Sangu Mandanna

 3.8 Sterne bei 120 Bewertungen
Sangu Mandanna

Lebenslauf von Sangu Mandanna

Die indische Jugendbuchautorin Sangu Mandanna wurde in Bangalore geboren und verfasste ihre erste Geschichte im Alter von vier Jahren, nachdem sie von einem Elefanten gejagt wurde. Nachdem sie mit 19 nach England ausgewandert war, schloss sie drei Jahre später mit 22 ihr Studium im britischen Lancaster ab. Während ihrer Studienzeit lernte Sangu Mandanna ihren heutigen Ehemann kennen und lebt noch heute zusammen mit ihm und dem gemeinsamen Sohn in Lancaster. Als Inspiration für ihren Debütroman "The Lost Girl", der im August 2012 in Deutschland mit dem Titel "Lost Girl. Im Schatten der Anderen" erscheint, diente ihr der Roman "Frankenstein".

Alle Bücher von Sangu Mandanna

Lost Girl. Im Schatten der Anderen

Lost Girl. Im Schatten der Anderen

 (115)
Erschienen am 01.07.2012
The Lost Girl

The Lost Girl

 (5)
Erschienen am 28.08.2012

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DominicsBücherWelts avatar

Rezension zu "Lost Girl. Im Schatten der Anderen" von Sangu Mandanna

Interessantes Thema, leider etwas zu langatmig
DominicsBücherWeltvor einem Jahr

Lost Girl von Sangu Mandanna ist im Ravensburger Buchverlag erschienen und hat 438 Seiten.

Klappentext: Sie darf nicht wählen, wen sie liebt. Sie muss verschweigen, was sie träumt. Sie kann nicht leben, wie sie will. Denn sie ist nur das Echo einer anderen.

"Sie", das ist das Echo von Amarra. Die Eltern von Amarra, die Nenneltern der Protagonistin haben das Echo in der Meisterei in Auftrag gegeben für den Fall das Amarra etwas zu stößt. Sollte das der Fall sein nimmt das Echo ihren Platz ein. Bis dahin wächst sie bei Mina Ma auf, die sich um sie kümmert und sie unterrichtet. Außerdem gibt es dort noch Ophelia und Sean, in den sich das Echo verliebt, obwohl ihr das verboten ist. Denn bis zu dem Tag wo sie gebraucht wird, soll sie alles lernen was Amarra weiß, so denken wie Amarra und lieben wen Amarra liebt. Und Amarra liebt einen Jungen aus ihrer Schule. Als Amarra stirbt beginnt für das Echo ein neues Leben bei den Nenneltern, also den Eltern von Amarra.

Meinung: Ich bin beim Stöbern nach neuen Büchern vor einiger Zeit auf das Buch von Sangu Mandanna aufmerksam geworden und das Thema hat mich angesprochen. Da wusste ich praktisch nichts über das Buch und vor allem nicht, dass es eigentlich ein Jugendbuch ist, für das ich nicht ganz die Zielgruppe bin. So blieb es für einiger Zeit in meinem Regal und wurde erst jetzt von mir gelesen. Das Buch beginnt praktisch mitten in der Geschichte ("Ich weiß noch, wie ich mit Mina Ma in der Stadt war." Erster Satz) Im Laufe des Ersten Teils des Buches erfahren wir etwas über das Leben des Echos und am Rande etwas über Amarra. Das Buch ist aus der Sicht des Echos geschrieben, sodass man die Meinung, Gedanken und Gefühle und insgesamt die Welt aus Ihrer Sicht kennenlernt. Der Stil ist recht einfach gehalten und so kommt man trotz über 400 Seiten in der gebunden Ausgabe gut durch das Buch. Dabei lernt man das Echo kennen und ich muss sagen dass es der Autorin ganz gut gelingt ihre Gedanken rüberzubringen. Die Handlung plätschert dann eine Zeit lang so hin (aus meiner Sicht) und man erlebt eigentlich ein fast normales Teenie Leben als das Echo den vorbestimmten Platz einnimmt. Aber das Echo wäre kein Teenie wenn es nicht anfangen würde aus ihrem Leben auszubrechen und zu rebellieren. Das macht die Protagonistin an der ein oder anderen Stelle sehr lebendig und sympathisch. Das hat es mir auch geholfen über die ein oder andere sprachliche Unebenheit hinwegzusehen. Leider gab es für mich etwa bei der Hälfte einen Bruch in der Geschichte an der man fast schon das Buch hätte beenden können und der Beginn der zweiten Hälfte war für mich etwas zu langatmig und zu wenig spannend. Im letzten Drittel nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, weswegen ich gerne sagen würde, dass es sich lohnt das Buch zu Ende zu lesen. Leider ist gerade das wieder nicht besonders gelungen... Aber lest es am Besten selbst.

