Sandro Veronesi XY

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Inhaltsangabe zu „XY“ von Sandro Veronesi

Im verschneiten Wald nahe des Bergdorfs San Giuda werden die Leichen von elf Touristen gefunden. Die Autopsie der Leichen offenbart etwas Unfassbares: elf Leichen, elf Todesursachen. Mord und Selbstmord, Krebs und Herzinfarkt. Ein Opfer scheint dem Biss eines Haifisches erlegen zu sein. Nichts passt zusammen. Während die Behörden die unerklärlichen Details der Tragödie vertuschen, versuchen der Priester Don Ermete und die Psychologin Giovanna, das Rätsel zu lösen. Ihre Ermittlungen führen den Leser auf eine philosophische Reise in die Grenzgebiete unseres Verstandes.

Hammerhart - wie zäh ein Buch sein kann... o.O

— LiMa1405

XY ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der sichtbaren Welt und regt an die eigene Seelenlandkarte zu ergründen.

— Synapse11

Fazit: Wer sich für Psychologie und Religiosität auf anspruchsvoller Ebene interessiert, liegt mit dem Roman sicherlich richtig. Wer jedoch einen Psychothriller erwartet, wird sehr enttäuscht sein.

— Bellexr

absolut langweilig und ich kann es niemanden empfehlen, der es nicht liebt, sich durch die Seiten zu quälen und zu langweilen!

— Moonwishes

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  • Langatmig und wahnsinnig zäh. Nicht meins...

    XY

    LiMa1405

    20. November 2016 um 19:29

    Zum Inhalt des Buches: "Elf Leichen werden in einem verschneiten Bergdorf gefunden. Ein Pfarrer und eine Psychiaterin versuchen, dem Unfassbaren auf die Spur zu kommen. Mitreißend spürt Sandro Veronesi den Grundfragen von Schuld und Sühne, Gut und Böse, Vernunft und Glauben nach.Im verschneiten Wald nahe des Bergdorfs San Giuda werden die Leichen von elf Touristen gefunden. Die Autopsie der Leichen offenbart etwas Unfassbares: elf Leichen, elf Todesursachen. Mord und Selbstmord, Krebs und Herzinfarkt. Ein opfer scheint dem Biss eines Haifisches erlegen zu sein. Nichts passt zusammen. Während die Behörden die unerklärlichen Details der Tragödie vertuschen, versuchen der Priester Don Ermete und die Psychologin Giovanna, das Rätsel zu lösen. Ihre Ermittlungen führen den Leser auf eine philosophische Reise in die Grenzgebiete unseres Verstandes." Bewertung: Hoch gelobt als packend von der ersten Seite an, "wie ein reißender Strom", war ich sehr neugierig auf dieses Buch und habe mich sehr gefreut, als ich es nach langem Warten endlich lesen konnte. Doch schnell war ich ernüchtert: obwohl ich sehr gerne und viele Thriller und Krimis lese, enttäuschte mich dieses Buch auf ganzer Linie! Sehr langatmig und dadurch relativ langsam gewinnt das Buch an Fahrt, konnte mich jedoch nicht wirklich fesseln... Nachdem ich mich durch etwas mehr als die Hälfte des Buches hindurchgequält hatte, habe ich nun abgebrochen... Vielleicht werde ich diese Buch irgendwann nochmal in die Hand nehmen, aber momentan sieht es nicht so aus, als würde ich "XY" zu Ende lesen. Schade um die Zeit :(

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  • Ein außergewöhnliches Buch

    XY

    Trucks

    15. June 2015 um 10:38

    Ich habe mich sehr gefreut, Sandro Veronesi´s "XY" vorablesen zu dürfen, denn es trat das ein, was die Leseprobe schon vermuten ließ: es handelt sich dabei um ein sehr außergewöhnliches Buch. Eines, das ich so noch nicht fand bisher und das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Zugegeben hatte auch ich so meine Probleme anfangs, denn der Autor schreibt recht anspruchsvoll und detailliert, was manche Leser als langatmig auslegen werden; für mich war genau das der Reiz an diesem Buch. So ungewöhnlich wie der Anfang (detailgetreue Beschreibung des Dorfes und seiner Bewohner) geht es auch weiter; Veronesi bleibt seinem Stil treu: schlicht und einfach ist nichts bei ihm, noch nicht einmal die Handlung. Denn - wie bei Krimis ja eigentlich üblich - präsentiert der Autor uns keine direkte Lösung. Das wirkte zuerst auch ein wenig befremdlich auf mich, solche Krimikost ist man einfach nicht gewöhnt. Aber es lohnt sich, diesem Buch eine Chance zu geben und es zuende zu lesen. Zumindestens für die Krimileser, die mal etwas Anderes lesen möchten als die 08/15-Krimikost, bei dem man schon nach 50 Seiten ahnt, wer der Mörder ist bzw. wie es weitergeht. Ein weiterer Positivpunkt waren für mich die verschiedenen Todesarten, die auf den ersten Blick so unwahrscheinlich wirken - wie Vieles in diesem Buch. Veronesi spielt gekonnt mit dem Leser, lässt ihn immer wieder zappeln, das hat mir persönlich viel Spass und Spannung bereitet. Auch die zwei Erzählperspektiven haben mir gut gefallen; das gab dem Ganzen noch eine Würze, die es nicht mehr gebraucht hätte eigentlich, aber es schadete nun auch wirklich nicht. Fazit: Für Krimileser, die einen absoluten Abschluss der Geschichte erwarten, wird dieses Buch wohl eher eine Enttäuschung sein. Für mich war es eine neue Art Krimi, den ich sehr genossen habe.

