eine Schulbegleitung mit, die für die Grundpflege sorgt und 2. ist Lotta eine echte Bereicherung für alle.  Ein Kind mit Behinderung sorgt nämlich nicht nur für Mehrarbeit, aber wer sich nicht darauf einlassen kann und will, wird dieses niemals erfahren. Schon das Lesen lässt mich manchmal wütend reagieren oder treibt mir Tränen in die Augen, denn es ist sehr entmutigend, wenn einem dicke Steine den Weg ebnen. Es ist aber nicht nur die Suche nach einer geeigneten Schule, sondern auch das komplette Umfeld, die Mitmenschen, die Reaktionen auf Lotta, die den Alltag erschweren. Aussagen wie "Ich könnte das nicht" finde ich  absolut geschmacklos. Kinder mit Down - Syndrom wird es irgendwann nicht mehr geben, da die Pränataldiagnostik mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass diese Behinderung ausstirbt. Manchmal frage ich mich in was für einer Welt wir leben, aber nun gut, dass ist ein anderes Thema. Hier geht es um Lotta, die sich sehr positiv entwickelt und jeder kleinste Fortschritt ist oskarreif. Mich begeistert, wie offen ihr Bruder Ben mit Lotta umgeht und wie sehr er seine Liebe zu ihr zeigt und wie wunderbar Lotta auch auf ihn reagiert. Mir geht da regelrecht das Herz auf. Ein Mensch mit Behinderung kann das Leben bereichern und tut dies auf vielfältige Art und Weise, man muss es nur zulassen können und sich nicht abwenden. 

    Aufgrund eigener Erfahrungen war für mich das Buch vielleicht um einiges bereichernder als für Menschen, die wenig Kontakt mit Menschen mit einer Behinderung haben. Ich fühlte mich in vielen Dingen bestätigt und empfand die persönlichen Erfahrungen, die in " Lotta Schultüte" einfließen  wertschätzend und liebenswert. Es ist kein Makel Eltern oder Bruder einer Tochter oder Schwester mit einer Schwerstmehrfachbehinderung zu sein, sondern ein echter Gewinn. Lotta ist nämlich schwer mehrfachcharmant und das entfließt jeder Zeile im Buch niedergeschrieben. Danke, das ich erneut an eurem Leben teilhaben durfte. Ich freute mich über jeden noch so kleinen Fortschritt mit und wünsche euch für eure Zukunft mit Lotta nur das Allerbeste. Für mich ein  Lesehighlight 2018




    Meine Rezension zu " Lotta Wundertüte" findest du  HIER!

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    Bookiliciouss avatar
    Bookiliciousvor 3 Tagen
    Ein ganz ganz tolles Werk mit hochbrisantem Thema!

    *Inhalt*
    "»Ich weiß, Lotta ist bereit für die Welt. Ich weiß nur nicht, ob die Welt auch bereit ist für Lotta.«

    Lotta sechs Jahre alt, kann nicht laufen, sehen oder sprechen. Sie kann hören, verstehen – und auch ohne greifen zu können, hat sie ihre Familie fest im Griff. Was ist eine gute Schule für ein Kind wie Lotta? »Gewickelt wird hier nicht«, sagt der Rektor einer inklusiven Schule. »Für solche Fälle haben wir ein wunderbares Internat«, sagt jemand von der Stadt. »Du wirst mal eine gute Schülerin«, sagt Lottas großer Bruder Ben. »Du kannst so gut zuhören.«

    Lotta freut sich schon sehr auf die Schule. Doch während Lottas Kita ihren Eltern
    täglich zeigt, wie gut das Zusammensein von Kindern mit und ohne Behinderung gelingen kann, stößt Sandra Roth bei der Schulsuche für ihre Tochter auf Ablehnung. »Ich mag Lotta, doch ich hätte Angst, sie bei mir im Klassenzimmer zu haben«, sagt eine befreundete Lehrerin und steht mit dieser Meinung nicht alleine da. Zu volle Klassenzimmer, nicht genügend Sonderpädagogen, fehlende Mittel – Sandra Roth trifft auf Rektoren, die beim Tag der offenen Tür die Arme verschränken.

