Saphia Azzeddine

 4.2 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Bilqiss, Mein Vater ist Putzfrau und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Saphia Azzeddine

Bilqiss

Bilqiss

 (6)
Erschienen am 21.09.2017
Mein Vater ist Putzfrau

Mein Vater ist Putzfrau

 (5)
Erschienen am 23.09.2016
Sa mère (La Bleue)

Sa mère (La Bleue)

 (1)
Erschienen am 23.08.2017
Mon père est femme de ménage

Mon père est femme de ménage

 (0)
Erschienen am 05.03.2014

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Sa mère (La Bleue)" von Saphia Azzeddine

Saphia Azzeddine - Sa mère
miss_mesmerizedvor einem Jahr

L’accouchement sous X – cette loi française permet à une femme d’accoucher et d’abandonner son bébé sans révéler son identité. Marie-Adélaïde était un tel bébé et comme elle ne connait ni ses parents ni son destin, c’est la rage qui la dirige dans la vie. Peu diplomate, elle a toujours des problèmes, avec ses camarades, ses collègues et même ses patrons. Elle ne peut ni ne veut accepter les conventions et en plus, elle ne peut pas imaginer des personnes qui ne lui veulent pas, qui l’aiment même et qui s’intéressent à elle. Le jour de son 18e anniversaire, elle a le droit de lire son dossier et d’avoir, finalement, un nom qui la mène à sa mère. Qui est cette femme qui a abandonné sa fille, qui ne s’intéresse pas à sa vie et son sort ? Y aura-t-il la chance de revivre une enfance passée ?

Marie-Adélaïde est une héroïne difficile à aimer. La colère qui règne en elle ne le rend pas facile à l’embrasser et comprendre. Le fait qu’elle se retrouve en prison n’est pas trop surprenant si on considère sa manière de traiter ses prochains. Son assistante sociale aussi met un grand effort à lui montrer comment retourner en société – mais Marie-Adélaïde a le sentiment d’être volée une enfance qu’elle aurait méritée et ainsi, elle n’est pas capable de se comporter doucement et tranquillement.

Le roman devient le plus intéressant au moment où Marie-Adélaïde commence à faire des recherches sur sa mère. Incrédule d’abord, elle ne peut pas croire ce qu’elle lit dans le dossier et ce que son détective privé révèle. La rencontre avec la mère, finalement, est aussi bien singulier et convient bien avec le caractère et la biographie de la fille. Le procès du rapprochement entre mère et fille est raconté avec une douceur éblouissante comme toutes les deux n’ont pas d’expérience avec la proximité, avec être mère ou fille, seulement des idées comment cela doit être, mais parfois cela a l’air de ne pas être correct et juste pour elles.

Encore une fois, comme dans les autres romans de Saphia Azzeddinne, l’auteur arrive à trouver un ton particulier pour sa narratrice qui reflète son état d’âme et son caractère. Marie-Adélaïde - déjà son nom signifie une rupture avec le destin attendu d’une fille adoptée - vit une vie « transitoire », entre réalité et rêve – des rêves qu’elle n’a pas. Elle a la tête sur les épaules et n’attend pas trop de sa vie ce qui la rend bien directe envers les autres. Quoique l’histoire soit pleine de chagrin et tristesse, il y beaucoup de moments à éclater de rire où au moins à sourire. Enfin, Marie-Adélaïde est aimable et on lui souhaite le meilleur – mais la vie ne fonctionne pas de cette manière. 

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SamiraBubbles avatar

Rezension zu "Mein Vater ist Putzfrau" von Saphia Azzeddine

Die Coming-of-Age Geschichte eines Jungen in den Pariser Banlieus
SamiraBubblevor einem Jahr

Paul verbringt gerne Zeit in Bibliotheken, vorzugsweise nachts, wenn das Gebäude leer steht, dann befreit er die Bücher vom Staub und blättert dabei auch ein wenig in denen rum, auf der Suche nach neuen abstrakten Wörtern, deren Bedeutung er zuhause nachschlagen kann, während sein Vater sich am Boden ranmacht, um ihn zu polieren. In dieser Position, am Boden und gebückt hat der heranwachsende Protagonist seinen Vater, in dem er verzweifelt seinen Helden sehen will, würde er sich nur nicht so sehr für ihn schämen, oft gesehen, zu oft, weshalb er der festen Überzeugung ist, es einmal weiter zu bringen, als seine Familie, die etwas tölpelhaft und einfach ist. Azzeddine zeichnet in ihrem zweiten Werk ein tristes Bild der Pariser Banlieus, von den unterschiedlichen Kulturen, die hier aufeinander treffen, aber miteinander zu leben wissen, von ihren Nöten, wie auch ihren Sehnsüchten und Träumen einem Leben im gesellschaftlichen Abseits zu entfliehen.

