Sara Baume Die kleinsten, stillsten Dinge

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Inhaltsangabe zu „Die kleinsten, stillsten Dinge“ von Sara Baume

Dieser hochgelobte, preisgekrönte Roman aus Irland erzählt die ungeheuer traurige, ungeheuer schöne Geschichte von einem unglücklichen Mann und seinem unperfekten Hund. Ein einsamer Mann Mitte fünfzig kommt ins Tierheim. Ray braucht einen Hund, wegen der Ratten in seinem Haus, und sucht sich den traurigsten Köter von allen aus: Im Kampf mit einem Dachs hat Einauge den Kürzeren gezogen; er ist sehr schreckhaft, immer hungrig, und wenn andere Hunde in der Nähe sind, wird er aggressiv. Ray, der die von den Eltern ererbte Bruchbude am Meer bisher kaum verlassen hat, findet in dem Hund einen Gefährten. Frühmorgens unternehmen die beiden lange Spaziergänge am Strand – bis eines Tages eine Frau mit Hund ihren Weg kreuzt. Einauge fällt den Rivalen an, und das Unheil nimmt seinen Lauf. Am nächsten Tag steht eine Polizistin vor der Tür. Ray wimmelt sie ab und flieht mit Einauge in seinem klapprigen Auto. So fahren die beiden, Menschen meidend, die irische Atlantikküste hinab, während es draußen immer kälter und das Geld immer weniger wird. Am Ende, beide essen längst nur noch Trockenfutter, müssen sie umdrehen. Und der Leser erfährt bei Rays Heimkehr dessen ganze traurige Lebensgeschichte, von der er sich nur durch die Verbindung mit seinem Hund hat befreien können. Eine traurige, eine herzzerreißende Geschichte, die Sara Baume in eine so klare wie schöne Sprache gegossen hat. Ray und sein Hund bewegen sich durch ein wenig idyllisches Irland voller Raffinerien, Müllhalden, Dreck – die Kunst der Autorin und ihre überragende Beobachtungsgabe machen aus ihrer Flucht eine Reise voll dunkel strahlendem Glanz.

Eine traurige, herzzerreißende Geschichte über zwei einsame und kaputte Seelen, die zueinander gefunden haben.

— killmonotony

Sehr traurige, anrührende Charakterstudie eines Außenseiters - irisch, bewegend, schön.

— LeGrandGris

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  • Rezension: Die stillsten, kleinsten Dinge

    Die kleinsten, stillsten Dinge

    killmonotony

    29. June 2017 um 21:11

    „Die kleinsten, stillsten Dinge“ von Sara Baume hat mich mit dem Klappentext direkt angesprochen, als ich es entdeckt habe. Nachdem ich „Lily und der Oktopus“ von Steven Rowley gelesen habe, hatte ich erst mal ein bisschen Angst, wieder „so ein Hundebuch“ zu lesen, aber ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch ist so vollgepackt mit wunderschöner Sprache, einem wahnsinnig guten Erzählstil und einer schönen, aber auch traurigen Geschichte. Gegen Ende wurde das Leseerlebnis dann etwas abgeschwächt von meinen Erwartungen an das Buch. Aber fangen wir mal beim Inhalt an:Ray ist Mitte 50, als er aufgrund einer Rattenplage auf seinem Dachboden beschließt, einen Hund anzuschaffen. Ob er es bewusst beschließt oder ob es vielleicht doch nur eine Eingebung ist, wissen wir nicht. Auf einem Poster vom Tierheim entdeckt er Einauge, der bei einem Kampf mit einem Dachs den Kürzeren gezogen hat, und nimmt das Tier mit nach Hause. Ray ist ein Einsiedler, bevor sein Vater starb (was jetzt gut ein Jahr zurückliegt), hat er niemandem je die Tür geöffnet oder jemals telefoniert. Dass er eigenartig ist, war ihm bewusst, doch was es genau ist, das ihn sonderbar macht, weiß er bis heute nicht. Sein Vater hielt ihn immer unter Verschluss, Ray hat nie andere Kinder kennengelernt und ist auch nie zur Schule gegangen. Nach dem Tod seines Vaters wohnt er alleine in der Bruchbude von Haus, die er geerbt hat, und verbringt seine Tage damit, zu lesen, bunte Glasperlen und andere Kostbarkeiten vom Strand zu sammeln und damit, die Dinge zu beobachten, die sonst niemanden zu kümmern scheinen.Als Einauge bei Ray einzieht, wird alles anders. Plötzlich hat Ray erstmals einen Kameraden, jemandem, mit dem er reden kann. Und so erzählt er Einauge alles. Alles, was sich vor den Fenstern des Hauses abspielt, bis zu kleinen Dingen, die Ray beim täglichen Strandspaziergang sieht und die Einauge, immer seiner „Madennase“ folgend und Gerüche jagend, übersieht. So sieht Ray auch die Gefahr, die von Einauge ausgeht, wenn dieser auf andere Hunde trifft. Einauge verbeißt sich in zwei Hunden, ehe die Polizei vor der Tür steht und ihn in Gewahrsam nehmen will. Hier beginnt die Flucht der beiden, immer landeinwärts, immer die Menschen meidend, immer auf der Hut. Doch als das Geld schließlich zu Ende geht und die beiden mittlerweile besten Freunde umkehren müssen, stellt sich Ray schließlich seiner Vergangenheit.Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

