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YvesShakur

vor 3 Jahren

(51)

Für Liam und Louise ist es Liebe auf den ersten Blick, als sie sich das erste Mal treffen und sie wissen - sie sind füreinander bestimmt. Liams bester Freund Jeppe und Er selbst träumen vom ganz großen Geld und lassen sich auf ein Geschäft mit dem skurpellosen Johannes und seiner Sippschaft ein. Schnell merken sie, wie grausam Johannes sein kann und was das für Folgen für alle Beteiligten hat.

Louise ist gerade 17 Jahre jung als sie Liam trifft und beide verlieben sich, dennoch hat man das Gefühl, das diese Liebe stärker von Louise ausgeht als von Liam, der eher die führende Rolle einnimmt. Trotzdessen spürt man eine kleine Verbundenheit, auch wenn diese nicht wirklich riesig erscheint, jedenfalls für den Leser. Louise ist unscheinbar und schüchtern und hängt sich deswegen stark an Liam und seinen Freund Jeppe, die ihr Leben "selbst in die Hand nehmen", auch wenn sie dafür alles aufs Spiel setzen, als sie Geschäfte für Johannes abwickeln müssen. Noch läuft alles gut, aber bald gerät alles außer Kontrolle und Johannes zeigt sein wahres Gesicht, das die Protagonisten zum äußersten Rand und noch weiter treibt..

"Über dem Fjord zieht der Morgen auf, die Sonne glitzert auf dem Wasser und färbt alles orangefarben. Einen Augenblick lang weiß ich nicht, ob ich die Wärme der Sonne an meinen Händen spüre, aber als eine Hand über meinen Bauch gleitet, habe ich keine Zweifel mehr. Ich flechte meine Finger in seine. Es ist friedlich und hell, und kein Lufthauch rührt sich."

Die Geschichte wird aus der Erzählperspektive von Louise erzählt, einmal erzählt sie ihre Geschichte vor ihrem Selbstmord und danach, wie es ihren Eltern geht und wie diese mit allem umgehen und auch welche Rolle Liams Vater spielt. Dadurch wird die Geschichte noch ein bisschen lebendiger, auch wenn sie von einer Toten erzählt wird. Man erfährt ihre ganze Geschichte und was ich schön finde ist, das man am Ende eben mitbekommt was ihre Eltern durchmachen und Liams Vater und Bruder, sowie Louise's beste Freundin, die sich vorher noch mit ihr gestritten hat. Alle drehen ein bisschen durch und man denkt sich, wie weit kann es gehen?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Habe viele negative Dinge darüber gelesen, aber ich muss sagen, das es eben kein stinknormales 0815 Buch ist, sondern etwas Besonderes. Dadurch, das man das Ende im Prinzip schon kennt bzw. es gar kein richtiges Ende geben kann und weil alles einfach auf den Tisch geknallt wird, so wies passiert ist und man kein Blatt vor den Mund nimmt - keine einfache Liebesgeschichte, sondern darüber wo Macht und Geld Menschen hintreiben kann. Auch wenn es gar nicht scheint, das wirklich darum geht. Im Prinzip geht es darum.

Kann das Buch jedem empfehlen, der die schonungslose Wahrheit verträgt und sich für ein besonderes und spezielles Buch öffnen möchte!

Autor: Sanne Munk Jensen
Buch: Wir wollten nichts. Wir wollten alles
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