Sara Collins

 3.2 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf von Sara Collins

Vom Anwalt zum Autor: Sara Collins, geboren in Grand Cayman, ist eine Jamaikanische Schriftstellerin. Sie studierte Rechtwissenschaften an der London School of Economics und war nach ihrem Abschluss 17 Jahre lang als Anwältin tätig, bevor sie einen Master in Kreativem Schreiben an der Universität Cambridge absolvierte. Dort erhielt sie sogar dann Michael-Holroyd-Preis für kreatives Schreiben.

Neue Bücher

Das Geständnis der Frannie Langton

 (11)
Erscheint am 14.08.2020 als Taschenbuch bei Droemer Taschenbuch.

Alle Bücher von Sara Collins

Cover des Buches Das Geständnis der Frannie Langton (ISBN: 9783426306703)

Das Geständnis der Frannie Langton

 (11)
Erscheint am 14.08.2020
Cover des Buches The Confessions of Frannie Langton (ISBN: 9780241349205)

The Confessions of Frannie Langton

 (1)
Erschienen am 04.04.2019

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Rezension zu "Das Geständnis der Frannie Langton" von Sara Collins

Sklaverei hat viele Gesichter.
gsimakvor 9 Monaten

Meine Meinung

 

Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so zwiegespalten zurück gelassen hat. Frannie Langton ist eine Mulattin, die ihre Gefühle verbirgt. Ich konnte keinerlei Beziehung beim Lesen zu der Protagonistin aufbauen. Hab sie meist verstanden, dennoch nicht mit ihr gefühlt. So ging es mir eigentlich bei allen Protagonisten. Dennoch ist die Geschichte spannend. Frannie reist mit ihrem Mentor von den Kolonien nach England. Sie kann lesen und schreiben. Das ist für eine ehemalige Sklavin etwas ganz Besonderes. In England ist sie eigentlich keine Sklavin mehr. Einen großen Unterschied konnte ich jedoch beim Lesen nicht entdecken. George und Marguerite Benham sind die Herrschaften, für die sie nun arbeitet. Man spürt zwischen den Zeilen, dass diese Ehe nicht aus Liebe geschlossen wurde. Die opiumsüchtige Marguerite vereinnahmt Frannie. Frannie muss nicht mehr in der Küche arbeiten oder Räume säubern. Sie ist ausschließlich für das Wohl ihrer Herrin verantwortlich. Das Buch wechselt ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Der Schreibstil mutet stellenweise poetisch an. Es hat etwas gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin. Ab einem drittel konnte sie mich voll und ganz mitnehmen. Die Passagen von Frannies Gerichtsverhandlung fand ich besonders spannend. Die Rückblenden aus ihrer Kindheit erklären, warum sie lesen lernen durfte und wer ihr Vater ist. 

Fazit

Eine spannende Tragödie, die das London des 19. Jahrhunderts reflektiert. Die reichen Menschen in England sprechen sich gegen Sklavenhandel aus. Davon spürt man jedoch in dieser Geschichte nichts! Sklaverei hat viele Gesichter. Forschungen sollen klären, ob das Hirn eines farbigen Menschen anders ist, als das eines Weißen. Frannie ist eine stolze, zornige junge Frau. Sie lässt den Leser nicht allzu nah an sich heran. Ihr Benehmen spricht oftmals gegen sie. Ihre Liebe ist bedingungslos. Sie entbehrt jeglicher Romantik. Sie wird ihr zum Verhängnis.

Lasst Euch auf dieses Buch ein. Ihr werdet nicht das Gefühl haben, mit jemanden auf dem Sofa zu sitzen, der voll Herzschmerz eine Geschichte erzählt. Nein! Ihr werdet eher das Gefühl haben, von draußen durch das Fenster zu schauen und dabei einiges sehen. 

Eine Empfehlung von mir. Danke Sara Collins.

Lieblingszitat


Mein Prozess beginnt so, wie mein Leben begann: mit stürmischen Gedränge und Geschiebe und Gespucke. Seite 13.


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L

Rezension zu "Das Geständnis der Frannie Langton" von Sara Collins

Wichtiges Thema, leider nicht gut verpackt
Lovereading_janavor einem Jahr

 

 

Autor: Sara Collins

Verlag: Droemer Knaur

Seitenanzahl: 430

ISBN: 978-3-426-28206-9

Preis: 22,00 €

 

 

Klappentext

 

Sie ist jung. Sie ist klug. Sie ist fremd. Sie steht unter Mordverdacht. Ein aufwühlender historischer Kriminalroman im England des 19. Jahrhunderts

London, 1826: Das Dienstmädchen Frannie Langton ist eine ungewöhnliche junge Frau, außerordentlich gebildet – und eines brutalen Doppel-Mordes angeklagt. Londons brave Bürger sind in Aufruhr: Wer ist diese ehemalige Sklavin, die aus den Kolonien nach England kam, um ihre Arbeitgeber in den eigenen Betten zu meucheln? Die Zeugenaussagen belasten Frannie schwer. Eine Verführerin sei sie, eine Hexe, eine meisterhafte Manipulatorin. Doch Frannie erzählt eine andere Version der Geschichte, ihrer Geschichte ...

