Sanne Averbeck

 4.2 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Die Gästeliste.

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Die Gästeliste

Die Gästeliste

 (14)
Erschienen am 16.02.2017

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Der-Lesefuchss avatar

Rezension zu "Die Gästeliste" von Sanne Averbeck

Langsamer Start, großartiger Plot!!
Der-Lesefuchsvor 2 Jahren

Zum Inhalt:
Carola Martins hat die Menschen und sozialen Netzwerke fest im Griff. Regelmäßig veranstaltet sie Partys, zu denen sie wichtige Persönlichkeiten einlädt, und erschleicht sich subtil Vorteile. Ihrer Karriere im Rampenlicht scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Doch gerade, als sie den bedeutendsten Erfolgen entgegensieht, werden Menschen aus ihrem Bekanntenkreis brutal ermordet. Alles deutet auf Carola als Täterin hin. Offenbar will jemand ihr Leben vollkommen zerstören. Um das zu verhindern, muss sie ihren kostbarsten Besitz aus der Hand geben: die Gästeliste!

Meine Meinung:
Am Anfang muss ich sagen, hat sich das Buch ein wenig gezogen. Der Auftakt war mir etwas zu langsam, denn erst einmal wurde in aller Ausführlichkeit die Protagonistin Carola und die Nebencharaktere vorgestellt. Carola ist mir anfangs äußerst unsympathisch. Berechnend, nur auf ihren Vorteil bedacht, ohne Mitleid oder Gefühle für ihre Mitmenschen. Sie schreckt nicht davor zurück, andere zu verleumden, auch wenn sie dies auf eine Art tut, bei der sie selbst nichts böses sagt. Sie versteht es aber perfekt, andere zu manipulieren, damit der gewünschte Effekt ausgelöst wird.

Einen etwas naiven, aber auch introvertierten Part übernimmt Carolas Freundin Bianca. Sie weiß über Carolas Intrigen Bescheid und deckt diese - wenn auch nur ungern. Sie versucht sich aus allem heraus zu halten und ist (so würde ich sagen), eher neutral.

Die Art und Weise, wie Carola die Menschen um sich herum manipuliert, zu Handlungen bringt, die Carola sehr dienlich sind, sind sehr genau berechnet und von der Autorin sehr gut in Szene gesetzt worden. Alleine die psychologischen Gesichtspunkte, wie reagiert eine Person, wenn man dieses oder jenes tut, waren sehr durchdacht und authentisch.

Der Thriller "Die Gästeliste" wird mit zunehmender Seitenzahl immer undurchsichtiger. Neue Charaktere tauchen auf, die Handlung teilt sich in den Part von Carola, den Part des Mörders und auch in den Part von Bianca. Geschickt hat Sanne Averbeck die sozialen Netzwerke und das Netzwerken in den Roman eingebaut, welches heutzutage Werkzeuge sind, die für jemanden, der diese zu nutzen weiß, ein idealer Tummelplatz sind.

Nach und nach habe ich begonnen etwas Mitgefühl nicht nur für Bianca, sondern auch für Carola zu empfinden (ohne zu vergessen, wie sie am Anfang gewesen ist).

Fazit:
Ein spannender, zu Anfang etwas langsamer Thriller, der eine Welt aufzeigt, in der eine Person, die mit den sozialen Medien umzugehen weiß, diese nutzt und auf einmal erkennen muss, dass auch andere Personen inkl. ihr selbst leiden können!! Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

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ForeverAngels avatar

Rezension zu "Die Gästeliste" von Sanne Averbeck

Super Thriller
ForeverAngelvor 2 Jahren

Carola ist 29 und als Modebloggerin so berühmt, dass sie mehr teure Kleider bekommt, als sie tragen kann. Über Sponsorengelder finanziert sie sich ihren luxuriösen Lebensstil und zahlt dafür den Preis, ständig in der Öffentlichkeit zu stehen. Die einzigen Probleme, die sie bislang kennt, sind hässliche Kleider, die sie präsentieren muss, aber nicht selbst tragen will - und vielleicht die eine oder andere, für sie aber kaum nennenswerte, Konkurrentin. Sie betrachtete das Leben als ein Spiel, dessen Regeln sie ausgezeichnet beherrschte. Bis plötzlich jemand anfängt, die Menschen in ihrem Umfeld zu ermorden. Die Polizei glaubt, sie stünde im Mittelpunkt dieser Verbrechen, und bittet Carola um deren größten Schatz: ihre Gästeliste.