    Nicht nur bei der Schulsuche, auch in vielen Alltagssituationen merken Lottas Eltern, wie viel noch fehlt zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft. Wie müsste eine Welt aussehen, die Lotta mehr sein lässt als nur behindert? Die sie sehen könnte, wie sie ist – schön, unbekümmert, behindert, fröhlich und charmant?

    Nach ihrem Bestseller »Lotta Wundertüte« erzählt Sandra Roth in »Lotta Schultüte« erneut zutiefst berührend und humorvoll von dem Leben mit ihrer schwer mehrfachbehinderten Tochter – und leistet einen wichtigen Beitrag zu der aufgeheizten Debatte um die Inklusion." (Quelle: Verlagshomepage)

    *Erster Satz des Buches*
    "Was steckt man einem Kind in die Schultüte, das nicht kauen, greifen oder sehen kann?"

    *Infos zum Buch*
    Seitenzahl: 336 Seiten
    Verlag: Kiepenheuer&Witsch Verlag
    ISBN: 978-3-462-05072-1
    Preis: 20,00 € (Gebunden) / 20,00 € (Ebook)

    *Infos zur Autorin*
    "Sandra Roth, geboren 1977, studierte Politikwissenschaften und Medienberatung in Bonn, Berlin und den USA. Nach ihrem Diplom absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitet seitdem als freie Autorin, u.a. für Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Brigitte. 2013 erschien ihr erstes Buch »Lotta Wundertüte« bei Kiepenheuer & Witsch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Köln." (Quelle: Verlagshomepage)

    *Fazit*
    -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen?
    Bereits der erste Teil von Lottas Geschichte "Lotta Wundertüte" gefiel mir ziemlich gut, weswegen ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht!

    -> Cover
    Das Cover passt perfekt zum Buch und das Playmobil Männchen gefällt mir - die Idee ist einfach toll! 

    -> Story + Charaktere
    Lotta ist 6 Jahre alt und nun wird es Zeit für sie, in die Schule zu gehen - doch das ist nicht ganz so einfach, denn Lotta ist schwerbehindert. Sie kann weder sehen, noch laufen, noch sprechen - und doch kann sie kommunizieren. Doch welche Schule eignet sich für solch ein Kind? Diese und noch viel mehr Fragen stellt sich Lottas Mutter Sandra im Buch und lässt den Leser daran teilhaben. 

    Dabei bleibt es natürlich nicht aus, dass die Emotionen hochkochen, gerade weil sie bei dieser Thematik auch viel auf Ablehnung und Unverständnis stößt. Inklusion, also das Einbeziehen von "behinderten" Menschen in die Gesellschaft, ist ein hochbrisantes Thema und leider wird es in Deutschland nicht so offen behandelt und dafür gekämpft, wie es der Fall sein sollte. Das merkt man vor allem an dem Mühen, die die Autorin hat, die richtige Schulform für ihr Kind zu finden, den Rückmeldungen und den Problemen vor denen sie steht. Und als Leser sitzt man mit einer Verzweiflung vor der Lektüre, die einem deutlich zeigt: das ist nicht nur pure Fantasie, sondern die bittere Realität. 

    Doch neben einer Menge Frustration und Wut im Bauch gelingt es der Autorin auch auf sehr humorvolle Art und Weise das Leben mit ihren beiden Kindern zu beschreiben: Lotta, ihrer schwertbetroffenen Tochter und Ben, ihrem gesunden Sohn. Ben und Lotta sind ein ganz wundervolles Geschwisterpärchen bei dem es nicht nur ein Nehmen, sondern auch ein Geben gibt - von beiden Seiten. Ben ist davon überzeugt, dass Lotta eine gute Schülerin wird - weil sie so gut zuhören kann. Dieser und noch viele weitere Sätze lassen einem das Herz warm werden und sorgen dafür, dass man die beiden ins Herz schließt. 

