Norra Latin - Die Schule der Träume

von Sara B. Elfgren 
2,9 Sterne bei8 Bewertungen
Norra Latin - Die Schule der Träume
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Booknerdsbykerstins avatar

Das erste Mal habe ich das Buch abgebrochen, beim zweiten Versuch war ich dann begeistert, aber zum Ende kam die Ernüchterung zurück.

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Der Schreibstil ist wundervoll melancholisch, aber auf über 600 Seiten passiert reichlich wenig ...

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Inhaltsangabe zu "Norra Latin - Die Schule der Träume"

Tamar und Clea haben die Aufnahmeprüfung der renommierten Stockholmer Schauspielschule Norra Latin bestanden. Die beiden sind grundverschieden, doch sie verbindet der Traum von einer Schauspielkarriere. Aber dass der Schulalltag so aufregend wird, hätten sie nie gedacht. Denn es gibt Gerüchte über eine Tragödie, die sich dort vor Jahrzehnten ereignet hat. Was ist damals bei einer Shakespeare-Aufführung passiert? Und wer ist der mysteriöse »Schatten« von Norra Latin? Je tiefer Tamar und Clea in die Vergangenheit eintauchen, desto größer wird das Rätsel – und die Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783038800170
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:608 Seiten
Verlag:Arctis Verlag
Erscheinungsdatum:31.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Manja82s avatar
    Manja82vor 6 Tagen
    ein guter Roman, der es mir aber nicht unbedingt leicht gemacht hat

    Kurzbeschreibung
    Tamar und Clea haben die Aufnahmeprüfung der renommierten Stockholmer Schauspielschule Norra Latin bestanden. Die beiden sind grundverschieden, doch sie verbindet der Traum von einer Schauspielkarriere. Aber dass der Schulalltag so aufregend wird, hätten sie nie gedacht. Denn es gibt Gerüchte über eine Tragödie, die sich dort vor Jahrzehnten ereignet hat. Was ist damals bei einer Shakespeare-Aufführung passiert? Und wer ist der mysteriöse »Schatten« von Norra Latin? Je tiefer Tamar und Clea in die Vergangenheit eintauchen, desto größer wird das Rätsel – und die Gefahr.
    (Quelle: Arctis Verlag)

    Meine Meinung
    Auf den Roman „Norra Latin – Die Schule der Träume“ von Sara B. Elfgren war ich richtig gespannt. Das Cover hat mich richtig angesprochen und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich mich auch flott auf die über 600 Seiten gestürzt.

    Die handelnden Charaktere sind der Autorin durchaus gut gelungen. Man kann sie sich gut vorstellen, sie sind detailliert beschrieben.
    Clea ist jemand, die immer wieder nachgibt, die sich alles gefallen lässt. Ihr hätte ich doch mehr zugetraut, auch das sie sich im Verlauf mehr entwickelt.
    Tamar war mich doch sympathisch. Sie ist eher eine Außenseiterin, sie lässt kaum jemanden aus der Schule an sich heran. Wenn man aber bedenkt, sie steht plötzlich alleine da, dann kann man dieses Verhalten doch verstehen.
    Tim wirkte eher arrogant und von sich selbst überzeugt. Er und Clea sind ein Paar, allerdings ich habe nicht wirklich verstanden was die beiden wirklich verbindet.

    Die Nebenfiguren, auch wenn es nicht ganz so viele sind, sind soweit gut gezeichnet. Auch hier kann ich sagen, sie sind detailliert und somit vorstellbar dargestellt.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker und leicht. Ich habe alles sehr gut verstehen können und es war alles nachvollziehbar für mich. Vom Stil her passt es auch wirklich gut zur angesprochenen Zielgruppe.
    Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen Tamar und Clea. Für beide hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, Ich empfand dies als passend, da man so beiden noch näher ist.
    Die Handlung ist zu Anfang auch wirklich toll. Der Einstieg gelingt gut und leicht, man findet sich auch gut zurecht. Die Grundstimmung ist hier düster und bedrückend. Einerseits drückt das ziemlich auf die eigene Stimmung aber es macht das Buch auch richtig interessant. Mir gefiel es wie Spannung aufgebaut wird, man wird als Leser gefesselt und möchte wissen was weiter passiert.
    Allerdings, wenn man sich die Dicke des Buches betrachtet und dem gegenüberstellt was eigentlich alles passiert, dann stellt man schnell fest, es passt nicht ganz zusammen. Mir wirkte es immer wieder doch ziemlich langwierig und zäh. Man kommt im Geschehen nicht wirklich voran, was ich echt schade fand.
    Als Kulisse hat die Autorin hier eine Theaterschule gewählt. Ich empfand diese Umgebung als passend, sie ist anschaulich und vorstellbar beschrieben.

    Das Ende ist ein wenig konstruiert. Es passt zwar, mir persönlich hat es aber nicht zu hundert Prozent gefallen. Ich hatte ja dann doch etwas anderes erwartet.

