Santo Cilauro Molwanien

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Inhaltsangabe zu „Molwanien“ von Santo Cilauro

Molwanier lachen gerne – vor allem auf Kosten anderer Traumziel Molwanîen: Da müssen Sie hin. Da kommen Sie nie hin. Molwanîen gibt’s nämlich gar nicht. Aber den ersten umfassenden Reiseführer dazu. Und der erfindet ein ganzes Land – komplett mit Sprache, Geschichte, Restauranttipps und Kleidergrößen. Die brillante Idee reist um den Globus und wird zum Bestseller von Australien bis Italien, denn Molwanîen ist überall. Unsere Welt ist klein geworden: Eine halbe Tagesreise führt um die halbe Welt; bumsvolle Touristenflieger landen in den entlegensten Winkeln der Erde, und auch die kleinste Fallafelbude in Damaskus ist längst kein Geheimtipp mehr. Wohin also soll sich der rastlose menschliche Entdeckergeist wenden? Vielleicht an einen Ort in unserer Fantasie, vielleicht an das bislang vom Tourismus sträflich vernachlässigte, sagenumwobene Kleinod Osteuropas: Molwanîen. Ein gastfreundliches Land, in dem schon zum Frühstück ein Glas „Zeerstum“ gereicht wird, der traditionelle Knoblauchschnaps, den man allerdings niemals innerlich anwenden sollte. Eine Pilgerstätte für Ornithologen auf der Suche nach der seltenen Molwanîschen Drossel, die jeden Herbst in eindrucksvollem Formationsflug in ihr 2,5 Kilometer entferntes Winterquartier zieht, wobei Tausende sich verirren und vor Erschöpfung verenden. Eine Oase für Liebhaber unberührter Natur, die zu sich selbst finden wollen in Molwanîens „Großen Ebenen“, einer Landschaft, die wegen ihrer unvergleichlichen Ödnis und Langeweile von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Da wollen Sie nicht hin? Da können Sie gar nicht hin, aber Sie werden Ihren Freunden davon erzählen. Mit Bonusmaterial für das Taschenbuch: Ein Zusatzkapitel von 24 Seiten „Das Beste aus Molwanîen!“

Schöner Schwachsinn!

— arosa74

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    Brentini

    12. November 2012 um 00:44

    Vor Jahren, als ich dieses Buch noch in den Buchhandlungen durchblätterte und kurz las, dachte ich: Wow, lustig! Spannend" Originell! Dann habe ich irgendwann das Buch komplett gelesen, und ziemlich schnell gemerkt: Das Buch ist traurig, macht mich traurig und lacht auf eine traurige und arrogante Weise der quasibesseren Westler über die Menschen in Mittel- und Osteuropa (angeblich in einem fiktiven Land), die das Pech hatten, falsches politisches System gewählt zu haben oder irgendwelchen kleinen Lokalfürsten ihren Vertrauen zu schenken. Das Buch spielt auf eine politisch unkorrekte Art und Weise mit den Stereotypen über Menschen in diesem Teil Europas. Politisch unkorrekt kann manchmal zwar gut und lustig sein, doch in diesem Fall ist es einfach übertrieben, und nach der Seite 30 gar nicht mehr lustig, sondern plattitüdenhaft und auf dem Niveau eines 13-jährigen, der gerade mal Langeweile hat und nichts besseres zu tun hat.

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    claudiaausgrone

    09. August 2012 um 19:15

    Das ist mal was anderes, habe ich gleich gedacht, als ich das Leseexemplar in den Händen hielt. Sehr unterhaltsam! Zunächst erst einmal muss der/die LeserIN erkennen, dass dies gar kein echter Reiseführer ist, denn so täuschend echt aufgemacht ist das Buch. Aber schon beim genaueren Hinschauen der Fotos, entsteht der Uups-Effekt. Bei den Texten gibt es dann wirklich so einiges zum Laut-loslachen. Und zwar herzlich... Allerdings muss ich persönlich sagen, ein Exemplar aus der Reihe reicht.

