Sandra Runge

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen

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Don't worry, be Mami

Don't worry, be Mami

 (7)
Erschienen am 16.07.2018

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Rezension zu "Don't worry, be Mami" von Sandra Runge

Ein Kind, viele Sorgen...
Blogmamablogvor 9 Monaten

In „Don’t worry, bei Mami“ erzählt Sandra Runge ihre Geschichte. Diese Geschichte beginnt damit, wie sie nach ihrer ersten Elternzeit von ihrem Arbeitgeber knallhart verarscht wurde. Ganz dreist wurde sie an ihrem ersten Arbeitstag nach der Elternzeit ohne Vorwarnung entlassen. Man sollte denken, dass dies ein Zusammentreffen von unglücklichen Umständen und miesestem Führungsstil war, das in dieser Form nur selten vorkommt. Leider ist dem nicht so. Frauen verlieren auf vielfältige Art und Weise ihre Jobs, nur weil sie ein Kind bekommen. Zum Glück ist Sandra Runge Anwältin und hat in ihrem Buch viele Ratschläge und Tipps zusammengefasst, wie man Schwangerschaft und Elternzeit möglichst ohne monetäre Einbußen und rechtlich abgesichert übersteht.
Es beginnt mit dem Steuerklassenwechsel, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist und endet mit der Haftung für durch Kinder verursachte Schäden.

Geballte juristische Expertise

Das Buch ist kein juristisches Fachbuch, sondern allgemein verständlich geschrieben. Wer aber erwartet, dass dieses Buch ohne juristische Fachbegriffe auskommt und alles ganz einfach erklärt ist, wird etwas enttäuscht werden. Grund hierfür ist schlicht, dass man juristische Normen und Sachverhalte präzise schildern muss, damit es nicht falsch wird. Trotzdem gibt es natürlich viele Erläuterungen. Sandra Runge leitet einen anhand ihrer Geschichte von Ratschlag zu Ratschlag. Die Story mag daher teilweise etwas konstruiert wirken und die Lieblingsfarbe von Juniors Löffel mag auch nicht jeden interessieren. Dafür erlebt man aber hautnah mit, wie der tägliche Wahnsinn mit Kind auch bei eigentlich aufgeräumten Juristinnen zuschlägt. Außerdem hat die Rahmengeschichte den Vorteil, dass das Buch überhaupt lesbar ist. Nichts ist schlimmer, als wenn juristische Sachbücher zu trocken sind, denn dann schafft man es meist gar nicht, sie überhaupt zu Ende zu lesen.

Die innere Anwältin

Dass man jedes Mal, wenn man das Buch sieht, den dümmlichen Ohrwurm „Don’t worry, be happy“ hat, muss man beim Kauf dieses Buches hinnehmen. Beinahe hätte ich das Buch übrigens nach den ersten Seiten nicht weiter gelesen. Die häufig zu Wort kommende „innere Anwältin“ der Autorin erinnert mich nämlich latent an die „innere Göttin“, wegen der ich schon von 50 Shades of Grey nicht mehr als einen Auszug lesen konnte. Zum Glück weiß die „innere Anwältin“ irgendwann auch, wann sie die Schnauze zu halten hat.

Geldwerte Tipps

Im günstigsten Fall liest man dieses Buch übrigens schon ganz in Ruhe in der Schwangerschaft. Wegen der Stilldemenz markiert man sich dann am besten die relevanten Stellen mit Post-Its und legt es zum Nachschlagen unters Kopfkissen, bis die Kinder ausgezogen sind. Dieses Buch spart einem eine Menge Nerven und im Zweifel auch eine Menge Geld. Gerade die Tipps zu Mutterschaftsgeld, rechtlicher Absicherung gegenüber dem Arbeitgeber, Steuerklassen, Hebammen- und Krankenkassenleistungen sowie Elterngeld sind bares Geld wert, so dass sich der Kaufpreis dicke lohnt.

Zukunftsmusik

Mein Abschnitt in „Don’t worry, be Mami“ ist übrigens der „Wiedereinstieg auf dem Ponyhof“. In dieser Traumsequenz, die nur über zwei Seiten geht, schildert Sandra Runge, wie sie sich die perfekte Behandlung von Schwangeren und Müttern durch Arbeitgeber vorstellt.
So crazy, wie die Autorin das Szenario auf Ihrem Ponyhof schildert, finde ich das gar nicht. Die Doppelseite sollte man seinem Chef oder seiner Chefin ruhig mal kopieren und unter der Bürotür durchschieben. Bei Umsetzung dieser wenigen Maßnahmen wäre schon viel gewonnen in Deutschland!

Miss Multitasking

Sandra Runge hat mittlerweile übrigens zwei Jungs und ihre eigene Kanzlei in Berlin. Dazu bringt sich vermehrt auch politisch ein, ist Gründerin von Coworking Toddler und hat einen sehr folgenswerten Blog unter www.smart-mama.de. Auf dem letzten Netzwerktreffen von LAUFMAMALAUF habe ich Sandra Runge übrigens persönlich bei einer Podiumsdisskussion mit anderen Mompreneurs erlebt. Und was soll ich sagen? Das zarte Persönchen ist engagiert, eloquent und fachlich top.
Und genau deshalb hilft einem auch ihr Buch auf den Punkt weiter.