    Fazit
    Insgesamt gesagt ist „Norra Latin – Die Schule der Träume“ von Sara B. Elfgren ein Roman, der es mir nicht ganz einfach gemacht hat.
    Gut ausgearbeitete Charaktere, ein gut zu lesender, flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar spannend gehalten ist, in der aber dennoch nicht ganz so viel passiert, wodurch doch auch Längen entstehen, haben mir dennoch aber unterhaltsame Lesestunden beschert.
    Durchaus lesenswert!

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    cyranas avatar
    cyranavor 6 Tagen
    Langatmig

    Norra Latin ist eines der ehrwürdigen Gymnasien, die in Stockholm Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. In diesem Buch existiert die Schule noch und hat einen Schauspielzweig. Clea, deren Mutter Schauspielerin ist, hat sich - wie auch ihre Freundin Gabi - dort beworben. Auch Tim Helander geht in die Klasse, als Nachrücker. Ihn kennt Clea seit ihrer Kindheit, weil sein Vater und ihre Mutter mal in einer Klasse auf eben dieser Schule waren. Jack Helander ist mittlerweile ein bekannter Hollywoodschauspieler (und hat ein noch größeres Ego als sein Sohn).
    Aber auch Tamar hat sich beworben. Sie kommt aus dem über 500 km nördlich gelegenen Östersund und kennt niemanden in der Stadt, aber ihr Traum ist es, Schauspielerin zu werden - weil sie Clea vergöttert, die schon als Kind Rollen in Fernsehserien hatte. Aber dass sie mit Clea in eine Klasse gehen wird, damit hat sie nicht gerechnet.

    Eine interessante Grundidee, aus der man viel hätte machen können. Eine Schauspielschule, ein Hauch von Magie, ein schlimmes Ereignis in den 1940er Jahren, das sich wie eine Legende ständig verändert,... Aber leider ist die Geschichte viel zu langatmig. Drogen, Alkohol und Party nehmen viel zu viel Raum ein und auch auf das Thema Homosexualität wird zu breit getreten; anfangs fand ich es gut, dass aber dann wurde es einfach zu oft wiederholt.
    Meiner Meinung hätte dem Buch eine Kürzung um ca. die Hälfte gut getan, die Handlung hätte gestrafft werden müssen und hätte gerne an einigen Stellen spektakulärer sein dürfen. Die Zitate aus Theaterstücken und Verweise haben mir gefallen, aber waren zu nebensächlich. Schade.

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    Booknerdsbykerstins avatar
    Booknerdsbykerstinvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Das erste Mal habe ich das Buch abgebrochen, beim zweiten Versuch war ich dann begeistert, aber zum Ende kam die Ernüchterung zurück.
    Ich bin sehr zweigespalten

    Da ich schon einige Bücher aus dem Arctis Verlag gelesen habe und immer begeistert war, musste ich auch unbedingt Norra Latin lesen. Der Inhalt klang doch einfach zu gut und geheimnisvoll. Als es ankam, stürzte ich mich auch sofort darauf und war zunächst begeistert.

    Sara B. Elfgren lässt ihre Geschichte an einem real existierenden Ort in Stockholm spielen, was ich schon unheimlich spannend fand. Dazu hat sie einen genialen bildlichen Schreibstil, der mich alles wirklich sehen ließ. Und dazu ist er noch so leicht zu lesen und düster angehaucht, dass ich erst gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

    Das Buch beginnt auch richtig vielversprechend: Polizeieinsatz, Sirenen, eine Tragödie an einer Schule in Stockholm, der Norra Latin, und dann lernen wir Clea kennen, die anfängt die Geschichte von Beginn an zu erzählen. Mit dem ersten Tag an Norra Latin. Dazu kommt die zweite Sichtweise von Tamar, die zeitgleich mit Clea ihre Ausbildung am Theaterzweig dieser Schule beginnt, hinzu. Wir erleben aus der Ich-Erzählweise beide Charaktere und ihr Umfeld. Clea, das It-Girl und bekannte TV-Star und ihr Freund seit Kindestagen Tim, der Sohn des berühmten Schauspielers Jack Helander. Daneben Tamar, deren größter Traum es ist, Theater zu spielen und sich einen langersehnten Wunsch erfüllt hat, diesen in der Großstadt umzusetzen.

    Ich muss es leider sagen, ich verlor nach knapp 150 Seiten das Interesse am Buch und musste es erst einmal weglegen. Es passierte nichts. Wir tingeln durch den Schulalltag, erleben wie Tamar in Isolation gerät und Clea aufblüht. Hin und wieder wird die alte Legende von Erling Jensen eingestreut, die echt interessant ist, aber es sind immer nur kleine Andeutungen und ich war einfach nur maßlos enttäuscht, da Norra Latin ja auch als DAS Jugendbuch angepriesen wurde. Ich langweilte mich und das Buch musste erstmal pausieren.

    Ein paar Bücher später, griff ich nochmals zu Norra Latin und es machte klick! Ab Seite 250 gab es kein Halten mehr für mich und ich habe das Buch inhaliert. Es wurde so genial, so mysteriös und geheimnisvoll. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir nicht alles gefiel, was ich da zu lesen bekam und vieles noch nicht so richtig verstand. Besonders gelungen und einnehmend fand ich Tamars Szenen, da bekam ich wirklich teilweise Gänsehaut beim Lesen so gruselig wurden die. Cleas Szenen fand ich teilweise sehr anstrengend, auch wenn sie meist darauf abzielten, Tim zu beleuchten, aber hier geschah meist immer dasselbe und wiederholte sich oft. Aber dennoch fand ich den Mittelteil grandios und konnte nicht genug davon bekommen.