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  • Glaube oder Wissenschaft?

    XY

    MissJaneMarple

    04. March 2014 um 22:13

    Klappentext: "Im verschneiten Wald nahe des Bergdorfes San Guida werden die Leichen von elt Touristen gefunden. Die Autopsie der Leichen offenbart etwas Unfassbares: elf Leichen, elf Todesursachen. Mord und Selbstmord, Krebs und Herzinfarkt. Ein Opfer scheint dem Biss eines Haifisches erlegen zu sein. Nichts passt zusammen. Während die Behörden die unerklärlichen Details der Tragödie vertuschen, versuchen der Priester Don Ermete und die Psychiaterin Giovanna, das Rätsel zu lösen. Ihre Ermittlungen führen den Leser auf eine Reise in die Grenzgebiete unseres Verstandes. Mit "XY" hab Sandro Veronesi eine Parabel über das Unerklärliche geschaffen, über das Böse und die Schuld - ein Dostojewski für das verunsicherte, paranoide 21. Jahrhundert. Geeignet für alle Leser, die sich nicht mit Grusel und Schauder zufriedengeben wollen, sondern die tiefer schauen wollen, hintern den Schmerz." Meinung: Veronesi hat mit "XY" einen ganz unerwarteten Weg eingeschlagen, um den Leser mitzureißen in eine Welt der Grausamkeit, aber auch der Verwirrung. Der Tod der elf  Menschen ist dabei eigentlich nur Beiwerk, viel mehr stellt er immer wieder die Frage: "Was macht der Mensch, wenn er etwas nicht erklären, nicht fassen kann? Fängt er an zu glauben?" Ja was machen die Menschen in der Geschichte? Die Behörden vertuschen alles, machen aus den verschiedenen Todesursachen eine, schieben es den Terroristen in die Schuhe. So wird den Medien und dem Volk eine vorverdaute Version geboten. Außerdem was sollten denn die Bürger über eine Staatsinstitution denken, die selber nicht weiß, wie sie den Vorfall erklären soll. Die Menschen in San Guida machen anscheinend mit dem Leben weiter, wie immer und doch gibt es Veränderung. Die Einen, die es noch können verlassen das Dorf, die Anderen, die bleiben müssen, sterben oder werden verrückt. Don Ermete und Giovanna versuchen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.Doch alles was sie finden sind menschliche Abgründe, die schon immer da waren und die es schon immer gegeben hat.   In einer Nacht analysieren sie die Gegenpole Glauben und Wissenschaft und nehmen den Leser auf eine ganz persönliche Reise in seine eigenen Abgründe mit. Man fragt sich immer wieder, was hätte ich in dieser Situation getan? Wie stehe ich zu diesen Themen? Was mache ich, wenn ich etwas nicht begreifen kann?   Veronesi schreibt abwechselnd aus der Sicht von Don Ermete und von Giovanna. Somit kann der Leser sich mit den Beiden identifizieren und ihre Gedanken "mitdenken". Auch benutzt er verschiedene Schreibstile: erzählende Sicht, gedankliche Sicht, Telefongespräche, persönliche Gespräche und immer wieder Selbstgespräche. Auch gibt es Kapitel ohne Punkt und Komma, einfach nur Gedanken aneinander gereiht, so wie sie jedem Leser durch den Kopf gehen.   Fazit: Dieses Buch hat mich schwer beeindruckt! Nicht durch grausame Bluttaten, sondern durch die feinen Anspielungen auf den menschlichen Verstand und durch die Frage: "Was machen wir, wenn wir es nicht erklären können?" Die Geschichte ist fesselnd von der ersten bis zur letzen Seite und ich kann sie jedem nur empfehlen, der sich traut auch in seine Abgründe zu sehen. Eigene Ängste und Seelenzustände wieder zu erkennen in dieser Geschichte eines kleinen italienischen Bergdorfes!