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  • Irische Melancholie

    Die kleinsten, stillsten Dinge

    LeGrandGris

    21. February 2017 um 12:13

    Sehr traurige, anrührende Charakterstudie eines Außenseiters - irisch, bewegend, schön.

  • Außenseitergeschichte mit Tiefgang

    Die kleinsten, stillsten Dinge

    PrinceXL

    06. September 2016 um 20:58

    Sara Baume gelingt mit ihrem Debütroman etwas, das nicht vielen gelingt: ihr Sprachstil zieht mich sofort in seinen Bann und fasziniert mich schon auf den ersten Seiten. Trotz ihrer eigentlich schnörkellosen Ausdrucksweise ist er immer wieder poetisch und ein wenig melancholisch. Der ganze Roman ist von seiner Form her so gestaltet, dass Ray mit seinem Hund spricht. Das ist außergewöhnlich, funktioniert aber einwandfrei. Es macht den Text zu etwas Intimem. „Du knurrst, als der Wärter dich am Genick packt und dir das Halsband anlegt, aber du schnappst nicht nach ihm. Und dein Gang, deine Bewegungen zeugen nicht von Aggressivität oder Bosheit.“ (S. 14) Ray ist einer der Menschen, die kaum jemand beachtet. Er geht nur selten aus dem Haus und beschränkt sich dann auf das absolut Notwendige an Kommunikation. Ein Eigenbrödler, in dem die Nachbarn einen Spinner sehen, dem sie lieber aus dem Weg gehen. Klingt nach einem totalen Langweiler. Als Leser verfolgen wir seine Gedanken, und die sind durchaus interessant, gerade deshalb, weil er seiner eigenen Logik folgt. Immer wieder erinnert er sich an seine Kindheit. Irgendetwas muss da vorgefallen sein, was ihn so anders gemacht hat gemäß dem Prinzip Ursache und Wirkung. Und diese Wirkung ist durchaus fatal… Rays Gedanken kreisen auch um Philosophisches. Was bedeutet es, Mensch zu sein? Was ist der Sinn einer Gemeinschaft? Er hat dazu seine eigene Meinung und stellt sich dabei immer selbst in Frage. „Es war falsch, dir etwas von meiner Menschlichkeit überstülpen zu wollen – schließlich hat es mir nie viel gebracht, ein Mensch zu sein.“ (S. 46) Mein Fazit: „Die kleinsten, stillsten Dinge“ ist eine bemerkenswerte Außenseitergeschichte mit Tiefgang. Ich war von Anfang an begeistert von Sara Baumes schlichtem und doch poetischem Sprachstil. Ein großartiger Debütroman. © Marcus, buecherkaffee.de

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  • Das stille Leben

    Die kleinsten, stillsten Dinge

    Pelikanchen

    03. September 2016 um 22:12

    Die Rezension für das Buch fällt mir etwas schwer, denn auch wenn das Buch etwas besonderes und außergewöhnliches ist, es hatte mir zu wenig Protagonisten. Es gibt nur den Mann, der Mitte 50 ist und eben allein im Elternhaus lebt, seit sein Vater gestorben ist. Nun hört er seit einiger Zeit Ratten im Haus und weil er die loswerden möchte, will er sich aus einen Tierheim einen Hund holen. Ein Hund, von dem ihm eigentlich abgeraten wird, weil er sehr aggressiv auf andere Hunde reagiert und somit nicht gerade Pflegeleicht ist. Da er aber sein Rattenproblem bekämpfen will, ist ihm das egal und er nennt seinen Hund "Einauge", das sehr passend ist, da er nur noch ein Auge hat.Der Mann ist ziemlich eigen und komisch, doch nach einiger Zeit freunden die beide sich an und unternehmen alles gemeinsam. Lange Spaziergänge, miteinander Essen, miteinander schlafen. Doch wie bereits erwartet fällt Einauge beim spazieren gehen einen anderen Hund an und verletzt ihn sehr. Die Besitzerin meldet es den Behörden und es dauert nicht lange bis eine Hundefängerin vor der Tür steht und Einauge mitnehmen möchte.Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit Einauge zu fliehen, bevor die Frau noch mal bei ihm auftaucht.Er packt das nötigste zusammen und die beiden fahren mit seinem Auto ohne Ziel von zu Hause los. Sie Leben im Auto und Anfangs im Sommer mag das ja noch recht angenehm sein, doch im Winter wird es dann wirklich schlimm.In diesem Jahr, wo wir den Mann und Einauge begleiten, lernen wir ihn näher kennen und man merkt schnell, das er keine schöne Kindheit hat und leider auch nicht wirklich viel Bewegen konnte.Das Schicksal hat es nicht gut mit ihm gemeint und wir erfahren im laufe der Geschichte, was der Mann so denkt und worüber er sich Gedanken macht.Leider konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln und es war auch schwer in die Geschichte rein zu kommen. Es hätte einfach mehr passieren müssen und es hätte eben mehr Protagonisten gebraucht, für meinen Geschmack. Der Klappentext hat mir so viel versprochen, was ich leider nicht finden konnte. Es handelt sich um eine traurige Geschichte, die dennoch ein überraschendes Ende hatte. Doch der Mann und Einauge hatten bei mir zu wenig Bewegt, auch wenn sie viel gelaufen sind.