    Das Ende allerdings, das setzte mich dann auf den Boden der Tatsachen zurück. Das war mir viel zu verworren und kompliziert. Personen, die bisher nur erwähnt wurden, hatten plötzlich eine tragende Rolle. Und ich kann es gar nicht richtig beschreiben, es war mir zu wirr und ich musste manche Passagen doppelt lesen um sie richtig zu verstehen. Ich war etwas ernüchtert.

    Wenn ihr mich also fragt, ob ich euch das Buch empfehlen würde, würde ich euch auf die Leseprobe verweisen. Stellenweise ist Norra Latin richtig genial. Schön düster, brutal, geheimnisvoll und deprimierend. Diese Gefühle werden auch perfekt von der Autorin transportiert. Dann gibt es aber auch so viele Längen in dem Buch, die schon etwas an den Nerven zerren. Ich bin wirklich zwiegespalten bei dem Buch und kann es nicht richtig einschätzen.

    Positiv erwähnen muss ich allerdings, dass es die Autorin geschickt versteht, Homosexualität einfließen zu lassen und es darzustellen, als sei es noch nie ein Problem gewesen. Sie zeigt eine vorbildlich lockere Gesellschaft auf. Allerdings ist sie mir auch teilweise zu locker, denn die Charaktere sind alle zwischen 15 und 17 Jahren und haben einen enormen Alkohol- und Drogenkonsum. Des Öfteren hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere deutlich älter sind und musste mich an ihr wahres Alter erinnern.

    Bei Norra Latin muss jeder selbst entscheiden, ob er zu dem Buch greifen möchte oder nicht. Ich kann keine klare Empfehlung geben.

     

    Mein Fazit:

     

    Norra Latin von Sara B Elfgren machte es mir nicht leicht. Ich habe das Buch zwischendurch weggelegt, weil ich ganz andere Erwartungen an das Buch hatte und eher gelangweilt wurde. Beim zweiten Versuch bin ich dem Buch zunächst verfallen. Es wurde geheimnisvoll, düster, spannend und auch magisch, aber das Ende konnte bei mir wieder nicht punkten. Hier war alles zu verworren und kompliziert, dass ich manche Passagen mehrfach lesen musste. Norra Latin lässt mich zwiegespalten zurück. Stellenweise fand ich das Buch richtig klasse und kam nicht davon los und stellenweise war es mir so sehr in die Länge gezogen, dass ich anfing mich zu langweilen. Ich kann hier leider keine klare Leseempfehlung geben.

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    Unzertrennlichs avatar
    Unzertrennlichvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Der Schreibstil ist wundervoll melancholisch, aber auf über 600 Seiten passiert reichlich wenig ...
    Ein wundervoller Schreibstil, aber eine echt lahme und viel zu konstruierte Story ...

    Schreibstil


    Die Schule Norra Latin hat einst tatsächlich existiert. Nun dient sie als Schauplatz für eine sehr geheimnisvolle Geschichte, die für den Leser lange Zeit recht nebulös erscheint.


    Das Buch besitzt zwei Sichten, wobei ich mich als Leser lange Zeit gefragt habe, ob diese tatsächlich nötig waren. Während Tamar ein sehr interessanter und vor allem tiefgründiger Charakter ist, bleibt Clea in ihren Geschichten doch recht eindimensional und hat mich leider sogar etwas aggressiv gemacht.


    Als Leser werden wir an die Schauspielschule "Norra Latin" entführt. Nach und nach offenbart sich eine sehr geheimnisvolle und teilweise auch recht unheimliche Geschichte über eine alte Legende. In "Norra Latin" soll nämlich noch immer ein Schüler umherwandeln, der vor vielen Jahren nach einer Aufführung einfach verschwand ...


    Charaktere


    Tamar


    Tamar war mein Lieblinsgcharakter in diesem Buch. Bei ihr ist die Leidenschaft zur Schauspielerei deutlich zu spüren. In ihrer Kindheit hat sie "Ein Sommernachtstraum" als Theaterstück gesehen und war von der Rolle des Puck so fasziniert war, dass sie nun den großen Traum hat, selbst einmal auf einer großen Bühne zu stehen.


    Tamar hat allerdings auch Selbstzweifel. Sie weiß nicht, ob sie gut genug ist und ob sie sich wirklich mit den anderen Schauspielschülern messen kann. Nach außen hin wirkt sie recht kühl, verschlossen und undurchsichtig.


    Wir begleiten Tamar hier dabei, die Wahrheit hinter der alten Legende herauszufinden, erfahren aber auch, dass sie unsterblich in Clea verliebt ist. Verstehen oder greifen konnte ich diese Gefühle aber nicht ...