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Synapse11

    22. January 2013 um 17:12

    Ein Blick hinter die Kulissen der sichtbaren Welt Inhalt: In San Giuda, einem kleinen Bergdorf, werden im Wald elf Leichen gefunden. Sie kamen auf unterschiedlichste, z.T. unheimliche, beinahe surreale Weise ums Leben. Wer war zu solchen Morden fähig und warum gerade in diesem abgelegenen, sonst so friedlichen Bergdorf? Ein Priester und eine Psychiaterin beginnen zu ermitteln. Hinter dem Rätsel tun sich immer mehr Rätsel auf. Die Bewohner stehen noch Jahre später unter Schock, bleiben verängstigt und verschlossen. Am Ende glaubt das Ermittlerteam eine Lösung gefunden zu haben. Ist es die Wahrheit? Meine Meinung: XY , zwei rätselhafte, blutige Buchstaben im Schnee. Das Cover passt gut zum Inhalt des Buches und macht neugierig. Was steckt hinter dem X und dem Y? Was ist das Geheimnis der blutigen Morde, die gleich zu Beginn des Buches erwähnt werden? Diese Fragen begleiten den Leser durch das gesamte Buch und halten die Spannung aufrecht. Literarisch hat mir das Buch gut gefallen. Sandro Veronesi hat Talent, mit Worten Emotionen zu beschreiben und erzeugt eine sonderbar erwartungsvolle Stimmung im Leser. Diese Stimmung half mir, das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen, obwohl es zwischendurch ziemlich verwirrend wurde. Z.B. die häufigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und die teilweise endlos langen Sätze. (Auf S.192/193 geht ein Satz über 21 Zeilen!) Solche Sätze musste ich teilweise zweimal lesen, um sie besser einordnen zu können. Dies lässt die Handlung zäher erscheinen, behindert den Lesefluss und die Freude am lesen. Wer für das Blutbad im Wald verantwortlich ist, bleibt auch dann noch ein Geheimnis, wenn der Pfarrer und die Psychiaterin es schon zu wissen meinen. Ich gebe La Repubblica Recht, mit der Meinung: “... XY ist das Rätsel selbst.” Auch mir blieb der Sinn und Zweck des Buches bis fast zum Schluss schleierhaft, obwohl ich mich z.T. mit Psychologie auskenne und mir auch religiöse Zusammenhänge nicht fremd sind. Dennoch blieb eine gewisse Grundspannung. Ich wollte das Geheimnis hinter den Rätseln erkunden. War oder ist letztendlich alles nur subjektiv und steht für ein großes Ganzes? Dies muss jeder Leser für sich selbst herausfinden. “Glauben ist eine Art, das Geheimnis zu akzeptieren, Giovanna, und darüber hinaus zu gehen. Wenn man skeptisch bleibt, kann man es nicht überschreiten und sehen, was dahinter ist.” (S.359) Sandro Veronesi lädt den Leser ein, zu entdecken was dahinter steckt. Wunderschön fand ich das letzte Kapitel. Beim letzten Satz konnte ich so richtig genüsslich lachen. Einfach genial! Meine Lieblingstextstelle: “... woran soll jemand glauben, der sein Leben vor einem Bildschirm verbringt, wenn nicht an die Dinge, die ihm von diesem Bildschirm weisgemacht werden?” (S.229) Fazit: XY ist ein Buch für Leser, die sich nicht mit vorschnellen, objektiven Tatsachen zufrieden geben. Dieses Buch ist für Leser geschrieben, die sich auf das Abenteuer einlassen wollen, neue Pfade der eigenen Seelenlandkarte zu ergründen. XY ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen der sichtbaren Welt.

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Medienjournal

    31. December 2012 um 01:24

    XY ist ein Kunstwerk, beleuchtet Gut und Böse und vor allem den Begriff der Schuld, die jeder auf sich geladen hat. Es empfiehlt sich für jeden, der einmal eine gänzlich andere Form der Unterhaltung genießen möchte, der angeregt werden will und nicht nur unterhalten, der aber auch damit leben können muss, wenn vieles unerklärt bleibt, ja teils nur Mittel zum Zweck zu sein scheint. Mehr gibt es unter: http://medienjournal-blog.de/2011/08/xy-buch/

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Kapri_ziös

    01. July 2012 um 20:17

    Furchtbar! Selten so einen merkwürdigen Thriller gelesen. Der Sinn dieses Buches hat sich mir leider bislang nicht erschlossen. Ich habe es bis zum Schluss gelesen, aber dafür belohnt wurde ich nicht, sehr langatmige Stellen.
    Nicht empfehlenswert.

