Sandra Vartan

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Kiezküche St. Pauli, Kiezküche Kreuzberg & Neukölln und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sandra Vartan

Kiezküche Kreuzberg & Neukölln

Kiezküche Kreuzberg & Neukölln

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Erschienen am 25.11.2015
Kiezküche St. Pauli

Kiezküche St. Pauli

 (1)
Erschienen am 04.12.2015
Kiezküche Refugees Welcome

Kiezküche Refugees Welcome

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Erschienen am 27.06.2016

Neue Rezensionen zu Sandra Vartan

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Rezension zu "Kiezküche St. Pauli" von Sandra Vartan

Immer wieder toll darin zu blättern und natürlich auch die Rezepte auszuprobieren!
LekkerLebenSchoenerWohnenvor 3 Jahren


Voller Begeisterung habe ich euch letztens schon das Buch der Kiezküche “Kreuzberg & Neukölln” vorgestellt. Vor diesem Buch hat die Kiezküche schon Buch Kiezküche “St. Pauli” herausgebracht welches ich euch heute vorstellen werde.

Beim ersten groben Durchblättern fällt schon auf, dass das Buch ähnlich ist als sein Nachfolger. Das Buch beginnt wieder mit dem Inhaltsverzeichnis welches auf zwei Doppelseiten präsentiert wird. Hier werden die 9 Kapitel genannt:

Kiez-Legenden
Butter bei die Fische
Am Fleischerhaken
Weltklasse
Veggies
Rabaukenfutter
Schlusspfiff
Hinter die Binde
Katerfrühstück


Im Inhaltsverzeichnis steht unter jedem Oberkapitel noch die Überschriften der einzelnen Rezepte und Portraits je Kapitel.

Es folgt das Vorwort mit der typischen Hamburger Begrüßung "Moin Moin". Sven Langanke, der Küchenchef vom “Indochine Waterfront + Restaurant”, erzählt wie es zur Liebe mit St. Pauli kam. Er sagt die Herzlichkeit der Anwohner, ihre alternative Lebensform und das große miteinander haben ihn gepackt - St. Pauli vereint alles was man für ein leckeres Gericht braucht. Man kann es schmecken, riechen und fühlen - Was dabei von Vorteil ist: Im Hafen von St. Pauli treffen täglich Lebensmittel aus aller Welt ein und es ist eine breite Verarbeitungs- und Veredelungsindustrie entstanden. Hierdurch ist es St. Pauli gelungen ein breites Angebot mit vielen kulinarischen Highlights erstellen zu können. Im Anschluss an den Einführungstext von Sven geht es mit einer kleinen Kiezkunde weiter. Hier lernen wir, wie viele Besucher St. Pauli pro Wochenende hat, wie lang die Reeperbahn ist oder wie viel Getränke und Würstchen pro St. Pauli Fußballspiel verbraucht werden.

Das erste Kapitel "Kiez-Legenden" wirkt schon sehr Fischlastig. Es gibt Rezepte für Labskaus vom Tafelspitz, Rumpel-Pumpel Matjes, Backfischbrötchen - und das obwohl wir noch nicht mal im Fisch Kapitel angekommen sind. Aber ja - Hamburg liegt am Wasser und die Hamburger essen nun mal gerne Fisch!  Damit muss ich wohl leben. In diesem Kapitel gibt es einige Seiten, die uns St. Pauli noch etwas näher bringen. Es gibt eine Doppelseite über den FC St. Pauli mit Geschichten über den Verein und es wird über "Susis Showbar" berichtet.

Das zweite Kapitel "Butter bei die Fische" biete 7 Fischrezepte von klassischem Fish'n'Chips über gebeizten Orangenlachs, Königsberger Klopse vom Kabeljau oder Gurkenfisch. Neugierig was Gurkenfisch ist? Das ist eigentlich nur der “Spitzname” vom Stint. Dies ist ein Fisch der nach Gurke riecht aber nicht mit Gurke zubereitet wird. Besonders spannend ist der Bericht über Walter Zeeck, den letzten Elbfischer, sowie die kleine Fischkunde. Auf einer Doppelseite werden hier Fische mit Bildern und einem kleinen Steckbrief abgebildet. Unter anderem sehen wir hier auch die der Stint (unser Gurkenfisch) aussieht oder wie eine Dorade, ein Kabeljau oder ein Lachs aussieht und welche Besonderheiten jeder einzelne Fisch hat.