    Clea


    Auf der anderen Seite steht Clea, die bereits ein kleiner Star ist. Im Laufe der Geschichte kommt sie mit ihren Jugendfreund Tim zusammen und diese Beziehung dominiert ihre Abschnitte und leider auch das gesamte Buch. Die beiden geben nach außen hin das perfekte Traumpaar ab, während sie doch in Wahrheit nur zwei Verlorene sind, die sich verzweifelt aneinanderklammer, sich dabei aber noch weiter nach unten ziehen.


    Leider verliert sich Clea im Laufe der Handlung immer mehr. Auf der einen Seite wollte ich sie wachrütteln, doch auf der anderen hat sie mich auch ein wenig genervt. Im Grunde ist und bleibt Clea bis zum Schluss auch nur Nebencharakter, ihre ganzen Erlebnisse sind für die eigentliche Story komplett unwichtig!


    Meine Meinung


    "Norra Latin - Die Schule der Träume" von Sara B. Elfgren hat mich überrascht. Es beinhaltet eine Geschichte, die ich so anhand des Klappentextes nicht erwartet hatte. Geht es um Geister? Magie? Oder nur darum, in eine Rolle zu schlüpfen?


    Die Autorin schlägt hier verschiedene Themen an und so war mir lange Zeit nicht klar, in welche Richtung sich das Buch denn entwickeln wird. Erst einmal haben wir da die alte Legende über einen Schüler, der bei einer Aufführung verschwand und davor angeblich einen Lehrer getötet haben soll. Tamar wird im Laufe der Geschichte tiefer in die damaligen Geschehnisse hineingezogen und scheint von dem Geist des Jungen verfolgt zu werden. Verliert sie etwa den Bezug zur Realität? Oder möchte tatsächlich jemand, dass endlich die Wahrheit ans Licht kommt?


    Cleas Abschnitte sind hingegen der totale Kontrast. Hier geht es um eine Scheinwelt, die nach außen hin aufrecht erhalten werden muss. Sehr kritisch betrachtet die Autorin hier die sozialen Medien, in denen doch eine Perfektion vorherrscht, die es in der "echten Welt" überhaupt nicht gibt. Leider hat mich Cleas Sicht teilweise etwas genervt und ja, leider auch gelangweilt. Ihre Geschichte tritt lange Zeit auf der Stelle, denn im Grunde geht es hier nur um die On-Off-Beziehung zu Tim, die mich als Leser sehr wütend und auch recht depressiv zurückgelassen hat.


    Während in Tamars Abschnitten wenigstens Spannung vorherrscht, bleiben Cleas Abschnitte lange Zeit nichtssagend und sterbenslangweilig. Die Verbindung beider Handlungsstränge lässt hier auch auf sich warten und ich habe als Leser angefangen, einen gewissen Hass auf die nicht enden wollende Romanze zwischen Clea und Tim zu empfinden. Und Hass ist etwas, dass ich beim Lesen eines Jugendbuches eigentlich nicht empfinden möchte ...


    Positiv empfand ich allerdings die Leichtigkeit, mit der die Autorin beispielsweise das Thema LGBT einbaut. Es gibt keine Wertung, keine Kritik, sondern das Thema Homosexualität, das hier aber nicht im Fokus steht, wird als vollkommen normal betrachtet. Auch die Tiefe der Charaktere hat mir gefallen, auch wenn für mich Cleas Abhängigkeit von Tim einen viel zu großen Platz einnahm.


    Leider wirkt das Buch mit seinen 639 Seiten viel zu sehr in die Länge gezogen. Während zahlreiche Anspielungen zu Supernatural oder auch Harry Potter die ganze Sache noch etwas auflockern, verläuft die Haupthandlung recht geradlinig und ohne große Spannung.


    Die alte Legende über den verschwundenen Jungen wird unzählige Male wiederholt, genau wie die Abhängigkeit von Clea und Tim immer wieder Thema ist. Es war für mich schwer, am Ball zu bleiben. Ich hatte zwar das Gefühl, in der Geschichte drin zu sein, gleichzeitig aber auch irgendwie nicht. Es war seltsam, denn das Buch war auf der einen Seite sehr intensiv, auf der anderen aber auch so nichtssagend, weil oft einmal 50 Seiten am Stück nichts, wirklich rein gar nichts, passiert ist. (Weswegen es in der Leserunde auch kaum Gesprächsstoff gab!)


    Am Ende war ich leider furchtbar enttäuscht und war erst einmal unsicher, wie ich das Buch überhaupt bewerten soll. Auf der einen Seite ist die Story rund um Erling und sein Verschwinden sehr interessant, auf der anderen Seite ist dann aber das Ende, das einfach nicht zur restlichen Geschichte passen will. Als Leser habe ich mich gefragt, warum ich mich über 500 Seiten durch eine seltsam träge Handlung, die sich wirklich in zwei, drei Sätzen zusammenfassen lässt, gequält habe, nur um dann mit so einer schnellen Auflösung abgefertigt zu werden ... Leider erschien mir das Ende nicht stimmig und so habe ich das Buch hier tatsächlich sehr enttäuscht zugeschlagen ...


    Fazit


    "Norra Latin - Die Schule der Träume" besitzt einen wundervoll melancholischen Schreibstil und eine besondere Charaktertiefe, doch beides wird überhaupt nicht genutzt. Die Story ist furchtbar träge, es passiert recht wenig, es gibt zahlreiche Wiederholungen und leider ein "Happy End" das einfach nicht zur Handlung passen will ... Für mich leider ein echter Flop ...

