Cover des Buches Schlüssel (ISBN: 9783791528564)
Rezension zu Schlüssel von Mats Strandberg

Ein Drittel weniger hätte auch gereicht

von Ein LovelyBooks-Nutzer vor 7 Jahren

Review

Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
Der dritte Band der Trilogie und damit der Abschluss nach „Zirkel“ und „Feuer“. Wieder ist der Kreis der Auserwählten geschrumpft, Ida ist tot und somit sind nur noch 4 Hexen des ursprünglichen Zirkels übrig: Linnéa, Vanessa, Anna-Karin und Minoo. Haben sie in dieser Form überhaupt noch die Möglichkeit, das Portal endgültig zu verschließen und somit die Welt vor den Dämonen und dem Untergang zu bewahren? Welches Spiel spielt der Rat, der sich nun wieder einmal einmischt und einen eigenen Zirkel aufstellt, um die Aufgabe zu erfüllen? Kennen die Auserwählten nun endlich alle Details oder gibt es immer noch Geheimnisse?

Ja, es gibt noch viele Rätsel und diese werden ausführlich über mehr als 900 Seiten beschrieben, teilweise gelöst, dann jedoch tauchen wieder neue Schwierigkeiten auf und von Klarheit kann noch lange keine Rede sein. Die Seiten und Allianzen wechseln immer wieder und sowohl die Protagonistinnen als auch der Leser werden immer wieder hinundher gerissen.

Nachdem mir der erste Band der Trilogie unglaublich gut gefallen hatte, der zweite jedoch so ein typischer Mittelteil mit Längen war, hatte ich große Hoffnung auf den Abschlussband gesetzt. Diese wurden für mich leider nicht erfüllt, ich musste mich unglaublich durchkämpfen und hätte das Buch mehr als einmal am liebsten einfach abgebrochen. Es ist so viel Hinundher, ein paar Wendungen weniger hätten es besser lesbar und deutlich spannender gemacht. So war ich irgendwann eher genervt und gelangweilt als gefesselt. Immer wieder habe ich ganze Passagen quergelesen, da mir die Beschreibungen einfach viel zu ausführlich waren, wie zum Beispiel bei dem Prozess. Auch diverse Nebenfiguren aus den früheren Bänden, die nun auf einmal doch noch eine größere Rolle spielten, hätte ich nicht gebraucht. Zudem fand ich es eher unglaubwürdig, wer hier auf einmal alles Magiebegabungen entwickelte. Das Privatleben der Mädchen habe ich noch als interessant empfunden, vor allem die Entwicklungen zwischen Linnéa und Vanessa, auch wenn das alles ziemlich anstrengendes Teenager-Drama war.

Mindestens die ersten zwei Drittel fand ich also äußerst langweilig, im letzten Drittel zog das Tempo dann endlich an, aber auch da waren es mir gegen Ende einfach noch zu viele Komplikationen und Wendungen.

Schön fand ich den Ausklang ganz am Ende. Es ist ein Abschluss – aber die Autoren lassen sich hier meiner Meinung nach durchaus noch die Möglichkeit einer weiteren Fortsetzung offen.

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