Das dritte Kapitel gefällt mir am besten! Unter dem Namen “Am Fleischerhaken” gibt es hier richtig geile Rezepte für einen besoffenen Hahn, einem Bierhuhn mit Astra-Bier und würziger Marinade, oder scharfen Party-Buletten, Hamburger-Hamburger (haha) oder der Currywurst nach Svens Art mit selbstgemachter Soße. Für die anspruchsvolleren Köche unter uns gibt es noch Rezepte für gegrilltes T-Bone-Steak mit Rauschpfeffer und grünen Bohnen, einem mariniertem Rindersteak mit Radieschen und Zwiebeln oder einem Schaufelbraten mit Schmorgemüse und Süßkartoffelstampf.

Das Kapitel “Weltklasse” ist das längste Kapitel. Hier gibt es insgesamt 23 Artikel. Darunter 14 Rezepte und 9 Portraits. Neben Rezepten wie Chicken Tikka, Chili con Carne, Burritos, Fufu mit Rindfleisch (ein afrikanisches Gericht) oder Grundrezepte für Nudeln, Risotto und Pizza folgen diverse Portraits. Wir lernen hier die Hong-Kong Bar aus dem Chinesenviertel kennen, das Lokal MR. KEBAB und unter der Überschrift “Handarbeit”die Läden Schmakazien und Tarterie. Es folgt ein Interview mit Maria Ketikidou der Schauspielerin die ich mit dem Großstadtrevier assoziiere.

Das fünfte Kapitel “Veggies” ist sehr kurz gehalten und beinhaltet nur 6 Rezepte. Spannend finde ich hier die Pastinaken-Gnocchis mit Haselnuss-Zitronen-Butter oder den Veggieburger.

Das Thema “Urban Gardening” ist einer Doppelseite gewidmet und zeigt die verschiedenen Möglichkeiten im Kiez auf, seine eigenen Lebensmittel anzubauen.

Toll finde ich auch das Kapitel “Rabaukenfutter”. Hier geht es um Essen für Kinder. Unter der Überschrift “Elbfisch Luttken Deern” gibt es ein einfaches Rezept für Ravioli in Form eines Fisches gefüllt mit Rinderhack und dazu fruchtiger Tomatensauce. Es folgende Rezepte für Süßkartoffelpommes, selbstgemachten Fischstäbchen und einer Pizza die aussieht wie ein Piratenschiff. Ein wirklich toll gemachtes Kapitel!

Im Kapitel “Schlusspfiff” wird es süß! Schlusspfiff bedeutet eigentlich Dessert und hier werden noch einmal tolle Rezepte aufgefahren! Es gibt Schokobomben mit schwarzem Vanilleeis oder Kokosbiskuit mit Whiskey Mousse, Sauerklee-Eis und Himbeergelee oder ein Käsetörtchen mit Banane und Himbeeren oder ein tolles Rezept für eine Mango-Maracuja- Rolle.

Wer etwas flüssiges mit Promille vermisst kommt jetzt im Kapitel "Hinter die Binde" kurz auf seine Kosten. Es gibt neben einigen Portraits zwei Rezepte: Einmal eine ASTRA-Bowle mit Tequila, beschwipstem Rhabarber und Limetten sowie Puffreise mit scharfer Reaktion. Letzteres ist Schokopuffreis mit Gewürz-Eierlikör und Chili-Öl.

Hat das flüssige zu dolle geknallt hilft vielleicht das letzte Kapitel in diesem Buch: "Katerfrühstück". Auch wenn das erste Rezept Bloody Mary mit Rollmops im Sturm nicht meins ist, soll es helfen. Es folgen Rezepte für ein Omelett mit Spinat, Champignons und Speck gefolgt von einem Roggen-Mettbrot. Als "Spezialseiten" in diesem Kapitel gibt es unter der Überschrift "Schwarzes Gold" eine kleine Hommage an die Kaffeetrinkerkultur. Es wird gesagt, das es nicht nur zahlreiche Händler sondern auch einen eigenen Stadtteil-Espresso und eine eigene Rösterei im Kiez gibt.

Das Buch endet mit einer kurzen Vorstellung der produzierenden Personen, und die, die ausschlaggebend am Buch beteilgt waren. Im Anschluss folgt eine Seite mit Dank an Unterstützer und Mitwirkenden sowie das Register.