LIEBLINGSSATZ:
- Du bist kein Trottel. Du willst nicht enden wie ich, also bau gefälligst keinen Mist...
- Was heißt enden wie du?
- Das heißt öfter den Boden als den Himmel im Blick zu haben, was dich nicht daran hindert, trotzdem in die Scheiße zu treten.

EMPFEHLUNG: Ja.

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himbeerbels avatar

Rezension zu "Mein Vater ist Putzfrau" von Saphia Azzeddine

Situationskomik, Galgenhumor und Nachdenkliches
himbeerbelvor 2 Jahren

In „Mein Vater ist Putzfrau“ von Saphia Azzeddine geht es um Paul, genannt Polo, der laut eigener Aussage ziemlich klein, hässlich, weiß und arm ist. In der Schule sind alle cooler als er und wenn schon nicht reich, dann wenigstens arabisch, jüdisch oder schwarz. In seiner Freizeit hilft er seinem Vater beim putzen, doch er kümmert sich in einer Bibliothek nicht nur um den Staub auf den Büchern, sondern hat auch begonnen sie zu lesen und sich zu bilden.

„Zwischen den Taschenbüchern und den gebundenen Büchern, den bebilderten und den schlichten Buchdeckeln gab es Milliarden von Wörtern. Manche davon waren längst gescheitert, andere hatten viele erschüttert. Ich hatte Lust, sie auszuprobieren. Diese ganzen Bücher, wie sie da eines neben dem anderen militärisch, senkrecht und gerade aufgereiht standen, starrten mich an und forderten mich jedes Mal heraus, wenn ich an ihren vorüberging.“ (S. 8)

Als Leser begleitet man den pubertierenden Ich-Erzähler Polo ab seiner 8. Schulklasse und wird Zeuge seiner Gedankenwelt, die von finsterstem Sarkasmus, tiefster Verachtung seiner Familie und seiner Umwelt gegenüber, Neid, bitteren Sehnsüchten, zerbrechlicher Liebe, von den Zweifeln und der Unsicherheit eines Heranwachsenden und der Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen geprägt ist.

„Wäre Tamimount ein Land, wäre sie die USA: Sie verteidigt sich immer, nachdem sie dich als Erstes angegriffen hat, vorbeugend verpasst sie dir eine Kopfnuss und glättet sich anschließend seelenruhig den Pony, der eine Narbe auf der Stirn verdeckt, weil ihr Vater sie verdrischt. Auch vorbeugend.“ (S. 41)

Nachdem ich zu lesen begonnen hatte, mochte ich nicht mehr aufhören. Es war interessant Polos Entwicklung anhand seiner Denkweise und Gefühlswelt zu folgen, die eine bunte Mischung aus tatsächlichem Erleben und Phantasie ist. Die Sprache ist bildhaft und eindringlich, rutscht aber auch schon mal in derbe und derbere Ausdrucksweisen ab, was den Charakter allerdings authentisch wirken lässt.

„-Was heißt enden wie du, Papa? -Das heißt öfter den Boden als den Himmel im Blick zu haben, was dich nicht daran hindert, trotzdem in die Scheiße zu treten…
Insgeheim musste ich ihm beipflichten. Mein Vater ist intelligent. Nur dass die Wörter in dem Schlamassel zu nichts taugen. Der Boden, der Himmel und die Scheiße, das fügte sich hier perfekt zusammen.“ (S. 66)

„Mein Vater ist Putzfrau“ ist eine liebevolle Vater-Sohn-Geschichte voller Situationskomik und Galgenhumor, die viel Stoff zum Nachdenken, schmunzeln und mitfühlen zu bieten hat. Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und deshalb wärmstens empfehlen kann.

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