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    lucky_snakes

    12. November 2011 um 22:52

    der beste Reiseführer, den ich bisher gelesen habe :)
    beim ersten Lesen von manchen Abschnitten könnte man sich auch wirklich vorstellen, in einem richtigen Reiseführer zu lesen und muss sich wieder bewusst machen, dass dem nicht so ist. Das fiktive Molwanien ist wirklich perfekt dargestellt und konstruiert - wird herrlich mit Vorurteilen und Stereotypen gespielt.

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    Pashtun Valley Leader Commander

    Einige erinnern sich über die Debatte anlässlich der Premiere des Filmes "Borat". Hier werden zu einem Buch kumuliert westeuropäische/australische Stereotypen über einen Siedlungsraum nördlich des schwarzen Meeres und östlich der Donau reproduziert. Im Prinzip auf der Ebene: Was ist der Saarländer? Na der fliessende Übergang des Saarländers zum Menschen! wird hier ein Universum entworfen, dessen Insassen oder Bewohner wahlweise von Prostitution, Autodiebstahl oder Drogenanbau leben. Vordegründig lustig im zweiten Blick Humor mit mindestens einem Kommunikationsproblem... Es gibt Leute die finden "Keinohrhasen" lustig, denen sei dieser Titel wärmstens empfohlen und es gibt Misanthropen deren Mundwinkel nach oben gehen, wenn Arnold Schwarzenegger in Terminator zu dem menschlichen Protagonisten der Handlung "Vertrau mir sagt!". Denen sei von dem Buch ebgeraten...

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. November 2010 um 23:29

    Dieser etwas andere "Reiseführer" ist mal so völlig schmerzfrei... ...möchtest Du mal wieder so richtig herzhaft ablachen, dann kauf Dir "MOLWANIEN"...

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. August 2010 um 12:29

    Interessanter "Reiseführer" über ein erfundenes Land.
    Witzig und mit vielen Bildern wird hier das Land "Molwanien" vorgestellt. Aufgebaut wie ein richtiger Reiseführer mit Hotel-Empfehlungen, Restaurant- und Insider-Tipps, geschichtlichem Hintergrund und natürlich einem "Sprach"-Führer.
    Tolle Idee und mal was anderes...

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    allyoucanread

    15. April 2010 um 13:21

    Dieser "Reiseführer" der besonderen Art hat es mir angetan. Der Begriff "habe mich totgelacht" wird allgemein inflationär gebraucht, aber auf den ersten 40 bis 50 Seiten dieses Buches war ich tatsächlich gefühlt fast so weit. Wer schon mal ein oder zwei Stunden vor Lachen geschüttelt wurde, weiß, dass das sich schon nicht mehr gut anfühlt (Krämpfe, Heiserkeit, Halsschmerzen, Luftnot, Nase läuft, Augen tränen pausenlos). Aber ich konnte es einfach nicht weglegen. Die Kritik, der Humor wäre in erster Linie stereotyp und auf Kosten anderer sei dahingestellt. Guter Humor ist für mich in erster Linie unerwartet, unvorhersebar. Und staubtrocken. Und die spontanen Wechsel in diesem Buch habe mich anfangs immer wieder aus der Kurve getragen. Allerdings hat es nach Seite 50 dann entweder eine Notabschaltung in meinem Hirn gegeben, oder es ist danach einfach nicht mehr witzig, da die Muster beibehalten werden. Aber der Anfang alleine war es wert.

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    umbrellabrothers

    12. February 2010 um 10:21

    Der Buchhändler meines Vertrauens hat mir gesagt, dass es ein unnützes Buch ist. Aber es ist absolut kurzweilig und hat mir nach der OP im Krankenhaus fast die Nähte aufgerissen, weil ich so lachen musste. Kommen sie mit nach Molwanien, ein Land das es nicht gibt. Lassen Sie sich auf absoluten Blödsinn ein und Sie haben ein paar schöne Stunden. Dort wurden Kühe gezüchtet, die keine Vorderbeine haben. Dann hat man zwar weniger Fleisch, aber Hüten ist wesentlich einfacher...