Fazit: Insgesamt als Jugendbuch für die Zielgruppe mit Sicherheit interessant, wenn man sich mit existenziellen Fragen (Wer bin ich? Was will ich mit meinem Leben machen?) auseinandersetzten möchte, ansonsten denke ich hat man ohne das Buch gelesen zu haben, nicht wirklich etwas verpasst. Wer es trotzdem liest, wünsche ich viel Spaß dabei.

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Lyreens avatar

Rezension zu "Lost Girl. Im Schatten der Anderen" von Sangu Mandanna

Wenn sowas möglich wäre...das erschreckend....
Lyreenvor 2 Jahren




Hier ist meine Rezi zum Buch Lost Girl.
Eine tolle Geschichte über ein geklontes Mädchen 

4 / 5 Sterne 

Buchinfo:
Titel: Lost Girl
Autor: Sangu Mandanna
Seiten: 448
Buchart : HC
Verlag: Ravensburger
Bestellcode: 978-3473400805
Erhältlich : 07 / 2012
Kosten : € 16,99
Alter: ab 14
Buchrichtung: Dystopie
Vorgängerbände: -
Folgebände: -
Verfilmung: -


Inhalt:
Amarras Eltern lieben ihre Tochter so sehr, dass sie eine Doppelgängerin erschaffen lassen. Sie wächst abgeschottet von der Außenwelt auf und hat nur eine Bestimmung: die echte Amarra im Todesfall zu ersetzen. Darum muss sie wissen, was Amarra weiß; essen, was Amarra isst; lesen, was Amarra liest. Und obwohl sie nur lieben darf, wen Amarra liebt, verliebt sie sich Sean, einen ihrer Betreuer - ein lebensgefährlicher Verstoß gegen die Spielregeln eines grausamen Experiments.


Meine Meinung:
Es ist nicht mehr unnormal das Kinder Geklont werden, so ergeht es auch Eva sie ist der Klone von Amarra . Sie lebt im verbogenen, lernt was Amarra lernt und weiß, sie muß wie sie sein. Sie ist nur eine Kopie und wofür, tja stirbt Amarra muß Eva den Platz einnehmen und das leben der anderen leben. Damit ihre Familie weiter ihrer Tochter hat egal ob sie anders ist. Eva denkt das passiert nie den warum Amarra ist so junge....Dann passiert es Amarra stirbt und Eva muß nach Indien um deren Platz einzunehmen.
Aber das ist nicht so einfach, trotz das Eva alles gelernt hat ist ihr soviel Fremd, als wenn Amarra ihr extra falsche Infos gegeben hat. Ihr leben wird zu Hölle und dann gibt es noch Amarra Freund der nun Evas sein soll und sie Null Gefühle hat , alles spitzt sich zu und sie darf sich kein Fehler erlauben sonst wird sie ausgelöscht....

Das Buch war eine gute Idee und lies sich auch gut. Was mich gestört hat war das es oft langatmig war und einiges unlogisch. Da wurde was in Raum geworfen und irgendwann erfolge dann die Lösung wo man das schon wieder vergessen hatte.
Dennoch war es nicht schlecht und mal was völlig anderes.
Das erschreckende das kann es wirklich mal geben.
Leider war mir das Ende zu blöde :(

Pluspunkte:
- Die Idee des Buches ist genial

Minuspunkte:
- Öfters langatmig

Cover:
Zeigt Amarra und Eva
-Das Cover Rechts ist das Amerikanische , ich finde das schöner

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Amalia7s avatar

Rezension zu "Lost Girl. Im Schatten der Anderen" von Sangu Mandanna

Frankenstein trifft auf Brave New World !
Amalia7vor 3 Jahren

,,Lost Girl – Im Schatten der Anderen“ ist ein Debütroman und beinhaltet eine sehr interessante, mitreißende Geschichte die an Science-Fiction grenzt. Die Autorin wurde von ,,Frankenstein“ inspiriert, wer aber das Buch „Brave New World“ gelesen hat, wird auch hiermit Parallelen finden. 