Fazit: Das Buch und ich mussten ehrlich gesagt ein bisschen zueinander finden. Das erste Buch der KIEZKÜCHE hat mir so gut gefallen und ich war so sehr gespannt auf das andere, Vorgänger-Buch, dass ich es garnicht abwarten konnte es in den Händen zu halten. Beim ersten durchblättern und durch die vielen Fisch-Rezepte in den ersten beiden Kapiteln war ich jedoch ein bisschen enttäuscht da ich überhaupt kein Fisch-Fan bin. Aber eigentlich ist es ja klar - St. Pauli bzw. Hamburg ist am Wasser und Fisch ist unabdingbar. Da ich kein Fisch-Fan bin waren für mich also die restlichen Kapitel spannend und die konnten noch so einiges wieder gut machen. Das habe ich aber erst beim dritten oder vierten mal durchblättern gemerkt. Besonders das Kapitel “Am Fleischerhaken” ist toll und der besoffene Hahn wird von mir als nächstes getestet!

Das Layout und die natürlichen und ehrlichen Portraits verbinden uns wieder mit dem Kiez und lassen uns einen kleinen Einblick geben. Die KIEZKÜCHE ist ihrem Stil treu geblieben und versprüht eine leichtigkeit und richtig Spaß beim Kochen und genießen.

Das Buch St. Pauli gibt es inzwischen schon in der 5. Auflage. Das Buch ist erstmals 2015 erschienen und wurde von der KIEZKÜCHE selbst verlegt. Das Buch könnt ihr für 29,90 Euro kaufen.

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Rezension zu "Kiezküche Kreuzberg & Neukölln" von Sandra Vartan

Wunderbares Buch mit tollen zusätzlichen Berichten
LekkerLebenSchoenerWohnenvor 3 Jahren


Man reiße dem Postboten an einem Samstag-Morgen das heiß ersehnte Päckchen aus der Hand, springt euphorisch aufs Sofa, macht das Lied „Du bist so Berlin“ an und freut sich wie ein kleines Kind über das gerade gelieferte Buch „KIEZKÜCHE // Kreuzberg & Neukölln“. Ein grandioses hippes und mega durchlayoutetes Buch mit richtig coolen Bildern – und dem Gefühl gerade mitten aufm Kiez zu sein!

Da einige aber gerade weit entfernt von Berlin sind… So wie ich -im Schlafanzug in Münster auf dem Sofa… – kann ich euch heute nur das Buch vorstellen und mit euch gedanklich in die berliner Kiezwelt eintauchen.

 
Das Buch startet mit einem vierseitigen stylischen Inhaltsverzeichnis. Hier sehen wir, dass das Buch in 6 Rezept-Kapitel aufgeteilt ist:

– Abgefrühstückt
– Durch den Tag
– In die Nacht
– Zündstoff
– Munchies
– Katerfrühstück

Die Einleitung zu dem Buch hat der Koch Thomas Elstermeyer geschrieben. Er schreibt, dass Kreuzberg und Neukölln die beiden buntesten Viertel in Berlin sind und keine Orte so international, offengeistig und dynamisch sind. Er geht auf die verschiedenen Cafes, Bars und Restaurants ein und ist begeistert von ihren eigenen Rezepten und Konzepten. Tom schreibt, dass in diesem Buch seine Lieblingsgerichte und Lieblingsdrinks vom Kiez, die er neu interpretiert hat, abgedruckt sind. Wir können uns also auf eine wilde Mischung und kulinarische Vielseitigkeit freuen.

Das erste Kapitel heißt „Abgefrühstückt“. Hier erhalten wir 7 Rezepte für das perfekte Kiez-Frühstück. Die Mischung der Rezepte ist genial: Türkischer Brotpudding oder Superfood-Granola (also quasi selbstgemachtes Knuspermüsli mit Joghurt und Früchten). Es gibt aber auch Rezepte für (Pastinaken-)Brötchen und belegte Bagel. Wer morgens aufs Essen verzichtet, findet hier auch Rezepte für Smoothies. Ganz spannend und fürs Kiez-Feeling super: Das Kapitel enthält diverse Reportagen und Portraits. So werden unter der Überschrift “Reportagen” Themen wie Bäckereien im Kiez, Einkaufen auf dem Markt, Imkern über den Dächern von Kreuzberg und Urban Gardening – Buddeln, Wässern, Jäten behandelt. Es gibt Porträts über die Läden „Café Eliza“, „Dresden in Kreuzberg“, „Five Elephant“ und die „Brezelbar“.