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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 12 Tagen
    Auf die großartige Engelfors-Trilogie folgt eine Enttäuschung ...

    Norra Latin - das lange erwartete Werk, das der faszinierenden Engelfors-Trilogie nachfolgt.
    Es geht um die gleichnamige Schule, ein Stockholmer Gymnasium mit angeschlossenem Theaterzweig. Zwei der Schülerinnen sind Clea und Tamar. Sie kommen aus verschiedenen Welten, könnten nicht unterschiedlicher sein.
    So ist Clea, eine Schwedin, die Tochter zweier berühmter Schauspieler, Tamar stammt aus Georgien und aus viel einfacheren Verhältnissen, ist gänzlich unbekannt.
    Tamar liebt Frauen und schwärmt schon lange für Clea. Diese hat aber einen Freund und beachtet Tamar gar nicht weiter. Sie ist neben der Schule ausgelastet mit ihrer Beziehung und wilden Parties.
    Tamar hat da ganz andere Probleme, denn sie wurde von Erling, dem bösen Geist von Norra Latin, ausgewählt, soll geopfert werden, damit er nach vielen Jahrzehnten endlich Erlösung findet.
    Was ist dran an den Gerüchten über die Tragödie bei der Shakespeare-Premiere, was geschah damals wirklich auf Norra Latin?
    Clea und Tamar wollen es herausfinden und das Unheil aufhalten - und geraten natürlich in Gefahr ...

    ******

    Soweit ein sehr vielversprechender Klappentext.
    Ich habe die Engelfors-Trilogie nur so verschlungen. Auch Norra Latin klang genial, und da das Buch laut Klappentext perfekt in den Herbst und Winter zu passen schien, wollte ich es natürlich schnellstmöglich lesen.
    Ich wusste, als ich das Buch in der Vorschau entdeckte, nicht, dass Norra Latin eine solche Schule war und tatsächlich existierte. Vielmehr ging ich aufgrund des Klappentextes zunächst davon aus, dass Norra Latin eine Frau sei, es sich um ihren Geist handele, es damals evtl. ein Beziehungsdrama oder einen Mord aus Eifersucht, Neid, Konkurrenzkampf gab.
    Insofern überraschte der Prolog mich und hätte die Geschichte durch den Überraschungseffekt noch viel besser als erwartet sein können.
    War sie aber leider nicht ...

    Positiv ist festzuhalten, dass Elfgren gewohnt gut schreibt. Ihr Stil ist einfach angenehm, alles liest sich angenehm und flüssig.

    Die Liste der Kritikpunkte ist hingegen lang:
    -Die Story mutete mir selbst für ein Jugendbuch zu modern und alltäglich an, die Wortwahl empfand ich stellenweise als grenzwertig. Ich hätte erwartet, dass man mehr in die Vergangenheit abtauchen würde, folglich auch der Stil etwas historischer sein würde.
    -Es kommt zwar ein bisschen was an Atmosphäre auf, aber das ist leider kein Vergleich zur Engelfors-Trilogie. Diese düstere, mysteriöse, magische, gefährliche, unheilvolle Grundstimmung, die so fesselt und begeistert, Gänsehaut verursacht und eine regelrechte Sogwirkung entfaltet, fehlte mir sehr. Dabei hätte ich sie nach dem Klappentext doch so sehr erwartet!
    Überhaupt waren da viel zu wenig Magie, Geister usw. im Spiel.
    Ich weiß noch immer nicht, ob ich so weit gehen möchte zu sagen, dass das Buch regelrechte Längen aufweist ... in jedem Falle liest sich die Geschichte aber oberflächlich, konnte mich bis zum Schluss nicht packen, fesseln und begeistern. Größtenteils ist es eine bloße Aneinanderreihung von Schulalltag,  Beziehungsdrama, Party, Alkohol, Drogen ... viel zu wenig Handlung.
    Tamars Passagen las ich noch deutlich lieber als die von Clea, weil es bei Clea ständig um die oben genannten Dinge geht, während man bei Tamar schon mehr übers Schauspiel und die Legende von Norra Latin erfährt. Sie ist im Grunde genommen die Einzige, die die Kernthematik und -handlung aufrecht erhält und vorantreibt.
    Aber ich muss gestehen, dass ich das Verhältnis zwischen Clea und Tamar, die Frage, ob Tamars Gefühle erwidert werden werden, ob zwischen den beiden was passieren wird ... noch wesentlich spannender fand als die Tragödie von Norra Latin.
    Erling als Figur, alles, was mit ihm zu tun hat, wirkte auf mich einfach nur konstruiert und lahm. Ich habe Elfgren das nicht abgenommen, nicht erlebt, es war nicht greifbar; ja, ich gehe soweit zu sagen, dass es mich nicht beeindruckt hat.
    Und es liegt garantiert nicht daran, dass ich das Zielgruppenalter überschritten habe, denn das war bei der Engelfors-Trilogie auch der Fall, und dennoch fand ich die Bücher genial, war fasziniert, habe die Magie gespürt und habe mich gegruselt!
    Nach ca. 500 Seiten hatte ich mal während einer Passage das Gefühl, Erling zu spüren, zu erleben, in diese Figur und diese Szene einzutauchen. Ich hatte Hoffnung geschöpft ... leider ist dieser Moment schnell verpufft und ging es weiter wie zuvor.
    -Zudem gab es gerade zum Ende hin auch einige Fragezeichen in meinem Kopf.
    Der letzte Abschnitt konnte da wie befürchtet nichts retten, im Gegenteil: Das Beziehungsdrama Clea-Tim ging weiter und war kaum noch auszuhalten. Zwei Figuren, die nur am Rande vorkamen, entpuppten sich plötzlich als Schlüsselfiguren. Das Ende zwischen Tamar und Clea ist absolut unglaubwürdig, nachdem sie über 500 Seiten hinweg lediglich ein paar Sätze miteinander ausgetauscht hatten.