  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    WinfriedStanzick

    21. November 2011 um 09:15

    Der neue Roman von Sandro Veronesi ist nichts für zartbesaitete Seelen, aber auch nichts für Leser, die Thriller lieben ohne tiefgehende Reflexion. Dieser Roman beginnt mit seiner Handlung zwar zunächst wie ein Thriller. In einem verschneiten italienischen Bergdorf werden eines Tages die Leichen von elf Touristen gefunden. Was der Priester Don Ermete deutlich gesehen hat, als er als einer der ersten zu dem Ort des Schreckens gerufen wurde, wird in der Folge von den ermittelnden Behörden vertuscht und verschwiegen, weil es einfach zu unerklärlich ist und die Gefahr besteht, die Bevölkerung zu verunsichern. Denn was Don Ermete und noch einige andere Dorfbewohner, die mit ihm zuerst an der Unglücksstelle waren, sofort wahrgenommen haben, wird durch die Autopsie der Leichen detailliert bestätigt. Alle elf Touristen starben an unterschiedlichen Ursachen. Mord, Krebs im Endstadium, Suizid und vieles andere. Eine Leiche fand durch den Biss eines Haifisches den Tod, ein Haifisch, der, wie sich später herausstellen wird, seit Jahrhunderten ausgestorben ist. Spätestens an dieser Stelle könnte man, genervt von so viel unwahrscheinlicher Übertreibung, das Buch aus der Hand legen, wenn man wie der Rezensent nicht gerne Fantasy mag. Aber ich habe es in der Hand gehalten und fast atemlos immer weiter gelesen, weil die Versuche des Priesters Don Ermete und der Psychiaterin Giovanna , dieses Rätsel mit der Kraft ihrer Gedanken bzw. des Glaubens zu lösen, mich nicht losgelassen haben. Giovanna hat von ihrem Partner, der als Jurist in die Ermittlungen eingeschaltet ist, von den unerklärlichen Dimensionen des Unglücks erfahren und zieht in das Dorf, um den Menschen dort zu helfen und zusammen mit Don Ermete herauszufinden, nicht nur, was wirklich geschehen ist, sondern hauptsächlich, was dieses Geschehen mit den Menschen macht. Sandro Veronesi hat mit diesem Buch eine großartige Parabel geschrieben über das Unerklärliche, über das Böse und über die Schuld. Er nimmt den Leser, der bereit ist, sich solchen Gedankengängen anzuschließen und eigene Antworten zu finden, bzw. immer wieder neue Fragen zu generieren. mit auf eine literarische Reise, die mitten hinein führt in die Grundfragen menschlicher Existenz. Eine Reise, auf der immer wieder versucht wird, hinter den Schmerz der Menschen zu schauen. Keine leichte, keine angenehme Lektüre. Ein Buch, das zur Auseinandersetzung zwingt.

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Elodie

    16. October 2011 um 15:11

    Verdrängen und weiterwuseln 2 Ein Dorf im Ausnahmezustand. Nach dem Mord an elf Menschen und dem Verschwinden eines kleinen Mädchens geht das Leben weiter. Doch nichts ist mehr wie zuvor. Alter Zwist bricht wieder auf, überwunden geglaubte Trauer übermannt einzelne und andere wollen nur noch weg. Der Pfarrer versucht verzweifelt, seine Gemeinde wieder in den Griff zu kriegen und holt Hilfe bei Giovanna, einer Psychiaterin. Die Geschichte wird in drei Teilen erzählt. Die beiden Ich-Erzähler funktionieren gut, da jeder Charakter abwechselnd ein Kapitel zur Verfügung hat. Einzig als die beiden Charakter gemeinsam agieren, wirkt die Wahl des Erzählstils etwas holprig, da ein direkter Dialog nicht möglich ist. Die Leseprobe zu XY baute eine subtile Spannung auf, weckte die Neugierde und versprach meines Erachtens interessante Gedankengänge zu einem unklärbaren Phänomen. Leider hat die ganze Geschichte dieses Versprechen nicht eingelöst. XY ist das Rätsel selbst, steht hinten auf dem Cover. Für mich stellt sich am Ende das Rätsel, warum ich einen solchen Roman lesen sollte. Die beiden Hauptcharakter des Pfarrers und der Psychiaterin bleiben auf Distanz, ihre Gefühlswelt hat mich nicht berührt. Diese beiden denken zwar viel, doch bleiben sie im Verhältnis zu den Geschehnissen passiv. Giovannas Narbe reisst nach 15 Jahren wieder auf. Nach dem ersten Schrecken dient dieses Geschehen dazu, dass Giovannas Glaube an unerklärliche Geschehnisse erweitert wird. Die ganze Geschichte wirkte auf mich stark konstruiert und bemüht, anstatt Recherchen und spannende Lösungsansätze ist meiner Meinung nach Sandro Veronesi den einfacheren Weg gegangen und die wirklich spannenden Verläufe ausgespart. Ich habe keinen Thriller oder Krimi erwartet, nach dem Lesen des Klappentextes auch nicht die Lösung des Rätsels. Was ich mir aber erhofft habe, ist einen grösseren Bezug zu den elf Toten, mehr Mystik, eine unheilverkündende Atmosphäre. Da wurde aber "nur" ein Bergdorf präsentiert, in dem fast jeder mit alten, meist überwundenen Unglücken zu kämpfen hatte. Den Schreibstil habe ich nicht als schwer zu lesen empfunden, er hat mir die Geschichte einfach nicht Nahe bringen können. Die langen Sätze gegen Ende des Buches, die teilweise einfach eine hilflos wirkende Aufzählung sind, haben mich nicht gestört. Die kargen Telefondialoge haben mir nicht gefallen. Es mag ein Stilmittel sein, doch hat sich mir der Grund für die Wahl eines solchens nicht erschlossen. Genial habe ich die Grundidee in diesem Roman gefunden, dass ich mir eine andere Umsetzung wünsche, ist wohl mein persönliches Problem.

