Sandro Veronesi

 3,3 Sterne bei 121 Bewertungen
Autor von Der Kolibri - Premio Strega 2020, XY und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sandro Veronesi (© Mark Tambara)

Lebenslauf von Sandro Veronesi

Sandro Veronesi wurde im Jahre 19959 in Florenz, Italien geboren und arbeitet als freier Autor und Architekt. In Italien wird er zu den bedeutendsten Autoren seiner Generation gezählt und bekam den wichtigsten Literaturpreis Italiens, den Premio Campiello verliehen. Für seinen Roman »Sein anderes Leben« erhielt er den Premio Viareggio Preis. Für seinen Roman »Caos calmo« erhielt er u.a. den Premio Strega und dem Prix Femina Étranger Preis.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Kolibri - Premio Strega 2020 (ISBN: 9783552072527)

Der Kolibri - Premio Strega 2020

 (53)
Neu erschienen am 23.08.2021 als Hardcover bei Zsolnay, Paul.

Alle Bücher von Sandro Veronesi

Cover des Buches Der Kolibri - Premio Strega 2020 (ISBN: 9783552072527)

Der Kolibri - Premio Strega 2020

 (53)
Erschienen am 23.08.2021
Cover des Buches XY (ISBN: 9783608939606)

XY

 (43)
Erschienen am 01.08.2011
Cover des Buches Stilles Chaos (ISBN: 9783442739417)

Stilles Chaos

 (11)
Erschienen am 09.03.2009
Cover des Buches Fluchtwege (ISBN: 9783608980356)

Fluchtwege

 (3)
Erschienen am 19.03.2016
Cover des Buches Die Berührten (ISBN: 9783608939934)

Die Berührten

 (3)
Erschienen am 26.04.2014
Cover des Buches Bingo! (ISBN: 9783570008188)

Bingo!

 (0)
Erschienen am 07.09.2004

Neue Rezensionen zu Sandro Veronesi

Cover des Buches Der Kolibri - Premio Strega 2020 (ISBN: 9783552072527)C

Rezension zu "Der Kolibri - Premio Strega 2020" von Sandro Veronesi

Loblied auf ein nicht unbeschwertes Leben
Christoph_Barnbrockvor 21 Stunden

»Kolibri« ist der Spitzname des Protagonisten des Buches, Marco, aber auch Inbegriff seiner Lebenshaltung, da er in allen Stürmen des Lebens wie der genannte Kolibri in der Luft stillzustehen vermag. 


Dabei ist das Leben, das hier mit verschiedenen Textgattungen nachgezeichnet wird, keineswegs ein leichtes und unbeschwertes. Es macht aber für mich gerade den Reiz des Buches aus, dass trotzdem das Leben in seiner Schönheit erkennbar wird und bei allen Brüchen auch Neuanfänge sichtbar werden. 


Es fiel mir leicht, mit der Hauptfigur mitzufiebern und mitzufühlen. An manchen Stellen habe ich gehofft und gebangt und bin dann auch wieder schwerere Wegstrecken gedanklich mitgegangen.


Wunderbare Charaktere wurden mir dabei vor Augen gestellt, die alle auf ihre Art auch verletzlich waren und sind. Und durch alles hindurch zieht sich als Erkenntnis, dass das Leben - trotz allem - bis zu einem guten Ende lebenswert ist.

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Cover des Buches Der Kolibri - Premio Strega 2020 (ISBN: 9783552072527)Dajobamas avatar

Rezension zu "Der Kolibri - Premio Strega 2020" von Sandro Veronesi

Ziemlich überfrachtet
Dajobamavor einem Tag

Der Kolibri – Sandro Veronesi

Dieser Roman wurde mit dem italienischen Premo Strega 2020 ausgezeichnet. Und wie so oft bei preisgekrönten Werken war es mir irgendwie von allem zu viel.

Im Wesentlichen wird hier das Leben des Augenarztes Marco Carrera erzählt. Dieser ist ein ewiger Verlierer, ein typisches Opfer des Lebens, das sich von Schicksalsschlag zu Schicksalsschlag treiben lässt, ohne sich je davon zu erholen.

Das Raffinierte an der Erzählweise ist die Anordnung der einzelnen Fragmente als großes Puzzle. Willkürlich springt die Handlung zwischen Ereignissen in Marcos Leben vor und zurück – gekennzeichnet einzig durch die Angabe der jeweiligen Jahreszahl in der Kapitelüberschrift. Dieses Vorgehen ist spannend – fügen sich doch die einzelnen Teile nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen. Allerdings wird man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen und muss sich komplett neu orientieren.

Auch der Inhalt der verschiedenen Episoden ist besonders. Vieles erscheint märchenhaft, auf jeden Fall sehr kreativ. An Ideen scheint es Herrn Veronesi auf keinen Fall zu mangeln. An manchen Stellen fühlte ich mich an gewisse südamerikanische Autoren erinnert (wie nannte sich das noch… magischer Realismus?).

Das Nachwort am Ende des Buches bringt hier etwas Licht ins Dunkel. Scheinbar hat Veronesi etliche Ideen (bekannter?) italienischer Autoren aufgegriffen. Bei mir bleibt auch hier wieder eher ein Gefühl der Unzulänglichkeit zurück. Es gibt so einiges, was man nicht wirklich ernst nehmen kann. Zweifellos ist auch das beabsichtigt, nur erschließt sich mir das wahre Wesen dieses Werkes nicht. Es wirkt vieles sehr künstlich, zwanghaft zu einer Geschichte gepresst.