Inhalt: Eva (die eigentlich Amarra heißen müsste) ist ein Echo. Echos sind Nachbildungen anderer Personen. Sie werden von besorgten Verwandten in Auftrag gegeben, damit sie den „Anderen“ ( Vorbild) im Notfall (Tod) ersetzen. Die ersten fast sechzehn Jahre verbringt Eva in England. Sie lebt abgeschottet von der Außenwelt und hat nur ihre Vormünder als Bezugspartner: Mina Ma, Sean, Erik und Ophelia. Sie darf gesetzlich einen eigenen Willen haben, theoretisch müsste sie alles tun und genauso empfinden wie Amarra, da sie ihretwegen erschaffen wurde. Doch Eva hat ihren eigenen Willen, Gedanken und ihre eigene Seele, daher gibt sie sich selbst ihren Namen. Zwar hat sie es als Echo nicht leicht, da die Nachbarschaft etwas ahnt und sie etwas terrorisiert, aber sie findet sich mit ihrem Leben langsam ab, da sie Menschen um sich hat, für die es sich zu leben lohnt. Besonders für einen. Als sie anfängt sich ein eigenes Leben aufzubauen, was eigentlich illegal ist, stirbt Amarra und Eva muss ihrer Bestimmung folgen: sie muss nach Indien reisen und Amarra ersetzen. Amarra sein. Mit Haut und Haar‘…
Gliederung: Der Roman ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil erzählt von Evas Leben vor Amarras Tod. Man bekommt ein Gefühl für ihr Leben und Gedankenwelt. Der zweite Teil spielt in Indien. Eva lässt ihr ganzes Leben (was sie eigentlich nie haben durfte) hinter sich und muss eine Andere sein, allen Menschen, die Amarra geliebt, gemocht, gekannt haben etwas vorspielen und auch sich selbst. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass die Autorin es an dieser Stelle wirklich geschafft hat, mir das Herz etwas zu zerreißen, denn man fühlt richtig mit Eva mit. Wer könnte schon sein ganzes Leben, sein ganzes ICH hinter sich lassen und Jemand anderes werden, der man gar nicht ist, nie sein wird und dafür alle Menschen die man liebt zurücklassen mit dem Wissen sie nie wiederzusehen? Darüber hinaus behandelt dieser Teil des Roman noch in meinen Augen zwei wichtige Themen: Tod und Moral. Es stellen sich die Fragen: Was geschieht nach dem Tod? Wie weit darf man gehen, um der verstorbenen Person noch einmal nahe zu sein? Wer darf (wenn überhaupt) über Leben und Tod entscheiden? Wo liegt die Grenze zwischen Leben und Tod? Wer darf urteilen? Warum urteilen wir überhaupt? Und warum verachten wir das, was wir nicht kennen? Der dritte Teil ist sozusagen der Anfang vom Ende. Ein Wendepunkt entsteht, der den Verlauf bestimmt. Dazu mehr unter dem Punkt: Kritik, da mir das Ende, im Gegensatz zum Rest des Romans und der ganzen Geschichte, nicht gefallen hat. Das Einzige was ich dazu aber positiv vermerken möchte, ist der Tiefgang der sich in diesem Kapitel verbirgt. Die Meister (Personen die die Echos erschaffen) sind ein perfektes Beispiel dafür, was zu viel Macht mit einem Menschen macht. Sie drücken mit ihrer selbst den Verfall der Menschlichkeit aus und behaupten gleichzeitig, Echos wären Monster und unmenschlich. Wie Paradox und schön zugleich. 
Kritik: 1) Der Schreibstil der Autorin hat mir nicht zugesagt. Es ist zwar verständlich ausgedrückt, aber irgendwie… sonderbar (?!). Nein, das ist es nicht unbedingt, es ist eher keine sehr talentierte Ausdrucksweise. 2) Das Ende bzw. der dritte Teil!!! 2.1) Es geht alles auf einmal so schnell und relativ chaotisch zu. 2.2) Es geht allein um ein Echo und nicht um die Rettung aller Echos, ich finde das schade, man könnte doch eher versuchen die Meisterei (Gebäude indem die Echos erschaffen werden) gemeinsam mit den Meistern zu eliminieren oder ähnliches. 2.3) Eva kämpft die ganze Zeit für ein eigenes Leben, um als ein Individuum anerkannt zu werden nur um dann  (VORSICHTIG SPOILER) in das Leben eines Echos zurückkehren, wenn auch mit vermutlich paar Freiheiten. Zitat: „In einem einzigen Leben ist nicht Platz für alles und ich glaube, ich werde immer mit Amarra um den Platz kämpfen müssen, den wir gemeinsam belegen. Sie wird immer der Geist im Spiegel sein. Ich habe sie besiegt, bin sie aber nicht los.“ (S.435), das mit dem „besiegt“ stimmt dabei gar nicht so richtig, da Eva wieder zu Amarras Familie zurückkehrt und auf eine Art und Weise deren Leben weiterführt. 2.4) Was ist das denn bitte für ein Ende bezüglich Sean ? ? ? Es finden keine Interaktionen zwischen den beiden nach der Freilassung statt, aber am Ende treffen sie sich „zufällig“ und blicken einander gefühlt stundenlang an. Klar kann man daraus ein Happy End interpretieren, da die beiden sich lieben, aber wird er wirklich nach Indien mitkommen? Darf ER das? Darf SIE das? Diese Unklarheit macht mich fast wahnsinnig! :D 

Fazit: Diese Geschichte ist wirklich sehr interessant und regt sogar etwas zum Nachdenken an. Ich habe den Roman innerhalb kürzester Zeit verschlungen, da ich ihn nicht aus der Hand legen konnte und auch wenn mich das Ende irgendwie enttäuscht hat, so überwiegt das Ganze und ich kann es lediglich weiterempfehlen! 


Edit: Ich würde mich freuen, wenn sich die Autorin zu einer Fortsetzung entschließen würde, da es bestimmt noch einiges zu klären gibt. 

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