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    michael_lehmann-pape

    04. September 2011 um 13:27

    Verwirrung in und um San Guida „Warum weiß ich, was richtig ist und tue trotzdem weiter das Falsche? Ohne auch nur ein bisschen zu kämpfen – tue ich das Falsche.“ Ein philosophische, tief grüblerische Frage ist es, welche die Psychoanalytikerin Giovanna sich selber stellt. Zu einem Zeitpunkt, zu dem das, was man im Buch als Handlung bezeichnen könnte, doch schon um einiges fortgeschritten ist. Ein Satz, der durchaus Charakteristisches für das Buch in sich trägt. Denn trotz allem, was vorgefallen ist am Rande des kleinen Dorfes, trotzdem Giovanna durchaus sich müht, aus eigenem Antrieb Licht in das Dunkel des Geschehens zu bringen, immer bleibt sie (vor allem) mit sich beschäftigt, mit ihren Fragen, ihrer Weltsicht. 11 Leichen wurden nahe beim Dorf gefunden. Touristen. Und jeder und jede der Toten ist an einer anderen Todesursache verstorben. Alles tappt im Dunkeln und von offizieller Seite her wird letztlich alles dafür getan, der Sache nicht weiter nachzugehen. Die Psychologin Giovanna aber gibt keine Ruhe. Ein Zeichen an sich selbst deutet sie in die Richtung, dass das Geschehen im Dorf mit ihr zu tun hat. Vielleicht auch, weil sie auf der Spur der Tragödie auch auf dem Weg zu sich selbst sich befindet? Oder zumindest meint, auf diesem Weg zu sein? Auch der Pfarrer des Dorfes, Don Ermete geht, wiederum aus anderen Gründen, dem Geschehen nach. Beider Wege kreuzen sich durchaus hier und da, letztendlich aber gehen beide ihre ganz eigenen Wege in dieser Sache. Auch ganz eigene Wege im Blick auf ihr inneres Erleben. Wege, die dem Leser nicht unbedingt einsichtig erscheinen mögen und die, soweit sei vom Ende des Buches verraten, auch nicht unbedingt zu einem wirklichen Abschluss und Ergebnis führen. Es scheint eher, als hätte Veronesi seine Protagonisten auf ihre Wege geschickt, um in teils endlos anmutenden Gedankenströmen den eigenen, inneren Stimmen zu lauschen, eigenen Gedanken und Assoziationen nachzugehen. Die eigenen Erlebnisse des Lebens, Traumata und Schuld, aufzuarbeiten. In manchen Teilen verliert das Buch dabei sehr den eigentlich roten Faden der 11 Todesfälle aus den Augen, was es dem Leser nicht einfach macht, sich durchgehend inmitten des Geschehens wiederzufinden. „Ich weiß gar nichts, mein Herr, aber verirrt haben Sie sich“. Dieser Satz aus dem Buch kann fast als Zusammenfassung des Leseerlebnisses gelten. Verirren kann man sich gut inmitten all der Worte und Sätze, die im Empfinden ohne Punkt und Komma aneinander gereiht scheinen und einen endlosen Strom ergeben. Ein Strom, der leider über weite Teile des Buches zu assoziativ einherkommt, der dem Leser zwar einen weitreichenden Einblick in das Innenleben zumindest der Hauptfiguren ermöglicht, der aber an die doch interessante Grundidee, warum 11 Leichen mit 11 verschiedenen Todesursachen am Rande eines kleinen Dorfes zu finden sind, zu wenig Anhaftpunkte bietet. Zuwenig auch im Bereich des Mysteriösen. Der Tod im Wald aufgrund eines Hai Bisses, das deutet ja durchaus in mythische Richtungen, die aber, leider, ebenfalls nicht stringent genug ausgeführt werden. So verbleibt eine Nabelschau, die durchaus sprach- und bildgewaltig von Sandro Veronesi zu Papier gebracht wurde und ein, durchaus gelungener, intensiver Blick auf das Leben in einer in sich geschlossenen Enklave, das ganz eigenen, teils grausamen Regeln in der Moderne noch folgt. Mit Folgen nicht nur für 11 Touristen. Im Gesamten aber, trotz der mitreißenden, sprachlichen Form, wirkt das Buch ein Stück zu unausgegoren.

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. August 2011 um 07:56

    Ein weiteres Rezensionsexemplar von bloggdeinbuch.de ist nun in mein Regal gewandert. Diesmal wusste ich allerdings nicht, um welches Buch es sich handelt, denn man konnte sich auf eine Sneak Preview bewerben. Was mich dann erwartete war ein Krimi... Beschreibung des Verlages "Elf Leichen werden in einem verschneiten Bergdorf gefunden. Ein Pfarrer und eine Psychiaterin versuchen, dem Unfassbaren auf die Spur zu kommen. Mitreißend spürt Sandro Veronesi den Grundfragen von Schuld und Sühne, Gut und Böse, Vernunft und Glauben nach. Im verschneiten Wald nahe des Bergdorfs San Giuda werden die Leichen von elf Touristen gefunden. Die Autopsie der Leichen offenbart etwas Unfassbares: elf Leichen, elf Todesursachen. Mord und Selbstmord, Krebs und Herzinfarkt. Ein Opfer scheint dem Biss eines Haifisches erlegen zu sein. Nichts passt zusammen. Während die Behörden die unerklärlichen Details der Tragödie vertuschen, versuchen der Priester Don Ermete und die Psychologin Giovanna, das Rätsel zu lösen. Ihre Ermittlungen führen den Leser auf eine philosophische Reise in die Grenzgebiete unseres Verstandes." Mein Fazit Puh, was soll ich dazu sagen? Veronesi gelingt esrecht gut, Verwirrung zu stiften, was nicht zuletzt durch die Psychologin Giovanna und den Priester Don Ermete sowie die vielen irgendwie doch schräg wirkenden Kreaturen im Buch hervorgerufen wurde. Während des Lesens habe ich mich sogar dabei erwischt, dass ich mich gefragt habe, was ich hier eigentlich lese: Krimi/Thriller oder Science Fiction? Spannend fand ich es dennoch und irgendwie mag ich es auch, wenn ein Buch mich rätseln lässt. Aber wie viel Rätsel braucht der Mensch/Leser wirklich? Oft hatte ich das Gefühl, dass die Handlung einfach nur stockte, statt voranzuschreiten. Und auch das Ende war für mich alles andere als erfüllend. Gute Ansätze und ein flüssiger Erzählstil, der das Lesen ansich sehr angenehm machte, können jedoch nicht über das wirklich dürftige Ende hinwegtäuschen

