Mit dem Bild der Brücke versucht die 1966 in Nicaragua geborene und in Wien lebende und arbeitende Familientherapeutin Sandra Velasquez Eltern, die an der Erziehung ihrer Kinder und insbesondere an ihrem eigenen Verhalten ihnen gegenüber etwas verändern bzw. verbessern wollen, eine Anleitung an die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen soll, bewusst ihre Stärken und Schwächen und die daraus resultierenden Erwartungen an sich selbst und an ihre Kinder zu reflektieren.
Denn Eltern, die so auf ihre oft durch die eigene Kindheit und eigene Erfahrungen und Prägungen gewachsenen und verfestigten Erwartungen haben großen Einfluss auf die Erziehung. Wenn man lernt sie zu erkennen und zu reflektieren, dann lernen Eltern erstens, dass es keine schwierigen Kinder und auch keine schlechten Eltern gibt, und zweitens, dass Erziehung kein Reparatursystem ist, sondern ein Selbstfindungs- und wie ich aus persönlicher Erfahrung finde, manchmal auch ein Selbsterfindungsprozess.
Eltern, die sich auf diesen Brückenweg begeben, den Velasquez aus ihrer langjährigen familientherapeutischen Arbeit entwickelt und mit viel praktischen Beispielen illustriert hat, lösen dann Konfliktsituationen anders und finden so oder so immer wieder einen Weg aus den Sackgassen, in die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern immer wieder kommen. So helfen sie ihren Kindern, selbst stark zu werden, ihre Stärken zu identifizieren und zu nutzen.
Anschaulich geschrieben und durch die Beispiele und Merkkästen gut aufgelockert.