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    Hallogen

    29. December 2009 um 20:31

    Ein armseliges Buch hart an der Grenze zum Rassismus. Pubertärer Humor voller Peinlichkeiten. Irgendwelche Schnappschüsse aus Osteuropa werden hier mit „witzigen“ Kommentaren unterlegt. Man sollte in der Lage sein, sich über Armut, Kriegsschäden und Not lustig zu machen, wenn man dieses Buch lesen will. Ich brauche nur willkürlich eine Seite aufzuschlagen, um den Kopf über so viel Dummheit zu schütteln. In diesem Buch wimmelt es von Klischees von Zigeunerbanden und kaputten Atomreaktoren, schlechter Luft und kultureller Rückständigkeit. Sehr gut geeignet zum Studium von Stereotypen und Fremdbildern, zumal es sich ja bei den Fotos um real existierende Orte handeln dürfte (z. B. Seite 121 ein verwackeltes Foto eines Hochhauses, das offenbar – siehe Haus im Hintergrund – in Polen aufgenommen wurde). Nun ist die Parodie eines Reiseführers ja eine durchaus reizvolle Idee, nur kann man dabei kaum mehr falsch machen als die Autoren. Scheinbar fehlte ihnen der Mut ein Land zu wählen, wie es sich ja durchaus anbieten würde. Was soll das ganze Werk also? Es ist eben keine Parodie auf Reiseführer, wenn man dabei die Plattheit dieser Humorexperten (vor Wiederholungen desselben Gags schrecken die bestimmt nicht zurück) an den Tag legt. Das ist meist so unfassbar billig, dass man sich schnell fragt, wie man so arrogant sein kann. Dasselbe Buch über einen Staat oder eine Stadt, die beliebtes Urlaubsziel ist, wäre ein Knaller und urkomisch, aber so hat man sich völlig verrannt und betrachtet Osteuropa, wie es selbst die schlimmsten Kolonialschriftsteller nie getan hätten. Das ist ungefähr so, als würde man nach Kiel oder Chemnitz fahren, nur die hässlichsten Ecken fotografieren und dann noch alle Stereotypen über Rechtsradikale und Plattenbauten, Fischköppe und Matrosen zusammentragen und erweitern. Mehr Worte dürfte man über diese totale Ignoranz eigentlich nicht verlieren, aber ich ärgere mich über diesen Blickwinkel und die damit verbundene Pauschalisierung. Da in diesem Fall das Zitat aussagekräftig genug ist, um zu verdeutlichen, was ich meine, sei (willkürlich) S. 77 angeführt: unter einem Foto von zwei parkenden LKWs im Gebirge steht da "LKWs mit illegalen Immigranten legen eine Pause ein, um die landschaftliche Schönheit zu genießen." Die Flucht aus dem Heimatland ist also scheinbar ein grandioser Spaß und für einen armseligen Gag bestens geeignet. Das andere Bild ist dann aber wirklich witzig: die identische Aufnahme einer Stadt, einmal in schwarz-weiß und einmal in Farbe. Und jetzt kommt der Knaller, der so manchem Volltrunkenen schon zu hoch sein dürfte: unter dem einen Bild steht „Alt-Vajana“ und unter dem anderen „Neu-Vajana“... Überhaupt jeder Schnappschuss, der hier Aufnahme fand, zeugt mit seinen Bildunterschriften von kompletter Unreife: Ein verwackeltes Bild von einem Hochhaus? Schiefer