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Monsignore

    28. August 2011 um 15:16

    Endlich einmal ein "Psychothriller", der diese Bezeichnung verdient! Es geht tief hinab in die dunkelsten Winkel und Abgründe der menschlichen Seele. Und die Protagonisten - ein Pfarrer mit Hang zum fundamentalistischen Sektierertum und eine junge Frau, die beruflich zwischen Psychoanalyse und Psychiatrie schwankt - leuchten diese Abgründe und Winkel theologisch, philosophisch und medizinisch aus. Elf grausam gestorbene Menschen und ein vermisstes Kind geben ein unlösbares Rätsel auf. Die Kulisse ist gespenstisch: Tiefer Winter in einem abgeschiedenen Dorf im Trentino. Die Jungen haben das Dorf längst verlassen, die vier Familien sind miteinander verwandt, die Berge verhindern Fernseh- und Handyempfang. Und der Schutzpatron des Ortes ist ausgerechnet Judas Thadäus, der Patron der Hoffnungslosen und Verzweifelten, oft verwechselt mit dem Verräter Judas Ischariot. Oder liegt keine Verwechslung vor und Satan war mal auf Besuch im Dorf? Das Buch ist vielschichtig, sprachlich gelungen und eine hochinteressante Reise durch unsere gegenwärtige Geistesgeschichte. Letztendlich geht es um die Befindlichkeit einer Kultur, für die das Abschlachten von Menschen auf unterschiedlichste Weise eine ganz normale Sache ist.

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    shao

    27. August 2011 um 00:35

    Ein abgelegenes Bergdorf wird mitten im Winter vom Grauen heimgesucht: Es werden elf Leichen gefunden, die alle auf unterschiedliche Arten, aber alle äußerst grausam zu Tode gekommen sind. Keiner der Todesfälle passt zu den anderen und überhaupt gibt es permanent mehr Fragen als Antworten. Und so treffen der Pfarrer des Dorfes und eine junge Psychiaterin aufeinander, die versuchen, den Dorfbewohnern zu helfen und gleichzeitig auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem Blutbad und der Wahrheit in sich selber sind. * Der Autor legt hier ein unglaublich komplexes und wortgewaltiges Werk vor. Es ist faszinierend, wie deutlich er die beiden erzählenden Figuren in Sprache und Stil voneinander abgrenzen kann und allein hierdurch schon charakterisiert. Während der Dorfpfarrer als gemäßigter, sich erinnernder Erzähler auftritt, sind die Passagen von Giovanna von hektischen Gedankensprüngen und einem deutlich größeren Teil wörtlicher Rede geprägt und darüber hinaus im Präsens gehalten. Giovanna wirkt sehr viel sprunghafter, teilweise erstrecken sich ihre Gedanken über mehrere Seiten, ohne dass man einen einzigen Punkt finden würde, gerade so, als würden die Worte nur so durch ihren Geist sprudeln. * Überhaupt sind Sprache und Stil in den jeweiligen Abschnitten so unterschiedlich, als hätten verschiedene Personen die Texte verfasst. Über das Buch hinweg bleiben sich die beiden Erzähler aber treu, so dass ich hier vor den handwerklichen Können und der Konsequenz des Autors meinen Hut ziehe. * Und so sind die Gespräche der beiden, die das Buch prägen, dann auch tiefgreifend und sehr philosophisch, werden sie doch von so unterschiedlichen Persönlichkeiten mit so unterschiedlichen Leben und Lebenseinstellungen geführt. Diese Unterhaltungen führen den Leser tatsächlich auf Ebenen, auf denen Glaube und Wissenschaft, Leben und Überzeugung diskutiert und gleichzeitig Fragen und Antworten geliefert werden. * So interessant und erhellend diese Gespräche auch sind, die eigentliche Handlung bleibt hinter ihnen zurück. Die Morde, mit deren Rätsel so fleißig das Buch beworben wird, bieten gerade die Rahmenhandlung, den Auslöser, die Bühne, auf der sich Don Ermete und Giovanna präsentieren können, aber mehr auch nicht. Wer also dem Klappentext entsprechend auch eine intensivere Suche nach den Hintergründen und Erklärungen erwartet, oder gar ein skurriles Ermittlerduo erhofft, wird enttäuscht werden. Die Gewalttat und ihre Aufklärung sind nur Nebendarsteller und hier liegt die große Schwierigkeit. * Das Buch ist handwerklich toll, ohne Frage. Und die aufgeworfenen Fragen und Diskussionen sind spannend und bieten viel Fläche, selber weiter zu denken. Aber nach Klappentext und Kurzbeschreibung erwartet man mehr Spannung, mehr Aufklärung, einfach mehr Handlung. Die aber leider nicht vorhanden ist. Ebenso bleiben am Ende dann noch einige Fäden nicht zusammengeführt, viele Fragen offen und einige Dinge ungeklärt, so dass die Lektüre unterm Strich irgendwie unbefriedigend bleibt. * Sollte das Buch neu aufgelegt werden, würde sich eine andere Werbung empfehlen, um keine falschen Erwartungen zu wecken, denn verstecken muss XY sich auf keinen Fall. Es ist nur eben kein Spannungsroman. (Und wenn es dann so weit ist, korrigiere ich meine Bewertung mit Freuden um eins nach oben)