Inhaltlich ist die Psychoanalyse ein großes immer wiederkehrendes Thema. Beispielsweise der eingebildete Faden am Rücken der Tochter…. Allerdings ist Marco ein großer Kritiker ebendieser Psychoanalyse, scheinbar sieht er darin den Quell allen Übels. Hm, ich bin mir nicht sicher, was der Autor uns mit diesem Werk sagen will. So wie ich mir sicher bin, dass ich sehr vieles darin nicht verstanden habe. Die Familiengeschichte ist wohl nur vorgeschoben, aber worum geht es eigentlich? Ist dies eine Abrechnung mit allen möglichen Dingen, beispielsweise eben der Psychoanalyse? Es ist ein Werk, das furchtbar komplex ist. Offenkundig eine Familiengeschichte, die recht leicht zu greifen ist. Allerdings kann ich das was dahinter liegt, nicht fassen.

Dann auch noch eine Liebesgeschichte, die Jahrzehnte andauert und sich im Prinzip auf Briefkontakt beschränkt. Einige Briefe sind abgedruckt – furchtbar überzeichnet, irgendwie unpassend und unbegreiflich, warum diese beiden unglücklichen Figuren es partout nicht geschafft haben sollen, zusammen zu kommen. Auch hier: was will der Autor damit ausdrücken? Ich komm nicht dahinter.

Insgesamt also ein einigermaßen gut lesbarer Roman über eine Familiengeschichte, serviert als Puzzle. Zurück bleibt ein unbefriedigendes Gefühl, soviel nicht verstanden zu haben, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Sprachlich und inhaltlich total überfrachtet – eine anstrengende Lektüre, für die ich auch recht lange gebraucht habe.

Auch wenn ich der Meinung bin, dass dies schriftstellerisch eine großartige Leistung ist, hat es mir trotzdem nicht wirklich gefallen. 3 Sterne!

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Cover des Buches Der Kolibri - Premio Strega 2020 (ISBN: 9783552072527)M

Rezension zu "Der Kolibri - Premio Strega 2020" von Sandro Veronesi

Literarisch anspruchsvoller Roman
maike_marchvor 2 Tagen

Der Autor, Sandro Veronesi, wurde für diesen Roman mit dem Premio Strega 2020 ausgezeichnet. Daher waren meine Erwartungen an diesen Roman ziemlich hoch. Auch das Cover hat mich direkt angesprochen, ein Kolibri mitten im Flug, sodass seine Umrisse verschwommen dargestellt sind.

Der Einstieg des Romans beginnt im Jahr 1999. Dr. Marco Carrera behandelt in seiner Praxis für Augenheilkunde wie gewöhnlich seine Patienten. Doch an diesem Tag findet ein Mann den Weg in sein Patientenzimmer, den er dort nicht erwartet hätte. Es ist der Psychiater seiner Ehefrau Marina. In dem Glauben, dass Marco Carrera Gefahr drohe, bricht der Psychiater seine Schweigepflicht um diesen vor der drohenden Gefahr zu warnen. Als er aber erkennt, dass er die Angelegenheit falsch eingeschätzt hat, entschuldigt er sich und verlässt die Praxis. Zuvor teilt er Marco Carrera jedoch mit, dass seine Frau Marina ein Kind erwartet, das jedoch nicht von ihm sei.

Von nun an, also quasi mit Beginn des zweiten Kapitels, wird der Leser auf eine Odysee zwischen den Lebensjahren des Dr. Marco Carrera geschickt. Die Jahre 1981, 1979, 1983, 2000, 1992, 2005, 2030... wechseln sich immer wieder mit Briefen (zeitlich später betrachtet E-Mails) ab, die Marco Carrera entweder an seine ewige Geliebte Luisa oder seinen jüngeren Bruder Giacomo schreibt. Es ist nicht leicht der Handlung zu folgen, da sie nicht chronologisch aufgebaut ist. Anhand der Briefe und Abschnitte der verschiedenen Jahre muss der Leser selbst den Weg finden um die Lebensgeschichte des Protagonisten nachvollziehen zu können.

Der Schreibstil von Sandro Veronesi, bzw. die Deutsche Übersetzung, ist sehr gut gelungen und zieht einen in den Bann. Teilweise werden die Sätze wie zu einem Sog, die den Leser festhalten. Es ist nicht selten, dass die Länge einiger Sätze über eine halbe, eine ganze Seite oder sogar darüber hinaus gehen. Teilweise ist es geradezu anstrengend diese Sätze zu lesen und dan auch noch deren tieferen Sinn zu begreifen.

Je weiter man in dem Buch voran kommt, desto leichter lässt sich der Handlung folgen, da man immer mehr Puzzlestücke zusammen setzen kann. Das Leben des Marco Carrera ähnelt mehr und mehr einem Drama, als auch noch seine Tochter bei einem Bergsteiger-Unglück stirbt. Sie hinterlässt ihre junge Tochter, die fortan von Ihrem Großvater großgezogen wird. Letztendlich gibt es in diesem Roman auch Passagen die Zukunft betreffend, was erst einmal komisch anmutet aber irgendwie auch stimmig ist.

Ein Satz dieses Romans ist mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben: "Wie viele Personen sind in uns begraben." (Seite 334)

Darüber kann man meiner Meinung nach lange nachdenken, ebenso wie über dieses literarische Werk.

Für mich war das Buch allerdings zu anspruchsvoll um es tatsächlich einfach genießen zu können. Ich konnte mich nicht komplett in dieses Buch fallen lassen, musste stets wachsam sein und die einzelnen Teile miteinander verknüpfen.

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