Sara Blædel Der Pfad des Todes

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Inhaltsangabe zu „Der Pfad des Todes“ von Sara Blædel

In den Tiefen der dänischen Wälder zeichnet eine Wildkamera Bilder eines verängstigten Jugendlichen auf. Als sich herausstellt, dass der Junge vor mehr als zwei Wochen als vermisst gemeldet wurde, ist Kommissarin Louise Rick alarmiert. Warum wirkt er auf den Aufnahmen so panisch? Und warum kehrt er nicht nach Hause zurück? Dann wird im selben Wald die Leiche einer jungen Frau gefunden. Louise steht kurz davor, einer Reihe ungesühnter Verbrechen auf die Spur zu kommen, die schon lange zurückliegen. Denn der Waldboden ist mit Blut getränkt …

Unerhört spannend! An nur zwei Tagen durchgeschmökert ...

— derMichi
derMichi

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    Der Pfad des Todes
    derMichi

    derMichi

    13. October 2015 um 10:38

    Bei dänischen Krimis denkt der Fan des Genres vermutlich zuerst an Jussi Adler Olsen, dessen Herren und Damen vom Sonderdezernat Q in besonders mysteriösen unaufgeklärten Fällen ermitteln. Seit einiger Zeit gibt es jedoch noch eine nennenswerte Heldin bei der Kopenhagener Polizei:  die von Sara Blædel erdachte Kommissarin Louise Rick, die in dem vorliegenden Buch ihren zweiten großen Kriminalfall zu lösen hat. Louise ist in der Vermisstenabteilung der Polizei tätig. Als sie nach einem traumatischen Erlebnis wieder in den Dienst zurückkehrt, landen Aufnahmen einer Wildbeobachtungskamera auf ihrem Schreibtisch. Darauf ist ein Junge zu sehen, der schon seit Wochen vermisst wird. Aus seinem Blick spricht die nackte Angst. Ihn aufzuspüren wird nicht leicht, da auch ein mysteriöser Geheimbund hinter ihm her zu sein scheint. Wenig später steckt Louise knietief in einer Verschwörung, die auch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat. Als dann im selben Wald auch noch eine verscharrte Leiche auftaucht, entwickelt sich der Fall zu einer Jagd auf Leben und Tod, denn die beiden Ereignisse stehen in einem unheimlichen Zusammenhang. Mit etwa dreihundertfünfzig Seiten ein kompakter Krimi, der sich durchaus auch mal flott an einem Wochenende durchlesen lässt. Sara Blædel hält sich nicht lange mit endlosen Details auf, sondern steigt unvermittelt in die Handlung ein. Der eigentliche Kriminalfall geschieht bereits im Prolog. Danach werden Louise und ihre Lage kurz porträtiert. Kein allzu langes Drama, aber die wichtigsten Charaktereigenschaften und Hintergründe kommen zur Sprache. Wer den ersten Band nicht gelesen hat, weiß also trotzdem bescheid, denn Teile der Handlung beziehen sich darauf. Louise macht als gezeichnete Heldin einen guten Eindruck und weiß zu überzeugen. Was Wallander und Mørck können, das kann sie schon lange. Ein durch und durch nordischer Krimi, in dem auch der neuheidnische Ásatrú-Glaube eine wichtige Rolle spielt. Obwohl dessen Anhänger hier eine eher unrühmliche Rolle spielen, erfolgt keine Stilisierung zu einer "Religion des Bösen". Dafür wird eindrucksvoll gezeigt, wie die drastische Interpretation und Machtgier einzelner auch diese Idee zum Instrument für brutale Zwecke machen kann. Der Titel des Romans, der zwischen den massiven Lettern des Autorennamens ein wenig untergeht, passt im wahrsten Sinne des Wortes zum Inhalt. Schräge Gestalten, unheimliche Ereignisse, eine finstere Vergangenheit und menschliche Abgründe bestimmen das Bild. Das Ende hat sich gewaschen und rundet die Geschichte zufriedenstellend ab. Gerne mehr davon! Originaltitel: Dodesporet (Todesspur) Seitenzahl: 352 Format: 13,7 x 21,5 cm, Klappenbroschur Verlag: Piper

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  • "Der Kreis ist geschlossen"

    Der Pfad des Todes
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. October 2015 um 12:32

    Während andere Jungen bereits ihre Jugendweihe oder Konfirmation hinter sich haben, muss Sune noch ein Jahr warten, um endlich als erwachsen und als ein Mann zu gelten. Sein Vater gehört wie dessen Vater zu den Asatrus, einer vorchristlichen Glaubensgemeinschaft, die nordischen Göttern huldigt. Wer nun glaubt die Autorin dieses Kriminalromans hätte sich diesen heidnischen Kult ausgedacht, der irrt. Er ist in Dänemark als Glaubensrichtung staatlich anerkannt, wenn auch widerwillig. Ebenso gibt es den Ort des Geschehens wirklich. Und genau dort, in Hvalso in der Nähe der Universitätsstadt Roskilde, wuchs die Autorin auf. Man kann sich leicht davon überzeugen, dass es dort keine tiefen Wälder gibt, wie es so schön gespenstisch auf dem Buchcover heißt. Aber auch in kleinen Wäldern kann man sich gut verstecken. Und das tut Sune, nachdem er sich weigerte das Geschenk der Männlichkeit im Kreis der Männer anzunehmen und anschließend zusehen musste, wie die anwesenden Gottesanbeter sein Geschenk brutal vergewaltigten und dabei umbrachten. Nach Hause kann er nun nicht mehr. Louise Rick bekommt den Vermisstenfall auf den Tisch, nachdem sie aus dem Urlaub zurückkehrte. Den musste sie nach den Erlebnissen aus dem Vorgängerband dieser Geschichte nehmen. So gesehen schließt der zweite Teil dieser Reihe nahtlos an den ersten an. Er spielt wieder in der Heimatgegend der Kommissarin und führt sie erneut zurück in ihre eigene Vergangenheit, der sie sich nicht so recht stellen will. Aber auch andere besitzen dort eine Vergangenheit, mit der Louise Rick im Laufe dieses für sie zunächst harmlos klingenden Vermisstenfalles schmerzlich konfrontiert wird. Das Geschehen gewinnt für sie überraschend immer mehr an Dynamik. Damit steht diese spannende Fortsetzung dem ersten Band in Nichts nach. Vielleicht erscheint manchem Leser die Story etwas zu weit hergeholt. Doch tatsächliche Kriminalfälle, die sich in einem Milieu von religiösen Sekten abspielten, zeigen noch ganz andere Dimensionen. Ob allerdings die Asatru-Gemeinden zu solchen Sekten gehören, kann man wohl bezweifeln. Insofern rückt die Autorin hier Leute in eine Richtung, die ihnen kaum gefallen wird. Sieht man einmal davon ab, dann findet man in diesem Krimi alles, was man von diesem Genre erwartet.

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