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Bellexr

    23. August 2011 um 23:11

    Die wunderbare Absurdität des Hierseins . Borgo San Giuda ist ein kleiner Weiler, nicht als Dorf zu bezeichnen mit seinen gerade einmal 74 Häusern und 42 Seelen. Und so läuft das Dorfleben in den italienischen Bergen auch in geordneten Bahnen. Bis an einem verschneiten Wintertag der Pferdewagen von Beppe ohne ihn, ohne Touristen und ohne Lebensmittel ankommt. Pfarrer Don Ermete und zwei andere Dorfbewohner machen sich auf die Suche nach Beppe und den Touristen und müssen schon bald eine grausame Entdeckung machen. Die herbeigerufene Polizei steht schon bald vor einem schier unlösbaren Rätsel: Bei der Obduktion werden an den 11 Leichen elf verschiedene Todesarten festgestellt: u.a. Mord, Selbstmord, Krebs, Haibiss und Ersticken. Die Staatsanwaltschaft versucht, dieses grausame Geschehen zu vertuschen und als die Bewohner von San Giuda nach und nach ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legen, reist die Psychologin Giovanna in das Bergdorf und versucht zusammen mit Don Ermete, hinter das Geheimnis des rätselhaften Geschehens zu kommen. . Ausdrucksstark und bildhaft beginnt Sandro Veronesi seinen Roman und erzählt so anfangs erst ein wenig über das beschauliche, in geordneten Bahnen verlaufende Leben des Dorfes. Und gerade die Schilderung dieses anfangs so beschaulichen, so vorhersehbaren Lebens sorgt dafür, dass jetzt der Gänsehauteffekt einsetzt, als er urplötzlich auf das grauenhafte Geschehen umschwenkt. Die Stimmung ist plötzlich sehr geheimnisvoll, mysteriös und durch die Abgeschiedenheit des Dorfes wirkt die Story hier irgendwie auch gruselig. . Diese Szene beschreibt der Autor aus Sicht von Don Ermete, dem Dorfpfarrer, anschließend wechselt er zum Leben der Psychiaterin Giovanna. Und auch diese Szene ist äußerst verwirrend. In der Ich-Form beschreibt Sandro Veronesi die Gefühle von Giovanna als sie feststellen muss, dass eine fünfzehn Jahre alte Narbe an ihrem Finger wieder aufgebrochen ist. Als dann Giovanna aus dem Radio über das grausame Geschehen in San Giuda erfährt, sieht sie hier sofort einen Zusammenhang. . Und so wechselt die Geschichte ständig zwischen Giovanna und Don Ermete. Und man lernt so ihre Gedanken, ihre Gefühle und somit auch nach und nach etwas über ihr Leben kennen. Hierdurch stellt man schnell fest, dass Beide traumatische Erlebnisse in ihrer Vergangenheit hatten, die sie bis heute geprägt haben oder aber auch noch nicht verwunden haben. Dies alles vermittelt der Autor tiefschürfend, geheimnisvoll und anspruchsvoll, durchaus auch interessant, jedoch sehr spannungsarm. . Tja, und bald stellt man fest, dass zwar das grausame Geschehen im Wald von San Giuda der Dreh- und Angelpunkt des Romans ist, jedoch im Verlauf der Geschichte immer mehr in den Hintergrund rückt und das es sich hierbei definitiv nicht um einen Thriller handelt. Eher ist es eine Geschichte über Glaube und Vertrauen und über Schuld und Unschuld. Somit ist das Buch mehr eine Analyse über die Seelenwelt von Giovanna und Don Ermete, ihre Bewältigung mit ihrer Vergangenheit und die ständige Infragestellung ihrer Gefühle. . Keine Frage, der Sprachstil von Sandro Veronesi überzeugt von Anfang an, er sehr ausdrucksstark und durchaus anspruchsvoll. Doch die ständigen Analysen der Seelenwelt der Protagonisten ist teilweise extrem ausschweifend beschrieben und obwohl einen schon schnell klar ist, dass die Auflösung dieses seltsamen Geschehens im Wald von San Giuda keine logische Lösung haben kann und man somit lange rätselt, wie diese der Autor seinen Lesern präsentieren wird, verliert man doch recht bald die Lust am Lesen. Denn die Spannung verliert sich nach dem fulminanten Start extrem schnell und gerade die ständigen Telefonate zwischen Giovanna und ihrer Mutter haben mich irgendwann ziemlich angenervt. Ein wenig Spannung kam eigentlich für mich erst wieder zum Schluss auf, als Giovanna und Don Ermete gemeinsam in der Kirche versuchen, hinter das Geheimnis zu kommen. Aber da ist der Roman auch schon fast wieder fertig. . Fazit: Wer sich für Psychologie und Religiosität auf anspruchsvoller Ebene interessiert, liegt mit dem Roman sicherlich richtig. Wer jedoch einen Psychothriller erwartet, wird sehr enttäuscht sein.

