Sang-Guk Jeon

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Sang-Guk JeonAhbes Familie
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Ahbes Familie
Ahbes Familie
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Erschienen am 25.02.2008
Sang-Guk JeonAhbes Familie und andere Erzählungen
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Ahbes Familie und andere Erzählungen
Ahbes Familie und andere Erzählungen
 (1)
Erschienen am 11.03.2008

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Rezension zu "Ahbes Familie und andere Erzählungen" von Sang-Guk Jeon

Rezension zu "Ahbes Familie und andere Erzählungen" von Sang-Guk Jeon
dzaushangvor 8 Jahren

In „Ahbes Familie“ wird der Leser ins Korea zwei Monate vor Beginn des Koreakriegs versetzt. Choi und Changbae sind jung und haben gerade geheiratet. Wie es üblich ist gibt Choi ihren Beruf auf und zieht ins Haus der Schwiegereltern, geplant ist so lange, wie Changbae noch für sein Studium braucht.

Mit dem Krieg kommt alles anders. Choi wartet vergebens auf die Rückkehr ihres Mannes, der verschollen bleibt.
Nach sieben Monaten bringt sie ihren Sohn Ahbe zur Welt, der sich in der weiteren Entwicklung als schwerst geistig behinderter Junge entpuppt.

Ein vor dem Krieg in die Heimat flüchten wollender versprengter Nordkoreaner namens Kim Sang-man steht eines Tages vor der Tür und freundet sich mit dem Jungen an. Dies lässt die Schwiegereltern allerdings misstrauisch werden, denn wer kann solch ein Kind schon lieben, wenn es nicht gerade der eigene Vater ist.
In Schimpf und Schande werden Choi und Sohn verjagt.

Choi und Kim Sang-man werden später ein Paar und bekommen noch vier eigene Kinder, doch Sang-man verfolgen die Menschen, die er während des Kriegs getötet hat. Er wird völlig depressiv und lebensuntüchtig. Seine Kinder leiden sehr darunter. Machen aber vor allem Ahbe für alles erlittene Unglück verantwortlich.
Auf der Suche nach einem Ort, wo er zur Ruhe kommen kann, erhält die Familie die Gelegenheit in die USA auszureisen.
Choi gibt dem Wunsch ihres Mannes und der Kinder nach, doch sie werden den bisherigen Sündenbock der Familie, den behinderten Sohn Ahbe, allein in Korea zurück lassen.
Während ihr Mann in den Staaten nun wieder auflebt, gerät Choi in die Krise, der Verlust von Ahbe wirkt schwer. Ihren Kummer vertraut sie einem Tagebuch an, das von einem ihrer Söhne gelesen wird.

Vier Jahre später kommt dieser Sohn, Kim Chin-ho, als US Soldat zurück nach Korea und macht sich auf die Suche nach seinem Bruder Ahbe.

Auf ergreifende Art und Weise beschreibt JEON Sang-guk wie aus Ahbe, der niemals von der Familie wie ein normaler Mensch behandelt wurde, sondern vielmehr wie ein dreckiges, unnützes Vieh, ganz langsam, allein durch die Nachforschungen und Fragen des Kim Chin-ho, zum Menschen und schließlich zum vermissten Bruder wird.
War Ahbe früher allein durch seine Anwesenheit für alles erfahrene Leid in der Familie verantwortlich, war er der Grund dafür, dass das Haus der Familie zu einem verfluchten, stinkendem, düsteren Ort wurde, so wird seine andauernde Abwesenheit und die bleibende Ungewissheit über sein Schicksal zur treibenden Kraft für die positive innere Menschwerdung eines seiner Brüder.

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