Das zweite Kapitel bringt uns „Durch den Tag“. Es ist das längste Kapitel und bietet spannende Rezepte. Ein Rezept ist meist auf einer Doppelseite dargestellt. Ich erkläre euch den Aufbau mal anhand des Rezeptes „Moders Manakish“: Auf der linken Seite gibt es ein seitengroßes Bild des Gerichtes. Rechts folgt das Rezept. Es trägt den Titel „Moders Manakish“; darunter kann man sich jetzt noch nicht so viel vorstellen, weshalb der Zusatz „Syrische Pizza in vier Variationen“ angefügt wurde. Es folgt dann eine kleine Einführung in das Gericht. Hier wird beschrieben, woher das Gericht stammt und wie es traditionell zubereitet und gebacken wird. In dem Text geht es außerdem darum, wie die Autoren Moder – einen Mann aus Syrien, der 2014 nach Deutschland kam – kennengelernt haben. Im Anschluss folgt die Zutatenliste des Basisteiges für 8 bis 10 Manakishs. Die Zutatenliste ist lustig gemacht. Neben Spielereien mit der Schriftart gibt es manchmal noch kleine Zutatensymbole neben dem Zutatennamen. Der Zubereitungstext ist in einem Fließtext geschrieben, der in Absätzen unterteilt ist. Die Schrift lässt sich gut lesen; hier wurde auf Schriftartenspielerei verzichtet. Auch Sprachlich kann man die Texte gut verstehen. Es ist kein hochgestochenes deutsch aber gute lockere Zubereitungsanweisungen.

Neben warmen Gerichten gibt es auch einen kalten Ceviche Salat oder einen Red Velvet Cake. Das Kapitel beinhaltet neben diversen Reportagen und Porträts auch ein Interview mit Judith Holofernes – sie wurde in Kreuzberg geboren und ist unter anderem Frontfrau von „Wir sind Helden“.

Das 3. Kapitel „In die Nacht“ beschäftigt sich neben Street Food Märkten und Foodtrucks mit einer Reportage „auf den Spuren von Herrn Lehmann / Aus dem Leben eines Taugenichts“. Herr Lehmann wird im Buch als Prototyp eines Kreuzbergers in der Zeit des Mauerfalls verwendet – ein geschaffener Antiheld des Autors Sven Regener.

Das Kapitel „Zündstoff“ ist ein kurzes Kapitel und verrät uns 4 verschiedene Dinks: Bum Bum Belsazar, Toms Margarita, Grapefruit-Slush und Penelope. Wir lernen zudem die Kiez-Szene kennen. Es gibt eine Reportage über Kiez-Restaurants und Bars mit und ohne Promi-Faktor. Wir lernen zudem die Astra Stube Neukölln und das Tabac & Whisky Center kennen.

Den Bedeutung des 5. Kapitels „Munchies“ musste ich erst einmal googeln: Munchies „beschreibt den enormen Appetitanstieg der nach dem Konsum gewisser unter das Betäubungsmittelgesetz fallender Genussmittel entsteht.“ Dieses Kapitel passt natürlich super nach einem alkoholreichen vorherigen Kapitel. Die Rezepte in diesem Kapitel sind der Knaller: Merguez mit Kartoffelsalat, Classic Quesadillas, Zimt-Huhn, Köfte, Brinjal-Currywurst und Ketwurst.

Das letzte Kapitel „Katerfrühstück“ macht einen nach einer langen Nacht und wenig Schlaf glücklich. Es gibt beispielsweise Okinawa Taco-Reis, das ist asiatisch mariniertes Hackfleisch mit Reis, oder auch Spiegelei, Spinat und Avocado oder Polnisches Moped (Rührei mit Käse). Das Porträt in diesem Kapitel gilt der „Ankerklause“, dem Bindeglied zwischen Kreuzberg und Neukölln – die schönste Hafenbar Berlins. Wir bekommen zum Schluss noch einmal einen wunderbaren Einblick und die Berlin-Sehnsucht wächst weiter.

Fazit: Ich bin richtig begeistert! Das Buch überzeugt mit einem richtig coolen Design und insgesamt 55 gut aussehenden und außergewöhnlichen Rezepten. Es ist ein sehr individuelles Buch, welches sich sehr hochwertig anfühlt. Mir sind beim Durchblättern die schönen festen Seiten aufgefallen, die gut in der Hand liegen. Dieses Buch ist kein reines Kochbuch. Es gibt so viele lesenswerte Reportagen, Portraits und Berichte, dass wir tatsächlich in die Berliner Welt eintauchen können. Um die Seitenzahlen im Buch zu finden musste ich 3 mal hingucken aber dies hat zum Schluss auch geklappt 😉

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