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    marion_gallus

    22. August 2011 um 20:16

    Der Schlitten, der jeden Morgen die Touristen in das kleine Bergdorf San Giuda bringt, fährt pünktlich um 10 Uhr auf den Dorfplatz. Aber wo ist Beppo der Kutscher, wo sind die Touristen? Der Dorfpfarrer Don Ermete macht sich gemeinsam mit zwei weiteren Bewohnern auf dem Motorschlitten auf die Suche und sie finden das Unfassbare: Unweit des kleinen Dorfes finden Sie 11 Leichen, teilweise schlimm zugerichtet. Die Autopsien bringen das Unerklärliche ans Licht. Alle 11 Toten sind an verschiedenen Arten verstorben: u.a. Erstickung an einer Brotrinde, Krebs, Herzinfarkt und ein Opfer starb durch den Biss eines Hais. In der Hoffnung, seelische und moralische Unterstützung für seine „Kinder“ zu erhalten, sucht Don Ermete die Psychiaterin Giovanna auf und bittet um Ihre Hilfe. Sie überlegt nicht lange, nimmt die Herausforderung an und zieht in das Pfarrhaus von San Giuda. Gemeinsam mit Don versucht sie den Bergdorfbewohnern näher zu kommen und sie vom Trauma des Unglücks zu befreien. Doch wie soll das möglich sein, wenn alle sich immer mehr verschließen und keiner verstehen will, was an diesem Morgen des Unglücks dort geschehen ist? weiterlesen... http://buchwelten.wordpress.com/2011/08/21/xy-von-sandro-veronesi-45/ © Buchwelten 2011

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  • Rezension zu "XY" von Sandro Veronesi

    XY

    Curculio

    19. August 2011 um 20:04

    Dieses Buch lässt mich reichlich ratlos zurück. Dass es keine Lösung des Rätsels geben wird, habe ich schon vor der Lektüre gewusst (nicht zuletzt wegen des Umschlagtextes) und deswegen stört mich dieser Punkt nicht. Aber dieser Roman war dann doch ganz anders als erwartet. . Nahe dem italienischen Bergdorf San Giuda werden 11 Menschen tot aufgefunden, jeder auf eine andere Weise umgekommen. Nach diesem schrecklichen Ereignis verändern sich die Bewohner dieses Dorfes auf seltsame Weise. Der Pfarrer des Dorfes versucht gemeinsam mit einer Psychiaterin, welche auf ihre Weise ebenfalls mit dem Ereignis verknüpft zu sein scheint, den Menschen zu helfen und Erklärungen für eigentlich Unerklärliches zu finden. Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt. . 'Krimi' oder 'Thriller' passt meines Erachtens nicht auf die Handlung. Vielmehr ist es ein komplexes Psychogramm einer quasi abgeschotteten Gemeinschaft vor dem Hintergrund eines unerklärlichen und eigentlich unmöglichen Geschehnisses. Es ist die verzweifelte und hilflose Suche nach Antworten, welche die Menschen verstört. Frage über Frage wird aufgeworfen, ohne dass es Antworten geben kann. Jede Erkenntnis wirft dabei neue Fragen auf. Die geistliche und weltliche Sicht ergänzen sich in dieser Hinsicht sehr gut. . Fazit: Der Schreibstil ist ebenso wie die Handlung sehr anspruchsvoll, deshalb ist es für Gelegenheitsleser nicht unbedingt zu empfehlen, ebenso wenig als Lektüre für Zwischendurch. Man braucht Zeit, um sich auf die Geschichte einzulassen und eigene Gedankenspiele zuzulassen. Fragen werden kaum beantwortet, vielmehr besticht dieser Roman durch die verzweifelten Versuche ebendies zu tun. Das Ende finde ich (selbstverständlich, schließlich liegt das in der Natur des Romans) etwas unbefriedigend, der Weg dorthin ist sehr schwer und macht die Ratlosigkeit der Protagonisten deutlich. Der Titel passt in dieser Hinsicht sehr gut. . Ich bin immer noch sehr hin und her gerissen, weil mir so ein Roman noch nicht untergekommen ist. Somit schwanke ich sehr stark zwischen 3 und 4 Sternen.

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