Sandro Veronesi Sein anderes Leben

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Inhaltsangabe zu „Sein anderes Leben“ von Sandro Veronesi

Der Kinderbuchautor Gianni Orzen hat alles, was er braucht: Eine wunderbare Frau, einen kleinen Sohn und Erfolg im Beruf. Doch dann taucht an einem Tag voller Ungereimtheiten ein geheimnisvoller Taxifahrer auf. Er trägt eine Pistole bei sich, weiß Dinge über Gianni, die eigentlich kein Unbekannter wissen kann, und verfolgt ihn bis in seine Wohnung. Schließlich eröffnet er ihm, dass sein Vater, ein erzkonservativer Christdemokrat, in Wahrheit ein russischer Offizier gewesen sei, der im Westen spioniert habe. Gianni wehrt sich gegen die Geschichte, doch als auch andere vermeintliche Gewissheiten sich als brüchig herausstellen, sieht er sein ganzes Leben in Frage gestellt. Ein wunderbar kluger Roman über die Liebe zur Wahrheit und die Suche nach dem Glück.

Ein interessanter Roman über Lebenslügen und die Suche nach dem Glück.

— Barbara62
Barbara62

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    Sein anderes Leben
    Barbara62

    Barbara62

    30. October 2015 um 08:39

    Wie reagiert jemand auf die Mitteilung, dass der eigene Vater in Wahrheit ganz anders war, als man dachte? Für den Kinderbuchautor Gianni Orzan, glücklicher Familienvater, gerät die Welt plötzlich außer Kontrolle, als er Beweise dafür bekommt, dass sein Vater, ein General der italienischen Armee, strenger Katholik und fanatischer Antikommunist, jahrzehntelang in Diensten des KGB gestanden hat. Wenn er den Vater so wenig kannte, kennt er dann überhaupt seine Frau? Orzan rekapituliert sein Leben und nimmt den Kampf um sein Glück auf. Ein interessanter Roman eines in Italien sehr bekannten Autors.

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  • Rezension zu "Sein anderes Leben" von Sandro Veronesi

    Sein anderes Leben
    Girasole

    Girasole

    16. August 2008 um 23:49

    Gianni Orzen, Kinderbuchautor, mit einer wunderbaren Frau und einem kleinen Sohn an seiner Seite hat alles was er braucht. Eines Tages jedoch taucht ein geheimnisvoller Taxifahrer auf und rüttlelt sein Leben gründlich durcheinander. Dieser Taxifahrer taucht auf, wie Gianni nach einer Preisverleihung, nach Mitternacht, am Taxistand in Rom wartet. Wer Rom kennt, weiss das dies ein Geduldspiel ist, entweder man wartet auf ein reguläres Taxi oder man lässt sich auf einen Deal mir einem Schwarztaxifahrer ein; oder man geht halt zu Fuss nach Hause. Besseren Wissens steigt Gianni in ein Taxi eines Mannes ein, er weiss genau, dass es kein „echter Schwarztaxifahrer“ ist; und es beginnt eine unglaubliche Geschichte. Dieser kennt das Privatleben von Gianni, seinem über alles geliebten Sohn Franceschino sehr genau und somit natürlich der ganzen Familie. Einer Familie, der es gut geht, welche keine wesentlichen Sorgen hat, das Glück scheint zu Hause zu sein. Er befürchtet das Schlimmste; in Italien „Mafia“ oder Ähnliches und bringt seine Frau sowie Sohn nach Viareggio zu den Schwiegereltern. Zurückgekehrt nach Rom erhält Gianni eines abends Besuch, der falsche Taxifahrer steht vor der Tür, der sich als Freund seines verstorbenen Vaters vorstellt; und ihm unverblümt eröffnet dieser sei ein Mann des KGB gewesen, gar kein Italiener sondern ein Russe, dem es gelungen war, sich in an die höchste Stelle des italienischen Abschirmdienstes zu arbeiten, in Voraussicht, sollte der dritte Weltkrieg ausbrechen, ein wichtiger Mann an der richtigen Stelle wäre. Gianni glaubt ihm natürlich nicht. Sein Vater, erzkonservativ, christdemokratisch, ein Mann, der sogar mehrere Audienzen bei verschiedenen Päpsten hatte, ein Mann der mit Andreotti die Kirche besuchte. Natürlich ist sich Gianni bewusst, dass das Verhältnis zwischen ihm uns seinem Vater nicht immer ungetrübt war, dennoch diese Geschichte übersteigt die Grenze des Möglichen. Dennoch beginnt er zu reflektieren, was weiss man denn über seine Eltern, überhaupt ist das Wissen, das man hat, die Wahrheit oder ist es nicht nur die eigene Vorstellung, welche diese zur Wahrheit macht. Während Gianni immer wieder in Kontakt gerät mit dem Taxifahrer, dämmert ihm das Dinge oftmals nicht so sind, wie es scheint, dass einem das Gedächtnis Streiche spielt und die Lücken welche sich ergeben nach eigenem Gutdünken gefüllt werden. Das erkennt Gianni, ein Freund des Kinos, des Filmes, er kann ganze Szenen rezitieren, ist überzeugt jede sei ihm perfekt in Erinnerung geblieben, wie man sich irren kann, wie der „Taxifahrer“ ihm eine kurze Sequenz eines besprochenen Films vorführt. Dies bedeutet eine rechte Erschütterung für ihn, lässt ihn Zweifeln. Somit merkt der Leser auch sehr schnell, dass auch die scheinbar glückliche Ehe von Gianni und Anna, seine wunderschöne, geliebte Anna, angekratzt ist, lange, bevor es ausgesprochen wird. Nach einem Verkehrsunfall bekommt das Leben von Gianni eine neue Ordnung und befreit ihn aus seinem Zwiespalt, in den er geraten ist. Schon während der Zeit der Treffen mit dem „Taxifahrer“ begann Gianni, der übrigens an einer Schreibblockade litt, an einer neuen Geschichte über seinen Kinderbuchhelden „Pizzano Pizza“ zu schreiben, welche im Epilog beendet wird, und der letzte Satz, ja der ist einfach zum Lachen.

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