»Sie sagen, ich solle sterben für das, was Madame geschehen ist, ich solle gestehen. Doch wie kann ich etwas gestehen, dass ich nicht getan habe?«

 

Meine Meinung

 

Das Geständnis der Frannie Langton stand seit dem ersten Tag auf meiner Wunschliste. Ich lese gern Bücher, die wichtige Themen behandeln und auch mal wachrütteln, doch leider hätte man mit der Geschichte sehr viel mehr machen können.

Es tut mir wirklich leid, aber für mich war das absolut nichts.

 

Bereits zu Beginn kam ich nicht wirklich in die Handlung rein und fand die Erzählweise sehr schleppend. Frannie erzählt ihre Geschichte und beginnt dabei ganz am Anfang, nämlich 1812, als sie als Sklavin auf Jamaika arbeitet. Für mich war es für die Story nicht wirklich förderlich ganze vierzehn Jahre vor der eigentlichen Handlung zu beginnen, ebenso fand ich die Erzählweise auch überhaupt nichtssagend. Da es ein Rezensionsexemplar war, musste ich mich immer wieder zwingen weiterzulesen, ansonsten hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen.

 

Erst das letzte Viertel fand ich sehr aussagekräftig und spannend. Da hat man gesehen, dass die Autorin es auch versteht die Leser auch fesseln zu können. Schade, dass das nicht schon zu Beginn gezeigt wurde. Sicherlich muss man nicht extra Dramatik einbauen, vor allem nicht bei solchen eh schon dramatischen Themen, aber einen gewissen Spannungsbogen sollte man schon aufbauen.

 

Frannie an sich war für mich eine bemerkenswerte Person. Sie ist überaus intelligent und stolz und weiß sich zu behaupten. Sie kann lesen und schreiben, was damals einen großen Wert hatte und sie schafft es, als Schwarze in der Welt der Weißen zu bestehen.

 

 

 

 

Fazit

Ein überaus wichtiges Thema, auch heute noch.

Trotzdem fand ich es eher schleppend und langatmig, deswegen kann ich LEIDER nur

2/5 Sternen geben.


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Rezension zu "Das Geständnis der Frannie Langton" von Sara Collins

Interessant, aber auch ausschweifend
SillyTvor einem Jahr

London im Jahre 1826, die aus Jamaica stammende Frannie Langton wird angeklagt, ihren Dienstherren und dessen Gattin getötet zu haben. Das besondere an Frannie: sie ist eine ehemalige Sklavin und eine Mulattin, was in London zu dieser Zeit eine wahre Seltenheit ist. Vor Gericht wird Frannie dazu gedrängt, die Morde zu gestehen, doch Frannie, die überaus intelligent und gebildet ist, erzählt eine ganz andere Geschichte. Eine Geschichte, die sich völlig von denen unterscheidet, die die angeblichen Zeugen vor Gericht wiedergeben.
Meine Meinung
Bei diesem Buch machte mich vor allem der spannende Klappentext auf die Geschichte neugierig. Der Beginn ließ mich auch auf eine äußerst ungewöhnliche Geschichte hoffen, doch insgesamt gestaltete sich diese als eher langatmig und ich habe immer Mal wieder Pausen benötigt und das Buch zur Seite gelegt. Der Schreibstil ist eher trocken und nüchtern, auch wenn der Inhalt mich doch immer wieder berühren konnte, wurde die Geschichte für mich zu zäh.
Erzählt wird das Geschehen in der Ich-Perspektive aus der Sicht der Protagonistin Frannie Langton. In einer Art Tagebuch erzählt sie in Rückblenden von dem, was sich wirklich ereignet hat. Dabei ist die Geschichte, die Frannie erzählt, durchaus interessant und teilweise sehr bewegend und berührend. Wie ihr hier schon merkt, bin ich absolut hin und her gerissen, denn es gab Momente, die mich nicht losließen und Momente, bei denen ich mich ertappte, in Gedanken vom Buch abzuschweifen. Auf alle Fälle ist das Buch keine Geschichte für zwischendurch, die sich mal eben nebenbei lesen lässt, da sie doch viel Aufmerksamkeit benötigt. Ein für mich sehr spannender Aspekt waren hier die gelegentlich eingestreuten Auszüge aus den Gerichtsprotokollen, die sehr gut die damalige, und wohl leider auch teilweise immer noch existierenden, gesellschaftlichen Vorurteile wiederspiegeln.
Die Geschichte ist zwar eine rein fiktive Geschichte, doch die Autorin hat hier durchaus gute Hintergrundrecherche geleistet und stellt auch immer wieder den Bezug zu historisch realen Ereignissen her.
Frannie ist kein einfacher Charakter und sie ist in der damaligen Zeit etwas besonderes. Zwar liegt diesem Besonderen die Tatsache zu Grunde, dass man an ihr Forschungen betrieben hat, doch Frannie ist äußerst gebildet und das spürt man auch in ihrer Erzählung und in ihren Darstellungen. Mit ihrer Bildung und ihrer Andersartigkeit weckt Frannie so einiges an Misstrauen bei den Menschen in ihrer Umgebung.
Mein Fazit
Ein Buch, das mich absolut zwiegespalten zurücklässt, denn der Inhalt ist so unglaublich wichtig und hallt noch länger nach. Doch mir fiel es unheimlich schwer, mich mit der Protagonistin wirklich anzufreunden. Auch der Schreibstil, der die Geschichte zwischenzeitlich sehr zäh werden ließ, macht mir die Bewertung nicht leicht. Alles in allem jedoch lässt mich Sara Collins nachdenklich zurück.

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