    -> Schreibstil
    Sandra Roth schreibt gefühlvoll, humorvoll und authentisch und berichtet offen aus ihrem Leben. Sie bringt Emotionen zu Papier und sorgt dafür, dass sich der Leser fühlt, als ob er in die Familie integriert wäre...und mit Rat und Tat zur Seite stehen möchte. 

    -> Gesamt: 
    Ein ganz fantastisches Werk, das nicht nur das Leben von Lotta und ihrer Familie beschreibt, sondern dem Leser auch einen Einblick in die verschiedenen Schulformen - sowie das brisante Thema "Inklusion" bietet. Gerade letzteres bietet jede Menge Stoff zum nachdenken und dem Leser wird so erst einmal richtig bewusst, vor was für Problemen Menschen stehen, für die Inklusion so wichtig und vor allem notwendig ist!

    Wertung: 5 von 5 Sterne!

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    misery3103s avatar
    misery3103vor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Lottas Geschichte ist wichtig, weil klar wird, wie viel Arbeit noch vor allen liegt, bis die vieldiskutierte Inklusion wirklich funktioniert
    Lotta soll zur Schule gehen

    „Ich weiß, Lotta ist bereit für die Welt. Ich weiß nur nicht, ob die Welt auch bereit ist für Lotta.“

    Lotta ist sechs Jahre alt und soll – wie alle Kinder – zur Schule gehen. Doch in Lottas Fall ist das nicht so einfach, denn sie kann nicht laufen, sehen und sprechen. Doch Lotta kann hören und verstehen, was ihren Bruder Ben zu der Aussage veranlasst, dass Lotta mal eine gute Schülerin wird, weil sie gut zuhören kann. In „Lotta Schultüte“ erzählt ihre Mutter Sandra Roth jedoch über die Schwierigkeiten eine geeignete Schule für ihre Tochter zu finden. Sie erzählt von Ablehnung, Ängsten und Rückschlägen.

    Schon in „Lotta Wundertüte“ erzählte ihre Mutter zutiefst berührend und auch humorvoll über das Leben mit ihrer mehrfachbehinderten Tochter Lotta. Und sie zeigt auf, wie viel noch getan werden muss, damit Inklusion wirklich funktioniert. Während Lotta in ihrer Kita täglich zu spüren bekommt, wie gut das Zusammensein von Kindern mit und ohne Behinderung funktionieren kann, stößt ihre Mutter bei der Suche nach einer geeigneten Schule auf Ablehnung. Ich war hier wieder fasziniert von der unermüdlichen Arbeit der Mutter, die alles tut, um ihrer Tochter ein relativ normales Leben zu ermöglichen. Und ich war auch wütend über die Reaktion vieler Menschen, die ihr bei diesen Bemühungen begegneten.

    Lottas Geschichte ist wichtig, weil klar wird, wie viel Arbeit noch vor allen liegt, bis die vieldiskutierte Inklusion wirklich funktionieren kann. Hierbei ist das Buch toll geschrieben und auch amüsant, während es einen aber auch oft genug mit dem Kopf schütteln lässt.

    Gut erzählt und sehr wichtig!

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    vielleser18s avatar
    vielleser18vor 24 Tagen
    das erste Buch hat mich so berührt, ich finde es war und ist ein sehr wichtiges Buch, dass Gehör finden muss, das Mut macht und zum Nachdenken anregt. Ich bin mega gespannt auf die Fortsetzung.
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    elane_eodains avatar
    elane_eodainvor 3 Monaten
    Ich freue mich sehr darauf, wieder etwas von Sandra Roth, Lotta & Ben zu lesen!
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