    ******

    Fazit: Nach der großartigen Engelfors-Trilogie war Norra Latin für mich leider eine ziemliche Enttäuschung.
    Es ist ein Jugendbuch für zwischendurch, um ein bisschen nordische Wintertristesse und Schauspielschulen-Luft zu schnuppern. Viel mehr sollte man aber nicht erwarten. Elfgrens Umsetzung bleibt leider weit hinter dem Potenzial der Story zurück.
    Ich werde Elfgren sicher wieder eine Chance mit einem neuen Werk geben, aber ein zweiter Norra Latin-Band, sollte er denn in Planung sein, muss echt nicht sein ...












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    SillyTs avatar
    SillyTvor 12 Tagen
    Lässt mich zwiegespalten zurück

    Norra Latin ist eine der renommiertesten Schauspielschulen Schwedens und nur die talentiertesten Schülern gelingt es, hier aufgenommen zu werden. Clea und Tamar sind zwei von ihnen, doch die beiden Mädchen könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Clea, die Tochter einer schwedischen Schauspielerin, bereits schon Serien und Filme gedreht hat, stammt Tamar aus einem kleinen Dorf in Schweden und hat bisher nur vom Schauspielern geträumt. Clea fällt es leicht, sich auf Norra Latin einzuleben, doch Tamar hat zu kämpfen, fern von Freunde und Familien fällt es ihr schwer, Fuß zu fassen und Freunde zu finden. Dann macht sich das Gerücht breit, dass es einst eine Tragödie an der Schule gab, bei der ein Lehrer starb und ein Schüler spurlos verschwand. Doch in jedem Gerücht steckt auch ein Körnchen Wahrheit, oder?

    Meine Meinung

    Dieses düstere Cover hatte es mir auf den ersten Blick angetan, denn es versprach gleich eine magische Geschichte voller Geheimnisse. Nachdem ich dann herausfand, dass es Norra Latin tatsächlich gibt und das Bild der Schule auf dem Cover der wirklichen Schule entspricht, war ich richtig neugierig.
    Der Einstieg in das Buch fiel mir auch recht leicht, denn Sara B. Elfgren schreibt locker, leicht und gut verständlich. Rein sprachlich also auch durchaus passend für die Zielgruppe ab vierzehn Jahren. Sie schafft es auch immer wieder eine leicht gruselige Gänsehautatmosphäre zu erschaffen, die es mir hier angetan hat. Die Darstellung der Stadt Stockholm und ihrer Atmosphäre, vor allem an der Schule Norra Latin, fand ich durchaus interessant und spannend.
    Aber leider bleibt diese nicht konstant und es gab immer wieder einige Längen dazwischen. Sara B. Elfgren erzählt ihre Geschichte aus zwei Perspektiven, Cleas und Tamars. Während ich bei Tamars Perspektive doch die meiste Zeit ganz dicht an der Protagonistin bleiben und mitfiebern konnte, brachte mich Cleas Perspektive irgendwann doch eher zur Ernüchterung. Denn in Cleas Perspektive gibt es schon einige Wiederholungen, die zwar im Nachhinein einen Sinn machen, die dem Buch aber leider immer wieder die Spannung nahmen.
    Allerdings machen diese beiden völlig unterschiedlichen Mädchen in den beiden Perspektiven auch ganz genau klar, wie sehr sich diese Teenager unterscheiden. Hätte man diese Darstellungen etwas eingekürzt, wäre mit Sicherheit auch die Spannung konstanter geblieben. Das Ende der Geschichte hat mich dann noch ein wenig verwirrt und da liefen mir dann die Fäden zu schnell und zu einfach zusammen. Mir kam es so vor, als wäre sehr viel in das Ende gepackt worden, was zuvor auf den vielen Seiten zu kurz kam. Wichtige Personen, die bisher nur angedeutet wurden, waren plötzlich präsent und all das zusammenzupuzzeln, fiel mir nicht ganz leicht. Ich musste hier auch noch einmal nachlesen, ob ich das alles wirklich verstanden habe.
    Aus der Ich-Perspektive wird die Geschichte, wie schon erwähnt, abwechselnd von Tamar und Clea erzählt. Wobei ich Tamars Perspektive über weite Teile wirklich sehr gut fand und auch immer wieder neue Aspekte in die Geschichte brachte, dafür hatte ich mit Clea so meine Schwierigkeiten. Auch fiel es mir schwer, diese beiden Perspektiven miteinander zu verknüpfen, man erfährt zwar ziemlich zu Beginn, dass Tamar Gefühle für Clea entwickelt, warum konnte ich aber nicht so richtig verstehen. Was mir in diesem Zusammenhang positiv aufgefallen ist, ist wie Elfgren mit dem LGBT Thema umgeht, denn hier ist es in keinster Weise verwerflich, wer wen liebt. Von dieser Lockerheit könnte sich hier manch einer eine Scheibe abschneiden.
    Tamar, eine der Protagonistinnen, war mir doch noch recht sympathisch. Sie wirkt nach aussen ein wenig distanziert, was ihr schnell die Außenseiterrolle in ihrer Klasse verpasst. Dabei fand ich sie doch sehr stark, wenn man bedenkt, dass sie plötzlich allein in einer Stadt ohne Bezugspersonen zurecht kommen musste.
    Clea war mir durchweg zu oberflächlich, ihre Beziehung zu Tim hat mich im Nachhinein genervt, denn sie lässt sich alles gefallen und gibt immer wieder nach. Elfgren löst dieses zwar zum Ende hin, aber mir fehlten da deutlichere Konflikte innerhalb der Geschichte. Tim ist hier alles andere als sympathisch, arrogant, großspurig und von sich überzeugt, tritt er hier auf. Genau deshalb fiel es mir auch schwer, zu verstehen, warum Clea in ihn verliebt ist.
    Es gibt hier auch die ein oder andere interessante Nebenfigur, wobei ich da von der ein oder anderen gerne mehr erfahren hätte. Gelungen fand ich z. B. die Darstellung von Tamars bestem Freund/bester Freundin Sam, die tatsächlich innerhalb der Geschichte geschlechtslos blieb, da hier nie von er oder sie gesprochen wird, sondern immer nur von Sam. Womit die Autorin auch wieder sehr gut eine queeres Thema eingebaut hat.