"Die gesamte Gästeliste gäbe sie niemals aus den Händen. Ein Psychopath allein reichte nicht aus, dass sie Kopien von ihrem wertvollsten Besitz anfertigen ließ."
 (Position 1526 von 4884)

Die Gästeliste ist ein moderner Thriller, der von der mittlerweile erwachsenen Generation Facebook erzählt. Carola ist Ende 20 und beherrscht die Gesetze der sozialen Netzwerke so gut, dass sie damit Geld verdienen kann. Genug Geld, um davon gut leben zu können, und sie steht kurz davor, einen Fuß in die Welt der Fernsehbranche zu bekommen. Sie weiß, wie sie sich präsentieren muss und sie weiß, wie sie die Leben anderer online zerstören kann. Immer wieder werden einzelne Facebookfotos (in Wort, nicht tatsächlich als Bild) und die dazugehörigen Kommentare beziehungsweise Diskussionen abgebildet. So lässt sich die Tragweite einzelner Aktionen noch viel besser verfolgen - und auch, wie sehr eine gut geplante Aktion aus dem Ruder laufen kann. Nie war es einfacher, ein Leben zu zerstören, als zu Zeiten der sogenannten Sozialen Netzwerke, und genau darum geht es hier.

"Dinge gerieten schnell in Vergessenheit, weil Sensationen konsumiert wurden wie Fast Food."
(Position 976 von 4884)

Es geht in diesem Thriller aber auch um Mord (und zwar nicht zu knapp), um einen durchgeknallten Killer, und um die Polizei, die versucht, den Täter zu fassen. Diese Mischung aus aktueller Thematik, kriminalistischen Elementen und Thriller hat mir ausgesprochen gut gefallen. Da stört es nicht einmal, dass eigentlich keine der Figuren sonderlich sympathisch ist. Carola ist der Typ Mensch, der nur auf den eigenen Vorteil, auf Geld, Berühmtheit und Aufmerksamkeit auf ist.

"'Liebe ist was für Loser', sagte sie leichthin. 'Ich habe was Besseres'. Sie richtete sich auf und sah in den Spiegel. 'Ich habe mich'."
(Position 600 von 4884)

Ihre beste Freundin Bianca ist das schüchterne graue Mäuschen, das sich nicht traut, aus dem Schatten ihrer Freundin herauszutreten. Carolas Konkurrentin Dagmar ist ebenso intrigant wie Carola selbst und auch Dagmars Schwester Franziska ist alles andere als sympathisch. Auch bei den männlichen Figuren sind nicht sonderlich viele Sympathieträger dabei (nicht einmal Kommissar Bosch oder Rune), aber das Schöne ist, dass man sich an viele der Figuren gar nicht erst gewöhnen muss, denn genau auf sie hat der Killer es abgesehen: auf Carolas engsten Bekanntenkreis.

Die Gästeliste ist endlich mal wieder ein Thriller, der diese Bezeichnung verdient und der mich nicht gelangweilt hat. Ich wünsche mir mehr von dieser Sorte!

(c) Books and Biscuit

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unclethoms avatar

Rezension zu "Die Gästeliste" von Sanne Averbeck

Kauf- und Leseempfehlung
unclethomvor 2 Jahren

„Die Gästeliste“ ist für mich der zweite Thriller den ich von der Autorin gelesen habe und bisher konnte sie mich mit beiden begeistern. Es fällt auf wie wandelbar die Autorin ist und wie sehr sie sich mit jedem Buch, mal abgesehen von ihren Kurzgeschichten steigert, insbesondere auch was die Tiefe ihrer Figuren angeht. Sie versteht es aufs Beste Spannung zu erzeugen und diese dann auch zu halten bis zum Ende.
Für mich immer wieder Klasse wie sie es schafft im Kopf des Leser Spannung und auch das grauen der Taten zu visualisieren und das ohne die Taten zu genau zu beschreiben. Es gelingt ihr nur indem sie die Taten oberflächlich beschreibt und für den Rest ist dann das eigene Kopfkino zuständig.
Der Schreibstil ist locker und lässt sich sehr flüssig lesen.
Das Buch einmal begonnen lässt sich wirklich nur schwer aus der Hand legen, denn ganz schnell hat man den „point of no return“ erreicht und dann liest man es auf einem Rutsch zu Ende.
Es ist auch eine Buch welches den Leser nachdenklich macht. Mir ging es zumindest so, darüber nachzudenken über die Gefahren der sozialen Medien.
Natürlich ist es eine Fiktion, doch es ist eine Fiktion die der Leser auch zum Anlass nehmen sollte darüber nachzudenken, was er so alles postet.
Für mich sind das volle 5 von 5 Sternen sowie eine Lese- und Kaufempfehlung.

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