Turm. – Ein Esswettbewerb mit auf den Rücken gefesselten Händen? In einigen Regionen Essbesteck ungehörig. – Ein aus dem Wasser ragendes Vogelhinterteil? Afteratmer. – Ein Mann mit Schnauzer auf der Arztliege? Mutter des Arztes. Da fehlt nur noch das obligatorische “Tätä-tätä“. Das Foto eines Werbeplakats („Sex-Shop“) vor einem Palastdetail unterschrieben mit „Dzrebo bietet eine zauberhafte Mischung aus Renaissance-Charme und Balkan-Schmutz“ geht dann aber schlicht zu weit. Hier fehlt jede ironische Brechung, hier geht nichts ohne die Devise „Immer feste draufhauen.“ Man gebe dieses letzte Wortgebilde mal in einer Suchmaschine ein und man erkennt, dass hier bestehende Stereotype noch um neue Wortbildungen erweitert werden, die kein Mensch braucht. Ich will hier nicht mit der Moralkeule schwingen, aber witzig wäre das Buch für mich nur, wenn man ihm eine andere Richtung als die simple Wiedergabe uralter Klischees gegeben hätte, wodurch man den Eindruck gewinnt, dass die Autoren selbst diesen nachhängen. Mit Aufnahmen aus Australien oder Deutschland wäre es zum Beispiel ein ganz anderes Buch, hätte das Werk noch eine parodistische Ebene. Aber stattdessen nur Einfallslosigkeit nach dem „alles verseucht, dreckig, korrupt und verwanzt“-Schema. Man hätte die Sprache von Reiseführern parodieren können, aber da hatte man wohl Angst, dass die Leser bei zuviel Subtilität nichts verstehen, also lieber immer mit dem Holzhammer. Hier ist nichts originell, selbst das halbwegs witzige, da zynische „Im Ort fahren viele Busse; anhalten kann man sie durch simples Winken oder ... mit einer kleinen Handfeuerwaffe.“ kommt einem wie ein uralter Witz vor, und ist im Gesamtkontext, der nur aus solchen Sprachbildern besteht, viel zu billig. Die Stellen, über die man lachen kann, wiegen die anderen bei weitem nicht auf. Ehrlich gesagt, habe ich auch mehr über die Unkenntnis der Autoren gelacht, etwa wenn sie ein Foto eines gotischen Turmes als romanisch beschreiben (ohne sich dessen bewusst zu sein – es gibt freilich auch Bilder, bei denen diese Falschbeschriftung Absicht ist, etwa wenn das Kapitel zum Tiefland ein Gebirgsbild zeigt) oder wenn sie den Gag mit den desertierenden Soldaten des Zweiten Weltkriegs, denen man ein Denkmal setzte, mehrfach zu verwenden. An manchen Stellen scheinen sie selbst nicht zu merken, wie hohl ihre Witzchen sind: „Die Berge im Cherzjov-Wald sind ein idealer Platz für ein idyllisches Picknick, ungestört durch große Menschen- oder Baummengen.“ ist – so formuliert – gar kein Witz, denn genau das erwartet man ja dort. Ich vermute mal hier ist der Satzbau misslungen. Das sind aber auch alles Weinpanscher und Deodorant ist ihnen fremd, alkoholisierte Chefpiloten und Barbaren da hinter den sieben Bergen... Dieses Buch kann man wohl nur ertragen, wenn man noch nie in Osteuropa war oder mit der entsprechenden Erwartungshaltung (d. h. ohne jedes Verständnis) bzw. einer Augenbinde hingefahren ist.