    Mein Fazit

    Ein Buch, das mich sehr zwiegespalten zurücklässt, denn es gab Momente, die mir richtig gut gefallen haben, aber auch Momente, bei denen ich das Gefühl hatte, dass die Handlung auf der Stelle trat. Atmosphäre und Sprachstil gefielen mir sehr gut, mit dem ein oder anderen Charakter hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten. Stets aktuelle Themen, wie LGBT, werden hier geschickt mit eingebaut und locker dargestellt, anderes wiederum war mir zu locker und manches Mal hab ich mich gefragt, ob die Charaktere wirklich erst sechzehn Jahre alt sind. Wie alles ist es auch hier letzten Endes Geschmackssache, also einfach mal reinlesen in die Geschichte.

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    PrinzessinButterblumes avatar
    PrinzessinButterblumevor 12 Tagen
    Albträume an der Schule der Träume

    Auf Norra Latin, der berühmten Stockholmer Theaterschule, hat sich vor Jahren bei der Aufführung von Shakespears "Sommernachtstraume" eine Tragödie ereignet, die nie aufgeklärt wurde, deren Folgen aber noch heute spürbar sind. Das merken auch Tamar und Clea ziemlich schnell, die die Aufnahmeprüfung für den Theaterzweig des Gymnasiums geschafft haben. Nach und nach kommen sie nicht nur dem Geheimnis von Norra Latin, sondern auch sich selbst immer näher.

    Kälte, Düsternis, Wut, Einsamkeit, Partys, Theater - die Grundstimmung dieses Jugendbuches ist ziemlich deprimierend, aber gleichzeitig gerade dadurch auch sehr fesselnd. Die Atmosphäre an der Theaterschule und des herbstlich/winterlichen Stockholms ist unglaublich gut greifbar. Genauso sieht es mit der Stimmung und den Beziehungen zwischen den einzelnen Personen aus. Die Figuren sind sehr detailliert gezeichnet und es macht Spaß, ihr Leben an der Schule zu verfolgen.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Tamar und Clea erzählt. Beide kommen aus völlig unterschiedlichen Welten und die einzigen Berührungspunkte ihres Lebens entstehen durch die Theaterklasse. Nur sehr langsam kommt es zu Überschneidungen der beiden Leben. Ich mochte sowohl Tamar als auch Clea und gerade dadurch, dass sie so unterschiedlich sind, wird es nicht langweilig.

    Handlungstechnisch passiert trotz der Dicke des Buches nicht überragend viel. Action wird man hier bis auch die letzten 50 Seiten vergebens suchen. Die Geschichte lebt durch ihre Personen und die Atmosphäre. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen und langweilig ist es trotzdem nicht geworden. Ich habe mich immer sehr auf das Lesen gefreut.

    Das Ende ist für meinen Geschmack etwas zu konstruiert und leider nicht hundertprozentig zufriedenstellend. Es ist schon alles geklärt, aber irgendwie hätte ich mir hier ein bisschen was anderes gewünscht. Aber das ist Geschmackssache und wenn man darüber wegsieht hat man 500 Seiten Lesespaß vor sich.