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buechermaus88s avatar

Rezension zu "Don't worry, be Mami" von Sandra Runge

Unterhaltsamer Ratgeber für werdende Eltern
buechermaus88vor einem Jahr


In diesem Buch wird nicht nur trocken über Paragraphen geschrieben, sondern man erlebt eine Frau von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum Kind, das in den Kindergarten geht.


Das Cover:


Bunt, die Handschrift eines Kindes und Paragraphen: ein recht unscheinbares Cover, dass aber sehr gut zum Buch passt. Es ist meiner Meinung nach schlicht gehalten und verspricht vor allem, dass werdende Eltern darauf vorbereitet werden, dass es durchaus einiges juristisches gibt, was man wissen sollte oder einfach nur nützlich wäre, damit die Zeit mit Kind angenehmer wird.


Das Buch:


Sandra Runge, die Autorin, ist Rechtsanwältin und mit dem zweiten Strich auf dem Schwangerschaftstest beginnt für sie eine turbulente Zeit, in der sie sich allerhand juristische Dinge fragt und merkt, dass auch andere Eltern Hilfe benötigen. Sei es der Kindergeldantrag, der Besuch der Kita oder wie man sich gegenüber seinem Arbeitgeber verhält und welche Rechte und Pflichten man selbst hat.


Meine Meinung:


Für mich persönlich ist dieses Buch noch nicht relevant, aber aus der Sicht einer Mutter ist es sicherlich sehr nützlich. Sandra Runge hat Probleme erkannt und stellt in diesem Buch biografisch Probleme vor, die vor, während und nach der Schwangerschaft auf eine Mutter zukommen können.


Besonders toll finde ich, dass sie die Paragraphen nicht einfach „runterrattert“, sondern diese gezielt in einen Kontext setzt. Mit viel Humor erzählt sie von ihren eigenen Erlebnissen und immer dann, wenn Fragestellungen auftauchen, erklärt sie in einfachen Worten (kein juristisches Geplänkel) wie man sich verhalten kann, worauf man ein Recht hat und auch, wo das deutsche System immer noch Lücken aufweist, die zukünftig besser gestaltet werden könnten. Diese Einschübe haben mir gut gefallen, allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn sie immer an das Ende eines Kapitels gehangen worden wären. Mich hat es etwas im Lesefluss unterbrochen, wenn sich gerade eine Situation abgespielt hat und mittendrin kommt dieser Paragraph mit Erklärungen von Sandra Runge.


Dieses Buch bietet allerdings noch viel mehr als die Paragraphen und die unterhaltsame Geschichte von und um Sandra Runges Schwangerschaft. Man findet Musterschreiben (zum Beispiel für den Chef), Links zu wichtigen Informationsquellen, Checklisten und am Schluss ein Verzeichnis mit den wichtigsten Rechtsbegriffen zum Nachschlagen. Das alles macht dieses Buch zu einem nützlichen und dazu noch unterhaltsamen Begleiter in dieser manchmal nicht so einfachen Zeit.


Mein Fazit:


Wer nicht nur trockene Ratgeber haben möchte, sondern zwischendurch auch etwas Verstehen und ein kleines Lächeln auf den Lippen beim Lesen haben möchte ist hier genau richtig.

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leucoryxs avatar

Rezension zu "Don't worry, be Mami" von Sandra Runge

Damit einem die Paragrafen nicht über den Kopf steigen
leucoryxvor einem Jahr

Als (werdende) Mama hat man schon genug Sorgen, da mag man sich nicht auch noch mit dem Papierkram und den ganzen Paragrafen auseinandersetzen müssen. Aber dennoch ist es wichtig, um kein Geld zu verschenken und nichts rechtswiedriges zu tun. Denn was passiert, wenn ich der Aufsichtspflicht nicht nachkomme oder habe ich Anspruch auf meinen Wunsch-Kita-Platz? Diese und viele weitere Fragen werden hier geklärt.

Ich finde die Idee des Buches absolut gut! Kaum jemand mag sich eingehender mit irgendwechen Gesetzen und mit Papierkram auseinandersetzen. Mit einem (zukunftigem) Kind hat man ganz andere Fragen und Sorgen. Man weiß, dasss es Kindergeld gibt und Elterngeld und all das, aber wann und wie beantrage ich das? Wie lange sollte man nach der Geburt Zuhause bleiben und was passiert im Krankheitsfall? Es gibt zahlreiche offene Fragen, die in diesem Buch auf eine recht geschickte Weise beantwortet werden. Die AUtorin erzählt von ihren beiden eigenen Schwangerschaften, ihren Jobs und persönlicche Anekdoten. Eingewoben sind dann immer passende Paragrafen, die leicht verständlich das Wichtigste zusammenfassen. Als die Autorin nach ihrer ersten Schwangerschaft zurück zu ihrem Job geht, wird ihr gekündigt. Ist das rechtens? Leider ja, wie man erfahren muss. Das Buch deckt also alles ab, was man über Gesetze und Regelungen von Beginn der Schwangerschaft bis zum Jugendalter seiner Schößlinge wissen muss.  Ich muss zugeben, dass ich die Anekdoten der Autorin nur teilweise interessant fand und wenn man etwas spezifisches nachlesen möchte, wird man wohl etas suchen müssen. Dennoch ist es ihr auf diese Art gelungen Licht ins Dunkle zu bringen und auf eine verständliche Art zu vermitteln worauf man achten und was man bedenken sollte.

Ein gelungener Ratgeber, der einem ein bisschen die Angst vor dem Dschungel der Gesetzen nimmt. Eine klare Leseempfehlung für alle (werdenden) Eltern.

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