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    Elke

    02. June 2009 um 10:34

    Kann einfach nicht nachvollziehen, was an diesem Buch lustig sein soll!
    Eindeutig nicht mein Humor! Für mich war dieser Kauf reine Geldverschwendung!

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    maxi

    24. May 2009 um 16:43

    Ich bin auf dieses Buch in Jürgen von der Lippes Sendung "Was liest Du" aufmerksam geworden. Ich konnte mich nicht mehr halten vor lachen. Ich fand das Buch Superlustig. Ich denke aber es ist nicht jedermanns Humor. Meiner aber schon. :o)))

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    mezzomix

    05. April 2008 um 19:05

    Der beste Reiseführer für jeden Urlaub!

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    chaot

    03. December 2007 um 11:48

    genial, jede Seite, jeder Absatz ein Knaller

  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    metalmel

    15. November 2007 um 23:33

    Da plagt mich doch seit einiger Zeit dir Frage: Wo soll ich nur meinen diesjährigen Urlaub verbringen? Mal wieder nach England? Da war ich schon so oft. Oder vielleicht lieber nach Malle, eimerweise Sangria saufen und mich später dann völlig betrunken oben ohne tanzend in einer peinlichen Reportage auf RTL2 wiederentdecken? Auch nicht das Richtige. In die Karibik ist es so weit zum fliegen, Amerika hat ein völlig verrücktes Staatsoberhaupt und in Afrika sind so viele wilde Tiere. Was also tun? Wut und Verzweiflung! Da fällt mir endlich der ultimative Reiseführer in die Hände. Jetzt weiß ich endlich wo ich hinfahre: Nach Molwanien! Da war ich noch nie, da will ich hin. Molwanien ist ein kleines osteuropäisches Land, das sich dem Tourismus jahrzehntelang erfolgreich entzogen hat. Doch jetzt ist es bereit, Horden von Zivilisationsgestörten gastfreundlich aufzunehmen. Folglich auch mich! Es ist das Land der Roten Beete und des Keuchhustens. Aber egal. Mit nur 14 Vorsorgeimpfungen lässt es sich dort problemlos urlauben. Anspruchsvoll sollte man allerdings nicht sein. Außerdem ist es ratsam sich Mineralwasser zu kaufen, da schon ein normales Glas molwanischen Leitungswassers 80% des Jahresbedarfs einer Person an Spurenmetallen und Kolibakterien enthält. Aha. Das schreckt mich nicht. Ich bin neugierig auf die Attraktionen des Landes. Lutenblag ist die Hauptstadt und hat so einiges zu bieten. Als erstes entscheide ich mich für das teuerste Hotel am Platz, das „Rojal Palatz Hotjl“, denn nur hier bekomme ich ein kontinentales Frühstück mit Brötchen und Orangenlimonade. Gleich gegenüber liegt der Königliche Palast, der von farbenfroh gewandeten Milizen bewacht wird, die auch schon mal auf einen schießen, wenn man ihnen suspekt ist. Nicht fehlen darf ein Besuch im Ethnologischen Museum, das eine tolle Sammlung molwanischen Bestecks beherbergt. Das Land bietet auch Berge und eine ehrfurchteinflößende Große Ebene, die vor kurzem von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, wegen ihrer „einzigartigen Monotonie“. In Dzrebo kann man die molwanischen Kronjuwelen besichtigen, von denen nicht mehr viel übrig ist, da hier Türken, Nazis und diebisches Reinigungspersonal gewütet haben. Es gibt allerdings noch ein furchterregendes schartiges Schwert, das seit dem frühen 14. Jahrhundert für Beschneidungen verwendet wurde. Und zum Hecken stutzen. Die Stadt Sasava lebt vom Export örtlicher Handwerkserzeugnisse und menschlicher Körperteile. Einen Besuch kann man sich sparen. Im zentralen Tiefland schließlich kommt man an die Wiege der Nation. Hier lebt und blüht immer noch viel der alten Tradition. Es ist nicht unüblich, dass ältere Frauen einen bei den Ohren fassen und einem dreimal ins Gesicht spucken, angeblich als Schutz gegen böse Geister. Aber nicht gegen Tuberkulose. Doch dagegen habe ich ja schon eine Vorsorgeimpfung! Das alles bietet Molwanien. Nicht gerade viel. Und auch nichts Schönes. Wenn ich’s mir so recht überlege – ich fahre doch lieber nach Cornwall! P. S.: So ganz komme ich nicht klar mit dem Buch. Ich finde die Idee, einen Reiseführer über ein land zu schreiben, dass es gar nicht gibt, sehr witzig, aber die Umsetzung lässt arg zu wünschen übrig. Wirklich gut sind nur die tristen, trostlosen Fotos. Der Text, der Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Restaurants etc. beschreibt ist leider nicht lustig, sondern oftmals nur platt. Schade drum!

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  • Rezension zu "Molwanien" von Santo Cilauro

    Molwanien

    pat

    10. March 2007 um 11:27

    Über Molwanien wurde schon viel geschrieben und wohl so ziemlich jeder hat sich inzwischen schon eine Meinung zum Buch gebildet, deshalb soll an dieser Stelle nur angemerkt werden, dass das Buch wohl am besten geeignet ist an Orten gelesen zu werden, an welchen man immer nur wenig Zeit an einem Stück zur Verfügung hat. Der Grund hierfür ist eben der recht authentischen Reiseführeraufbau, welcher es einem erlaubt mal eine Box hier und einen Kommentar da zu lesen. Also: "Molwanien" ist die ideale Lektüre für Bus, Bahn, Wartezimmer, etc.

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