    Alles in einem hat mir das Lesens dieses Buches große Freude gemacht und ich kann es allen empfehlen, die düstere und geheimnisvolle Geschichten ohne viel Action mögeen.

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    Archers avatar
    Archervor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Beim Lesen hat man das Gefühl, in einer schwedischen Soap Opera zu stecken. Wäre um 200 Seiten gekürzt um einiges spannender gewesen.
    If we shadows have offended ...

    Norra Latin ist eine Schauspielschule in Stockholm und als solche hochangesehen. Wer dort angenommen wird, hat Talent und hart dafür gearbeitet. Clea und Tamar haben es geschafft. Wobei es bei Clea sowieso keine Zweifel gab. Obwohl noch nicht ganz 16 Jahre alt, ist sie schon ein Profi im Filmgeschäft und Kinderstar, wächst schließlich mit ihrer Mutter, einer relativ bekannten Schauspielerin heran und ist mit Tim Helander befreundet, ebenfalls Kinderstar und Sohn des berühmten Jack Helander, der sogar in Auslandsproduktionen Hauptrollen bekommt. Tamar hingegen kommt aus der Provinz und träumt von der Schauspielerei. Diese entpuppt sich nach und nach als Alptraum. In Norra Latin ist und bleibt sie ein Außenseiter, und als sie dann noch scheinbar mit einem Geist zu tun hat, wird ihr Leben nicht nur einsam, sondern auch gefährlich.

    Der Klappentext klang so gut und versprach so viel Spannung und Geheimnisse. Tatsache jedoch ist, dass man die meiste Zeit das Gefühl hatte, eher in einem schwedischen Gute Zeiten - Schlechte Zeiten zu stecken mit so viel Teeniedrama, das ständig neu durchgekaut und wiederholt wurde, dass ich zwischendrin schon überlegte, das Buch abzubrechen. Die eigentlichen Geheimnisse gingen dabei so unter und schlimmer noch, vieles wurde bereits im Prolog, der mir völlig unnötig erscheint, schon im Voraus gespoilert. Es war nicht durchgehend langweilig. Die Atmosphäre an so einer Schule und mit den ganzen durchgeknallten Künstlern wurde gut eingefangen, und auch dass Sexualität in jeder Spielart erlaubt ist, solange es allen Partnern gefällt, ist eine coole Message.  Nach den ersten hundert Seiten war zwar nicht viel passiert, aber man wusste, wo man sich befand und wie die Dynamik funktioniert. Dabei hätte es belassen werden sollen, Leser verstehen das auch, wenn nicht alle drei Seiten dasselbe wieder passiert.

    Bleiben mir zum Abschluss nur noch Pucks Worte:
    And this weak and idle theme,
    no more yielding but a dream.

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    Wer ist der mysteriöse Schatten von »Norra Latin«?


    Willkommen zu einer neuen Leserunde aus dem Arctis Verlag. Mit dem neuen Jugendbuch von Sara B. Elfgren nehmen wir euch mit nach Stockholm.
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    Autoren oder Titel-Cover
    Tamar und Clea haben die Aufnahmeprüfung der renommierten Stockholmer Schauspielschule Norra Latin bestanden. Die beiden sind grundverschieden, doch sie verbindet der Traum von einer Schauspielkarriere. Aber dass der Schulalltag so aufregend wird, hätten sie nie gedacht. Denn es gibt Gerüchte über eine Tragödie, die sich dort vor Jahrzehnten ereignet hat. Was ist damals bei einer Shakespeare-Aufführung passiert? Und wer ist der mysteriöse »Schatten« von Norra Latin? Je tiefer Tamar und Clea in die Vergangenheit eintauchen, desto größer scheint das Rätsel zu werden – und die Gefahr.

    Autoren oder Titel-Cover
    Sara B. Elfgren, geboren 1980 in Stockholm, absolvierte ein Filmstudium und schrieb gemeinsam mit Mats Strandberg die von der Kritik gefeierte Engelfors-Trilogie. Bd. 1 Der Zirkel wurde in 25 Sprachen übersetzt und verfilmt. Norra Latin ist ihr erster eigener Roman.



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    Pressestimmen

    »Einer der besten Jugendromane in diesem Herbst.«
    Dagens Nyheter

    »Sara B. Elfgren ist schlichtweg genial, was die Darstellung von Teenagern angeht. Man beginnt tatsächlich zu glauben, die Figuren seien auf Instagram und man könne ihnen dort folgen.«
    Expressen

    »Sara B. Elfgrens meisterhafte Prosa strahlt und das Ergebnis ist ein Pageturner, der sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird. 5 von 5 Sternen.«
    BTJ

    »Sara Bergmark Elfgren hat diese Fantasy geschickt konstruiert, doch ihr großes literarisches Talent liegt in der Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle junger, unsicherer Menschen realistisch und subtil zu zeigen.«
    Västerbottens-Kuriren

    »Das ist ohne Übertreibung der beste Jugendroman des Jahres! 5 von 5 Sternen.«
    Bokkoll.se

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Wildponys avatar
    Wildponyvor einem Monat
    Das klingt ja super spannend!
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