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  • Ein langer Monolog

    Die kleinsten, stillsten Dinge

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    26. August 2016 um 09:49

    Er ist Mitte 50 und allein, seit sein Vater verstorben war.Seit einiger Zeit hört er im Haus Ratten. Um dieses Pack loszuwerden, will er sich einen Hund holen. In einem Tierheim findet er ihn. Ein Hund, von dem ihm abgeraten wird. Es ist ein wilder Hund, der auf andere Artgenossen aggressiv reagiert.Es ist ihm egal, er nimmt ihn mit und gibt ihm den Namen Einauge, weil er nur ein Auge hat. Das andere hatte ein Dachs auf dem Gewissen.Es dauert ein wenig, bis sie sich angefreundet haben, der Einsiedler und der Hund. Sie unternehmen gemeinsame Spaziergänge und spielen gemeinsam.Eines Tages passiert es, dass Einauge einen anderen Hund anfällt und verletzt. Die Besitzerin meldet es den Behörden und es dauert nicht lange, bis eine Frau vor der Tür steht und Einauge mitnehmen will.Das will und wird er verhindern. Er schnappt sich seinen Hund, das Nötigste, sein Auto und macht sich auf den Weg. Sie fahren ziellos durch die Gegend, denn es gibt kein Ziel für sie. Sie leben im Auto, was im Sommer noch angenehm ist. Schlimm wird es, als es kalt ist. Was werden sie erleben? …Mir fällt, ehrlich gesagt, die Rezension zu diesem Buch sehr schwer.Es ist ein außergewöhnliches Buch, welches als Protagonisten nur ihn und den Hund, Einauge, hat.Ich weiß nicht, ob ich es überlesen habe, aber den Namen des männlichen Protagonisten habe ich im Buch nicht gefunden. Nur vom Klappentext her erfuhr ich, dass er Ray heißt.Die Zeitspanne des Buches umfasst 1 Jahr, fängt im Frühling an und endet im Winter.Mit Ray bin ich nicht warm geworden, dieser Typ Mensch ist mir fremd. Er hatte eine einsame Kindheit, die er nur mit seinem Vater verbrachte. Über seine Mutter weiß er nichts.Er besuchte keine Schule, hatte keine Freunde, selbst sein Vater blieb ihm fremd.Die Geschichte, die die Autorin Sara Baume schreibt, wirkt auf mich wie ein unglaublich langer Monolog, den Ray seinem Hund hält.Er erzählt im Gespräch mit seinem Hund, wobei Gespräch nicht das richtige Wort dafür ist, aus seiner Kindheit. Rückwirkend erlebt man als Leser, was er erlebt hat und was er denkt.Während seiner Flucht mit Einauge ist der Leser aber auch am aktuellen Geschehen dabei, erfährt die Gedanken, die Ray sich über alles mögliche macht.Während seines Monologes werden an Einauge viele, für mich zu viele Fragen gestellt. Ray riecht etwas, fragt seinen Hund, ob er auch etwas riecht, nur mal als Beispiel genannt.Später erfährt man auch, wie sein Vater gestorben ist und seine Reaktion darauf.In Rays Leben ist vieles schief gelaufen. Das ändert sich auch nach dem Tod seines Vaters nicht und das Schicksal meint es auch nicht gut mit ihm, als Einauge in sein Haus kommt.Man erfährt vieles, einiges wirkt verstörend.Ray und Einauge, ein eingespieltes Team, konnten mich leider gar nicht fesseln. Ich habe sehr lange gebraucht, um in das Buch hineinzukommen. Es las sich schwer, so dass ich für die nicht einmal 300 Seiten eine Woche zum lesen brauchte. Meine Hoffnung, dass es sich besser lesen würde, wenn man hineingefunden hat, erfüllte sich nicht.Es passierte einfach nicht genug, um mich voranzutreiben. Die beiden Protagonisten trieben durch das Buch, ohne Spuren bei mir zu hinterlassen.Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen.

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