Sara Baume

 3.6 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Die kleinsten, stillsten Dinge, A Line Made By Walking und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sara Baume

Sara BaumeDie kleinsten, stillsten Dinge
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die kleinsten, stillsten Dinge
Die kleinsten, stillsten Dinge
 (8)
Erschienen am 22.09.2017
Sara BaumeA Line Made By Walking
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
A Line Made By Walking
A Line Made By Walking
 (0)
Erschienen am 16.02.2017
Sara BaumeSpill Simmer Falter Wither
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Spill Simmer Falter Wither
Spill Simmer Falter Wither
 (0)
Erschienen am 01.02.2015

Neue Rezensionen zu Sara Baume

Neu

Rezension zu "Die kleinsten, stillsten Dinge" von Sara Baume

Großartiger Debütroman
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Ich habe dieses Buch als Ebook gelesen, weil mich der Klappentext neugierig gemacht hat. Es ist zwar kein Rezensionsexemplar, aber ich teile Euch trotzdem meine Gedanken dazu mit, weil dieses Buch etwas ganz Besonderes ist.

Ein einsamer Mann Mitte fünfzig kommt ins Tierheim. Ray braucht einen Hund, wegen der Ratten in seinem Haus, und sucht sich den traurigsten Köter von allen aus: Im Kampf mit einem Dachs hat Einauge den Kürzeren gezogen; er ist sehr schreckhaft, immer hungrig, und wenn andere Hunde in der Nähe sind, wird er aggressiv. Ray, der die von den Eltern ererbte Bruchbude am Meer bisher kaum verlassen hat, findet in dem Hund einen Gefährten. Frühmorgens unternehmen die beiden lange Spaziergänge am Strand – bis eines Tages eine Frau mit Hund ihren Weg kreuzt. Einauge fällt den Rivalen an, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Am nächsten Tag steht eine Polizistin vor der Tür. Ray wimmelt sie ab und flieht mit Einauge in seinem klapprigen Auto. So fahren die beiden, Menschen meidend, die irische Atlantikküste hinab, während es draußen immer kälter und das Geld immer weniger wird. Am Ende, beide essen längst nur noch Trockenfutter, müssen sie umdrehen. Und der Leser erfährt bei Rays Heimkehr dessen ganze traurige Lebensgeschichte, von der er sich nur durch die Verbindung mit seinem Hund hat befreien können.

Sara Baume wurde 1984 in Lancashire geboren. Aufgewachsen ist sie im irischen Cork. Sie studierte Kunst und Design und hängte dann einen Abschluss in Creative Writing dran. Dies ist ihr erster Roman; er wurde von der Presse in Irland und Großbritannien gefeiert.

Es ist mir wichtig, Euch das Buch zu präsentieren, weil es der stärkste Debütroman ist, den ich je gelesen habe, ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage, dass ich generell kein vergleichbares Buch gelesen habe. Für mich ist es allerdings keine normale Erzählung, sondern ein Drama, denn Ray hatte beileibe keine schöne Kindheit, nein, er hatte eigentlich überhaupt keine Kindheit. Ich kann hier leider nicht erklären, wieso, denn dann würde ich spoilern, weil die ganze Geschichte erst im Laufe des Buches erzählt wird.

Mich hat es nicht im geringsten gestört, dass wir hier persönlich fast nur Hund Einauge und Protagonist Ray kennenlernen, der Einauge seinen Lebenslauf in einem Monolog erzählt. Das klingt vielleicht nicht sonderlich spekulär, aber erstens sind es dafür die beiden Figuren und zweitens der Schreibstil der Autorin. Sie hat ebenso schöne, wie simple Worte gewählt, und trotzdem war es irgendwie poetisch. Ich finde, der Stil ist schwer in Worte zu fassen, mir hat er jedenfalls sehr gut gefallen und war der Hauptgrund dafür, dass ich von dem Buch so gefesselt war.

Lediglich der Schluss hat mich etwas verstört zurück gelassen, aber das kann daran gelegen, dass ich ihn einfach nicht verstanden habe.

Kommentieren0
5
Teilen
killmonotonys avatar

Rezension zu "Die kleinsten, stillsten Dinge" von Sara Baume

Rezension: Die stillsten, kleinsten Dinge
killmonotonyvor einem Jahr


„Die kleinsten, stillsten Dinge“ von Sara Baume hat mich mit dem Klappentext direkt angesprochen, als ich es entdeckt habe. Nachdem ich „Lily und der Oktopus“ von Steven Rowley gelesen habe, hatte ich erst mal ein bisschen Angst, wieder „so ein Hundebuch“ zu lesen, aber ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch ist so vollgepackt mit wunderschöner Sprache, einem wahnsinnig guten Erzählstil und einer schönen, aber auch traurigen Geschichte. Gegen Ende wurde das Leseerlebnis dann etwas abgeschwächt von meinen Erwartungen an das Buch. Aber fangen wir mal beim Inhalt an:


Ray ist Mitte 50, als er aufgrund einer Rattenplage auf seinem Dachboden beschließt, einen Hund anzuschaffen. Ob er es bewusst beschließt oder ob es vielleicht doch nur eine Eingebung ist, wissen wir nicht. Auf einem Poster vom Tierheim entdeckt er Einauge, der bei einem Kampf mit einem Dachs den Kürzeren gezogen hat, und nimmt das Tier mit nach Hause. Ray ist ein Einsiedler, bevor sein Vater starb (was jetzt gut ein Jahr zurückliegt), hat er niemandem je die Tür geöffnet oder jemals telefoniert. Dass er eigenartig ist, war ihm bewusst, doch was es genau ist, das ihn sonderbar macht, weiß er bis heute nicht. Sein Vater hielt ihn immer unter Verschluss, Ray hat nie andere Kinder kennengelernt und ist auch nie zur Schule gegangen. Nach dem Tod seines Vaters wohnt er alleine in der Bruchbude von Haus, die er geerbt hat, und verbringt seine Tage damit, zu lesen, bunte Glasperlen und andere Kostbarkeiten vom Strand zu sammeln und damit, die Dinge zu beobachten, die sonst niemanden zu kümmern scheinen.


Als Einauge bei Ray einzieht, wird alles anders. Plötzlich hat Ray erstmals einen Kameraden, jemandem, mit dem er reden kann. Und so erzählt er Einauge alles. Alles, was sich vor den Fenstern des Hauses abspielt, bis zu kleinen Dingen, die Ray beim täglichen Strandspaziergang sieht und die Einauge, immer seiner „Madennase“ folgend und Gerüche jagend, übersieht. So sieht Ray auch die Gefahr, die von Einauge ausgeht, wenn dieser auf andere Hunde trifft. Einauge verbeißt sich in zwei Hunden, ehe die Polizei vor der Tür steht und ihn in Gewahrsam nehmen will. Hier beginnt die Flucht der beiden, immer landeinwärts, immer die Menschen meidend, immer auf der Hut. Doch als das Geld schließlich zu Ende geht und die beiden mittlerweile besten Freunde umkehren müssen, stellt sich Ray schließlich seiner Vergangenheit.


Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

Kommentieren0
2
Teilen
LeGrandGriss avatar

Rezension zu "Die kleinsten, stillsten Dinge" von Sara Baume

Irische Melancholie
LeGrandGrisvor 2 Jahren

Sehr traurige, anrührende Charakterstudie eines Außenseiters - irisch, bewegend, schön.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 21 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Worüber schreibt Sara Baume?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks